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Grundzüge einer politischen Ästhetik
Author: Frauke Surmann
Flashmobs, Dîners en blanc und Strategiespiele im öffentlichen Raum - ästhetische In(ter)ventionen erobern seit einigen Jahren unser Stadtbild. Worin aber besteht ihr politisches Potenzial? Ästhetische In(ter)ventionen treten als temporäre Interferenzen, Störungen und Brüche unserer alltäglichen Erfahrungswelt in Erscheinung. Sie unterlaufen die Normativität unserer öffentlichen Wahrnehmungs- und Verhaltenstopographien und führen diese auf das Moment ihrer Formbarkeit zurück. Dabei setzen sie nicht nur die hegemoniale Ordnung des öffentlichen Raums aufs Spiel, sondern realisieren sich im selbstreferenziellen Vollzug ihrer kollektiven Verkörperung als gemeinschaftlicher (Ver-)Handlungsspielraum. Ausgehend von der Frage nach ihrem politischen Potenzial geht die Studie der ästhetischen In(ter)vention in ihrer Materialität, Medialität und Historizität auf den Grund.
Der vorliegende Band fragt nach dem Begriff der »Bühne« als Übergangszone par excellence, ihrer experimentellen Entgrenzung, Umformulierung bzw. ihres möglichen Verschwindens in der Gegenwart medialer Figurationen.
Historisch betrachtet wird die Bühne des Theaters im 18. Jahrhundert zunächst als Bild/Tableau definiert und erst in den Avantgardebewegungen des frühen 20. Jahrhunderts als Raum entdeckt und begriffen. Zwar bilden Bild und Raum dabei ein Gegensatzpaar, die Vorstellung des Raums als Container allerdings bleibt davon unberührt. Die Bühne bleibt der Alternative von Nacheinander und Nebeneinander unterstellt und wird bis heute fast ausschließlich unter dem Aspekt der Zwei- oder Dreidimensionalität diskutiert. Demgegenüber beleuchtet der Band, welche Kategorien von Bühne zeitgenössische Theater- und Tanzperformances nahe legen.
Das Denken, das Apple & Co. groß gemacht hat
Wie entstehen Innovationen? Dieses Buch will Mut machen. Es will dazu anregen, Hemmungen zu überwinden und gewohnte Pfade des Denkens zu verlassen. Und es will ein Ins trumentarium vorstellen, das bei der Suche nach ungewöhnlichen Lösungen helfen kann: DESIGN THINKING. Kreativdirektoren, Designmanager und Designwissenschaftler stellen in diesem Buch das Konzept des Design Thinking vor – inklusive einer konkreten Handlungsanleitung. Ganz im Sinne der zeitlosen Worte von Paul Arden, dem legendären Kreativdirektor von Saatchi & Saatchi: »Wenn wir Angst haben und auf Nummer sicher gehen wollen, sollten wir kurz inne halten und überlegen, was wir dadurch verpassen könnten.«
Natur und Wissenschaft in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts
Der Horizont sinkt in der niederländischen Landschaftsmalerei zu Beginn des 17. Jahrhunderts weit nach unten, der Bildraum öffnet sich in den Panoramen eines Vroom oder van Ruisdael zu allen Seiten. Beide Neuerungen lassen sich in ihrer motivischen und strukturellen Anlage nur vor dem Hintergrund eines disziplinenübergreifenden Wissenschaftsdiskurses gewinnbringend deuten.
Ausgehend von der Tatsache, dass die Entgrenzung des Bildraumes in eine Zeit fällt, in der auch die Endlichkeit des Kosmos zur Disposition steht, diskutieren Wissenschaftler aus fünf unterschiedlichen Disziplinen über den wechselseitigen Einfluss philosophischer, mathematischer, theologischer und perspektivischer Raummodelle um 1650. Mit Beiträgen von Daniel Burckhardt, Robert Felfe, Ulrike Gehring, Axel Gotthard, Ulrike Kern, Thomas Kirchner, Karin Leonhard, Tanja Michalsky, Jan Rohls, Gerhard Wiesenfeldt.
Spätestens mit der Wiener Moderne wurde Wien zu einem wichtigen Kulturzentrum des Aufbruchs. Diese und andere Strömungen des Umbruchs der Kunst seit dem 19. Jahrhundert werden in diesem Band gesichtet, dargestellt und bewertet. Die Reflexion auf die Verschränkung und Konkurrenz von Kunstpraxis, -theorie und -philosophie steht im Fokus der Aufmerksamkeit.
Die theoretischen Perspektiven des Ästhetischen werden ebenso beleuchtet wie verschiedene Kunstgattungen. Schließlich werden Konzepte der Synästhesie und des Gesamtkunstwerks vorgestellt und Wittgenstein und die Kunst in verschiedenen Perspektiven untersucht. Der ungarische Philosoph Georg Lukács gibt das Stichwort: »Es gibt Kunstwerke – Wie sind sie möglich?« Eine Ästhetik, die, so Lukács, ohne illegitime Voraussetzungen arbeiten und das Faktum der Kunst in seiner Eigenart begreifen will, sollte das Kunstwerk als ein Gebilde betrachten, das rein durch sich und unabhängig vom Prozess seiner Entstehung begriffen werden muss. Die Gültigkeit dieses Ansatzes ist längst strittig, wie dieser Band zeigt. Kunstpraxis und -worte, künstlerisches Selbstverständnis und ästhetische Reflexion sind synergetisch verbunden.
Raum-Ästhetiken des Theaters am Beginn des 21. Jahrhunderts
Author: Birgit Wiens
Das Theater erkundet seit einiger Zeit Räume, die ihm eigentlich fremd sind. Im Spannungsfeld zwischen Bühne, dem sogenannten »Realraum« und virtuellen Räumen werden neue Relationen erforscht: sei es im kaleidoskopischen Zusammenspiel mit Fernsehen und Film oder »verschaltet« mit den globalen Netzwerken und Online-Zonen des Internets. Diese am Beginn des 21. Jahrhunderts erkennbar werdende Vielfalt künstlerischer Konfigurationen diskutiert die vorliegende Studie als Ästhetik des Raums und entfaltet ihr Spektrum unter dem Leitbegriff Intermediale Szenographie. In einer Reihe exemplarischer Analysen – v.a. von Arbeiten von Penelope Wehrli, Bert Neumann, Rimini Protokoll und Christopher Kondek – sowie im Anschluss an den Spatial turn unternimmt die Studie eine Revision der bisher geltenden theaterwissenschaftlichen Kategorie ›Raum‹ und ermöglicht einen differenzierenden Blick auf Spielarten eines Theaters »zwischen den Räumen«.
Richard Wagner heute: Neue kulturwissenschaftliche Perspektiven
Richard Wagner ist nicht nur die »Totalstausdehnung ›Bayreuth‹« (Jonathan Meese), der »deutsche« Kult und Kitsch, an dem »Wagnerianer«, Wagner-Kritiker wie -hasser gleichermaßen teilhaben. Wagner gibt es auch jenseits von Bayreuth.
Wagners Musikdramen sind Ereignisse in Opernhäusern auf allen Kontinenten. Hollywood verdankt ihm bis heute neue Ideen. Über analytische Erklärungskraft, und zwar Erklärungskraft für die Gegenwart, verfügt Wagners Werk wie kaum ein Œuvre des 19. Jahrhunderts. Heute geht es darum, Wagner neuen Methoden und thematischen Anschlüssen zugänglich zu machen. Auch für die Wagner-Forschung gilt das an Alberich gerichtete Wort des Wanderers: »Was anders ist, das lerne nun auch!«
Jeff Koons in seinen Interviews
Author: Anne Breucha
Seit Andy Warhol hat es wohl kaum einen Künstler gegeben, der so gezielt eine Verbindung mit den Medien eingegangen ist wie Jeff Koons. Seit mehr als drei Jahrzehnten richtet er sich per Interview an sein imaginiertes Massenpublikum und ruft in einer Mischung aus Erweckungspredigt, Managementkurs und psychotherapeutischer Sitzung zur Versöhnung mit dem Massengeschmack auf.
Die Interviews als scheinbar authentisches Vermittlungsmedium bilden den Motor in Jeff Koons’ postuliertem Gesamtsystem der »effektiven Kommunikation«, das von einer gesteuerten Bildpolitik über die kunsthistorische Selbstverortung und Konstruktion der biografischen Erzählung bis hin zur Legendenbildung reicht. Erstmals wird der umfassende Textkörper aus den Interviews in seiner Gesamtheit ausgewertet. Anne Breucha zeigt, dass Koons mit einem System wiederkehrender Topoi operiert, mit dem er von Anbeginn seine Karriere und die Rezeption seiner Arbeiten gesteuert hat.
Eine phänomenologische Untersuchung
Author: Nicola Suthor
Die Rembrandt kennzeichnende Materialität des Farbauftrags wird in der Ausdeutung des Bildsujets gern übersehen bzw. als Indiz von Unvollendetheit gewertet. Die visuelle Kraft seiner rauen Malerei ist jedoch, wie Nicola Suthor im Einzelnen zeigt, äußerst subtil und kreiert eine vielschichtige, sinnbildende Textur, die einen Subtext eröffnet und Ausdruckstiefe herstellt.
Die stets gelobte Beseeltheit des Dargestellten ist von der Rauheit der Darstellung nicht zu trennen. Edmund Husserls Differenzierung des Bildes in drei Aspekte und Maurice Merleau-Pontys Begriffe des indirekten Sprechens und des Fleischs dienen als Instrumentarium, die Wirkungsweisen insbesondere »verschmierter« Passagen präziser zu analysieren. Auch Rembrandts Helldunkel, die Sichtbarkeit des Malgrunds und die Setzung der Farbe Rot als Farbblock weisen intentionale Strukturen auf, die an der phänomenalen Wucht des jeweiligen Bilds entscheidend mitwirken.
Antike Tragödie im Theater seit den 1960er Jahren
Author: Matthias Dreyer
Theater sucht das Zeitgenössische – und findet es in der Auseinandersetzung mit der antiken Tragödie. Besonders seit den 1960er Jahren wird sie zentral für die ästhetische Erneuerung. Das Fremde des Materials eignet sich, um das gegenwärtige Theater anders zu denken. Das schafft nur, wer mit der Antike nicht das ›Zeitlose‹ verfolgt, sondern mit der produktiven Kraft des Geschichtlichen experimentiert.
Die Studie deckt die ›andere‹ Geschichte der antiken Tragödie auf, die von Brechts Theaterarbeit ausgeht, Künstler wie Klaus-Michael Grüber, Einar Schleef oder Robert Wilson betrifft und bis zum experimentellen Theater und zur Performance unserer Zeit führt. Die ästhetischen Positionen werden in ihren Kontexten von Tragödientheorie, Ästhetik und Geschichtsphilosophie dargestellt. Sie widersetzen sich einer herkömmlichen Vergegenwärtigung, die universelle Wahrheiten beschwört. Stattdessen arbeiten sie die historischen Spuren heraus, von denen die Präsenz des Theaters durchzogen ist. Jenes Bewusstsein für Geschichtlichkeit, das in der Begegnung mit der antiken Tragödie entsteht, ist für die Entwicklung des kritischen Theaters von zentraler Bedeutung. So wird die Tragödie wieder zu einem Ort, um die Möglichkeiten eines verändernden Einschnitts zu denken, einer Zäsur.