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Impulse aus Elementarer und schulischer Musikpädagogik
Die Beiträge dieses Sammelbandes widmen sich aus Sicht der Grundschulmusikpädagogik sowie der Elementaren Musikpädagogik verschiedenen Fragestellungen rund um das Musiklernen in der Grundschule. Dabei werden konzeptionelle, forschungsbasierte und praxisbezogene Perspektiven vorgestellt. Der Band stellt das Ergebnis der Tagung „Musiklernen in der Grundschule – Impulse aus Elementarer und schulischer Musikpädagogik“ (März 2015, Universität Bremen) dar und richtet sich an Lehrkräfte aus Schule und Musikschule sowie Lehrende und Studierende der Elementaren und schulischen Musikpädagogik.
Phänomenologische, hermeneutische und bildungsphilosophische Zugänge
Was ist Musik? Diese musikphilosophische Fragestellung bildet den Ausgangspunkt von Josephine Geislers phänomenologischer Untersuchung, die einen wichtigen Beitrag zur anthropologischen Grundlagenforschung liefert.
Geisler greift in diesem Zusammenhang nicht nur auf die Phänomenologie der Tonwahrnehmung Husserls zurück, sondern auch auf Helmuth Plessners ästhesiologische Schriften, die bisher kaum rezipiert wurden. Auch Günther Anders' musikphänomenologische Habilitationsschrift - noch nicht veröffentlicht und daher wenig bekannt - dient als theoretische Grundlage. Anhand dieser drei Autoren legt die Arbeit mit den Kategorien Zeitlichkeit, Leiblichkeit und Gestimmtheit anthropologische Konstanten des Verhältnisses Mensch-Musik frei und verweist damit auf den normativen Eigensinn des besonderen Wahrnehmungsereignisses Musik.
Eine Re-Lektüre
Der Musikhistoriker Carl Dahlhaus, eine der prägenden Figuren der westdeutschen Musikwissenschaft nach 1945, gehört zu den wenigen Musikwissenschaftlern, die jenseits der Fachgrenzen international Beachtung fanden.
Dahlhaus gelang es, sein stets musikbezogenes Denken aus einem Horizont zu entwickeln, der Geschichts- und Literaturwissenschaften sowie Philosophie einschloss. Noch immer werden seine Werke im fächerübergreifenden Diskurs zitiert. Parallel zur weltweiten Rezeption begann in den frühen 1990er Jahren eine kritische Auseinandersetzung mit den historiographischen und methodologischen Voraussetzungen von Dahlhaus‘ Musikgeschichtsschreibung. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Herausforderungen unterzieht der Band die Grundlagen der Musikgeschichte einer erneuten Lektüre.
Editor: Petra Weber
In der ersten deutschen Übersetzung seit 140 Jahren liegt hier einer der berühmtesten Texte der Musikgeschichte erstmals in einer zuverlässigen und für die Praxis konzipierten zweisprachigen Ausgabe vor.
Die Musica Enchiriadis, entstanden in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts, tradiert die Theorie des europäischen Tonsystems, entwickelt eine der frühesten Tonschriften, schafft und erweitert die begrifflichen Grundlagen zur Beschreibung von Musik und entwickelt die früheste Form der abendländischen Mehrstimmigkeit. Daher ist es nicht zu viel gesagt, wenn man die Musica Enchiriadis als Grundlage sowohl der Musiktheorie als auch der Komposition in Europa bezeichnet.
Über das Spannungsverhältnis zwischen U- und E-Musik
Author: Jochen Hörisch
›Pop‹ ist ein kurzes und prägnantes three letter word. Sein Sinn erschließt sich schnell. ›Pop‹ ist die Kurzfassung für ›populär‹. Im Wort Popmusik schwingt mit, dass diese Musik keine Scheu vor trivialen Knalleffekten hat. Genau dies aber kann auch bei sogenannter ernster Musik der Fall sein – sie kann zum Gassenhauer werden. Was also sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen E- und U-Musik?
Der Fall Mozart ist bestens geeignet, um deutlich zu machen, wie reizvoll heikel es um die Unterscheidung von E- und U-Musik steht. Viele seiner Kompositionen sind zweifellos populär, ja sie sind Pop-Musik. Man denke nur an die Kleine Nachtmusik, die unzählige Pop-Bearbeitungen erfahren hat, auch deshalb, weil sie sich dafür anbietet. Oder an die ›irre‹ Arie der Königin der Nacht aus der Zauberflöte, an die etwa die virtuosen Gitarrensoli von Jimi Hendrix erinnern. Unübersehbar ist auch, dass der junge Mozart lange, bevor es den Begriff gab, von seinem Vater zum Popstar aufgebaut und als Wunderkind vermarktet wurde. Parallelen zu Michael Jackson drängen sich geradezu zwanghaft auf. Virtuosen wie der Teufelsgeiger Niccolò Paganini oder der akrobatische Pianist Franz Liszt haben sich im 19. Jahrhundert ungemein erfolgreich selbst als Popstars avant la lettre inszeniert.
Schuberts Instrumentalmusik 1822–1828
Author: Christoph Wald
Obwohl viele der Instrumentalwerke Schuberts längst kanonischen Status erreicht haben, ist die Frage nach ihren zahlreichen Wiederholungen offen geblieben.
Das Buch möchte erstmals in einer umfassenden Untersuchung Wege zum Verständnis von Schuberts Wiederholungen aufzeigen. Wald erprobt zwei komplementäre Ansätze, um die Grenzen musikalischer Analyse zu überschreiten: 1. werden einschlägige Passagen mit den Erkenntnissen der Kognitionsforschung zusammengelesen und hinsichtlich einer klangräumlichen Wirkung untersucht. 2. wird die G-Dur-Klaviersonate vor dem Hintergrund zeitgenössischer Landschaftsdiskurse gedeutet. In beiden Ansätzen wird für ein poetologisches Verständnis argumentiert und gezeigt, wie die Wiederholungstechniken verschiedene Formen der musikalischen Zusammenhangsbildung erfahrbar machen.
Robert Schumann und die Selbstreflexion in der Musik
In Literatur, Film und Malerei ist es gleichermaßen zu beobachten: Ab einem bestimmten Stadium von Modernität beginnen die Künste, die Bedingungen ihrer Entstehung und Wirkung zum Inhalt der Darstellung zu machen. Wie aber ist es um die Musik bestellt? Besitzt sie als primär klanglich organisiertes Medium ebenfalls die Kapazität zur ästhetischen Selbstreflexion? Anhand von Robert Schumanns Instrumentalwerken werden selbstreflexive musikalische Techniken in diesem Band erstmals monographisch untersucht. Dabei erweist sich Schumanns Musik als bestimmt von klanglichen Sollbruchstellen, mittels derer die Hörerinnen und Hörer angeregt werden, das Stadium selbstvergessener Verzauberung zugunsten der distanzierten und kritischen Begutachtung der Komposition hinter sich zu lassen. Die vieldiskutierten frühen Klavierwerke offenbaren auf diese Weise ebenso neue Sinnschichten wie die oft vernachlässigten Kompositionen der 1840er und 1850er Jahre. Indem er einem Moment des produktiven Zweifels Einzug in das Klanggeschehen gewährt, empfiehlt sich Schumann stärker denn je als musikalischer Wegbereiter der ästhetischen Moderne.
Zur kultur- und wissensgeschichtlichen Erforschung der musikalischen Körperkommunikation
Series:  Trajekte
„Ausdrucksgebärden“ werden seit Darwins Expression of Emotion in Man and Animal zu einem häufig gebrauchten Synonym für körperliche, gestische und stimmliche Re-flexhandlungen und Bewegungen. Diese stehen auch in Verbindung mit der Konzeption, Produktion und Darbietung von Musik.
In einer epochen- und kontinentübergreifenden Darstellung nimmt dieses Buch den kultur- und wissensgeschichtlichen Kontext dieser von der konventionellen Historiographie oftmals an den Rand gerückten Bewegungen der Hände und des Gesichts zur Musik, aber auch von „Klanggebärden“ wie dem Schreien oder Weinen in den Blick.
Festschrift für Christian Speck zum 60. Geburtstag
Die vorliegende Studie liefert ein Panorama der deutsch-italienischen musikalischen Landschaft zwischen 1750 und 1830. Haydn, Mozart und Beethoven haben sich in unterschiedlicher Weise, jedoch gründlich mit der Musiknation Italien auseinandergesetzt: Der italienischen Präponderanz vokaler Komposition setzt Wien den Schwerpunkt instrumentalen Musizierens entgegen, wobei beide Seiten voneinander lernen und profitieren. Insbesondere Bianchi, Clementi, Jommelli und Boccherini stehen auf der italienischen Seite des Dialogs und im Blickpunkt dieses Buches. Die Beiträge erhellen exemplarisch die Verhältnisse auf den Gebieten der Satz- und Besetzungstechnik, der vokalen und instrumentalen Gattungstraditionen, der Quellensituation und der Aufführungsgeschichte.
Beethoven, Schumann und die romantische Ironie
Author: Florian Kraemer
Am Beispiel Beethovens und Schumanns untersucht Florian Kraemer den Zusammenhang zwischen Ironie und Illusionsbrechung in der Musik des 19. Jahrhunderts.
Illusionsbrüche sind in der romantischen Literatur keine Seltenheit. In Tiecks Theaterstücken beispielsweise fallen manche Figuren »aus der Rolle« und inszenieren ein paradoxes Spiel, in dem die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit zunehmend porös wirken. Die Kunst setzt sich in solchen Momenten gleichsam selbst aufs Spiel und fragt nach den Bedingungen und Grenzen ihrer »künstlichen« Existenz. Dass ähnliche Phänomene auch in der Musik existieren, ist die zentrale These dieses Buchs: In einigen Kompositionen Beethovens und Schumanns scheint eine Ebene »jenseits« des Stücks ins Stück einzubrechen. Ausführliche musikanalytische Detailstudien verfolgen die Spur dieser ironischen Gratwanderung zwischen Illusion und Desillusionierung, zwischen »Traum« und »Erwachen«.