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Eine Einführung in die Religionsphilosophie
Author: Peter Strasser
Der Antrieb aller Religionen lautet: Erlösung vom Übel. 'Erlösung' ist aber keine statische Idee. Sie entwickelt sich vom Mythos zur aufgeklärten Religiosität. Diese strebt nach einer 'Geborgenheit im Schlechten', einem Welteinverständnis trotz aller Weltübel: 'Es ist, wie es ist, und es ist gut.' Das religiöse Welteinverständnis stützt sich auf metaphysische Überschüsse in unserer Erfahrung: Erstens die Existenz objektiver Werte, welche die Grenzbegriffe des guten Lebens und der Erlösung miteinander verschränken. Zweitens die Existenz des Schönen, nicht nur als Artefakt, sondern auch als Naturgegebenheit. Drittens das 'Wunder' der Existenz, insofern nichts, was faktisch ist, aus sich selbst heraus bestehen kann. Obwohl die Existenz der Übel jedes Bild eines persönlichen Gottes zerstört, sind in der Welt Spuren eines 'Initialereignisses' enthalten, dessen Vollkommenheit keine Einschränkung duldet. Was 'vollkommen' bedeutet, unterliegt einer Blockade, die freilich das religiöse Fragen nicht sinnlos macht, es vielmehr anstachelt.
Gehirne, Computer und das wahre Selbst
Author: Peter Strasser
Inszenierungen. Praktiken. Symbole
Die aktuelle Debatte und die Wiederentdeckung des Rituals ist nicht zufällig. In der gegenwärtigen politischen Situation, die von Diskussionen um den Zerfall des Sozialen, den Verlust von Werten und der Suche nach einer kulturellen Identität geprägt sind, gewinnen Rituale und Ritualisierungen eine größere Bedeutung. Wurden sie im Zuge der 68er Debatte um den Nationalsozialismus fast ausschließlich unter den Aspekten der Stereotypie, Rigidität und Gewalt thematisiert, wenn nicht gleich nur vormodernen Gesellschaften zugeschrieben, so sollen sie jetzt eine Brückenfunktion zwischen den Individuen, den Gemeinschaften und den Kulturen übernehmen. Dabei lässt sich in den hier vorliegenden neuen Arbeiten der Trend zu einer neuen Akzentuierung in des Ritualbegriffs ausmachen. Die an der Phänomenologie, Medientheorie, Literaturwissenschaft, Ethnologie und den Kultur- und Geschichtswissenschaften orientierten Bestimmungen des Rituals fokussieren auf die Formen der Inszenierung von Macht, auf die Dynamiken symbolischer Ordnungen und auf die Magie des Ästhetischen. Rituale erscheinen als performative kulturelle Welten. Für die Entstehung und Praxis von Religion, Gesellschaft und Gemeinschaft, Politik und Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft, Erziehung und Bildung sind sie unerlässlich. Mit ihrer Hilfe werden die Welt und die menschlichen Verhältnisse geordnet und interpretiert; in ihnen werden sie erlebt und konstruiert. Rituale erzeugen einen Zusammenhang zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft; sie ermöglichen Kontinuität und Veränderung, Struktur und Gemeinschaft sowie Erfahrungen von Transition und Transzendenz. Sie erscheinen nun nicht mehr als irrationaler Ausdruck von Mysterien kultischen Ursprungs, oder als Medium einer zum Irrationalismus geronnenen instrumentellen Vernunft totalitärer Systeme, sondern als lebensweltliche Scharniere, die durch ihren sozialen, ethischen und ästhetischen Gehalt unhintergehbare Sicherheiten in den Zeiten der Unübersichtlichkeit gewähren sollen. Aus dem Inhalt CHRISTOPH WULF, JÖRG ZIRFAS Performative Welten. Einführung in die historischen, systematischen und methodischen Dimensionen des Rituals CHRISTOPH WULF Ritual, Macht und Performativität. Die Inthronisation des amerikanischen Präsidenten KLAUS-PETER KÖPPING Geborgte Autorität? Autorität und Verhandelbarkeit von Shinto- und Volksritualen in Japan HORST WENZEL Ritual und Repräsentation WERNER RÖCKE Die Gewalt der Narren. Rituale der Gewalt und der Gewaltvermeidung in der Narrenkultur des späten Mittelalters JÖRG ZIRFAS Rituale der Grausamkeit. Performative Praktiken der Folter HANS-GEORG SOEFFNER Überlegungen zur Soziologie des Symbols und des Rituals GERD ALTHOFF Baupläne der Rituale im Mittelalter. Zur Genese und Geschichte mittelalterlicher Herrschaftsrituale INGRID KASTEN Ritual und Emotionalität. Die Anfänge des Theaters im Mittelalter AXEL MICHAELS Das Heulen der Schakale. Ein Tier- und „Menschen“-opferritual in Nepal CATHERINE BELL Exercise, Ritual, and Political Dissent: The Falun Gong KARL-SIEGBERT REHBERG Institutionelle Ordnungen zwischen Ritual und Ritualisierung HELMAR SCHRAMM Ritual und Instrument ERIKA FISCHER-LICHTE Theater und Ritual ANGELA KEPPLER Das Ritual politischer Talkshows LUDWIG JÄGER Zur medialen Logik von Ritualen JOHANNES BILSTEIN Zur Ikonographie von Ritualen GERT NEUMANN Le rituel piège. Daniel Spoerris Fallenbilder zwischen Kunst und Ethnographie
Authors: Jan Assmann and Jan Assmann
“Tief ist der Brunnen der Vergangenheit”. Wenn irgendwo, dann trifft dieser Satz Thomas Manns auf die altägyptische Religion zu, deren Ursprünge in der Steinzeit liegen. Die Pyramidentexte aus dem 3. Jahrtausend bilden das älteste religiöse Textkorpus der Menschheitsgeschichte. Viele dieser Texte aber waren bis in die römische Kaiserzeit in Gebrauch, so daß noch das Abendland in seinen griechischen und lateinischen Anfängen in diese Brunnentiefe blicken konnte. Herodot meinte, daß die griechischen Götter aus Ägypten stammten. Auch die biblische Überlieferung läßt Israel aus Ägypten hervorgehen, aber nicht im Sinne des Ursprungs, sondern der Konversion. Aus Ägypten mußte ausgezogen werden, um in den Monotheismus einzuziehen. Im Unterschied zur biblischen Offenbarungsreligion läßt sich die ägyptische Religion als eine “Geheimnisreligion” bezeichnen. Das Geheimnis gilt hier als der Inbegriff des Heiligen und das Heilige als Inbegriff des Geheimnisvollen. Die Aufsätze dieses Bandes sind aus jahrzehntelangen Forschungen erwachsen und wollen die ägyptische Welt in Nahaufnahmen sichtbar werden lassen.
Religionshermeneutische Studien zur Konstruktion von Norm und Abweichung
Series:  Kulte / Kulturen
Die Problemlagen, die das Aufkommen der Unterscheidung von Orthodoxie und Häresie bedingen, die Konstruktion der Unterscheidung und ihre paradoxen Folgewirkungen bilden den Gegenstand der im vorliegenden Band versammelten Studien renommierter Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Fachgebieten. Mit ihrer Hilfe wurde bewußt versucht, die eingeschränkte Perspektive auf das frühe Christentum um Untersuchungen aus anderen Kulturen und Zeiten zu erweitern. Kulturell, um zu erfahren, ob und in welcher Form sich die Vorstellungen von Häresie auch in Religionskulturen Vorderasiens und Ostasiens finden. Zeitlich, um bessere Kenntnis darüber zu erlangen, ob sich der Gegensatz von Häresie und Orthodoxie in der Neuzeit und in der Moderne aufzulösen begonnen hat, oder ob er eher in andere Sphären Einzug hielt.
oder: Warum Indra mit dem Dreirad zur Hochzeit fuhr
Author: Harald Strohm
Die erhaltenen Textzeugnisse der frühen Religionsgeschichte sind in ihren Inhalten oft erstaunlich kulturübergreifend. Zumal die Helden und Götter haben sonderbar stereotype Abenteuer zu bestehen: Sie müssen Höhlen aufbrechen, Drachen erlegen, Himmel und Erde auseinander stemmen, Ödland begrünen und bevölkern. Anders als in den Weltuntergangsszenarien der späteren Erlösungsreligionen sind diese Abenteuer dabei fast durchweg im Modus des "Es war einmal." verfaßt und im morgenrot-dämmrigen Urzustand der sich erst entfaltenden Welt verortet. - Woher die globale Konvergenz der frühen Religionen? Quelle und Adressat der einstigen Schöpfungsreligionen, so Strohm, sind jene seelischen Schichten, die mit frühester Kindheit korrespondieren; genauer: mit den Erlebniswelten jenseits der Grenze der frühkindlichen Amnesie. Schlüssel zur Entzifferung muß deshalb die moderne Säuglings- und Kleinkindforschung sein. Textbasis und gleichsam "Leitfossil" sind die Kultlieder des altindischen Rigveda (ca. 1500 v. Chr.). Deren herausragender Schöpfungsheld ist Indra, der Gott, der mit dem Dreirad zur Hochzeit fuhr.
Die Religionen sind die größten Gemeinschaften der Weltgesellschaft und erheben, zumindest im Islam und im Christentum, den Anspruch, universale Lebensdeutungen und Daseinsordnungen zu sein. Mit der Globalisierung der Weltwirtschaft und der Einheit der Weltgesellschaft im "Internet" gewinnen sie durch die modernen Kommunikationsmittel einen bisher nicht gekannten Zugang zu allen Menschen, geraten jedoch durch die Globalisierung auch miteinander in Konflikt in ihren Ansprüchen auf globale Gültigkeit. Wie ist der Konflikt der Religionen zu entschärfen? Die spekulative, philosophische Fassung einer Religion ist eine Weise, die eigenen religiösen Überzeugungen im Medium der Philosophie und des rationalen Diskurses darzustellen. Der philosophische Zugang zur Religion vermag als Grundlage des Gesprächs der Weltreligionen zu dienen, ohne ihre Wahrheitsansprüche aufzulösen. Er kann dogmatische Ansprüche reduzieren und zur Überwindung des Fundamen- talismus beitragen. Die Philosophie schlägt Brücken zwischen den Religionen. Die Reihe Diskurs der Weltreligionen stellt mit diesem Band den fünften und letzten der EXPO-Diskurse der Weltreligionen vor, der gegen Ende der Weltausstellung EXPO 2000 Hannover auf dem Weltausstellungsgelände stattfand. Die fünf EXPO-Diskurse wurden vor und auf der Weltausstellung EXPO 2000 Hannover mit dem Ziel eines philosophisch-theologischen Dialogs der Religionen über zentrale Themen ihrer Lehren abgehalten. Die Reihe Diskurs der Weltreligionen zielt auf ein tieferes Verständnis der Ähnlichkeiten und Unterschiede in den theologischen und philosophischen Aussagen zwischen dem Hinduismus, Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam. Sie sieht in der Philosophie einen Brücke zwischen den Religionen und ein Mittel, religiöse Feindschaft und Fundamentalismus zu überwinden und den Dialog zwischen den Religionen zu fördern.
Der Gnostizismus und seine Wiederkehr in der Postmoderne