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Fotografie und Tanz
Fotografie und Tanz – auf den ersten Blick ein Gegensatz. Fotografie stellt still, Tanz bewegt. Isabelle Drexler zeigt, wie aus diesem Gegensatz eine neue, genuine Kunstform entsteht.
Orientiert am Leitmotiv der Bewegung als Denkfigur betrachtet sie zeitgenössische Tanzfotografien, die sich durch ihren künstlerischen Ansatz von einem rein dokumentarischen Gebrauch der Fotografie distanzieren. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Geste der Fotografen im Moment des Auslösens. Sie entsteht aus einer Bewegung der Seh(n)sucht (Fotografie) und einem Be-Greifen-Wollen des Unbegreiflichen (Tanz). Beide Künste treffen sich in diesem interartifiziellen Zwischen-Raum auf Augenhöhe. Die Geste der Tanzfotografie löst zwar die Körper vor der Fotolinse auf, erzeugt aber als fotografisches Bild ›reale‹ Imaginationen von Tanz, die in keinem anderen Medium so sichtbar werden können. Analysiert werden u. a. Werke von Lois Greenfield, Gert Weigelt, Bernd Uhlig, Chris Kremberg, Dominik Mentzos und VA Wölfl.
Die Entgrenzungsbestrebungen der Nachkriegsmoderne und der Einzug des Fernsehens in die Privathaushalte verlaufen ab 1960 nicht mehr parallel. Sie weisen entscheidende Berührungen und Verschränkungen auf, die ihr vermeintlich antagonistisches Verhältnis unterwandern. Entsprechend nutzte man das Medium nicht länger nur zur Berichterstattung über Kunst, sondern nahm es verstärkt als Schauplatz und Gegenstand künstlerischen Arbeitens wahr.
Der Band fragt nach dem sich stetig wandelnden Stellenwert des Fernsehens als Ort künstlerischer Intervention. Im Blickpunkt stehen Auseinandersetzungen mit fernseh-typischen Formaten, die fasziniert oder kritisch anerkennen, dass die Gegenwart nicht ohne die Bild- und Erzählsprache des Fernsehens und seine sozialen Funktionen zu denken ist. Neben Beispielen aus Video und Performance Art versammelt der Band auch solche der Performing Arts, weil sich namhafte Komponisten und Theatermacher ebenfalls darum bemühten, für ihre Kunst eine dem Fernsehen angemessene Form zu finden.
Eine Epistemologie des Kinos
Series:  Film Denken
Author: Dennis Göttel
Die Leinwand ist eines der grundlegenden Elemente des Kinos. Dennoch ist sie in der Mediengeschichte zumeist übersehen worden – was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass ihre Funktion das Verschwinden ist.
Die Kinoleinwand scheint zum Immateriellen und Passiven zu tendieren. Vor diesem Hintergrund stellt Dennis Göttel die Projektionsfläche als einen Gegenstand vor, dessen Darstellbarkeit grundsätzlich prekär bleibt: Wo die Leinwand stets im Verschwinden begriffen ist, muss sie auch in diesem Verschwinden begriffen werden. Das Buch versteht sich deshalb als Suchbewegung: Bilder, Theorien und Filme – aus der Bandbreite der Kinogeschichte – werden danach befragt, auf welche Weise jenes marginale Ding tatsächlich zur Darstellung, sprich zum Erscheinen kommt. Zeichnet die Leinwand das Ephemere aus, erweist sich dies schließlich als derjenige Modus, in den sich auch das Schreiben begeben muss, um dem Kino gerecht zu werden.
Einführung in seine Filme und Filmästhetik. 2. Auflage
Series:  directed by
Sind Tarantinos Filme bloß Zitatcollagen oder zeichnen sie sich durch eine eigene, charakteristische Ästhetik aus? Tarantino ist bekannt dafür, zahlreiche Filmstellen und Filmgenres in seinen Filmen zu zitieren. Seine spezielle Komik besteht darin, Genremuster zu bedienen und der Handlung dann eine unerwartete Wendung zu geben. Alltäglichen und scherzhaften Dialogen lässt er dabei viel Raum. Dieses Buch erklärt Tarantinos Filmästhetik und stellt sich auch der Frage nach der Ästhetisierung von Gewalt. Es werden alle Filme Tarantinos analysiert: Reservoir Dogs, Pulp Fiction, Jackie Brown, Kill Bill: Vol. 1, Kill Bill: Vol. 2, Death Proof, Inglourious Basterds, Django Unchained und The Hateful Eight. Darüber hinaus werden auch Filme in den Blick genommen, bei denen Tarantino am Drehbuch oder an der Regie beteiligt war wie True Romance, Natural Born Killers, From Dusk till Dawn oder Sin City. Die Interpretationen liefern Informationen zu den Produktions- und Rezeptionshintergründen der Filme sowie eingehende Analysen der Handlung (einschließlich der wesentlichen Referenzen auf die Vorläuferfilme) und der audiovisuellen Gestaltung. Jedes Film-Kapitel wird zudem mit einer detaillierten Szenenanalyse abgeschlossen.
Narration, Gedächtnis und Pathos - zu den Bildern von 9/11
Die Rede von der »Macht der Bilder« in Zeiten des Terrors hat Konjunktur. Wie ist der hegemoniale Bild-Diskurs der Medien angeordnet? Welche gesellschaftlichen Bruchlinien schreiben sich in die Bilder ein?
Zur Freilegung eines Repräsentations-Dispositivs wird der Frage nachgegangen, wie bestimmte Bilder repräsentativ für Ereignisse werden. Ausgehend von diskursanalytischen Methoden werden Verfahren aus den Bildwissenschaften aufgegriffen und anhand eines Bilderkorpus von 1500 Pressebildern zu 9/11, entlang eines Zeitraums von zehn Jahren, angewendet. In der Analyse zeigen sich Beziehungen zwischen den Bildern als narrative Anordnungen, Prozesse von Interikonizität und ihre emotionale Wirkung über die Pathosformel Aby Warburgs. Die zentralen Themen der Studie sind kollektives Bildergedächtnis und kollektives Trauma, Prozesse der Identitätsbildung sowie ideologische Funktionsweisen der Bilder.
Der italienische Stummfilm und Bildtraditionen des 19. Jahrhunderts
Author: Bruno Grimm
Wie kann man im Medium Film Geschichten erzählen? Hollywood orientierte sich an der Dramaturgie des Theaters, in Italien griff man auf die Bildprogramme des 19. Jahrhunderts zurück.
L’Inferno war der erste Langfilm weltweit, Quo Vadis? und Die letzten Tage von Pompeji die ersten Romanverfilmungen mit einer Länge von zwei Stunden. Über diese wurde bis hin zu Cabiria ein Erzählkonzept entwickelt, welches sogar dem frühen Hollywoodkino als Orientierung diente. Der Rückbezug auf Historiengemälde, Photographien, Buchillustrationen oder Laterna-Magica-Programme erweist sich über die 1910er Jahre hinaus als prägend für die italienische Filmgeschichte. Ohne die anhand zahlreicher Bildbeispiele analysierte Frühgeschichte des italienischen Kinos sind selbst die Erzählformen des Neorealismus oder der Monumentalfilme der 50er und 60er Jahre nicht denkbar.
Texte zu Film, Medien, Kunst und Kultur
Series:  Film Denken
Film ist ebenso vielgestaltig wie wandlungsfähig: Er ist ein Medium, das die Massen adressiert, und ein ästhetisches Phänomen, das die Wahrnehmung herausfordert. Film ist Medium der Geschichte und der Politik, der Kultur und des Denkens gleichermaßen. In ihren einflussreichen Texten geht Gertrud Koch den unterschiedlichen Facetten des Films nach und nimmt seine Verflechtungen mit anderen Medien und Künsten in den Blick.
Ihre verstreut publizierten Aufsätze, aus denen der Band eine Auswahl versammelt, werden hier erstmals einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. In der Auseinandersetzung mit Bilderverbot und Holocaust, Affekt und Wahrnehmung, Trauma und Experiment, Körper und Erinnerung, Recht und Sexualität, Berührung und Erschütterung, Deixis und Kultur und vielen weiteren Themen erschließen die hier zusammengestellten Arbeiten, die den Leser zu einem Abenteuer des Denkens einladen, die politische, philosophische und ästhetische Komplexität des Films und benachbarter Medien.
Dramaturgie und Ästhetik einer Fernsehserie. 2. Auflage
Series:  Merz Akademie
Mit BREAKING BAD ist dem Creator und Showrunner Vince Gilligan eine bahnbrechende Innovation gelungen: mit der haarsträubenden Story von einem unscheinbaren Chemielehrer, der von der Not getrieben zum Drogenkoch und zur lebenden Gangsterlegende mutiert, werden die Möglichkeiten der Langform-Erzählung zur Schilderung einer extremen Entwicklung einer Figur maximal genutzt.
Das Buch befasst sich in unterschiedlichen Essays mit den dramaturgischen und erzählerischen Eigenschaften der Fernsehserie, die neue Maßstäbe auf dem Gebiet des Scriptwriting aufstellt. Implizite Dramaturgie, popkulturelle Referenzialität, extreme Figurenentwicklung und metaphorisches Erzählen – Stichworte und Themen, die in diesen Analysen eine zentrale Rolle spielen. Der Bericht von einem Besuch am Set von BREAKING BAD in Albuquerque gibt Einblicke in Arbeitsweisen und Haltungen des Creators und seines Teams.
Einführung in seine Filme und Filmästhetik
Series:  directed by
»Alfred Hitchcock dominiert die Filmgeschichte wie Napoleon: Unbeirrbar, enigmatisch und schonungslos sich selbst vermarktend. « (Bryony Dixon/British Film Institute 2012) Der Name »Alfred Hitchcock« steht für ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk: Filme wie The 39 Steps, Rear Window, Vertigo, Psycho oder The Birds sind als Klassiker in das kollektive kulturelle Gedächtnis eingeschrieben. Zugleich hat Hitchcock sich selbst als unverwechselbare Ikone inszeniert; ein Star, der mit viel Ironie und schwarzem Humor seine filmischen Welten (an)moderiert und orchestriert. Es gibt wohl keinen anderen Filmregisseur, über den so viel geschrieben worden ist. Auf der Basis neuester Forschung bietet Franziska Heller eine Relektüre in Form exemplarischer Filmanalysen. Sie wirft überdies einen genauen Blick auf die mediale Rezeption der Filme. Welche Bedeutung haben Spielfilme (Biopics), Remakes, Sequels, Parodien wie auch Praxen der Filmrestaurierung und der digitalen Distribution für unsere Wahrnehmung von Hitchcock und seinen Filmen heute?
Automatismen in der Repräsentation von Krisen- und Katastrophenereignissen
Author: Tobias Conradi
Krisen und Katastrophen verweisen auf die Grenzen dessen, was denk- und sagbar ist. Schockhaft durchbrechen sie den Alltag und fordern heraus, was bis dahin für Normalität gehalten wurde. Fernsehnachrichten reagieren, indem sie das Ereignis als einzigartig, unerwartbar und nie dagewesen beschreiben; um es dann doch in bestehende Ordnungsmuster einzugliedern. Zugleich werden die entsprechenden Ordnungsmuster modifiziert und angepasst. Der Band untersucht vor dem Hintergrund des Konzepts diskursiver Automatismen, wie Schemata, Stereotypen und Routinen dafür sorgen, dass Krisen und Katastrophen repräsentierbar und in alltägliche Fernsehnachrichten integriert werden. Am Beispiel der Berichterstattungen über den Hurrikan ›Katrina‹, die Londoner 7/7-Anschläge und den Absturz eines Air-France-Flugzeugs wird das Zusammenspiel von diskursiver Kontinuität und Dynamik analysiert.