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Impulse aus Elementarer und schulischer Musikpädagogik
Die Beiträge dieses Sammelbandes widmen sich aus Sicht der Grundschulmusikpädagogik sowie der Elementaren Musikpädagogik verschiedenen Fragestellungen rund um das Musiklernen in der Grundschule. Dabei werden konzeptionelle, forschungsbasierte und praxisbezogene Perspektiven vorgestellt. Der Band stellt das Ergebnis der Tagung „Musiklernen in der Grundschule – Impulse aus Elementarer und schulischer Musikpädagogik“ (März 2015, Universität Bremen) dar und richtet sich an Lehrkräfte aus Schule und Musikschule sowie Lehrende und Studierende der Elementaren und schulischen Musikpädagogik.
Phänomenologische, hermeneutische und bildungsphilosophische Zugänge
Was ist Musik? Diese musikphilosophische Fragestellung bildet den Ausgangspunkt von Josephine Geislers phänomenologischer Untersuchung, die einen wichtigen Beitrag zur anthropologischen Grundlagenforschung liefert.
Geisler greift in diesem Zusammenhang nicht nur auf die Phänomenologie der Tonwahrnehmung Husserls zurück, sondern auch auf Helmuth Plessners ästhesiologische Schriften, die bisher kaum rezipiert wurden. Auch Günther Anders' musikphänomenologische Habilitationsschrift - noch nicht veröffentlicht und daher wenig bekannt - dient als theoretische Grundlage. Anhand dieser drei Autoren legt die Arbeit mit den Kategorien Zeitlichkeit, Leiblichkeit und Gestimmtheit anthropologische Konstanten des Verhältnisses Mensch-Musik frei und verweist damit auf den normativen Eigensinn des besonderen Wahrnehmungsereignisses Musik.
Bildanschauungen und Blickoperationen mit Martin Heidegger und Michael Brötje
Author: Jürgen Stöhr
Im Zentrum des Buches steht ein bisher unberührtes Vermächtnis: die kunstwissenschaftlichen Schriften von Michael Brötje. In ihnen kann man eine fast vergessene Innovativität bildtheoretischen Denkens entdecken.
Brötje war eine aus der Zeit gefallene Ausnahmeerscheinung, ein wunderbares Fossil. Einerseits ging es in seinen genial akribischen und kühn-exzessiven Bildanschauungen permanent um ein Klima der Transzendenz und Evidenz. Andererseits erlebt man ein phänomenologisches Detailsehen, das vielen zeitgeistigen Tendenzen weit überlegen ist. Jürgen Stöhr nähert sich diesem zwiespältigen existential-hermeneutischen Erbe in einer dekonstruktivistischen Lektürebewegung an und stellt das Ganze in einen fiktiven narrativen Rahmen. Denn um das bildanalytische Vermächtnis aufnehmen und aktualisieren zu können, bedarf es eines ironischen Verfahrens, das ständig zwischen getreuem innerem Nachvollzug und systematischer Distanz in der Schwebe bleibt. Acht konkrete und ausführliche Bildbetrachtungen von Meisterwerken von Giotto über Caravaggio und Dürer bis van Gogh erläutern und erproben dabei das methodische Vorgehen.
Das Helldunkel in Malerei und Film
Zwischen der Malerei der Frührenaissance und dem Film der 1920er bis 1940er Jahre gibt es deutliche Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. In beiden verschiedenen Medien gewinnen jeweils andere Aspekte von Realitätskonzepten an Bedeutung. Es ist in diesem Zusammenhang sinnvoll, von einer Konkretisierung künstlerischer Gestalt aus der Materie auszugehen. Unter dem Begriff der Apparition, d. h. der grundsätzlichen Möglichkeit des Erscheinens und Auftauchens von Körpern im Bild, kann diese in der vorliegenden Arbeit fruchtbar gemacht werden. Welchen Vorteil aber hat die Verwendung des Begriffs der Apparition gegenüber üblicheren Umschreibungen wie der figürlichen oder der körperlichen Darstellung genau? Warum erscheint das Helldunkel für eine Analyse der Apparition besonders geeignet? Welchen Mehrwert bietet dabei der Vergleich von Malerei und Film?
Das Dokument in den Künsten
Welche dokumentarischen Verfahren lassen sich in den Künsten ausmachen? Wie werden Dokumente produziert, arrangiert, montiert und transformiert? Wie erzeugen dokumentarische Praktiken Evidenzeffekte?
Seit einigen Jahren zeichnet sich in den Künsten ein zunehmendes Interesse an dokumentarischen Praktiken ab. Das Dokumentarische bezeichnet die Relationen zwischen Dokumenten, KünstlerInnen und BetrachterInnen, in und durch die künstlerische Bezüge zur Lebenswelt verhandelt werden. Der Begriff der Evidenz ist in diesem Kontext geeignet, Verfahren der Sichtbarmachung und Darstellung sowie Strategien der Beglaubigung, des Beweises zu untersuchen, wie sie für dokumentarische Praktiken kennzeichnend sind. Damit treten jene Ambivalenzen von Augenfälligkeit, Opazität, Wahrscheinlichkeit, Wahrheit, Fakt und Artefakt in den Blick, die eine einfache Referenzlogik von Repräsentation und Repräsentiertem suspendieren.
Eine Re-Lektüre
Der Musikhistoriker Carl Dahlhaus, eine der prägenden Figuren der westdeutschen Musikwissenschaft nach 1945, gehört zu den wenigen Musikwissenschaftlern, die jenseits der Fachgrenzen international Beachtung fanden.
Dahlhaus gelang es, sein stets musikbezogenes Denken aus einem Horizont zu entwickeln, der Geschichts- und Literaturwissenschaften sowie Philosophie einschloss. Noch immer werden seine Werke im fächerübergreifenden Diskurs zitiert. Parallel zur weltweiten Rezeption begann in den frühen 1990er Jahren eine kritische Auseinandersetzung mit den historiographischen und methodologischen Voraussetzungen von Dahlhaus‘ Musikgeschichtsschreibung. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Herausforderungen unterzieht der Band die Grundlagen der Musikgeschichte einer erneuten Lektüre.
Ist Bazon Brock ein moderner Vorsokratiker? Wie bei ihnen sind es auch bei Brock prägnante einzelne Sätze, die ihn in den letzten Jahrzehnten zu einer der streitbarsten Gestalten der Kunstwelt machten. Rund 25 Philosophen und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen haben nun jeweils einen Satz aus Brocks Werk ausgewählt, um sein Denken in den Blick zu nehmen.
Eine hebräische Bühne in der Weimarer Republik
Series:  Makom, Volume: 12
Author: Shelly Zer-Zion
Translator: Markus Lemke
Das Buch erforscht die Beziehungsnetzwerke, die die Habima, eine in Moskau gegründete zionistische Theatergruppe, mit der kulturellen und wirtschaftlichen deutsch-jüdischen Elite in Berlin entwickelte.
Die Habima ist vor allem durch ihre heroische Gründungsgeschichte als hebräische Theatergruppe aus Moskau bekannt. 1926 verließ die Habima die sowjetische Hauptstadt, verarmt, kurz vor der Auflösung. Bis 1931 tourte sie in Europa, in Mandatspalästina und in den USA. Berlin wurde vorübergehende Heimstätte der Truppe. Das Buch untersucht, wie sich Mitglieder der deutsch-jüdischen Elite in Berlin – Künstler, Theaterschaffende, zionistische Aktivisten, Intellektuelle, wohlhabende Kaufleute, Industrielle und Bankiers – zu einer Interessengemeinschaft für die Habima zusammenschlossen und die hebräisch-zionistische Theaterkultur gestalteten.
Index – Bild – Theorie
Fotografische Bilder üben nach wie vor eine besondere Anziehungskraft aus. Man zweifelt selten an ihnen als Kronzeugen des Realen.
Als theoretisches Werkzeug für diese Zeugenschaft dient das Konzept der Indexikalität. Mit der Entdeckung des Begriffs im Werk von Charles S. Peirce gelingt Rosalind Krauss die theoretische Erfindung eines Konzepts, das in seiner Nachhaltigkeit kaum zu überbieten ist. Bis heute entfaltet es sein Heilsversprechen und sorgt wie kein anderes Konzept für viel Sprengkraft. Roland Barthes inszeniert es mit Raffinesse auf der großen Bühne der Fototheorie und macht es so zu einem allgemeinzugänglichen Theoriebild, obwohl er selbst nie direkt von Indexikalität gesprochen hat. Mirjam Lewandowsky gewährt dem Leser Einblick in die Geschichte der Indexikalität, deren bildtheoretischen und philosophischen Grundlagen und kommt so dem näher, worin die Glaubwürdigkeit von Bildern liegt.
Verweigerte Einblicke - Ausgestellte Innenwelten
»Der malt ja immer das gleiche!« Derart irritiert äußerte sich ein Kritiker über Vilhelm Hammershøis (1864?–1916) stille Interieurbilder. Hammershøis Œuvre war außerhalb Skandinaviens lange Zeit in Vergessenheit geraten und gab schon seinen Zeitgenossen Rätsel auf.
Der Maler beschäftigte sich unablässig mit dem bürgerlichen Interieur und verlieh ihm durch seine monochrome Farbwahl eine ungewöhnliche Melancholie. In den Fußstapfen Jan Vermeers und Caspar David Friedrichs befasste sich Hammershøi mit zentralen Problemen der Interieurmalerei. In der genauen Betrachtung in sich versunkener Figuren, leerer Räume und gerahmter Einrichtungsgegenstände wie Fenstern, Bildern und Spiegeln offenbart sich ein ästhetisches Paradox. Denn hinter den alltäglichen Szenen verbirgt sich eine Grundproblematik der Interieurmalerei, die das Private immer als etwas Ausgestelltes ins Bild bringt.