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Historizität und Anachronie in der Gegenwartskunst
Kunstwerke eignen sich hervorragend zur Verkehrung chronologischer Abfolgen und zur Überbrückung historischer Distanzen. Sie können auf widersprüchliche zeitliche Modalitäten rekurrieren und chronologische Ordnungen durcheinander bringen.
Wenn sie vergangene Bildsprachen wiederbeleben oder eigenmächtig kunsthistoriographische Modelle hervorbringen, positionieren sich künstlerische Arbeiten mitunter in Konkurrenz zu den Kunstwissenschaften. Dieses Durchdringen künstlerischer und kunstwissenschaftlicher Praxis, benannt im Kunstwort „Kunstgeschichtlichkeit“, steht im Zentrum des Bandes. Welche Methoden und Figurationen des Geschichtlichen dabei eingesetzt werden, zeigen die versammelten Beiträge und diskutieren so das aktuelle Geschichtsbewusstsein der Gegenwartskunst aus einer kunsttheoretischen Perspektive als Teil einer grundlegenden kulturellen Neuorientierung.
Quentin Massys' Goldwäger und die altniederländische Malerei
Author: Holger Kuhn
Wie sieht der Wert des Geldes aus? Diese Frage stellt Quentin Massys im Gemälde des Goldwägers und seiner Frau, das im Zentrum von Holger Kuhns Studie steht, die den Zusammenhang von Ökonomie, Religion und Visualität um 1500 erforscht. Das Antwerpener Kaufmannsbild verleiht dem Kaufmann ein Gesicht, das als populäre Ikone einer scheinbar profanen Ökonomie gilt. Demgegenüber untersucht Kuhn einen Schwellenbereich, in dem Sakrales und Profanes nicht zu trennen sind. Geld ist in Religion und Theologie tief verwurzelt. Es ist abhängig von Glauben und Beglaubigung. Monetäre Medien wie Münzen können verborgene Verwandtschaften mit religiösen Bildmedien offenbaren. Beide machen Unsichtbares sichtbar, sei es den Wert des Geldes, sei es den unsichtbaren Gott. Der Zusammenhang von Bild, Geld und Gott wird nicht nur aus kunsthistorischer Perspektive untersucht, sondern in einem Netz aus kulturhistorischen Diskursen und medialen Praktiken verortet.
Zur kultur- und wissensgeschichtlichen Erforschung der musikalischen Körperkommunikation
Series:  Trajekte
„Ausdrucksgebärden“ werden seit Darwins Expression of Emotion in Man and Animal zu einem häufig gebrauchten Synonym für körperliche, gestische und stimmliche Re-flexhandlungen und Bewegungen. Diese stehen auch in Verbindung mit der Konzeption, Produktion und Darbietung von Musik.
In einer epochen- und kontinentübergreifenden Darstellung nimmt dieses Buch den kultur- und wissensgeschichtlichen Kontext dieser von der konventionellen Historiographie oftmals an den Rand gerückten Bewegungen der Hände und des Gesichts zur Musik, aber auch von „Klanggebärden“ wie dem Schreien oder Weinen in den Blick.
Auf welche Weisen setzen sich die Künste mit ökologischen Fragen auseinander? Welche Vorstellungen von Naturen und Umwelten kommen im Verhältnis von Ökologie und Künsten zum Tragen?
Ökologie ist in den letzten Jahren in den Sozial-, Kultur- und Kunstwissenschaften und auch in den Künsten selbst zu einem Schlüsselthema geworden. Dies zeigt eine Vielzahl von künstlerischen Arbeiten, die sich mit Fragen des Lebensraums, der Gestaltung von Natur- und Stadträumen und den Materialitäten der Umwelt auseinandersetzen. Vor diesem Hintergrund nehmen die Beiträge des Bandes die Strategien und Formen in den Blick, in denen ökologische Themen künstlerisch aufgegriffen, verhandelt und in Szene gesetzt werden. Sie zeigen, wie Klima- und Umweltveränderungen sowie deren Folgen für die Lebens- und Handlungsbedingungen in künstlerischen Szenarien erprobt und durchgespielt werden.
Mit Beiträgen u.a. von Hartmut Böhme, Bruno Latour, Friedrich von Borries, Evi Zemanek und Benjamin Bühler.
Sprachen der Freundschaft und die Kunst des Porträts 1370–1520
Author: Hannah Baader
Die Studie untersucht die Bedeutung vormoderner Theorien und Praktiken der Freundschaft für eine Geschichte des männlichen Porträts. Sie fragt nach der Rolle der Denkfigur der Freundschaft für die Konstruktionen des Selbst, das künstlerische Selbstverständnis, die Ökonomie des Kunstwerks, sowie für die Entstehung neuer Darstellungsformen.
Erfahrungsräume der Kunst
Ästhetische Erfahrungsräume sind als Zwischenräume zu begreifen, die sowohl Aspekte des realen als auch des gedachten Raums aufweisen. Die Entgrenzung der Künste hat im 20. Jahrhundert dazu geführt, dass oftmals unterschiedliche Raumkonzepte innerhalb derselben künstlerischen Arbeit aufeinandertreffen. Welche Eigenschaften und Potenziale sich hieraus ergeben, ist die Frage, welcher der Band nachgeht.
Die Beiträge erörtern Raumerfahrungen zwischen An- und Abwesenheit, Selbst- und Weltbezug, zwischen sinnlichem Erleben und gedanklicher Reflexion, zwischen Immersion und Distanzierung. Damit sind sie Ausdruck einer Komplexität, die nicht nur das Verhältnis der Künste untereinander, sondern auch die soziale Lebenswelt auszeichnet, auf die sich die künstlerische Arbeit heutzutage bezieht.
Festschrift für Christian Speck zum 60. Geburtstag
Die vorliegende Studie liefert ein Panorama der deutsch-italienischen musikalischen Landschaft zwischen 1750 und 1830. Haydn, Mozart und Beethoven haben sich in unterschiedlicher Weise, jedoch gründlich mit der Musiknation Italien auseinandergesetzt: Der italienischen Präponderanz vokaler Komposition setzt Wien den Schwerpunkt instrumentalen Musizierens entgegen, wobei beide Seiten voneinander lernen und profitieren. Insbesondere Bianchi, Clementi, Jommelli und Boccherini stehen auf der italienischen Seite des Dialogs und im Blickpunkt dieses Buches. Die Beiträge erhellen exemplarisch die Verhältnisse auf den Gebieten der Satz- und Besetzungstechnik, der vokalen und instrumentalen Gattungstraditionen, der Quellensituation und der Aufführungsgeschichte.
Zur Ideengeschichte des menschlichen Schöpfungsvermögens
Author: Melanie Kurz
Was ist Inspiration? Und wie entsteht der zündende Gedanke in den Köpfen von Kreativen, Forschern und Entwicklern? Diese Fragen beschäftigen die Menschheit seit dem Altertum.
Bereits vor etwa 3000 Jahren waren die wesentlichen Voraussetzungen für geistiges Schöpfungsvermögen bekannt. Doch dieses Wissen wird bald verdrängt, denn der geistig Schöpfende selbst hat großes Interesse an der Verschleierung der Wahrheit. So entspinnen sich im Laufe der Kulturgeschichte immer neue, meist politisch intendierte Geschichten rund um den Inspirationsprozess und um die Schöpferperson. Ein Ende dieser Verklärungen ist nicht absehbar. Aus diesem Grund widmet sich das vorliegende Buch den Irrwegen des Inspirationskonzepts sowie den ersten vier Musen, deren Namen für die tatsächlichen intrinsischen Vorgänge bei der Ideengenerierung stehen.
Beethoven, Schumann und die romantische Ironie
Author: Florian Kraemer
Am Beispiel Beethovens und Schumanns untersucht Florian Kraemer den Zusammenhang zwischen Ironie und Illusionsbrechung in der Musik des 19. Jahrhunderts.
Illusionsbrüche sind in der romantischen Literatur keine Seltenheit. In Tiecks Theaterstücken beispielsweise fallen manche Figuren »aus der Rolle« und inszenieren ein paradoxes Spiel, in dem die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit zunehmend porös wirken. Die Kunst setzt sich in solchen Momenten gleichsam selbst aufs Spiel und fragt nach den Bedingungen und Grenzen ihrer »künstlichen« Existenz. Dass ähnliche Phänomene auch in der Musik existieren, ist die zentrale These dieses Buchs: In einigen Kompositionen Beethovens und Schumanns scheint eine Ebene »jenseits« des Stücks ins Stück einzubrechen. Ausführliche musikanalytische Detailstudien verfolgen die Spur dieser ironischen Gratwanderung zwischen Illusion und Desillusionierung, zwischen »Traum« und »Erwachen«.
Zur Hermeneutik visueller Strukturen in der frühen Neuzeit
Konstitutiv für allegorische Bilder ist die Diskontinuität zwischen res und signum, zwischen sichtbarer Oberfläche und einem »Dahinter« an Bedeutetem. Ging man lange davon aus, dass der Bezug zwischen ihnen allein auf Konventionsregelung beruhe und so einer ästhetischen Aufladung der Wirklichkeitsdeutung eher im Wege steht, erweisen sich gerade die Bildallegorien der frühen Neuzeit mit ihrem stetig wachsenden Potential an mimetischer Darstellungskraft und den erhöhten Ansprüchen an Kohärenz und »Schönheit«, an Inventionsleistung und künstlerische Qualität der Darstellung als ein Feld, auf dem die Frage nach dem eigentlichen Ort der Sinnproduktion völlig neu verhandelt wird.