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Mit Automatismen zwangsläufig verbunden ist die Frage nach dem Selbst und nach den Bedingungen, die es hervorbringen.
Automatismen setzen ein "Selbst" einerseits voraus, andererseits ist zu fragen, wie ein "Selbst" entsteht, wie es sich stabilisiert und reproduziert, und welchen Anteil hieran wiederum Automatismen haben. Auf Seiten der Technik kann das Konzept der Automatismen abgegrenzt werden gegenüber Theorien zum Automaten. Im Fokus des Bandes stehen Selbsttechnologien in einem umfassenden Sinne: kulturelle Muster der Selbstkonstitution, Prozesse der Selbststeuerung und Praktiken der Selbstführung wie auch Formen des Selbstmanagements.
Niklas Luhmann in Amerika
Dieses Buch stellt Niklas Luhmanns weithin bekannten Begriff der Beobachtung zweiter Ordnung auf detaillierte und innovative Weise in den Zusammenhang der historischen Forschung.
Obwohl der Begriff der Beobachtung zweiter Ordnung in Luhmanns deduktivem Gedankengebäude einen ausschließlich theoretischen (genauer gesagt epistemologischen) Status hatte, wurde er vor allem von Kulturhistorikern als Instrument für das Verständnis und die Aufbereitung vergangener Situationen genutzt. Der vorliegende Band hebt derartige Ansätze auf eine neue, systematische Ebene. Er bietet nicht nur eine tiefgehende philosophische Kritik des Begriffs der Beobachtung zweiter Ordnung an und für sich, sondern präsentiert erste vergleichende Studien zur Geschichte der Beobachtung zweiter Ordnung in Europa und Südamerika seit der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts.

Praktische Problemkonstellationen
Unbestimmtheit ist ein Signum der modernen Gesellschaft. Dieses Buch diskutiert diese These und lotet aus, inwiefern Unbestimmtheit nicht nur eine Herausforderung für die moderne Gesellschaft darstellt, sondern auch eine Ressource gesellschaftlicher Praxis ist.
Die moderne Gesellschaft vor dem Hintergrund von Risiko, Unsicherheit oder Kontingenz zu beschreiben, ist ein soziologischer Allgemeinplatz. Der Band knüpft zwar an derartige Diagnosen an, es geht ihm aber um etwas anderes: darum, dass die Gesellschaft sich erstaunlicherweise an ganz unterschiedlichen Stellen Unbestimmtheiten zumutet. Dabei ist es interessant zu beobachten, dass Unbestimmtheit in vielen Fällen nicht etwa das Problem darstellt, sondern vielmehr eine Problemlösung. Was diese Konstellation über die moderne Gesellschaft verrät, dieser Frage will dieses Buch anhand unterschiedlicher Beispiele nachgehen.
Grundlagen einer Kritischen Theorie und Praxis Sozialer Arbeit
Author: Ingo Zimmermann
Kritische Theorie ist traditionell eine Theorie der Krisen. Das meint, dass sie hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Popularität bestimmten historischen Schwankungen unterliegt, die sie immer dann ans wissenschaftliche Tageslicht befördern, wenn gesellschaftliche Krisenphänomene nicht anders als im Rückgriff auf eine konstitutionelle Kritik am „aufgeklärten“ liberalen Denken der Neuzeit zu erklären sind. Kritische Theorie ist in diesem Sinne ein widerständiges Denken, was nicht den gegebenen Verhältnissen sich anzupassen bereit ist. Der vorliegende Band versteht sich als eine geistesgeschichtliche Grundlegung Kritischer Theorie und Praxis, beginnend mit einer Kritik der Aufklärung des Deutschen Idealismus, über die Kritik der politischen Ökonomie bis in die Gegenwart einer Kritischen Sozialen Arbeit. In diesem Zusammenhang erweisen sich einige Gesichtspunkte der klassischen Marxschen Theorie aus heutiger Sicht als revisionsbedürftig. Soziale Arbeit stellt sich unter diesen Gesichtspunkten als „Zurichtungsprofession“ dar, ihrer immanenten Dialektik entspricht, dass auch die in ihr tätigen Sozialarbeiter selbst den ökonomisch verordneten Zurichtungsimperativen sich unterordnen müssen. Kurz: Menschen in prekären Lebenssituationen werden von Sozialarbeitern behandelt, die selbst denjenigen Prekarisierungstendenzen unterliegen, die sie zu behandeln vorgeben. Was hier auf den ersten Blick als Paradox daherkommen mag, kann sich im Rahmen eines Schulterschlusses mit ihrem Klientel sowohl für die Soziale Arbeit als auch für ihre Adressaten als widerständige Praxis erweisen.
Niklas Luhmann und die Grenzen der Aufklärung
Author: Norbert Bolz
Luhmann hat Konjunktur und das hat zwei Gründe: Erstens hat außer ihm niemand den Mut zur Gesellschaftstheorie. Zweitens hat Luhmann als Soziologe keine Angst vor der Philosophie. – Er nimmt es mit jedem auf.
Mit Luhmann kann es einem gehen wie bei der Lektüre von Hegels Phänomenologie des Geistes: Man bekommt als Leser rasch das Gefühl, jeder Gedanke, jede Theorie sei hier schon gedacht, genau platziert und »aufgehoben«. Am Ende der Phänomenologie des Geistes ist der blinde Fleck
»aufgehoben« – das aber gibt es bei Luhmann nicht. Luhmann will nicht fortsetzen, sondern radikal neu anfangen. Deshalb tritt bei ihm an die Stelle der Tradition der Kriti- schen Theorie die Theorie des blinden Flecks. Der blinde Fleck ist die Bedingung der Möglichkeit von Beobachtung. Und jede Erweiterung unseres Blickfeldes verdanken wir einem neuen blinden Fleck. Dass man nicht sieht, ist aber nicht das Problem, sondern vielmehr: Man sieht nicht, dass man nicht sieht; die Blindheit wird nicht wahrgenommen.
Durch ihre Selbstanwendung macht sich die Theorie des blinden Flecks immun gegen Kritik. Norbert Bolz benennt in Ratten im Labyrinth klar die notwendigen Sichtbeschränkungen einer großen Theorie und fragt, ob die Systemtheorie überhaupt in den Blick bekommen kann, was wirklich zählt.

Grenzen und Möglichkeiten einer Forschungsperspektive
Soziologische Forschungen zu kollektiver Gewalt haben Genozide bis heute selten explizit in den Fokus genommen. Friedrichs Studie zeigt in einer kritischen Rekonstruktion zentraler Ansätze soziologisch orientierter Beschäftigungen mit Gewalt, dass dieses auffällige Desiderat bereits im Theoriedesign und den Paradigmen der jeweils zugrunde gelegten Analysemodelle begründet ist.
Entwickelt wird ein analytischer Ansatz, mit dem die Soziologie Antworten auf die Frage geben kann, wie sich eine »genozidale Gesellschaft« konstituiert, in der Völkermorde als politische Option erscheinen und eine Verwirklichung erfahren.
Tausch gegen Gabe – eine Kritik der symbolischen Ökonomie
Author: Elfie Miklautz
Ein Tausch ist eigennützig, eine Gabe ist selbstlos? Geschenke sind Wegezölle auf der Suche nach der verlorenen Unschuld? Oder sind Gier und Gunst gar nicht unverträglich; sondern ergeben, falls bezahlbar gemixt, eine Win-Win-Lösung – der globale Cocktail auf Gewinn und Gewissen, ausgeschüttet und gerührt? 'GESCHENKT' ist das Buch, das diese Fragen verhandelt. Miklautz erhellt das Höhlensystem des Gebens und Nehmens, wo auf verschlungenen Pfaden die Sehnsucht nach jenseitigem Verdienst auf diesseitige Dealer-Verkommenheit prallt, während das (Über-) Leben auf Verhandlungsbasis den 'Best Offer'-Seitengang ausspäht. Auch deshalb eignet sich 'GESCHENKT ' als Präsent, gern mit Hintergedanken.
Infogene Welten – anthropologische Zukünfte
Author: Manfred Faßler
Die globalen Verbreitungen digitaler Netzwerke schwächen und zerstören zusehends einen alten Mythos: die Gesellschaft. Die Menschheit ist dabei, ihre Organisationsweisen und Lebenszustände grundlegend zu verändern. Die These dieses Buches ist: Gesellschaften verlieren ihre Vererbungstauglichkeiten und damit ihre Reproduktionstauglichkeit. Sie verlieren sie an komplexe ökonomische, projektgebundene, künstlerische, kollaborative Informationsrealitäten, die für ihre selektiven Vernetzungen, ihre koordinierenden Verabredungen und ihre Innovationsfähigkeit des Legalitäts- und Legitimiationsraumes der Gesellschaft nicht mehr bedürfen. Gegenwärtig steht dafür das Kürzel: Web 2.0.
Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven
Verstehen und Erklären gelten in den Sozial- und Kulturwissen-schaften als die beiden grundle-genden methodischen Zu-gangsweisen, um den Phäno-menbereich des Sozialen zu er-schließen. Wie diese Zugangs-weisen je für sich und in ihrem Verhältnis zueinander zu bestimmen sind, ist freilich bis in die Gegenwart umstritten. Die Verstehen-Erklären-Kontroverse gehört, neben dem Werturteilsstreit und dem Positi-vismusstreit, zu den großen Selbstverständigungsdebatten der Sozial- und Kulturwissenschaf-ten. Eine systematische Be-standsaufnahme, welche die verschiedenen Konzeptualisie-rungen des Verstehens und Erklä-rens sichtet, fehlt bisher jedoch. Viele der einschlägigen Positio-nen sind deshalb in der neueren methodologischen Diskussion nicht mehr präsent und in ihren Einzelheiten kaum noch be-kannt. Hier versucht das vorlie-gende Buch Abhilfe zu schaffen. In dieser Breite wohl erstmalig, werden darin 22 Positionen, vor allem aus der Soziologie, aber auch aus der Ethnologie und der sozial- und kulturwissenschaftlich relevanten Philosophie, darge-stellt und analysiert. Das Spekt-rum der behandelten Konzepte reicht dabei von den Klassikern bis hin zu aktuellen Ansätzen.
Series:  Forum
Kinderlosigkeit und Geburten-rückgang sind zu einem sich beschleunigenden Phänomen ge-worden. Jede Generation ist um ein Drittel kleiner als die vorher-gehende. Fast die Hälfte der jüngeren Akademikerinnen bleibt kinderlos. Deutschland hat eine der niedrigsten Geburtenraten Europas. Die Familie verschwindet aus dem Alltagsleben breiter Bevölkerungs-schichten. Die Diskussion um das, was Familie für den Einzelnen und für die Gesellschaft bedeutet, erlebt zurzeit eine Renaissance. Es entwickelt sich ein neues Bild und ein neues Verständnis von Familie. Galt sie traditionell als biologisch konstituiertes Nachkommenschaftsverhältnis von Vater, Mutter und Kind(ern), so kann sie im 21. Jahrhundert auch rechtlich oder sozial bedingt sein, mehrere Generationen, Lebensabschnittspartnerschaften oder nur ein Elternteil umfassen.