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Author: Anette Lange
Die Stimme ist mehr als ein medizinisches Symptom, sie ist jedoch auch mehr als ästhetischer Höchstleistungssport! Unsere Gesellschaft bietet kaum adäquate Diskurse, ihre Tiefendimensionen zu denken. Welche Voraussetzungen muss Theorie erfüllen, damit Miteinander, Leiblichkeit und Pneuma als Konstituenten humaner Vokalität erkennbar werden? Wie begreift z. B. die Antike die phoné? Welche Modelle werden bei Augustinus, bei Fichte, Nietzsche und Derrida entwickelt? Im Gespräch mit einer anderen Epochen, in Dialogen mit einzelnen Philosophen wird deutlich, dass Reflexion selbst von ihrem meisterhaften Gestus lassen muss, um dem persönlichen Timbre als hörbarem Resultat einer jeweiligen Interpsychosomatik ihren Klangraum zu gewähren. Lediglich in einem „pensiero debole“ entfalten sich die Frequenzspektren unseres Sprechens, unseres Lachens, unserer Gesänge und unserer Schreie
Geschichte einer Form
Author: Richard Weihe
Richard Weihe untersucht die kulturgeschichtlichen Metamorphosen der Maske und schlägt einen weiten Bogen vom antiken Maskentheater bis zur Commedia dell’arte, von Cicero bis zu Machiavelli, Lavater, Plessner und gegenwärtigen Tendenzen. Während die Maske als Gesicht und Person (griech. “prósopon” in der Doppelbedeutung von Gesicht und Maske) in der Antike für die paradoxe Einheit des Verschiedenen stand, scheint die Gesellschaft heute diesem Konzept entgegenzuarbeiten. Im Zeichen von Körperdesign und Gentechnologie wird die Maske in die organische Struktur des Gesichts selbst inkorporiert. Damit wird die Differenz von Natur und Kultur tendenziell obsolet, und die Maske operiert nicht mehr als Zeichen dieser Differenz.
Vortragsreihe zum tausendjährigen Jubiläum der Krönung Kunigundes in Paderborn
Mit der mittelalterlichen Herrscherin Kunigunde, die irgendwann zwischen 975 und 985 als eines von elf Kindern des einflußreichen Grafen Siegfried von Luxemburg geboren worden war und um das Jahr 1000 durch die Ehe mit Herzog Heinrich IV. von Bayern, dem späteren König Heinrich II., erst zur Herzogsgemahlin, 1002 dann zur Königin und 1014 auch zur Kaiserin aufstieg; die nach dem Tod ihres Gatten (1024) als einfache Nonne in das von ihr begründete Benediktinerinnenkloster Kaufungen bei Kassel eintrat und 1200, mehr als 150 Jahre nach ihrem Tod (1033), schließlich heilig gesprochen wurde, haben wir eine in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Frauengestalt des ausgehenden Frühmittelalters vor uns. Aus Paderborner Perspektive kommt Kunigunde vor allem insofern eine besondere Bedeutung zu, als ihre 1002 im Paderborner Dom vollzogene Krönung nicht nur die erste und einzige jemals in Westfalen vorgenommene Königinnenweihe darstellt, sondern es sich hierbei um die erste sicher bezeugte Königinnenkrönung im ostfränkischen Reich überhaupt handelt. Das tausendjährige Jubiläum dieses für die mittelalterliche Verfassungsgeschichte nicht ganz unbedeutenden Ereignisses wurde daher im vergangenen Jahr in Paderborn zum Anlaß für eine im Museum in der Kaiserpfalz gezeigte, die Krönung Kunigundes thematisierende Ausstellung genommen, die durch ein umfangreiches Rahmenprogramm flankiert wurde. Teil dieses Programms war dabei u. a. eine in Zusammenarbeit mit dem Institut zur Interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens (IEMAN) veranstaltete Vortragsreihe, für welche mit Stefan Weinfurter (Universität Heidelberg), Bernd Schneidmüller (Universität Bamberg), Ingrid Baumgärtner (Universität Kassel) und Franz-Reiner Erkens (Universität Leipzig) einschlägig ausgewiesene Wissenschaftler gewonnen werden konnten. Der vorliegende Band versammelt nun die in diesem Kontext gehaltenen Vorträge, deren Autoren sich der historischen Gestalt der Königin Kunigunde mit unterschiedlichen Fragestellungen nähern und dabei den aktuellen Stand der Kunigunden-Forschung zusammenfassen und repräsentieren. Der Sammelband wird durch ein zusammengeführtes Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein Orts- und Namenregister abgerundet.
Malerei und Geometrie am Vorabend der wissenschaftlichen Revolution
Series:  Bild und Text
Translator: Rainer Höltschl
Die Revolution der westlichen Wissenschaft, die im frühen 17. Jahrhundert mit Galileo einsetzte, und ihre Wechselbeziehung mit der Revolution der Kunst – von Giotto in der Renaissance bereits dreihundert Jahre früher auf den Weg gebracht – bildet den Kern von Edgertons Analyse. Er belegt die entscheidende Rolle, die Malerei, Bildhauerei und Architektur der italienischen Renaissance für die „moderne Wissenschaft“ spielte. So war die Kunst nicht Symptom, sondern Katalysator der veränderten Wahrnehmung, die im 14. Jahrhundert im Westen einsetzte. Diese neue Repräsentation der Wirklichkeit legte mit den einzigartigen Renaissancewerkzeugen der Perspektive und des Chiaroscuro den Grundstein für die moderne Wissenschaftspraxis. Aus dem Inhalt 1 Sicut haec figura docet: Die Erfindung der dritten Dimension in der frühmittelalterlichen Abbildungstechnik 2 Die Geometrisierung des Bildraums: Der Meister der zweiten gemalten Mutuluseinfassung in Assisi 3 Die Geometrisierung des Übernatürlichen: Fra Lippo Lippis Londoner Verkündigung 4 Die Geometrisierung des irdischen Raums: Die Erfindung von Bildkonstruktionen 5 Bild und Wort in den gedruckten Technikbüchern des 16. Jahrhunderts 6 Die Geometrisierung des Himmelsraums: Raffaels Disputa 7 Die Geometrisierung des astronomischen Raums: Galilei, das florentinische disegno und die „seltsamen Flecken des Mondes“. 8 Geometrie und die Jesuiten im Fernen Osten
Historische Begründungen eines Bildmediums
Nach dem vielzitierten ‚Ende der Malerei’ ist es an der Zeit, ihrer Ursprünge zu gedenken. Die vorliegende Studie schreibt die Begründungsgeschichte eines alten Mediums und erschließt erstmalig umfassend antike und christliche Ursprungsmythen gemalter Bilder, näherhin deren Rezeptionsgeschichte vom Hochmittelalter bis zum Barock. Der hier zugrundeliegende Medienbegriff, der im kritischen Dialog mit den neuen Medientheorien entwickelt wird, ist semiotisch fundiert. Er dient als heuristisches Instrument, das am historischen Text- und Bildmaterial (Genesis, Inkarnation, Lukas, Vera Ikon – Narziß, Pygmalion, Medusa, Skiagraphia) erprobt wird. Auch die Traktatliteratur (von Hugo von St. Viktor bis Federico Zuccari) wird nach ihren Begründungen des gemalten Bildes befragt, wobei der diachrone Schnitt durch die Epochen die sich wandelnden Funktionen der Malerei sichtbar macht. Es wird ferner deutlich, auf welch disparate Weise Kunst- und Medienkonzepte miteinander korrelieren.
Das Subjekt der modernen Kunst
Der „moderne Künstler" gilt als Inbegriff eines kreativen Subjekts, das trotz oder gerade wegen seiner Außenseiterposition gesellschaftlich relevante Aussagen zu formulieren vermag. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts läßt sich eine intensive Auseinandersetzung bildender Künstler mit diesem Status beobachten. Neben eine bewußte Orientierung an traditionellen Mustern künstlerischer Identität tritt dabei auch eine Gegenbewegung: Von Marcel Duchamp und Dada bis zur Internetkunst richten sich stets komplexer werdende Ansätze darauf, das Konzept des auratisch aufgeladenen Kunstwerks und die Figur des autonomen Schöpfersubjekts zu unterlaufen. Sowohl im kunsthistorischen Fachdiskurs als auch in der öffentlichen Diskussion sind diese Entwicklungen bisher weitgehend folgenlos geblieben. Die Rede vom Künstler und seinem Werk wird nach wie vor von Mythen und Legenden dominiert, und die Subjektkonzepte, die diesen Vorstellungen zugrunde liegen, werden meist nur unzureichend reflektiert. Das Buch vereint unterschiedliche Perspektiven neuerer Forschung zu einer Diskussion über die Voraussetzungen und Konsequenzen der modernen Vorstellungen vom Künstler.
Zur Interieurmalerei Jan Vermeers
Author: Karin Leonhard
Jan Vermeer ist mit seinen Interieurszenen berühmt geworden. Doch obwohl er zu den bedeutendsten Künstlern des 17. Jahrhunderts gehört, entziehen sich Leben und Persönlichkeit unserer genaueren Kenntnis. Es hat sich eine Legende gebildet, wonach Vermeers Gemälde selbstgenügsame, vollendete Kunst zeigen. Ist diese Legende wirklich wahr? Max Friedländer hat jenes Wort geprägt, das uns große Schwierigkeiten bereitet: Vermeer „gilt als ein großer Maler, nicht obwohl, sondern weil er kein Genremaler ist. Er betrachtet das Lebende als Stilleben-Maler.“ Ziel dieser Studie ist es, Tätigkeitsbegriffe und Nähebewegungen zu präsentieren, die die Legende vom stillebenhaften Maler ins Wanken bringen. Exkurse in die Wahrnehmungs- und Raumtheorien des 17. Jahrhunderts schaffen kontextuelle Bezüge. Welche Vorstellungen von Raum und Sehen kannte das barocke Zeitalter? Wir müssen sie für uns zurückgewinnen, um die Kunst Jan Vermeers besser einordnen zu können.
Das Übersehene in der Malerei
Series:  Bild und Text
Author: Norman Bryson
Translator: Christiane Spelsberg
Keine andere Kategorie der Kunstgeschichte, nicht einmal die Porträtmalerei, scheint auf den ersten Blick einen derart homogenen Bereich zu bezeichnen wie das Stilleben. Und das, obwohl die gesellschaftlichen Kontexte, in denen diese Kunstform sich entwickelte, kaum unterschiedlicher sein könnten. Seit jeher auch steht die Stilleben-Malerei ganz unten in der kunsthistorischen Hierarchie, oft mit Stillschweigen übergangen, in jedem Fall aber unterinterpretiert. Ausgehend von diesem Befund entwirft Bryson in dem vorliegenden Band seine Theorie untergründiger familiärer Beziehungen zwischen den Stilleben der verschiedenen Jahrhunderte. Die Gemeinsamkeiten gründen demnach in der Tatsache, daß sich in diesen Werken eine bestimmte kulturelle Praxis in ihrer unverrückbaren Materialität manifestiert, die alle Zeitspannen und nationalen Eigenheiten überdauert. Das auf solche Weise alle stilistischen Entwicklungen tragende, selbst jedoch oft übersehene semantische Fundament der Stilleben-Malerei erkennt Bryson im Ritual der Gastfreundschaft einerseits und in der Routine des häuslichen Lebens andererseits. Wie diese basale Form von Realität und materieller Existenz von komplexeren kulturellen Ebenen aus interpretiert und beeinflußt wurde, ist der Gegenstand des Buches
Die 17 Beiträge des Bandes skizzieren das kulturelle Gesamtbild der 60er Jahre aus einer neuen Perspektive. Kultur erscheint dabei als Motor und Emanzipationsfaktor gesellschaftlicher Teilsysteme und des globalen Wertewandels. Das reicht vom alternativen Theater über die Fotografie als Alltagsmedium und den Bestseller-Roman bis zu den Individualmedien Brief und Telefon, vom Flugblatt als Medium der Protestkultur über Illustrierte, Radio und Kinofilm bis zur Flimmerkiste im kleinbürgerlichen Lebenszusammenhang und zur Schallplatte im Zentrum der Rockkultur. Das schließt auch die Kirchen ein, die Hochkultur und Avantgarde, die Architektur und die Mode, die Werbung und die Sportkultur. Der gesellschaftliche Wandel der 60er Jahre wird aus dem Funktionenwandel sich ausdifferenzierender Medienkulturen verständlich gemacht. Aus dem Inhalt Knut Hickethier Protestkultur und alternative Lebensformen Gerhard Ringshausen Die Kirchen – herausgefordert durch den Wandel der Gesellschaft in den sechziger Jahren Walter Uka Hinwendung zu Geschichte, Politik und Gesellschaft – Orientierung an neuen Formen: Das bundesdeutsche Theater in den 60er Jahren Werner Faulstich Das Versagen der Avantgarde als Bastion der Hochkultur. Zum Wertewandel bei E-Musik und Bildenden Künsten in den 60er Jahren Jörn Glasenapp Fördertürme, Degendiebe und schwangere Frauen. Sechs kurze Kapitel zur Fotografie der sechziger Jahre Gunter Grimm Zwischen Anpassung und Protest. Buchmarkt, Bestseller und Belletristik in den sechziger Jahren Jörg Türschmann Der Brief und das Telefon: Veränderungen bei den Medien der Individualkommunikation Jörn Glasenapp Titelschwund und Politisierung: Zur Illustriertenlandschaft der sechziger Jahre Ricarda Strobel Architektur, Design und Mode zwischen Funktionalismus und Pop Klaus Wernecke Flugblatt und Flugschrift in der Studentenbewegung der 60er Jahre Werner Faulstich Deutsche Schlager und deutsche Fernsehstars – Wertekontinuität im Medienwandel Walter Uka Abschied von gestern: Avantgarde, Revolte, Mainstream. Der bundesdeutsche Film in den 60er Jahren Jürgen Willke Die Tagespresse der sechziger Jahre: Krisensymptome und Selbstbehauptung Fabian Baar Von der Abendunterhaltung zum Leitmedium – vom Familienzentrum zur Geräuschkulisse: Funktionenwandel der Medien Fernsehen und Radio Karin Knop Zwischen Afri-Cola-Rausch und dem Duft der großen weiten Welt: Werbung in den 60er Jahren Michael Schaffrath Politisierung, Professionalisierung und Ökonomisierung: Die Sportkultur der sechziger Jahre Werner Faulstich Aufschwung und Höhepunkte der Rockkultur: Musik, Medien, Werte [Spalten 1, 2] Vom selben Autor: Werner Faulstich, Hrsg. Die Kultur der 50er Jahre 2002. 292 Seiten 54 s/w Abb., Kart. € 39,90 ISBN 3-7705-3748-3 Reihe: Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts Die 17 Beiträge des Bandes beleuchten das kulturelle Gesamtbild der 50er Jahre in bislang nicht bekannter Vollständigkeit. Thematisiert werden Philosophie und Religion ebenso wie Kunst, Architektur, Mode und Design, Werbung ebenso wie Musik, Literatur und Buchkultur, aber auch Sport, Tourismus und vor allem die neue Jugendkultur der Teenager und Halbstarken. Dabei wird den Medien der Zeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet, insbesondere Theater und Radio, dem Film, der Fotografie, den Comic-Heftchen und Groschenromanen, der Presse und dem neu sich verbreitenden Fernsehen. Insgesamt zeigt sich dabei als charakteristisch für die 50er Jahre der Beginn einer gesellschaftsumfassenden Diversifikation von Lebensstilen und neuen Teilkulturen, initiiert und gesteuert vom Motor des medienkulturellen Wandels. Mit Beiträgen von Monika Burzik, Werner Faulstich, Jörn Glasenapp, Günter Häntzschel, Kurt Hickethier, Pierangelo Maset, Gerhard Schäffner, Michael Schaffrath, Axel Schildt, Christian Steininger, Ricarda Strobel, Walter Uka, Karlheinz Wöhler
Zum Verhältnis von Körper und Bild in Videoinstallationen
Author: Sabine Flach