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Risiko und Erzählstruktur
Volume Editors: Wolfram Ette and Bernhard Teuber
Was ist überhaupt ein Glücksritter? Was ist ein Abenteurer oder eine Abenteurerin? Und wie erzählt man deren Geschichten? Der vorliegende Band dokumentiert Antworten, die im Umfeld der Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“ auf solche Fragen gefunden wurden.
Es werden aufschlussreiche Stationen aus der Geschichte der Abenteuerliteratur beleuchtet. Anhebend mit der innovativen Figur des mittelalterlichen Ritters, der freiwillig in die Fremde zieht, um dort sein Glück zu finden – Reichtum, sozialer Status, erotische Erfüllung –, schlägt die Ringvorlesung einen großen historischen Bogen, der über die Übersteigerungen und parodistischen Brechungen der frühen Neuzeit, über Vagabunden und Entdecker bis zu Alltagsabenteurern und den invertierten Helden Kafkas führt.
Forensik des Vergessens in Literatur, Comic, Theater und Film
Der mythologische Fluss Lethe dient als Leitmotiv für das Aufspüren diverser medialer Strategien zum Vergessen in Lyrik, Prosa, Comic, Theater und Film. In Anlehnung an forensische Verfahren zeichnet sich eine kritische Auseinandersetzung mit etablierten Erinnerungsdiskursen zum vergangenen Jahrhundert ab.
Ermittelt werden poetisch profilierte Widersprüche, prosaische Ausdrucksformen von Demenz, mittels topografischer Projektionen sowie als Umwertung eines gemeinhin belastenden Vergessens. In Comics (ver)bergen gerade die grafischen Flächen ein raffiniertes Wechselspiel von Ein- und Ausblendungen, das mit verbalen Hinweisen kollaboriert. Auf und abseits der Theaterbühne wird nach Augenzeugen und Dokumenten gefahndet, während sich im Film gesellschafts- wie medienhistorisch bedingte Steuerungen ausmachen lassen, die von einem komplexen Wertewandel des Gedenkens zeugen. Über die literarisch erarbeitete Geschichtsvergessenheit in ihrer ukrainischen Heimat berichtet abschließend die Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk.
Kehrseiten und Kontrapunkte der Moderne
Erschöpfung ist zu einer der häufigsten Zeitdiagnosen unserer Gegenwart avanciert. Ausgangspunkt des Bands ist die These, dass die Entstehung der modernen Arbeits- und Leistungsgesellschaft schon immer von Erschöpfungsgeschichten begleitet wird.
Sie bilden Kehrseiten und Kontrapunkte der Moderne, in denen teils offen, teils verdrängt ein Unbehagen an der Kultur zum Ausdruck kommt, das mit der Negation von Arbeit und Produktivität Leitbegriffe des modernen Selbstverständnisses infrage stellt. Die Beiträge dieses Bands unternehmen den Versuch, die Moderne als Erschöpfungsgeschichte zu lesen. Dabei rücken nicht nur das Verhältnis von Erschöpfung, Kapital und Arbeit sowie mit Erschöpfung assoziierte Pathologien (Burnout, Depression) in den Fokus. Mit Blick auf die Literatur geht es ganz zentral um Schreibweisen sowie die spezifische Verfasstheit einer „Ästhetik der Erschöpfung“.