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Formen, Motive, Materialien
Series:  Trajekte
Zu den besonderen Wortprägungen des Hamburger Kunst- und Kulturwissenschaftlers Aby Warburg gehört die Figur des Denkraums.
Darunter verstand er den »im Kampf mit den dämonischen Lebensmächten« gewonnenen Ort zwischen Objekt und Betrachter, an dem Reflexion erst möglich ist. Bilder verstand er hier als Werkzeuge zur Bewältigung der auch als gefährlich zu verstehenden Energien. Denn den visuellen Objekten sind eigenaktive und unkontrollierbare Anteile eigen, die sie als in einem lebendigen Zustand befindlich ausweisen. Das Nachleben des eigentlich Vergangenen oder Toten besteht in der Bewältigung dieses Denkraums, beziehungsweise durch seine Überführung in den Zustand der Besonnenheit.
Author: Tobias Janz
Die musikalische Moderne ist mehr als eine musikhistorische Epoche. Ihre Einheit ist nicht die eines Stils, sondern die eines Prozesses und einer Periode, in der die musikalische Kunstkommunikation zunehmend reflexiv wird.
Das Buch unternimmt vor diesem Hintergrund den Versuch, den Modernebegriff als komplexen musikhistorischen Grundbegriff neu zu interpretieren. Es geht darum, die musikalische Moderne nicht als etwas Vergangenes und historisch Abgeschlossenes zu denken, sondern nach der lang zurückreichenden Herkunft der intellektuellen und sozialen Voraussetzungen der musikalischen Kultur der Gegenwart zu fragen. Gesucht ist heute eine Perspektive, die es erlaubt, die Einheit und Vielfalt der musikalischen Moderne in all ihrer geographischen und kulturellen Breite zusammenzudenken. Detaillierte Fallstudien von Beethoven bis Sonic Youth komplettieren den Band.
Festschrift für Prof. Dr. Arnold Werner-Jensen zum 70. Geburtstag
Der vorliegende Band fasst die Beiträge des Symposiums „Musik: wissenschaftlich – pädagogisch – politisch“ zu-sammen, das im Februar 2012 anlässlich des 70. Geburtstages von Prof. Dr. Arnold Werner-Jensen veranstaltet wurde. Somit ist Band 4 der „Heidelberger Hochschulschriften zur Musikpädagogik“ eine Festschrift für A. Werner-Jensen, der viele Jahre in Heidelberg gelehrt hat. Die Beiträge in ihrer thematischen Bandbreite sind einerseits an der Vielseitigkeit des Widmungsträgers orientiert, zum anderen spiegeln sie ziemlich genau die Diskussions- und oftmals Bruchlinien derzeitiger musikpädagogischer Theoriebildung und Forschungslage. So treffen Ansätze einer philosophisch-hermeneutisch orientierten Musikpädagogik auf kulturwissenschaftliche Fragestellungen und empirische Forschung ebenso wie auf Frage- und Problemfelder einer modernen Konzertpädagogik, die sich in Musikvermittlungsprojekten realisiert, wobei auch die unterschiedlichen Zielsetzungen deutlich werden, die zwischen Musiklernen, ästhetisch-kultureller Bildung sowie der Ermöglichung kultureller Teilhabe oszillieren.
Annäherungen an Turners aisthetische Bild- und ästhetische Erkenntniskritik
Dort, wo scheinbar nichts zu sehen ist, wo Unbestimmtheit nistet, hebt bei J. M. William Turner die sinnliche Erkenntnis des sehenden Auges an. Durch sie kann ein solches »Nichts« zu einer positiven ästhetischen Erfahrung werden. Turners Arbeiten sind mehr als nur Bilder von Licht und Atmosphäre und weitaus komplexer als subjektive Emanationen imaginativer, rationaler oder perzeptiver Prozesse. Sie reflektieren vielmehr kritisch das Wesen des Bildes als Paradox. Zugleich sind sie Orte einer ästhetischen wie aisthetischen Schulung der Episteme des Sehens, die sich jenseits von reiner Subjektivität und klärenden Kategorien in Negationen, Vergleichen und Chiasmen vollzieht. Die Studie eröffnet neue Einsichten auf Turner, indem sie seine Werke in einen Dialog mit seinen theoretischen Gedankenskizzen stellt und diese im historischen Kontext der ästhetischen Diskurse und epistemologischen Umschichtungen der Zeit um 1800 diskutiert.
Performance zwischen Theater, Politik und Sozio-Ökonomie
Ein Kollektiv ist weder notwendig eine Gruppe, die der Vielzahl ihrer Mitglieder eine institutionelle Einheit überstülpt, noch braucht es intensive emotionale Bindungen oder eine starke Gemeinschaftsimagination. Konzepte zerstreuter, sich durch Distanzen und Nachlässigkeiten organisierender Kollektivität geben uns heute die Möglichkeit, das ›Zusammen‹ des Zusammenlebens neu zu bestimmen. Kai van Eikels erforscht lose, schwarmartige Kollektivdynamiken in künstlerischem, politischem und ökonomischem Agieren. Er zeigt, wie diese Praxisfelder im 21. Jahrhundert einander im Begriff »performance« überschneiden, und fragt nach Strategien des Übens, des Improvisierens und einer demokratischen Anerkennung für kollektives Handeln diesseits von Staat und Gemeinschaft.
Festschrift für Hartmut Möller zum 60. Geburtstag
Aus Anlass des 60. Geburtstags von Hartmut Möller, Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, versammelt dieser Band Beiträge von beruflichen WeggefährtInnen sowie ehemaligen und aktuellen MitarbeiterInnen, DoktorandInnen und HabilitandInnen. Neben Grußworten und persönlichen Erlebnisberichten werden in den wissenschaftlichen Artikeln dieses Buches in großer inhaltlicher Vielfalt Grenzüberschreitungen zwischen verschiedenen Kunstgattungen, zwischen Kunst und Wissenschaft sowie zwischen verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen thematisiert.
2. Auflage
Author: Gernot Böhme
Das Buch konstatiert, dass mit und nach der Postmoderne etwas Grundsätzlicheres geschehen ist als nur eine Pluralisierung der Stile, ein Wiederzulassen des Ornamentes und des historischen Zitats. Der Autor spricht von einem Neuen Humanismus in der Architektur. Anders als bei Vitruv, bei dem der Mensch das Grundmaß für die Architektur abgab und insofern dessen Geometrie bestimmte, sei der Mensch heute als Benutzer, als jemand, der sich in und in der Umgebung von Gebäuden in bestimmter Weise befindet, zum Bezugspunkt des Bauens geworden. Das eigentliche Thema der Architektur, behauptet Böhme, ist der Raum und zwar der gestimmte Raum, also die Atmosphäre. Das Buch führt umfassend in die Ästhetik der Atmosphären ein, studiert die Rolle nicht-materieller Elemente, wie Licht und Ton, in der Architektur, problematisiert die traditionelle Auffassung von Architektur als einer visual art, führt das Atmosphärenkonzept in Fallstudien durch (z.B. Stadtplanung und Kirchenbau) und widmet sich schließlich den kritischen Aspekten einer Architektur der Atmosphären: der möglichen politischen und ökonomischen Manipulation durch eine Architektur, die zum Bühnenbild gerät.
Französische Cäsaren in Politik und Kunst
Frankreich erlebte mit Napoleon Bonaparte die Wiedergeburt der Cäsaren. Knapp fünfunddreißig Jahre später ergriff sein Neffe Louis-Napoleon Bonaparte die Macht. Von Anfang an stellte sich für beide Regime die Frage nach der Legimation ihrer Macht. Bilder spielten in diesem Zusammenhang eine entscheidende
Rolle.
Anhand der Gemälde jener Jahre erklärt Kopp den bonapartistischen Cäsarismus und betrachtet dabei erstmals das Erste und Zweite Kaiserreich gemeinsam.
Der Einsatz von Kunst in der Politik hat in Frankreich spätestens seit Ludwig XIV. Tradition. Da kein Autor je eine politische Theorie des Bonapartismus verfasste, bleibt uns heute nur noch der ikonographische Weg. Die im Band untersuchten Bilder funktionieren wie ein Schlüssel und bieten die Möglichkeit, die charakteristischen Merkmale des bonapartistischen Cäsarismus zu definieren.

Zur Verfassung eines Theaters für Europa
Author: Ruth Heynen
Europa formiert sich neu. Auf welcher Basis? Diese Schrift betrachtet verschiedene Versuche der Narration eines »Europa«: die politische Invention einer »Europäischen Union«, die kulturpolitische Erfindung einer »Union des Théâtres de l’Europe« und die besondere Aufgabe konkreter Theaterarbeiten innerhalb dieser Prozesse. Sie will vor Augen führen, dass in »transkulturellen« Inszenierungen etwas möglich wird, von dem Maurice Merleau-Ponty als »réapprendre à voir le monde« spricht, und zwar in seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Sie zeigt, dass in diesen Inszenierungen, und nicht in Gesetzestexten oder kulturpolitischen Bemühungen, eine Möglichkeit der Erfahrung des Fremden liegt, die fähig sein könnte, bereits (voreilig) gesetzte Grenzen zu öffnen, die prinzipielle Unentscheidbarkeit, das Provisorische des Raumes sichtbar zu machen.
Zur Zeitlichkeit des Bildes
Bilder sind, anders als es eine hartnäckige ästhetische Tradition will, nicht bloß Raumkünste, sondern gehorchen einer ganz eigenen Zeitlichkeit. Was auf der Bildoberfläche liegt, ist bereits mit einem Blick zu erfassen, und doch entfaltet sich der ganze Detailreichtum der Bilderscheinung erst ganz allmählich. Diesem langsamen In-Erscheinung-Treten der Bilder steht die Plötzlichkeit gegenüber, mit der sie auftauchen und wieder verschwinden. Sie bannen einzelne Augenblicke, wirken dadurch oft schockhaft, traumatisch, überfordernd; selbst in filmischen Sequenzen tritt dieses Plötzliche auf, in Momenten der Montage und des Blickwechsels. Erscheinung und Ereignis versammelt 10 Beiträge aus Philosophie und Kunstwissenschaft, die aus verschiedener Perspektive nach den eigentümlichen Rhythmen, Chronologien und Zeitläufen des Ikonischen fragen.