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Philologisch-chronologische Erschließung der Manuskripte
Author: Beat Röllin
Beat Röllins Nachlass-Lektüre bietet völlig neue Einblicke in Nietzsches Schreiben und das Labyrinth seiner Werkgenese.
Was schrieb, was plante Nietzsche im Sommer 1885, nachdem er im Frühjahr Also sprach Zarathustra abgeschlossen hatte? Diktatniederschriften und eine von Nietzsche nur in dieser Zeit verwendete violette Tinte erlauben es, erstmals ein vollständiges Dossier aller Aufzeichnungen vom Sommer 1885 zusammenzustellen. Durch eine genaue Analyse der Manuskripte und Rekonstruktion des Schreibprozesses lässt sich erschließen, wann, wie und in welchem Ausmaß Nietzsche seine Pläne verfolgte. Er schrieb und plante im Sommer 1885 viel - doch sein Schreiben bewegte sich noch jenseits von Jenseits von Gut und Böse.
Spiele der Natur in Kunst und Wissenschaft
Der Begriff 'Ludi naturae' steht für ein naturphilosophisches Konzept, das seinen Zenit in der frühen Neuzeit erreichte. Mit den 'Spielen der Natur' waren dabei einerseits einzelne Naturdinge gemeint, die Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften Staunen und Verwunderung hervorriefen. Zugleich verwies diese Sammelbezeichnung – die etwa für sonderbar geformte Pflanzen ebenso verwendet wurde, wie für Missbildungen, seltene Schnecken oder Fossilien – auf ein bestimmtes Konzept von Natur. Bislang war die Forschung zu 'Ludi naturae' auf den Zeitraum der frühen Neuzeit begrenzt. Die Beiträge dieses Bandes erweitern erstmals den historischen Horizont und verfolgen mögliche Spuren dieses Konzepts bis in die Moderne.
Über die Wirklichkeit der Vernunft in postmetophysischer Zeit
Immer dann, wenn es um die Frage nach der Wirklichkeit der Vernunft geht, ist Hegels Philosophieanspruch aktuell. Diese Aktualität verdeutlichen die Beiträge des Bandes in exemplarischer Weise.
Hegel zu lesen ist (wieder) an der Zeit. Bei ihm läßt sich lernen, was Vernunft von postmetaphysischen Tendenzen ihrer Selbstverabschiedung wie von naturalistischen Reduktionsprogrammen unterscheidet.
Nietzsche als Methode - Eine Versuchanordnung mit drei Opern Richard Wagners
Was wäre, wenn das Feld der Nietzsche-Interpretation, bis hin zu Heidegger und über ihn hin-aus, sich alleine deshalb in so hitziger Diskussionsaufregung befand, weil in ihm eine ent-scheidende Stelle unbelichtet blieb? Gibt es einen blinden oder gar – sprachphilosophisch betrachtet – „stummen Fleck“, der das Interpretationsvermögen gefährlich trübt? Ist das antitheti-sche Ringen der unterschied-lichsten Vereinnahmungen nur das Ergebnis einer versäumten Befragung der Praxis des Inter-pretierens auf ihre grundsätzliche Tauglichkeit? Wenn ja, müsste ein Gros der bisherigen Nietzsche-Auslegungen radikal in Frage gestellt werden. – Jürgen Hof-bauer versucht dies zu zeigen und entwickelt eine Nietzsche-Interpretation, die sich loslöst von den großen Schlagworten (Ü-bermensch, Wille zur Macht, Ewige Wiederkehr…) des Diskur-ses. Nicht was Nietzsche gesagt hat rückt in den Vordergrund, sondern die jedes Fundament zersetzenden Denkbewegungen, die zuletzt „Nietzsche als Metho-de“ verständlich machen sollen. Exemplifiziert wird das in einer Versuchsanordnung mit drei zentralen Werken Richard Wag-ners: Tannhäuser, Siegfried und Tristan.
Die beiden in Jena lehrenden Philosophen Wolfgang Welsch und Klaus Vieweg haben einen Band zusammengestellt, der bekannte Hegel-Experten und einige der weltweit renommiertesten Philosophen auf die Frage antworten läßt, was Hegel uns heute noch bedeuten kann. Die Beiträge beruhen auf einer Vorlesungsreihe, die aus Anlaß der zweihundertjährigen Wiederkehr von Hegels Ankunft in Jena (1801) stattfand. Den Stellungnahmen geht es nicht um historische Beschaulichkeit, sondern, mit Hegels Worten, um "das Interesse des Denkens". Welche Einsichten Hegels sind heute noch tragfähig, welche derzeit erneut besonders aktuell, welche zukunftsträchtig? Und von welchen anderen Aspekten gilt dies – und aus welchen Gründen – nicht? Hegels Philosophie hat gerade in jüngster Zeit an Aktualität für die Frage gewonnen, welche Wege das zeitgenössische Philosophieren einschlägt. Einer der Gründe dafür ist das neuartige Interesse der analytischen Philosophie an diesem von ihr vormals verfemten Philosophen. Daher vereinigt dieser Band sowohl ‚kontinentale‘ wie ‚analytische‘ Stellungnahmen. Ziel der Beiträge ist es, unser eigenes Denken mit Hegel voranzubringen.
Hegels Bestimmung des Hässlichen in den Vorlesungen zur Ästhetik und die Rezeption bei den Hegelianern
In seinen Berliner Ästhetikvorlesungen erkennt Hegel die Notwendigkeit des Hässlichen in der Kunst an, als eine der vielen Gestaltungsmög-lichkeiten, die die Kunst der modernen aufgeklärten Welt aufnehmen kann und muss, um die gesellschaftlichen Gegensätze ausdrücken und verstehen zu können. Er sieht so im Hässlichen das Sie-gel der unheimlichen modernen Subjektivität, die die Welt nicht mehr mit dem naiven Vertrauen des schönen tragischen Helden sehen kann. Diese moderne Deutung der Disharmonie, die in der 1835–38 von Heinrich Gustav Hotho nach Hegels Tod gedruckten Fassung der hegelschen Ästhetik unauf-findbar ist, ermöglicht die aktuel-le inflationäre und oft nicht durchsichtige Omnipräsenz des Hässlichen in der Kunst besser zu verstehen und überholt den re-aktionären „Klassizismus“ der Ästhetik der Hegelianer, die der traditionellen Verurteilung des Hässlichen der antiken Philoso-phie verhaftet bleiben.
Verwerfungen der Rezeptionsgeschichte und Chancen einer Relektüre
Editor: Tilman Borsche
Herders charakteristische Leistung liegt in der Entdeckung der Bedeutung von Geschichte, Kultur und Sprache für die Entwicklung der menschlichen Vernunft. Doch gerade diese Entdeckung wurde bald nach Herders Tod zum Fundus einer dogmatischen Gesinnung, die in Deutschland den Interessen einer nationalistischen Reaktion diente. Die bis heute marginale Wahrnehmung Herders sowohl in den Kulturwissenschaften als auch in der Philosophie hat ihre Gründe vor allem in dieser unglücklichen Wende der Rezeptionsgeschichte. (Im Jubiläumsjahr 2003 – Herder starb am 18.12.1803 – gab es eine Reihe von Versuchen, die losen Fäden der Überlieferung erneut aufzugreifen und die Denkanstösse, die Herder der aufgeklärten Welt des späten 18. Jahrhundert eingab, mit den Augen des 21. Jahrhunderts neu zu prüfen. ) Herders Einsicht, dass auch die Grundbegriffe unseres Denkens, ‚Bildwörter’ sind, nötigt dazu, sich auf die sprachlich-historische Horizontgebundenheit unserer Weltorientierung einzulassen. Erst der Verzicht auf unerschütterliche Fundamente unseres Denkens öffnet den Weg zu einer die individuellen und kulturellen Besonderheiten historischer Formationen würdigenden Humanität. Auf diesem Weg liegt das noch weitgehend unerschlossene Potential des herderschen Denkens. Die Beiträge dieses Bandes verstehen sich als Einladung zu einem neuen transdisziplinären Gespräch über die Aktualität einer der verdrängten Vaterfiguren der europäischen Moderne.
Der Begriff des Zwecks in Hegels Wissenschaft der Logik
Author: Tommaso Pierini
Das Buch bietet eine neue Inter-pretation von Hegels Schlüssel-werk, der Wissenschaft der Logik, im Sinne einer Theorie der Frei-heit als Selbstbestimmung. Die Untersuchung gliedert sich in zwei Teile. Im ersten werden He-gels logische Begriffe von Identi-tät und Widerspruch diskutiert. Dabei können unterschiedliche Formen von Identität differenziert und Selbstbestimmung als deren höchste Form herausgestellt werden. Im zweiten Teil liefert der Autor einen ausführlichen Stellen-Kommentar des schwierigen Teleologie-Kapitels, in dem die spezifische Dynamik der Selbst-bestimmung analysiert wird. Da-bei ist zugleich die Einsicht in die Grundstruktur gewonnen, aus der sich das Verhältnis von He-gels Naturphilosophie und Philo-sophie des Geistes zur Logik ver-stehen lässt.
Author: Dietmar Köhler
Köhlers Buch stellt erstmals einen umfassenderen systematischen Vergleich zweier zeitlich wie thematisch eng 'benachbarter' Hauptschriften der Philosophie des Deutschen Idealismus an. In diesem Zusammenhang setzt es sich zudem kritisch mit Martin Heideggers wirkungsmächtigen Hegel- und Schelling-Interpretationen, der beide Ansätze erstmals gegeneinander gestellt und wechselweise als 'Vollendungsgestalten der abendländischen Metaphysik' charakterisiert hat, auseinander, indem sie der je spezifischen Intention beider Ansätze nachgeht und damit zugleich auch deren systematisches Potential für aktuelle Fragestellungen herauszustellen sucht.
Ein Versuch über die Freundlichkeit
Author: Byung-Chul Han
Hegels Denken zeugt von einem tiefen Bewusstsein der Macht. Schon lange vor Nietzsche hat Hegel sehr eindringlich über Macht nachgedacht. Er ist wohl der erste Theoretiker der Macht. Die Macht bildet die Tiefenschicht des Hegelschen Denkens. So durchströmt sie die Innenräume seines Systems. Hans machttheoretische Erkundung stellt gleichzeitig eine sehr anschauli-che Einführung in Hegels Denken dar, die dessen verborgene Windungen freilegt. Hegel beschreibt Grundfiguren seines Denkens wie Geist, Gott, Gesetz, Begriff, Freiheit, Wahrheit oder Schönheit machttheoretisch. Er legt z. B. eindringlich dar, inwiefern die Religion ein Phänomen der Macht ist. So präsentiert sich seine Religionsphilosophie als eine spannungsreiche Phänomenologie der Macht. In der "Wissenschaft der Logik" entfaltet er eine Logik der Macht, die aktuell genug ist, um unterschiedliche Machtprozesse von heute präzis zu beschreiben. Die vorlegende Studie geht auch kritisch mit Hegel um. Sie macht Phänomene sichtbar, die sich der Machtlogik ganz entziehen. Verwiesen wird auf eine Freundlichkeit, die durch Abwesenheit der Macht glänzt.