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Zur Kulturgeschichte der wissenschaftlichen Wahrnehmungen
Series:  Bild und Text
Die Geschichte der wissenschaftlichen Wahrnehmungen zeigt uns wie die Wissenschaften in unsere Kultur eingebunden sind. Sehen ist nicht einfach die Wahrnehmung dessen, was da ist. Die Objektivität der Naturwissenschaften gründet zwar darauf, dass es jemanden gibt, der zuschaut. Aber die Wahrheiten werden nicht einfach durch wahrnehmen gefunden. 'Bilder des Wissens' sucht den Raum abzuschreiten, den diese Fragen eröffnen. Das Buch fragt, wie wir uns dieser naturwissenschaftlichen Erfahrung sicher sein können. Dabei findet es die Antwort in der Geschichte, die zeigt, wie sich die Welt-Bilder der Wissenschaften entwickelt haben. Ausgehend von der Antike werden die wesentlichen Phasen in der Entwicklung der wissenschaftlichen Beobachtungen skizziert. Breidbach diskutiert das Verhältnis von Erfahrung, Beobachtung und Experiment und erläutert die Genese der wissenschaftlichen Bildwelten. Dabei zeigt er auf, wo in den Beobachtungen der Wissenschaft neue Facetten einer Wahrnehmungskultur dieser Wissenschaften erwuchsen und wie sie zu bewerten sind. Aus dem Inhalt Erfahrung wissen Sehen – Beobachten – Experiment Zur Wissenschafts-Geschichte des Beobachtens Mittelalterliche Buchbilder und Tafelbilder Von der Standardisierung der Beobachtung Artefakte und Natur-beobachtungen I: Der freie Fall – Galileo Galilei Artefakte und Natur-beobachtungen II: Die Entdeckung des Blutkreislaufs durch William Harvey Sehen und Illustration Bilder und Beobachtungen Galileis Monde Pflanzenbilder Mikrophotographien Haeckels Embryonenbilder Zur Archäologie des Blickes Beobachtungsbestimmungen Wissenschaftstheorie und Experiment Naturwissenschaft als Geisteswissenschaft
Über Erkenntnis und Kunst im Denken Nietzsches
Author: Fredrik Agell
In seinem grundlegend neuem Buch interpretiert Agell Nietzsches veröffentlichtes Werk im Licht von Briefen und Arbeitsnotizen, Lektüren und Einflüssen. Er zeichnet das Bild eines leiden-schaftlichen Denkers, der bereits früh unter dem Einfluss F.A. Langes die Begrenzungen der Erkenntnis als entscheidendes Problem des Menschen erkennt. In Folge der nachkantischen Tragödie der Erkenntnis ist Nietzsche der Überzeugung, das Dasein sei nur durch die Kunst gerechtfertigt und sinnvoll, wobei er zur Kunst der Frühantike, zur ekstatisch-kathartischen Kunst des Tänzers, des Musikers und des Rhapsoden zurückkehrt. In einem gross angelegten rezeptions-geschichtlichen Überblick nimmt Agell ausserdem eine kritische Bewertung der Nietzscheinterpretationen Heideggers und Derridas vor.
Author: Norbert Bolz
Modernität hat ihren Preis. Zwar wird sich heute niemand ernsthaft wünschen, wieder in vormodernen Verhältnissen zu leben. Aber das Projekt der Moderne war kein Weg ins Glück. Die aktuellen Problembegriffe der modernen Gesellschaft lauten: Komplexität und Kontingenz. Konkret meint das die Ungewißheit und Unsicherheit der allgemeinen Lebensverhältnisse, die Deregulierung des familiären und sexuellen Alltags, das Durchwursteln der Politik, die Unvorhersehbarkeit einer auf Wissen basierten Wirtschaft und die 'job uncertainty' eines globalisierten Arbeitsmarkts. Es gibt keine bessere Metapher für diese Entwicklungsdynamik der modernen Gesellschaft als die des Blindflugs. Auf die Instrumente und das Personal ist Verlaß, aber niemand weiß, wohin die Reise geht.
Von Bergson bis Deleuze
Ereignis auf Französisch bringt ein Stück Klarheit in das Dunkel der Vorstellungen, die gegenwärtig um das „Ereignis“ kreisen. Der 11. September hat erneut gezeigt: Es gibt eine Unkalkulierbarkeit sowohl des Ereignisses selbst wie auch der von ihm ausgelösten Folgen. Hierzu ist es hilfreich, die Philosophinnen und Philosophen zu Wort kommen zu lassen, die mit kaltem Verstand und sehenden Auges deren empirische Einmaligkeit und strukturelle Wiederkehr durchdacht haben. Erstmals werden die französischen Philosophien unter dem Gesichtspunkt des Ereignisses diskutiert, obwohl sie es waren, die überhaupt Ereignistheorien im großen Maßstab entwickelt haben. Der Band versammelt im ersten Teil Beiträge, die auf die deutschsprachige Vorgeschichte der französischen „Ereignisphilosophie“ Bezug nehmen. Neben Nietzsche und Husserl steht Heidegger zur Diskussion. Heidegger hat das „Ereignis“ zum Schlüsselbegriff seines Denkens gemacht und damit die entscheidende Vorlage für die – zumeist kritischen – Anknüpfungen in Frankreich geliefert. Im zweiten Teil werden Text für Text ausgewählte Positionen der französischen Philosophie zum Ereignis vorgestellt: Bergson, Merleau-Ponty, Sartre, Lacan, Levinas, Ricœur, Foucault, Derrida, Lyotard, Richir, Henry, Badiou. Der dritte Teil enthält dann eine ausführliche Erörterung bestimmter Facetten der Philosophie von Gilles Deleuze, der sich besonders intensiv mit der Problematik des Ereignisses auseinandergesetzt hat.
Karl Marx und Martin Heidegger haben das gemeinsame Schicksal, dass ihre Rezeption politisch überformt war. Seit dem Jahr 1989 hat sich das geändert. Ein verfehlter Sozialismus ist zusammengebrochen – Marx ist philosophisch vogelfrei. In eben diesem Jahr erschienen Heideggers „Beiträge zur Philosophie“, die einen genaueren Blick auf sein Denken in den 30er Jahren erlauben. Von diesem Ausgangspunkt her werden beide gemeinsam gelesen. Die Rezeption hatte sie zunächst und zumeist in zwei verschiedene Lager auseinanderdividiert. Der hier vorgelegte Essay macht sich umgekehrt daran, ihr Denken wirklich und wahrhaftig ineinander zu montieren. Ein einleitender Teil umreißt die „Extreme des Formbegriffs“ bei Marx und Dilthey. Dann wird der späte Marx in Heideggers „Kehre“ implantiert. Vor diesem Hintergrund fällt neues Licht auf das „Ereignis“. Der Versuchsanordnung für dieses Experiment liegt die Annahme zugrunde, dass in beiden Denkern gnostische Motive in ihre Bestandteile auseinandergefallen sind. Marx beschreibt im Kapitalbegriff den real existierenden „Demiurgen“ und seine verfehlte Schöpfung – sein kommender Gott, das Proletariat, hat welthistorisch verspielt. Heidegger erdenkt das ganz Andere, den Vorbeigang des kommenden Gottes im „Ereignis“. Marx beschreibt, was ist, Heidegger erdenkt, was fehlt und hält den Horizont einer geschichtstheologischen „Metaphysik“ offen. So ergänzen sie sich wechselseitig. Mit Marx für Heidegger – Mit Heidegger für Marx.
Visionen künftiger Körper in Geschichte, Kunst und Gesellschaft
Zukunftsvisionen, die durch die rasante Entwicklung innerhalb der Life-Science und der Computertechnologie angestoßen wurden, machen den Körper zur Projektionsfläche alter Menschheitsträume: sie versprechen das Ende von Krankheit, Schmerz, Alter und Tod. Spekulationen über neue Verbindungen von Mensch und Maschine im Cyborg, über gentechnische Modifikationen oder die vermeintliche Überwindung des Körpers durch seine Virtualisierung beschreiben diese Zukunftsentwürfe in den Termini von Utopie und Dystopie. Aber auch gesellschaftliche Praktiken zeugen vom Einwandern der Utopie in den Körper. War das Kriterium der Utopie bislang ihre Unrealisierbarkeit, so konkretisieren sich utopische Imaginationen im Zugriff auf reale Körper. Der Band untersucht einerseits, inwiefern sich Zukunftstechnologien und verbreitete Körperpraktiken mit utopischen Entwürfen verbinden. Andererseits wird gezeigt, in welchem Maße Utopien den Körper besetzen, indem sie ihn aufrüsten und disziplinieren.
Leben und Denken
Ernesto Grassi (1902-1991) hat sich als Kenner und Interpret antiker Philosophie, Kunst und Rhetorik, als Wiederentdecker der „nicht-platonisierenden“ humanistischen Tradition, als kreativer Vermittler Heideggerschen Gedankengutes, als Autor philosophischer Reisebeschreibungen sowie als Herausgeber wissenschaftlicher Reihen (Humanistische Bibliothek im Wilhelm Fink Verlag; Rowohlts deutsche Enzyklopädie) einen Namen gemacht. Darüber hinaus war Grassi Ordinarius am „Institut für Philosophie und Geistesgeschichte“ der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Philosophie und seine größtenteils auf Deutsch verfaßten Werke sind bestimmt von Themen wie Kunst und Mythos, Rhetorik und Philosophie, Logos und Pathos sowie Metapher und Begriff. Die vorliegende Einführung ist die bislang einzige philosophisch-biographische Annäherung an Grassis Leben und Denken, das er selbst als ein „Reisen ohne anzukommen“ bezeichnet hat.
Anthropologische Dimensionen der Rechtsphilosophie
Der Band Körper und Recht eröffnet ein neues Forschungsfeld, das erhebliche Aufmerksamkeit finden dürfte. Denn in den Humanwissenschaften steht heute der Körper im Zentrum der Aufmerksamkeit. Dies gilt für die Naturwissenschaften genauso wie für die Kulturwissenschaften. In vielen Untersuchungen ist in den vergangenen Jahren die Entstehung der modernen Körper mit den sie hervorbringenden Prozessen der Distanzierung und Disziplinierung, der Sichtbarmachung des Inneren und der Selbstbeobachtung, des Willens zum Wissen und zur Macht nachgezeichnet worden. Jedoch ist dabei die Reziprozität von Körperkonzepten und Rechtsbegriffen sowohl in den Kultur- als auch in den Rechtswissenschaften noch völlig unbeachtet geblieben. Auch in den gegenwärtigen „lebenswissenschaftlichen“ Körperbildungsprozessen spielt das Recht eine zentrale Rolle. Rechtsnormen wirken unmittelbar ein auf die Konstitution der modernen Körper; Urteile markieren und sanktionieren den Körper; Rechtsdiskurse konstituieren das Verhältnis von Körper und Recht; Rechtshandlungen schaffen eine materielle gesellschaftliche Ordnung; Institutionen des Rechts erzeugen Kontinuität und Nachhaltigkeit. Einerseits ist das Recht in den modernen Demokratien ein ausdifferenzierbares Teilsystem der Gesellschaft, andererseits wird es, vor allem in seinen noch nicht kodifizierten Formen, performativ und hat Auswirkungen auf fast alle gesellschaftlichen Bereiche. Weil das Verhältnis von Körper und Recht sowohl für die humanwissenschaftlichen Forschungen über den Körper als auch für den Bereich des Rechts von herausragender Bedeutung ist, aber bislang kaum thematisiert und theoretisch reflektiert wurde, kann der vorliegende Band einen Anstoß dazu geben, sich der wechselseitigen Verschränkung von Körper und Recht bewußt zu werden. Einerseits stellen die Beiträge des Bandes die zentrale Bedeutung des Körpers für den Bereich des Rechts heraus, andererseits wird der Einfluß von Rechtsbegriffen auf Körperbilder deutlich. Dies gilt für die Geschichte des Rechts genauso wie für die gegenwärtigen Auseinandersetzungen über den menschlichen Körper, den Komplex von Biotechnologie und Macht. Das Ineinandergreifen von Körperbildern und Rechtsbegriffen bei der Konstitution von Rechtsnormen sowie bei Sanktionen, Abweichungen und Aushandlungen wird in einigen Beiträgen als die spezifische Performativität von Recht beschrieben. Daraus ergeben sich Fragen nach der Würde und Natur des Körpers, nach dem Körper als Träger von Rechten, nach dem Körper des Rechts, nach dem Unrecht und „Unkörper“, sowie nach dem Verhältnis von Recht und Anthropologie.
Die Kritische Theorie gilt als Theorie der Frankfurter Schule. So wie sie von Max Horkheimer in seinem klassischen Aufsatz über Kritische und traditionelle Theorie in den dreißiger Jahren ausgearbeitet wurde, ist sie allerdings eine kritische Theorie der Gesellschaft, nicht der Natur und der Technik. Der Grund dafür ist darin zu suchen, daß die Kritische Theorie gerade in Absetzung von der positivistisch verstandenen Naturwissenschaft konzipiert wurde und daß ferner die Entwicklung von Technik im Sinne der Produktivkräfte als eine unabhängige Randbedingung der gesellschaftlichen Entwicklung gesehen wurde. Eine Ausnahme innerhalb der Frankfurter Schule bildet Herbert Marcuse, der die Themen Naturbeherrschung und Technikentwicklung in seinen Arbeiten ausdrücklich behandelt. Der vorliegende Band versucht nun, Technik und Natur ausdrücklich in den Einzugsbereich der Kritischen Theorie zu bringen. Anlaß dazu sind die fortschreitende Technisierung der menschlichen Lebensverhältnisse, die Technisierung der Natur, die wir selbst sind, nämlich des Leibes, wie auch die Tatsache, daß die für uns relevante äußere Natur bereits weitgehend anthropogene Natur ist. Das verlangt nach einer kritischen Theorie der Technologieentwicklung, nach einer kritischen Behandlung der menschlichen Natur innerhalb der Gesellschaftstheorie, und schließlich nach einer Theorie der gesellschaftlichen Naturverhältnisse. Ansätze dazu werden aus dem Bereich der Sozialökologie, der feministischen Theorie des Körpers und der Theorie von Informatisierungsprozessen vorgeführt. Das Interesse dabei ist, diese Ansätze in die Tradition der älteren Kritischen Theorie einzubringen. Deshalb arbeiten mehrere Beiträge die Vorgeschichte der Behandlung der Themen Technik und Natur in der Kritischen Theorie auf. Aus dem Zentrum der Kritischen Theorie verbannt, finden sich ihre Spuren eher am Rande, nämlich im Zusammenhang der Ästhetik. Es gilt heute, was seiner Zeit unter den Stichworten Nicht-Identität oder Eingedenken der Natur im Subjekt nur angedeutet werden konnte, ins Zentrum theoretischer Bemühungen zu rücken.