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Series:  Film Denken
Vier Leitkonzepte der Film-Philosophie werden vorgestellt: der Affekt, die Agentur, die Aufhebung und das Außen. Entwickelt und erprobt werden diese Konzepte in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Filmen, insbesondere mit einer der spektakulärsten Filminstallationen der letzten Jahre, Christian Marclays »The Clock«.
Film-Philosophie hat es mit zweierlei Problemstellung zu tun: Zum einen mit Fragen, die den Status des bewegten Bildes als eines eigenwilligen Gegenstands der Wahrnehmung und der Erfahrung betreffen sowie die Natur des kinematographischen Raums und der filmischen Zeit, die Spezifik der filmischen Logik oder der audiovisuellen Argumentation. Zum anderen mit weiter ausgreifenden Fragen, wie derjenigen nach dem Menschen, nach dem Ästhetischen, nach dem Wissen oder der Geschichte, nach der Ordnung der Dinge. Am Kreuzungspunkt dieser beiden Tendenzen sind die hier versammelten Essays und ihre Leitkonzepte situiert.
Internationale Photographische Ausstellung Dresden 1909
Author: Franziska Brons
Die Geschichte des photographischen Bildes ist untrennbar mit der Frage nach seiner Ausstellung verbunden. Die Internationale Photographische Ausstellung Dresden 1909 hat das Wissen um das Medium an einem einzigen Ort gebündelt. Ob gerahmt an der Wand, ausgelegt in Vitrinen, arrangiert auf Tafeln oder Buchseiten, ob mittels Kameras und anderer Apparate oder durch dekorative Gestaltungsprogramme: Die sogenannte Ipha präsentierte das gesamte Spektrum photographischer Erscheinungsformen und Anwendungsgebiete. Die Rekonstruktion der Dresdner Weltausstellung führt vor Augen, welche Modelle und Methoden der Exposition entwickelt und eingesetzt wurden, um Photographien überhaupt als Kunstwerke, Waren, Dokumente, technische Produkte und wissenschaftliche Erkenntnisträger zu definieren. Zugleich machen umfassende Fallstudien zu Postkarten, Plakaten, den Streifen des frühen Kinos sowie zu den von Brieftauben eingeflogenen Ansichten des Geländes deutlich, dass die modernen Bilder einer Ausstellung die Grenzen eines abgesteckten Parcours immer schon überschritten. Wie die Konstellationen von Exponaten überdauern auch sie nur als Fragmente eines ephemeren Ereignisses, das bleibende Spuren hinterließ.
Arbeit in der Filmkomödie von den Lumières bis Chaplin
Series:  vita activa
Während der Stummfilmära scheint sich die Komödie am Thema Arbeit abzuarbeiten. Mit der Untersuchung dieses Phänomens, das in Anbetracht der weitgehenden Absenz der Arbeit im Tonfilm als besonders spannend gelten kann, wirft das Buch neues Licht auf ein altes Genre.
Charlie Chaplin etwa karikiert die Arbeit am Fließband, René Clair persifliert Parallelen zwischen Arbeit und Gefängnis, F.W. Murnau stellt die Verschmelzung von Arbeit und Identität als grotesk dar, King Vidor führt die Arbeit in der Filmindustrie ad absurdum. So offensichtlich es ist, dass die Stummfilmkomödie ein überaus produktives Verhältnis zum Arbeitsmotiv unterhält, so sehr verwundert es, dass kaum Erkenntnisse zum Themenkomplex existieren. Die Studie beleuchtet daher den genuinen Zu-sammenhang zwischen Arbeit und Komik. Inwiefern machten Chaplin, Keaton, Lloyd u.a. Aspekte der Arbeit für das Lachen nutzbar? Aus welchen Gründen war die Vorgehensweise so attraktiv für die Stummfilmästhetik?
Genre und Serie bilden wesentliche Ordnungsschemata, unter denen filmische und televisuelle Werke organisiert, produziert, vermarktet, wahrgenommen und bewertet werden.
Die Beiträge des Bandes reflektieren diese Schemata ebenso im Hinblick auf ihre historische und intertextuelle Dynamik wie in Bezug auf ihre Funktion als Schablonen film-, fernseh- und medienwissenschaftlicher Untersuchungen.



Genre und Serie bilden wesentliche Ordnungsschemata, unter denen filmische und televisuelle Werke organisiert, produziert, vermarktet, wahrgenommen und bewertet werden.
Die Beiträge des Bandes reflektieren diese Schemata ebenso im Hinblick auf ihre historische und intertextuelle Dynamik wie in Bezug auf ihre Funktion als Schablonen film-, fernseh- und medienwissenschaftlicher Untersuchungen.



Author: Bernd Stiegler
Portraits von Photographen erwartet man zumeist als Bilder, die von ihnen selbst oder von anderen aufgenommen wurden. Bernd Stiegler nimmt sie in Gestalt von Essays in den Blick und lässt dabei schlaglichtartig ein Jahrhundert Photographiegeschichte Revue passieren.
Vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart werden in zehn photographischen Portraits höchst unterschiedliche Erkundungen des Photographischen vorgestellt. Was kann und was soll die Photographie leisten? Was ist die Aufgabe der Photographie? Das sind die leitenden Fragen dieser Essays. Der Bogen reicht u.a. von der Kunstphotographie Alvin Langdon Coburns und der neusachlichen Photographie eines Albert Renger-Patzsch über die russischen Photographen Alexander Rodtschenko und Boris Mikhailov bis hin zur generativen und konkreten Photographie Gottfried Jägers und zeitgenössischen Photographen wie Michael Reisch oder Philipp Goldbach.
Zu den Grenzen von Planbarkeit
Planung gerät in einer immer komplexer werdenden Welt an ihre Grenzen. Der Band fragt nach Kulturtechniken, die an den und jenseits dieser Grenzen den Umgang mit Unplanbarkeit ermöglichen. Eine der Grundannahmen der Automatismen-Forschung ist, dass ein immer größerer Anteil der gesellschaftlich relevanten Strukturen entsteht, wo der Raum bewusster Planung endet. Planung stellt damit zumindest eine, wenn nicht die Kontrastfolie des Automatismen-Konzepts dar. Dies birgt die Frage, was »geplante Prozesse« sind. Dem Planungsbegriff in seiner diskursiven Breite und historischen Tiefe nachzugehen, ist eines der Vorhaben dieses Bandes. Doch wo hört Planung auf und wie ist die Grenze zum Ungeplanten beschaffen? Die Beiträge des Bandes untersuchen sowohl Planungstechniken und deren Grenzen, als auch Kulturtechniken, die die klassische Planung abgelöst haben und die »weiche« Konzepte der Steuerung oder des Umgangs mit Unplanbarkeit entwickelt haben.
Series:  Film Denken
Author: André Wendler
Das Buch untersucht das Verhältnis zwischen Geschichts-Filmen und traditionellen Formen der Geschichtsschreibung. Dabei werden Anachronismen als die Schaltstellen begriffen, an denen jede Historiografie auf ihre eigene Medialität stößt.
Das milde Lächeln der HistorikerInnen für historische Spielfilme kritisiert zumeist deren Anachronismen. Ein genauer Blick auf die Geschichte der Geschichte zeigt aber, dass diese Einstellung zu Anachronismen selbst historisch gewachsen ist. Anachronismen verweisen auf die Medien, mit denen Geschichte geschrieben, erzählt, gefilmt, gebaut oder gemalt wird. Filme als zeitgebende Bilder verändern die Zeit der Geschichte und ihre Angst oder Begeisterung für Anachronismen. An Filmen von Martin Scorsese, Jean Marie Straub und Danièle Huillet, Joseph L. Mankiewicz und Derek Jarman wird gezeigt, wie filmisches Geschichtsbewusstsein auf die Leinwand kommt.
Medientheorie und Ästhetik des Videospiels
Diese Arbeit überträgt erstmalig die zentralen Konzepte der Filmtheorie von Gilles Deleuze in umfassender Weise auf die Analyse von Video- und Computerspielen. Aufbauend auf der Zeit- und Wahrnehmungstheorie Henri Bergsons und der Videophilosophie Maurizio Lazzaratos werden Videospiele als »Zeitkristallisationsmaschinen« untersucht, die Wahrnehmungen, Erinnerungen und Affekte beeinflussen. Mit dem Begriff des videologischen Intervalls wird dabei ein Rahmen gespannt, der die elektronische Differenzmodulation von Wahrnehmungseindrücken mit dem offenen Horizont neuer Handlungsmöglichkeiten und der Produktion virtueller Erinnerungen verknüpft. Entscheidend hierfür sind die neuartigen Verhältnisse zwischen Körpern und Bildern, die in Videospielen erprobt und eingeübt werden. Sie sind beispielgebend für die Strategien, mit denen elektronische Medien hybride Subjektivierungen hervorrufen.
Ästhetische Erfahrung im Kino
Series:  Film Denken
Filme kommen durch eine mechanische Bewegung zustande, doch erst durch die Körper der Zuschauer werden sie lebendig. Mehr noch: Die ästhetische Erfahrung im Kino enthält das Potenzial, unsere Aufmerksamkeit auf das unscheinbare Off der Geschichte zu lenken – als Erfahrung verlorener Möglichkeiten.
Vor dem Hintergrund neuerer Philosophien des Lebens skizziert das Buch aus film-, medien- und kulturtheoretischer Sicht eine alternative Genealogie des Kinos am Leitfaden der Erfahrung. Mechanische Verlebendigung widmet sich Filmen u.a. von Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Hito Steyerl und Todd Haynes, die den Verlust von politischen Lebensformen nach 1968 thematisieren. Die Kinoerfahrung wird dabei zum Ereignis, in dem die einstigen sozialen Bewegungen nach ihrer Stillstellung verlebendigt werden.
Von Twin Peaks bis Mad Men
Das Bekenntnis, ›seriensüchtig‹ oder gar ein ›Serienjunkie‹ zu sein, gilt schon längst als Indiz für anspruchsvolle Unterhaltung und anregenden Kulturgenuss.
Sogenannte ›Qualitätsfernsehserien‹ oder auch ›Autorenserien‹ machen mittlerweile selbst diejenigen süchtig, die dem Fernsehen gegenüber stets als immun galten – aus Gründen, denen der vorliegende Band nachspürt. Er widmet sich 13 Serien, die in den letzten Jahren von sich reden gemacht haben, darunter The Sopranos, Six Feet Under, The Wire, Deadwood und Gilmore Girls. Zu großen Fernseherzählungen bietet er ausführliche Lektüren.