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Rationale, performative und mimetische Verstehensbegriffe in den Kulturwissenschaften
Während ‚Verstehen’ in der Wissenschaftsgeschichte primär als Sprachverstehen, als Verstehen in und durch die Sprache begriffen wird, wird hier mit dem ‚Sinn-Apriori’ sowie mit dem performativen und mimetischen Verstehen eine Grenze gezogen, die vor oder hinter dem Sprachverstehen liegt. Gerade die drei Bereiche des Sinn-Aprioris – das Nicht-Verstehen, die Erschütterung und das Fremde – eröffnen eine andere Dimension des Verstehens jenseits des Sprach-Verstehens über den performativen Vollzug und das mimetische Vermögen.
Von Lou Andreas-Salomé bis Leopold von Sacher-Masoch
Das 19. Jahrhundert prägt uns bis heute. Nationalismus, Imperialismus, Kolonialismus, Industrialisierung, Sozialismus, Historismus, Fortschritts- und Niedergangsstimmung, Genetik und Evolutionstheorie lauten nur einige der aktuell gebliebenen Stichwörter. Das 20. Jahrhundert gefiel sich darin, das vorangegangene in die Vergangenheit verabschiedet und weit hinter sich gelassen zu haben. Nachdem es selbst vergangen ist, können wir auch das 19. Jahrhundert wieder mit anderen Augen sehen. Der Band erweist seine Bedeutsamkeit für die Gegenwart an herausgehobenen und beispielhaften Persönlichkeiten.
Der menschliche Faktor der Finanzkrise
Mitte September 2008 läutete der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers den Beginn einer der größten Finanzkrisen aller Zeiten ein. Auch heute noch herrscht unter Experten große Uneinigkeit, was die Ursachen der Krise waren. Gier wurde dabei eher strukturell als »Geist des Kapitalismus« und insbesondere des Finanzkapitals diskutiert, nicht als menschliche Versuchung und als Schwäche.
Heinz-Kurt Wahren stellt dagegen den menschlichen Faktor in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Hierbei wird die Gier – und ihre Beziehung zu Finanzkrisen – aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. So kann Wahren klären, inwieweit sie zur Erklärung von Finanzkrisen taugt und in welcher Beziehung sie zu anderen Erklärungsansätzen steht, welche Quellen die Gier hat, in welchem Klima sie gedeiht, was sie fördert, mitunter auch besonders explosiv werden lässt, wie sie individuell und gesellschaftlich wirkt, welche Folgen das auf die Entwicklung von Finanzkrisen hat, und wie man die Gier dämpfen oder einhegen kann.


Aus dem Inhalt:

EINLEITENDE BEMERKUNGEN
EIN KURZER RÜCKBLICK AUF VERGANGENE KRISEN
RISIKEN WURDEN FALSCH BEWERTET UND VERDRÄNGT
VERURSACHT DIE GIER (WIRKLICH) FINANZKRISEN?
DIE GIER IM ANTIKEN GRIECHENLAND
DIE GIER AUS THEOLOGISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS ANTHROPOLOGISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS SICHT DER POLITISCHEN ÖKONOMIE
DIE GIER AUS PHILOSOPHISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS ÖKONOMISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS SOZIOLOGISCHER PERSPEKTIVE
DIE GIER AUS PSYCHOLOGISCHER PERSPEKTIVE
WANN WIRD GEWINNSTREBEN ZUR GIER?
WIE ENTSTEHT GIER?
DIE ROLLE DER MEDIEN
DER GIERIGE ALS KUNSTFIGUR
MORAL: BRAUCHT MAN DAS?
SYSTEMISCHE WECHSELWIRKUNGEN
WAS TUN?
WIE GEHT ES WEITER?
In der mittelalterlichen Ordenslandschaft bestand ein erstaunliches Spannungsverhältnis zwischen Stetigkeit und Wandel. Vom frühmittelalterlichen Mönchtum zur Zeit der Langobarden und Karolinger bis hin zur Ordenslandschaft der Franziskaner und Augustiner im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit wird das Verhältnis von Kontinuität und Diskontinuität beleuchtet. Themen sind u.a. die Verschiebung des monastischen Lebens, die Kontinuitätsstiftung in englischen Benediktinerklöstern und die Kontinuitätsdarstellung in der Ordenschronistik des Hoch- und Spätmittelalters.
Wirkungsästhetiken des Theaters
Ästhetische Erfahrungen haben Wirkungen: einerseits auf ihre Subjekte, andererseits auf gesellschaftliche Gruppen und politische Prozesse.
Seit den Avantgarden hat das Theater mehr als andere Kunstformen wirkungsästhetische Projektionen auf sich gezogen. Wenn es um Wirkungen von Theater geht, werden in den ästhetischen Diskursen der Moderne sowohl riskante Krisenerfahrungen als auch hochgespannte Heilungserwartungen heraufbeschworen – oft als zwei Seiten derselben Medaille: die Krise ist die Heilung; die Heilung ist die Krise. Welche Versprechungen und welche Enttäuschungen mit dieser Diskursfigur verbunden waren, diskutiert die Studie im Blick auf Theater- und Performancekunst im 20. Jahrhundert, politische Theatralität, Theatertherapie und social theatre.

Die wichtigsten Strukturmerkmale, Zäsuren und Hauptabschnitte der Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts werden in dieser die Reihe abschließenden Gesamtdarstellung kompakt vorgestellt.
Zum ersten betrifft das Politische Kultur, Unternehmenskultur und Sozialkultur. Zum zweiten geht es um Dimensionen und Räume kulturellen Handelns: Religionen und Glaubensvorstellungen, Rechtskultur, Erziehungs- und Bildungskultur, Alltagskultur sowie Raumkultur. Drittens gilt die Aufmerksamkeit produktorientiert zentralen kulturellen Sektionen: Werbekulturen, Literarischen Kulturen, Musikkulturen, dem Verhältnis von Kunst und Kultur, Kinderkulturen und Medienkulturen im Wandel.
Damit werden komplementär zu Querschnitten nach Jahrzehnten übergreifend die großen Entwicklungsstränge eines aufregenden Jahrhunderts entfaltet.
Was ist der Hintergrund des Aufruhrs in der arabischen Welt? Woher kommt der Zorn der jungen Männer?
Auf der Suche nach Erklärungen für dieses Phänomen vergleicht Heiner Mühlmann die arabische mit der europäischen Kultur und kommt zu eindeutigen Ergebnissen: Es ist die Übermacht der Männer im Alter von 15 bis 29 Jahren, deren Aggressionspotential durch die generationenübergreifende arabische Sexualmoral angefacht wird. Dieses Aggressionspotential scheint messbar, seine Folgen determiniert zu sein. Der Vergleich führt aber auch zu interessanten Erkenntnissen über die europäische Kultur. Gerade weil die Europäer sich selbst für aggressionslos halten, ist ihre Aggressivität heimtückischer. Besonders auffällig ist, dass die arabisch-islamische Aggressivität die Erscheinung der individuellen Tugend hat, dass dagegen die europäische Aggressivität institutionell funktioniert. Sie steckt nicht in den Europäern selbst, sondern in der Struktur ihrer Staatseinrichtungen.
Die Suche nach der Innenperspektive und ihre epistemologischen Folgen
Series:  Trajekte
Mit dem wachsenden Interesse für die Vorgänge des Lebendigen im 19. Jahrhundert rückten auch subjektive Erfahrungen in den Bereich lebenswissenschaftlicher Forschung.
Damit wurde nicht zuletzt die Frage nach der adäquaten Perspektive virulent, von der aus sich ein Wissen über diese Innerlichkeiten generieren ließe.
Das Buch nimmt in drei Fallstudien das neurologische Selbstexperiment Henry Heads, Jacques-Joseph Moreau de Tours’ psychiatrische Versuche, den Wahnsinn mit Haschisch zu modellieren, und Benjamin Paul Bloods philosophisch ambitionierten Lachgaskonsum in den Blick, deren Protagonisten sich allesamt dafür entschieden die Innenperspektive einzunehmen und an sich selbst zu experimentieren.
Materialien und Praktiken visueller Welterzeugung
Ein Kartograph zeichnet nicht die Welt wie sie ist, sondern veranschaulicht eine Idee von ihr. Mit seinen Karten erzeugt er eine eigene visuelle Welt.
Mithilfe kritischer Rekonstruktionen werden die Absichten und Beweggründe der Kartographie bestimmt. Sie zeigen sich insbesondere anhand der kartographischen Praktiken; denn ein Kartograph muss nicht nur messen und zeichnen, er muss auch abstrahieren, projizieren und vermarkten. Unter den 14 Beiträgen gibt auch ein erstmals veröffentlichter Arbeitsbericht des Gothaer Kartenstechers August Kramer einen Einblick in die Werkstatt des Kartographen.
Auf der Spur des Realen
Eine der zentralen Unterscheidungen in der Philosophie und Theorie ist die zwischen der nicht-sinnhaften und der sinnhaften Sphäre. Auf der einen Seite gibt es die Welt der Dinge und Körper – auf der anderen Seite die Welt der Bedeutung, die man ihnen beilegt, indem man sie in Worte fasst. Der Titel 'Weltliche Wallfahrten' kommt von selbst der religiösen Begrifflichkeit entgegen: Begriffen also, die bei Weiterverwendung in ›weltlichem‹ Kontext ins Metaphorische umschlagen. So fällt Licht auf die religiösen Unterströmungen der Medientheorie. Zudem greift das Thema aktuelle Diskussionen auf: etwa die Diskussionen um ›Präsenz‹ und ›Stimmung‹ (Hans Ulrich Gumbrecht), ›Erscheinen‹ (Martin Seel), ›Aura‹ (Dieter Mersch) oder 'Evidenz' (Helmut Lethen).