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Konstellationen um Wilhelm Worringer
Wilhelm Worringers »Beitrag zur Stilpsychologie« Abstraktion und Einfühlung war gar nicht als aktuelle Programmschrift geplant und doch prägte er das Verständnis der Moderne nachhaltig.
Schon von Zeitgenossen wurde das Begriffspaar im Titel als die Signatur der expressionistischen Epoche und der Abstraktion schlechthin interpretiert. Ursprünglich als Dissertation geschrieben, erlebte das Buch zahlreiche Neuauflagen. Die Rezeption ging weit über die wissenschaftlichen Grenzen hinaus: Künstlern, Kunstkritikern und Literaten diente das Werk als theoretischer Steinbruch für eigene Konzepte. Hundert Jahre »Abstraktion und Einfühlung« rekonstruiert nun die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Gefragt wird nach den Kontinuitäten in Worringers späteren Schriften und nach den Mechanismen der Rezeption in Wissenschaft, Kunst und Kunsttheorie.
Visueller Transfer, 'Imagescapes' und Intervisualität in globalen Bildkulturen
Im Zuge der Globalisierung geraten Bilder in massenhafter Weise in Bewegung. Sie sind Teil transnationaler Migration, fließen millionenfach durch das Internet und fusionieren zu neuen Bildlandschaften. Mit ihnen formen sich transkulturelle Bildensembles, in denen in vielfältigen ikonischen Begegnungen Referenzen und Bedeutungen neu verhandelt werden. Die Untersuchung von Übertragungen zwischen Bildräumen samt ihrer Interpretanten ermöglicht einen bildwissenschaftlichen Zugriff auf Intervisualität in globalen Bildkulturen. Einsichten in diese Übertragungsprozesse gewährt bereits ein Blick auf ›traditionelle‹ Bildkulturen und tradierte Bildmedien. Auch diese sind, wie sich nun unter dem Eindruck einer globalen Bild-Transfer-Kultur zeigt, oft auch nur durch solche visuellen und bildlichen Übertragungs- und Verhandlungsprozesse zu verstehen. IMAGE MATCH beleuchtet die damit einhergehenden und neu entstehenden hybriden kulturellen Bildpraktiken sowie die historische Entwicklung und den Einfluss von Transferbewegungen auf etablierte Bildlandschaften und die ›Logik der Bilder‹.
Grenzüberschreitungen in Ästhetik, Politik und Ökonomie
Der ursprünglich militärische Begriff der Intervention versammelt vergleichbare und zugleich heterogene Formen künstlerischen Handelns, die sich auf konkrete soziale und politische Situationen beziehen.
Seit den 1990er Jahren zeigt sich in unterschiedlichen ästhetischen und gesellschaftspolitischen Bereichen eine neue Tendenz und transnationale Bewegung, die sich nicht als Phänomen im Sinne einer künstlerischen oder politischen Gruppenbildung beschreiben lässt.
Weit eher scheint sie im Kontext einer globalen Gegenbewegung zum fortschreitenden Neoliberalismus sowie zum etablierten Kunstbetrieb fassbar zu sein. Kunst findet ihren Ort zunehmend im Alltag, in der öffentlichen Sphäre und in medialen Räumen.
Das Thema der Taufe ist ein Leitmotiv im Werk von Jeff Koons. Es eröffnet den Blick auf eine unerwartete, gleichsam sakramental-ästhetische Dimension seines künstlerischen Schaffens.
Jeff Koons kommt dabei selbst die Funktion des Täufers zu, denn er entwirft ein künstlerisches Erlösungsprogramm. Sein Ziel ist es, das erschütterte Verhältnis des Betrachters zu dessen ursprünglicher Auffassung des Schönen wiederherzustellen.
Dieses Konzept der Taufe macht Raphaël Bouvier zur Grundlage seiner Interpretation. Die Taufe als Akt der Reinigung, der Sündenvergebung, der Erneuerung, Wiederherstellung und Inkorporation wird in Koons‘ Werk vielfältig reflektiert. Koons‘ Schaffen gibt sich als ein Initiationsprozess zu erkennen, durch welchen der Betrachter von Schuld und Scham befreit werden soll: Kunst wird selbst zur Taufe.
Wie Architektur und Design als soziale Katalysatoren wirken
»Design muss zum innovativen, kreativen und interdisziplinären Instrument werden, das den wahren Bedürfnissen der Menschen gerecht wird«, forderte einst Victor Papanek. Aber was sind die Grundlagen menschzentrierter Gestaltung? Und wie können Architektur und Design helfen, soziale Prozesse in Gang zu setzen oder zu beschleunigen?
Martin Ludwig Hofmann, ist von der Wirkungskraft des Human Centered Design überzeugt. Gemeinsam mit weiteren national und international tätigen Designern, Architekten, Künstlern, Psychologen und Sozialwissenschaftlern erläutert er in diesem Buch, wie Architektur und Design ihre sozialkatalytische Kraft entfalten.
Ein kulturwissenschaftlicher Grundriss
Wer kennt es nicht? Man steht vor dem übervollen Kleiderschrank und hat trotzdem das Gefühl, nichts anzuziehen zu haben. Laura Bieger, Annika Reich und Susanne Rohr nehmen dieses Problem nicht bloß ernst, sondern zeigen uns seine kulturwissenschaftliche Dringlichkeit. Entgegen ihres schlechten Rufs führt uns die Mode nicht an die Oberfläche unserer Kultur, sondern an ihre Grundfesten: zur gemeinsamen Schmiede unserer Begehren, zur rückhaltlosen Verschränkung von Massenkonsum, Identitäts- und Körperproduktion, zum modernen Diktat des Immerneuen und seinen Herausforderungen an unser Selbsterleben, zur Einverleibung des Politischen in das Ästhetische. Mit Beiträgen von Laura Bieger, Annika Reich, Susanne Rohr, Annette Geiger, Ulrich Lehmann, Kaja Silverman, Barbara Vinken und Hanne Loreck.
Versuch einer Ortsbestimmung der Modernen Kunst
Zigarrenkisten, Zigarettenschachteln, Bilder, Topfpflanzen, Flaschen, Gläser, Farben, Zeitungen, Tausende von Schächtelchen und sogar abgeschnittene Fingernägel: Picassos Ateliers waren vollgestopft bis unter die Decke. Nichts wurde weggeworfen, alles wurde gesammelt, aufbewahrt, umgeschichtet, neu sortiert, um eines Tages vielleicht dem Blick des Genius erneut zu begegnen.
Kunst ist ein Spiel. Picasso spielte ein Leben lang mit den Gegenständen seiner Welt, um jenen Zipfel der Wahrheit zu erhaschen, den er zuweilen das »Realere des Realen« nannte. Zugleich stellte er diese Wirklichkeit in Frage, doch ohne ihr zu entfliehen. Aber was ist Picassos Wahrheit, was seine Realität? Unter dem Einfluss Heideggers und der Ästhetik Adornos ergeben sich neue Deutungen von über 50 Werken, darunter Gauklerfamilie, Bildnis der Gertrude Stein, Demoiselles d’Avignon, Absinthglas, Chef d’oeuvre inconnu oder Suite Vollard. Picassos Ringen mit dem Gegenständlichen ist paradigmatisch für die Moderne Kunst in der Endphase der abendländischen Metaphysik.

Aus dem Inhalt:

WAS HEISST WAHRHEIT IN PICASSOS WERK?
KUNSTBETRACHTUNG ALS SUBJEKTIVES ERLEBEN
DIE KENNTNIS DER GENESE EINES WERKS VERSTIMMT DIE REZIPIENTEN
DIE REALITÄTSMETAPHERN VOM »BETTLAKEN« UND VOM »BRÜCHIGEN SCHLÜSSEL«
DER ZWEIFACH GEBROCHENE RITTER
LIEBE ZU KATZEN UND PAVIANEN
MALER UND MODELL: VOYEURISMUS ALS KUNSTFORM
VERSUCH EINER BLICKWENDE
IST DORA MAAR DIE WEINENDE?
»BILDNIS GERTRUDE STEIN« – SPRENGSATZ DER REALITÄT
PICASSOS PERSONAL DES LIEBESHAUSES
WAHRHEIT ALS GEGENSTÄNDLICHKEIT
DER PROZESSCHARAKTER DER KUNSTWERKE
DER DURCHBRUCH DES SUBJEKTS ZUM KOLLEKTIV
KUNST IM ZEITALTER DES ÜBERGANGS
DAS SPÄTWERK ALS LIEBESHAUS
»SICHZURÜCKLEHNENDE NACKTE MIT HALSKETTE«: ÜBERBORDENDE VERHÄLTNISSE
DIE ÖLGEMÄLDE
Mode ist mehr als nur zeitgemäße Kleidung. Sie ist ein Prozess des unauflöslichen wechselseitigen Verhältnisses von Raum und Räumen, Kleidern und Menschen. Ohne die Raumtheorie ist deshalb auch Modetheorie nicht denkbar.
Die Räume der Mode sind zum einen die konkreten Orte, an denen Mode produziert und aufgeführt wird: die Straße, das Museum, der Raum der Modenschau, das Modegeschäft, der Blog, die Zeitschrift... Mehr als bloße Schauplätze, nehmen diese Räume Einfluss auf die jeweilige Mode, die Art ihrer Aufführung sowie ihrer Wahrnehmung.
»Räume der Mode« meint aber auch die Räumlichkeit der Kleidung selbst, die sich sogar zur textilen Skulptur verselbstständigen kann und im Dialog mit dem menschlichen Körper und in der Bewegung Raum schafft und sich Raum aneignet. Mode gibt Bewegungsformen vor, verhindert andere und ist von wesentlicher Bedeutung für das Raumgefühl und das Raumverhalten von Menschen.
Mit Beiträgen von Susanne Beckmann, Arjan van der Bliek, Gabriele Brandstetter, Gerda Buxbaum, Elke Giese, Birgit Haase, Amy de la Haye, Alicia Kühl, Gertrud Lehnert, Petra Leutner, Uwe Lindemann, Olaf Martens, Gabriele Mentges, Jacqueline Otten, Adelheid Rasche, Anna-Brigitte Schlittler, Katharina Tietze, Christine Waidenschlager, Katja Weise und Klaus Honnef.

Konzepte der Ähnlichkeit in Mittelalter und Früher Neuzeit
Ähnlichkeit (lat. similitudo) ist für die bildende Kunst und im Besonderen für die Bildgattung des Porträts von zentraler Bedeutung.
Im historischen Rückblick galt die Ähnlichkeitsprämisse nicht nur für die naturalistischen, mimetischen Bilder, wie sie in der Frühen Neuzeit aufkamen, sondern ebenso für die idealisierten Darstellungen der mittelalterlichen Kunst. Der Band widmet sich den unterschiedlichen historischen Konzepten von Ähnlichkeit auf theoretischer Basis und anhand von Fallstudien zu Objektgruppen aus dem Bereich der Porträtkunst. Anliegen der Studien ist es, das von der kunst- und bildwissenschaftlichen Forschung weitgehend marginalisierte und als »undefinierbar« apostrophierte Problemfeld der Ähnlichkeit als eine grundlegende Kategorie bildnerischen Schaffens aufzuzeigen und für weitere Forschungen fruchtbar zu machen.
In 13 pointierten Beiträgen untersucht dieser Band die unterschätzte Bedeutung der Theaterfeindlichkeit für die Entwicklung der Theaterkunst und -theorie von der Antike bis zur Gegenwart.
Tatsächlich ist die Theaterfeindlichkeit nicht nur ebenso alt wie das Theater selbst und gerade in Phasen der ›Hochkonjunktur‹ von Theaterkunst und theatraler Aktivität besonders häufig anzutreffen. An ihren vielgestaltigen Äußerungen lässt sich außerdem aufzeigen, dass die Gegner des Theaters nicht selten aufmerksamer und sensibler für die medialen Eigenheiten, die Effekte und nicht zuletzt die Verführungskräfte des Theaters sind als dessen Fürsprecher, und dass sie ihre Einwände pointiert zu artikulieren verstehen.