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Series Editor: Cornelia Wild
Die Reihe untersucht die Menge von der Antike über die Moderne bis in die Gegenwart als Dispositiv, d.h. als eine heterogene Gesamtheit von Redeweisen, Körpern, Machttechniken, Affekten, Metaphern, Zeichenprozessen und kulturellen Praktiken in drei ineinandergreifenden Feldern: (1) Begriffsgeschichte und Semantik: Die begriffsgeschichtlich komplexe Figur der Menge wird auf unterschiedlichen Diskursebenen und in Hinblick auf die verschiedenen benachbarten Begriffe wie Masse, Schwarm, Pöbel untersucht. (2) Geschlechterdiskurs und Epistemologie: Die Menge impliziert Geschlechterfragen, die durch Frauenkörper, Mädchenschwärme, Nymphen, Musen usw. das Verhältnis von Geschlecht und Menge problematisieren. (3) Repräsentation und Ästhetik: In den verschiedenen Diskursen von Philosophie, Literatur und Ästhetik geht es um das Verhältnis von Individuum und Kollektiv, Öffentlichkeit und Innerlichkeit, von Besitzenden und Besitzlosen und somit Fragen der Repräsentation.

The series examines the crowd from antiquity through modernity to the present as a dispositive, i.e. as a heterogeneous totality of ways of speaking, bodies, power techniques, affects, metaphors, sign processes and cultural practices in three interlocking fields: (1) Conceptual history and semantics: the conceptually complex figure of the crowd is examined at different levels of discourse and with regard to the various neighbouring terms such as mass, swarm, rabble. (2) Gender discourse and epistemology: The crowd implies gender issues that problematise the relationship between gender and crowd through women's bodies, swarms of girls, nymphs, muses, etc. (3) Representation and aesthetics: The various discourses of philosophy, literature and aesthetics are concerned with the relationship between the individual and the collective, the public and the inward, the haves and the have-nots, and thus questions of representation.
Transdisziplinäre Perspektiven
Die Reihe „Ästhetische Praxis“ widmet sich der Untersuchung von Praxis-Dimensionen der Künste aus transdisziplinärer Perspektive, aber auch der Erforschung alltäglicher ästhetischer Praktiken. Thematisiert werden soll, wie sich Kunstwerke als Manifestationen von Praktiken, etwa von Übungen, Proben, Improvisationen, Schreibprozessen, Akten des Skizzierens oder Entwerfens, verstehen lassen. Diese Praktiken können darüber hinaus in ihrem jeweiligen ästhetischen Eigenwert betrachtet sowie in Kontexten jenseits der Kunstwelt erforscht werden. Weitere Schwerpunkte bilden Arbeiten zu ästhetischen Praktiken im Kontext einer postkolonialen Ästhetik sowie tätigkeitstheoretische Untersuchungen zum Verhältnis von Handeln, Praxis und ästhetischer Praxis, die die aktuelle praxeologische Wende in den Geistes- und Sozialwissenschaften um eine ästhetische Perspektive ergänzen.

The series “Aesthetic Practice” is dedicated to the investigation of practice dimensions of the arts from a transdisciplinary perspective, but also to the exploration of everyday aesthetic practices.It will address how works of art can be understood as manifestations of practices, such as exercises, rehearsals, improvisations, writing processes, acts of sketching or designing. These practices can furthermore be considered in their eespective aesthetic intrinsic value as well as explored in contexts beyond the art world. Other focal points include work on aesthetic practices in the context of a postcolonial aesthetics as well as activity-theoretical investigations of the relationship between action, practice, and aesthetic practice, which complement the current praxeological turn in the humanities and social sciences with an aesthetic perspective.
Schriften zu Literatur und den Künsten der Frühmoderne. Studies on Arts and Literature in the Early Modern World / Études sur les arts et les littératures de la Première Modernité
Poesis versteht sich als fächerübergreifendes Forum zur Erforschung der Frühmoderne – von der europäischen Frührenaissance bis an die Schwelle zum 19. Jahrhundert. Als komparatistisch und interdisziplinär perspektivierte Schriftenreihe zur Zeitschrift Artes wollen die Supplementa vor allem den Austausch inter artes – z.B. mit Philologien, Philosophie, Musik-, Kunst- und Bildwissenschaften – anregen. Ziel ist es, die lange Transformationsphase vor der Moderne als ein Kontinuum zu beschreiben, das durch dynamische Prozesse von Pluralisierung und Diversität in Kunst und Lebenswelt die Grundlagen für unsere Gegenwart gelegt hat. Mit dem Titel der Schriftenreihe erinnern wir zugleich an diese Vielfalt der Künste vor dem Zeitalter der Kunst wie auch an die zahlreichen artistisch-technischen Reflexionen, welche die ästhetische Produktion und Theoriebildung vor dem Aufstieg der Ästhetik im späten 18. Jahrhundert prägten. Poesis sees itself as an interdisciplinary forum for the study of early modernism - from the early European Renaissance to the threshold of the 19th century. As a series of publications with a comparative and interdisciplinary perspective on the journal Artes, the Supplementa aims above all to stimulate exchange inter artes - e.g. with philologies, philosophy, music, art and visual studies. The aim is to describe the long period of transformation before modernity as a continuum that laid the foundations for our present through dynamic processes of pluralization and diversity in art and the living world. With the title of the series, we simultaneously recall this diversity of the arts before the age of art as well as the numerous artistic-technical reflections that shaped aesthetic production and theory formation before the rise of aesthetics in the late 18th century.
Editorial Board / Council Member: Kassandra Nakas and Philipp Reinfeld
Architektur umfasst nicht nur die ästhetische und materiell-technische Manifestation gebauter Strukturen, sondern auch deren entwurfliche Entstehung sowie die soziokulturellen Verhandlungen ihrer Genese und Nutzung. Idee, Entwurf, Gestaltung und Gebrauch von Architektur konkretisieren sich in medialen Formen, so wie auch ihre Repräsentation und Aneignung nur medial bedingt betrachtet und verstanden werden kann. Medien und mediale Prozesse bestimmen zudem in immer stärkerem Maße die Existenzweise belebter und unbelebter Natur. In diesem Sinne wird eine auf die Gegenwart ausgerichtete Architekturwissenschaft immer auch medientheoretische Fragen berücksichtigen müssen.

Dies gilt in besonderem Maße für die Betrachtung von Gestaltungsprozessen, haben sich diese doch durch die Digitalisierung fundamental gewandelt. Zwischen Entwurf und Entwurfsmedium besteht dabei ein wechselseitiges Bedingungsverhältnis: Die Methoden und Techniken gestalterischer Arbeit werden zunehmend als aktive Mitspieler, als Agenten verstanden, die den Verlauf und die Ergebnisse entwurflicher Arbeit maßgeblich mitbestimmen.

Entsprechend kommt der Architektur heute soziokulturell und medientheoretisch eine konzeptionelle Schlüsselfunktion zu. Ihre zwischen Entwurf, Baulichkeit und Nutzung zum Einsatz kommenden Medien sind gleichzeitig realphysische und virtuelle Instrumente, die sich zudem immer stärker gegenseitig überlagern und durchdringen – sowohl im Prozess der Architekturproduktion mittels digitaler Werkzeuge als auch in ihrer Nutzung und Aneignung. All das findet kaum mehr statt ohne bildlich-mediale Rückversicherung, ohne die ständige, online geschaltete Multiplikation auf (Kamera-)Monitore. Es entstehen hybride, real-virtuelle Räume, die analoge wie digitale Zustände kennen. Die Erforschung dieses hybriden Raums erschließt für das Nachdenken über Architektur neue, komplexe und herausfordernde Themenfelder.

Es stellt sich die Frage, wie eine Architektur der Medien konzeptionell gefasst und theoretisiert werden kann, welche die virtuelle Räumlichkeit etwa in Computerspielen und medial geprägte Entwurfsprozesse des realphysisch gebauten Raums gleichermaßen adressiert. Denn unter Medien der Architektur sind heutzutage nicht nur digitale Entwurfswerkzeuge zu verstehen, sondern ebenso die wahrnehmungsprägenden digitalen Kommunikationsmedien im Allgemeinen. Deren mediale Logiken verändern die Architekturproduktion zwar weniger direkt als die digitalen Entwurfswerkzeuge. Gleichwohl schreibt sich die Charakteristik dieses universell erweiterten Zugangs zur Umwelt immer deutlicher auch in die Struktur gebauter und virtueller Räume ein.

Die Publikationsreihe Architektur der Medien | Medien der Architektur versteht sich als Plattform kritischer Architekturforschung zur gegenwärtigen Funktion und Bedeutung medialer Prozesse in der entwurflichen Genese, Wahrnehmung und Nutzung urbaner und baulicher Strukturen. Wie verändern sich durch diese Prozesse unsere Begriffe von Raum und Architektur? Wie wirkt ein solchermaßen verändertes Architekturverständnis auf das Entwerfen und Bauen zurück? Wie verhält sich architektonisches Entwerfen zu den Welten von Virtual und Augmented Reality? Und wo tritt die Architektur in einen Diskurs mit anderen Disziplinen wie etwa Medienwissenschaft, Raumtheorie und Anthropologie? Die Publikationsreihe bietet ein Forum für solche Diskurse zum Verhältnis von Architektur und Medien.
Unter dem Titel eikones hat der Nationale Forschungsschwerpunkt Bildkritik an der Universität Basel eine Buchreihe im Rahmen der bildtheoretischen Forschung gegründet. Darin erscheinen Monographien und Sammelbände, die im Rahmen der Forschungsaktivitäten des NFS Bildkritik entstehen, sowie andere Arbeiten, die sich in diesem Themenspektrum angliedern. Die Buchreihe versteht sich als neue Plattform kritischer Bildforschung unter der Leitfrage nach der gegenwärtigen Macht und Bedeutung der Bilder.

eikones vereinigt mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Basel. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt folgt der Leitfrage, welche Macht und Bedeutung Bilder haben. Durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen (Philosophie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Designforschung, Wissenschaftsgeschichte, Ägyptologie, Informatik etc.) an gemeinsamen Fragestellungen wird in diesem Forschungszentrum das Bild als Symbolsystem erforscht. Der NFS Bildkritik verbindet Grundlagenforschung mit Einzelfallstudien und integriert andere Universitäten, Fachhochschulen und Sammlungen zu einem innovativen, interdisziplinären Forschungszentrum mit internationaler Ausstrahlung.
Die Philosophie und die Künste
Series Editors: Frank Büttner and Arne Zerbst
Die Hölderlin-Forschungen versammeln philosophische sowie literatur-, kultur-, musik- und theaterwissenschaftliche Studien zu einem Autor, dessen Werk in viele Bereiche ausgestrahlt und die Künste der Moderne stark geprägt hat. Die interdisziplinäre Reihe, in die auch englischsprachige Publikationen aufgenommen werden, wird herausgegeben von Violetta Waibel (Wien), Jörg Robert (Tübingen), Martin Vöhler (Thessaloniki). Dem Beirat gehören an: Anke Bennholdt-Thomsen (Berlin, Germanistik), Jakob Deibl (Wien, Theologie), Andreas Fahrmeir (Frankfurt a. M., Geschichte), John Hamilton (Cambridge, MA, Komparatistik), Alexander Honold (Basel, Germanistik), Johann Kreuzer (Oldenburg, Philosophie), Gerhard Kurz (Gießen, Germanistik), Anja Lemke (Köln, Germanistik), Patrick Primavesi (Leipzig, Theaterwissenschaft), Luigi Reitani (Udine, Germanistik).
Die Reihe ist abgeschlossen.
Editor: Markus Brenk
Die Schriftenreihe umfasst im wesentlichen musikpädagogische Publikationen sowie der Musikpädagogik affine bildungswissenschaftliche Publikationen, soweit sie im Umkreis von Arbeitsgebieten, wissenschaftlichen Qualifikationen der Hochschule für Musik Detmold entstanden sind, aber auch wissenschaftlichen Ehrungen seitens der Hochschule. The series of publications mainly comprises music pedagogical publications as well as educational scientific publications related to music pedagogy, as far as they have been created in the environment of working areas, scientific qualifications of the Detmold University of Music, but also scientific honors on the part of the university.
Eric Voegelin-Studies: Yearbook publishes peer-reviewed, scholarly articles related to Eric Voegelin in the areas of political theory, history of political ideas, civilization history, sociology, philosophy, literature, and theology. Articles are accepted from various sources, including the Annual Conferences of the Eric-Voegelin-Gesellschaft and of the Eric Voegelin Society.