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Die Bildwissenschaften im Aufbruch
Series:  Bild und Text
Editor: Hans Belting
Je mehr die Bilder in den Blick der Wissenschaften treten, umso dringender wird der Ruf nach Orientierung in einer bereits ausufernden Forschungsliteratur. Der neue Band trägt diesem allgemeinen Wunsch Rechnung, indem er einige der Wortführer miteinander ins Gespräch bringt.
Studien zu Wahrnehmung und Wissen
Series:  Bild und Text
Bilder sind Träger von Figuren und initiieren gleichzeitig auch Prozesse der Figuration. Bild und Zahl blenden sich in der Figur übereinander. Die gegenwärtige Diskussion über die spezifischen Qualitäten des Bildlichen bringt die Begriffe der Figur sowie des Figurativen ins Spiel: Das zeichnet sie als ein Phänomen aus, welches mehrdeutig ist, Strukturen von Wahrnehmung und Wissen durchkreuzt und füreinander durchlässig macht. Ebenso wenig wie das Bild ist auch die Figur nicht mehr einzig von ihrer illustrativen oder narrativen Funktion her zu begreifen. Erkundet man die Figur nicht als konturierte, sondern als bewegte, entfalten sich im Figurativen destabilisierende Kräfte, in denen wiederum selbst Bilder der Veränderung und des Übergangs manifest werden: Eine Figur stellt (noch) kein spezifisches Bild vor Augen, sondern kündigt es immer wieder neu an.
Paragonales Denken, ästhetische Praxis und Diversität der Sinne
Im Wettstreit formieren sich die Künste, spielen sich gegeneinander aus. Diese Produktivität der Konkurrenz anzureizen, ist erklärtes Ziel verschiedenster Kunstpolitik. Der Neid als untergründiger Nährboden des Agon wird im öffentlich ausgetragenen Wettkampf sozialisiert und positiv gewendet. In forcierter Kunstübung artikuliert sich das eigene Profil – der Kunst oder des Künstlers – in direkter Konfrontation mit dem eines anderen Werkes oder Mediums. Neben der Rivalität, die auf die künstlerische Infragestellung der anderen Position zielt, kann sich im Agon auch Anerkennung ausdrücken, wenn etwa ein Vorbild aneignet wird, um es schließlich mit den eigenen Mitteln zu schlagen. Die im Kunstwerk manifeste Austragung von Differenzen im Wettstreit strebt eine Vergleichbarkeit mit der Konkurrenz an; dieser für die Künste als Paragone bezeichnete Wettstreit wird in der ihn begleitenden und ihn bestärkenden Kunsttheorie aufgegriffen und vertieft.
Über Farbpaletten, Fischskelette und falsches Fälschen
Author: Franziska Uhlig
Noch heute widerspricht der Neoimpressionismus den gängigen Vorstellungen von Kunst, weshalb er kaum erforscht ist. Seine die Individualität künstlerischen Han-delns negierenden Arbeitsmaximen wurden um 1900 ebenso breit rezipiert wie Picassos und Duchamps Oeuvre nach 1945. Was hat Ernst Ludwig Kirchner und Wassily Kandinsky dazu bewogen, sich den Auge und Hand völlig normierenden Erfahrungen auszu-setzen? Wieso wurde er von der deutschen Kunstgewerbereform-bewegung in das Projekt einer Erziehung der Nation integriert? Und was besagt die Vielfalt seiner Rezeptionsweisen über unsere Vor-stellungen vom künstlerischen Produzieren? Obgleich als Rezep-tionsgeschichte konzipiert, beschreibt dieses Buch das Paradox eines produktionsästhetischen Wandels, der sowohl Expressionismus und Abstraktion als auch die künst-lerische Adaption der Bedingungen maschineller Industriearbeit hervor-gebracht hat.
In Kunst als soziale Konstruktion beschreibt Hans Dieter Huber, die Bildende Kunst aus der Perspektive der Systemtheorie und des Radikalen Konstruktivismus und entwickelt so ein neues Verständnis der Rolle von Kunst in der modernen Gesellschaft.
Kunst und Wissenschaft scheinen einander auszuschließen: Dort kollektive Erkenntnisproduktion, exakte Methoden und prinzipiengesteuerte Forschung, hier Interventionen, experimentelle Aktionen und singuläre Werke. Wissenschaft, die ästhetisch argumentiert oder ihre Diskurse nach künstlerischen Verfahren organisiert, disqualifiziert sich ebenso wie Kunst, die wissenschaftlich operiert. Erst seit dem 19. Jahrhundert treten beide aber in Konkurrenz zueinander und scheinen mit Intuition und Rationalität getrennte Kulturen zu verkörpern. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wird diese Trennung von medienanalytischen Wissenschaftsdiskursen in Frage gestellt, um dann mit dem Aufkommen der Computergrafik, dem Einsatz digitaler Medien, aber auch dank einer erhöhten Selbstreflexivität der Wissenschaftsdiskurse ab Mitte des 20. Jahrhunderts zur geläufigen Erscheinung zu werden.
Editor: James Elkins
We live in a world saturated in images, and yet a university education is still overwhelmingly linguistic and mathematical. Art history and visual studies, the two disciplines that study images, still work mainly with fine art and mass media. This book, the first of its kind, studies the production and interpretation of images in all the faculties and departments of a university. Fine art is here, and popular culture: but so is biology, speech therapy, the study of medieval inscriptions, of viruses, of whales, of the bottom of the ocean, and even of porcelain teeth and Cheddar cheese. The book contains detailed explanations of the ways images are made and interpreted: it does not popularize or bend different practices into the shape of some over-arching theory. The Introduction is an entirely new theorization of the study of images including a proposal that images can introduce students in all fields—in science and in the humanities—to the full range and unexpected coherence of the university as a whole. Without the study of images, universities are unified in name only: through images, students can find their place in the full spectrum of contemporary intellectual life.
Figuren des Details in Kunst und Literatur
Das Detail kann Nebensache und Überschuss, aber auch Fremd-körper, Schlüssel oder Signatur sein. Doch ehe es den Zugang zum Ku-nstwerk zu eröffnen oder zu stören vermag, muss es selbst auffällig werden und in die Betrachtung Eingang finden. Die in dem Band versammelten kunst- und literaturwissen-schaftlichen Beiträge bewegen sich daher aus verschiedenen Richtungen auf jene Schwelle zu, an der Haupt- und Nebensache, Sichtbares und Übersehenes, Bedeutsames und Be-deutungsloses einander nahe kommen, wo diese Verhältnis-bestimmungen aber auch ins Wanken geraten und sich verkehren können.
Materialien zu Rembrandt und Midrasch
In Anlehnung an jüngste Arbeiten von Georges Didi-Huberman, Gottfried Boehm, Jacques Derrida, Luce Irigaray und Elliot R. Wolfson stellt Almut Sh. Bruckstein Ausschnitte einer erzählenden philosophischen Poesis vor, welche in der Berührung so disparater Materialien wie Rembrandt und Midrasch, Derrida und Talmud, Orhan Pamuk und die via negativa, einen Gestus des Erotischen einfordert. In Briefform und im Umgang mit Rembrandt folgt Bruckstein dem schreibenden Begehren nach einer Grenzüberschreitung des (andro-zentrischen) Territoriums jüdischer Textwelten. Sich auf Wegen der Diss-emination, von aussen her kommend ein Inneres aufsprengend, den Denkwegen der Rabbinen anzu-nähern und diese im Kontext der Bilder methodisch neu zu insze-nieren, ist das Desideratum, welches Vom Aufstand der Bilder aufgreift und einzulösen sucht.
Das Medium der Zeichnung war in der Moderne zahlreichen Krisen ausgesetzt. Die jüngsten Möglichkeiten, Graphiken aus den Rechenleistungen eines Computers zu generieren, markieren nur die vorläufig letzte Station einer Reihe technischer wie ästhetischer Entwicklungen, welche die Fundamente der Zeichnung erschüttert haben. Ausgehend von Krisis und Neuerfindung der Zeichnung in der Moderne diskutieren Vertreter aus Kunstgeschichte, Ästhetik, Literaturwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte die ästhetischen Potenziale der Linie zwischen künstlerischer Expression und wissenschaftlichen Experiment. Zur Debatte steht das metaphysische Erbe der disegno-Lehre, welche die Zeichnung seit der frühen Neuzeit als diejenige Schaltstelle bedachte, die das Denken mit dem Handwerk kurzschließt und den Transfer von Ideen in Sichtbarkeit reguliert. Sind graphische Verfahren bis in die Gegenwart Visualisierungen intellektueller Konzeption? Am Horizont dieser Frage steht der Versuch, die Zeichnung als privilegiertes Medium einer genuin ästhetischen Erkenntnis zu profilieren.