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Das Helldunkel in Malerei und Film
Zwischen der Malerei der Frührenaissance und dem Film der 1920er bis 1940er Jahre gibt es deutliche Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. In beiden verschiedenen Medien gewinnen jeweils andere Aspekte von Realitätskonzepten an Bedeutung. Es ist in diesem Zusammenhang sinnvoll, von einer Konkretisierung künstlerischer Gestalt aus der Materie auszugehen. Unter dem Begriff der Apparition, d. h. der grundsätzlichen Möglichkeit des Erscheinens und Auftauchens von Körpern im Bild, kann diese in der vorliegenden Arbeit fruchtbar gemacht werden. Welchen Vorteil aber hat die Verwendung des Begriffs der Apparition gegenüber üblicheren Umschreibungen wie der figürlichen oder der körperlichen Darstellung genau? Warum erscheint das Helldunkel für eine Analyse der Apparition besonders geeignet? Welchen Mehrwert bietet dabei der Vergleich von Malerei und Film?
Das Dokument in den Künsten
Welche dokumentarischen Verfahren lassen sich in den Künsten ausmachen? Wie werden Dokumente produziert, arrangiert, montiert und transformiert? Wie erzeugen dokumentarische Praktiken Evidenzeffekte?
Seit einigen Jahren zeichnet sich in den Künsten ein zunehmendes Interesse an dokumentarischen Praktiken ab. Das Dokumentarische bezeichnet die Relationen zwischen Dokumenten, KünstlerInnen und BetrachterInnen, in und durch die künstlerische Bezüge zur Lebenswelt verhandelt werden. Der Begriff der Evidenz ist in diesem Kontext geeignet, Verfahren der Sichtbarmachung und Darstellung sowie Strategien der Beglaubigung, des Beweises zu untersuchen, wie sie für dokumentarische Praktiken kennzeichnend sind. Damit treten jene Ambivalenzen von Augenfälligkeit, Opazität, Wahrscheinlichkeit, Wahrheit, Fakt und Artefakt in den Blick, die eine einfache Referenzlogik von Repräsentation und Repräsentiertem suspendieren.
Ist Bazon Brock ein moderner Vorsokratiker? Wie bei ihnen sind es auch bei Brock prägnante einzelne Sätze, die ihn in den letzten Jahrzehnten zu einer der streitbarsten Gestalten der Kunstwelt machten. Rund 25 Philosophen und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen haben nun jeweils einen Satz aus Brocks Werk ausgewählt, um sein Denken in den Blick zu nehmen.
Index – Bild – Theorie
Fotografische Bilder üben nach wie vor eine besondere Anziehungskraft aus. Man zweifelt selten an ihnen als Kronzeugen des Realen.
Als theoretisches Werkzeug für diese Zeugenschaft dient das Konzept der Indexikalität. Mit der Entdeckung des Begriffs im Werk von Charles S. Peirce gelingt Rosalind Krauss die theoretische Erfindung eines Konzepts, das in seiner Nachhaltigkeit kaum zu überbieten ist. Bis heute entfaltet es sein Heilsversprechen und sorgt wie kein anderes Konzept für viel Sprengkraft. Roland Barthes inszeniert es mit Raffinesse auf der großen Bühne der Fototheorie und macht es so zu einem allgemeinzugänglichen Theoriebild, obwohl er selbst nie direkt von Indexikalität gesprochen hat. Mirjam Lewandowsky gewährt dem Leser Einblick in die Geschichte der Indexikalität, deren bildtheoretischen und philosophischen Grundlagen und kommt so dem näher, worin die Glaubwürdigkeit von Bildern liegt.
Autoporträt und Zeit in Literatur, Kunst und Philosophie
Sich selbst zu porträtieren, in Bildern oder Worten, war über viele Jahrhunderte eine vertraute Geste. Immer wieder anders jedoch ist die Einschätzung dieses Bildes vom Selbst: als das eine ›exakt nach der Natur gemalte‹ Bild etwa, in dem sich dieses Selbst für immer unverrückbar darstellen lässt, wie Rousseau in der Präambel seiner Bekenntnisse formuliert hatte, oder als Fülle von Bildern, in denen sich, wie bei Rembrandt oder Cézanne, ein Selbst in unterschiedlichsten Rollen, Posen, Überzeugungen immer neu zu sehen und zu lesen gibt.
Aus der Perspektive der Philosophie, der Kunst- und der Literaturwissenschaft spüren die Beiträge des Bandes der Frage von Zeit und Selbst im literarischen wie im bildkünstlerischen Autoporträt nach, deren wechselseitige Bezugnahme die versammelten Arbeiten verbindet.
Wie kam es, dass um 1800 selbst Könige, Zaren und nordamerikanische Präsidenten ihre letzte Ruhestätte in ihren Gartenanlagenerrichten ließen? Welche Faktoren bewirkten, dass die alte Verbindung von Grab und Garten nun im Zuge neuzeitlicher Antike-Transformation revitalisiert werden konnte? Seit der Herausbildung des sogenannten Englischen Gartens im 18. Jahrhundert gehört das Grab- und Erinnerungsmal in landschaftlicher Inszenierung zu seinen markantesten Bestandteilen. Die Beiträge des Bandes fragen nach den Ursachen und Voraussetzungen dieses Phänomens und analysieren berühmte Beispiele einer solchen arkadischen Erinnerungskultur. Dem Band liegt die CD »Grab und Memoria – Musikalische Memoria in der frühen Neuzeit« bei.
Sprachen der Freundschaft und die Kunst des Porträts 1370–1520
Author: Hannah Baader
Die Studie untersucht die Bedeutung vormoderner Theorien und Praktiken der Freundschaft für eine Geschichte des männlichen Porträts. Sie fragt nach der Rolle der Denkfigur der Freundschaft für die Konstruktionen des Selbst, das künstlerische Selbstverständnis, die Ökonomie des Kunstwerks, sowie für die Entstehung neuer Darstellungsformen.
Zur Hermeneutik visueller Strukturen in der frühen Neuzeit
Konstitutiv für allegorische Bilder ist die Diskontinuität zwischen res und signum, zwischen sichtbarer Oberfläche und einem »Dahinter« an Bedeutetem. Ging man lange davon aus, dass der Bezug zwischen ihnen allein auf Konventionsregelung beruhe und so einer ästhetischen Aufladung der Wirklichkeitsdeutung eher im Wege steht, erweisen sich gerade die Bildallegorien der frühen Neuzeit mit ihrem stetig wachsenden Potential an mimetischer Darstellungskraft und den erhöhten Ansprüchen an Kohärenz und »Schönheit«, an Inventionsleistung und künstlerische Qualität der Darstellung als ein Feld, auf dem die Frage nach dem eigentlichen Ort der Sinnproduktion völlig neu verhandelt wird.
Grundzüge einer politischen Ästhetik
Author: Frauke Surmann
Flashmobs, Dîners en blanc und Strategiespiele im öffentlichen Raum - ästhetische In(ter)ventionen erobern seit einigen Jahren unser Stadtbild. Worin aber besteht ihr politisches Potenzial? Ästhetische In(ter)ventionen treten als temporäre Interferenzen, Störungen und Brüche unserer alltäglichen Erfahrungswelt in Erscheinung. Sie unterlaufen die Normativität unserer öffentlichen Wahrnehmungs- und Verhaltenstopographien und führen diese auf das Moment ihrer Formbarkeit zurück. Dabei setzen sie nicht nur die hegemoniale Ordnung des öffentlichen Raums aufs Spiel, sondern realisieren sich im selbstreferenziellen Vollzug ihrer kollektiven Verkörperung als gemeinschaftlicher (Ver-)Handlungsspielraum. Ausgehend von der Frage nach ihrem politischen Potenzial geht die Studie der ästhetischen In(ter)vention in ihrer Materialität, Medialität und Historizität auf den Grund.
Körperlichkeiten der Abstraktion in moderner und zeitgenössischer Kunst
Das Buch nimmt moderne und zeitgenössische Positionen abstrakter Kunst in den Blick, die sich einer Ästhetik der Körperlichkeit bedienen: Das Körperhafte wird in Form des physischen Körpers des Artefakts oder als Leib des Künstlers und Rezipienten thematisiert.
Der Band stellt Beispiele aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Tanz, Fotografie und Film vor, die das Verhältnis von Abstraktion und Realität mittels Materialität und Leiblichkeit neu denken. Damit wird ein erweiterter Begriff von Abstraktion verfolgt, der sich nicht allein als Reduktion bestimmen lässt und der über die prominente Gegenüberstellung von Abstraktion und Figuration hinausgeht. Statt einer Abstraktion von Körperlichkeit werden so Körperlichkeiten der Abstraktion erkundet.