Den thematischen Schwerpunkt der Reihe bilden die Dramen der Gegenwart mit Blick auf ihre Bühneninszenierungen. Neben den literatur- und kulturwissenschaftlichen sowie theaterwissenschaftlichen Studien zu zeitgenössischen, vorwiegend europäischen Dramen werden in dieser Schriftenreihe zugleich Resultate von synchronen oder diachronen Forschungen präsentiert, die sich den Tendenzen in der Entwicklung der heutigen Bühnendichtkunst widmen. Die Reihe stellt somit Forschungsergebnisse zu dem Umfeld des Dramas (als textlichem Phänomen) und seiner Aufführung vor, wobei literaturwissenschaftliche, kulturelle, theoretische, aber auch komparatistische Aspekte im Fokus stehen sollen.
Die Herausgeber:innen der Reihe sind offen für Monografien, Sammelbände, Qualifikationsschriften sowie für Tagungsergebnisse und Bibliografien, die ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen. Die Auswahl erfolgt unter Einbeziehung eines internationalen Advisory Boards. Über die Aufnahme der Manuskripte entscheidet das Editorial Board.
Die Reihe versammelt Beiträge zu Theorie, Geschichte und Ästhetik der Medien. Im Zentrum sollen dabei die Beziehungen zwischen Medien, Kultur und Gesellschaft in synchroner und diachroner Perspektive stehen: Gefragt wird einerseits nach der kulturellen Formung von Medien sowie ihrer ästhetischen Faktur. In den Blick kommt andererseits das Wechselspiel zwischen Reaktion, Reflexion und Initiierung kultureller und gesellschaftlicher Prozesse in und durch Medien. Grundlage der Auseinandersetzung bildet die Verknüpfung von medien- und kulturwissenschaftlicher Theorie.
Die Reihe ist getragen von der Idee, dass unter dem Begriff der Medienkulturwissenschaft unterschiedliche geisteswissenschaft-
liche Disziplinen ihr Interesse an der Materialität von Kommunikation und der Medialität ästhetischer Artefakte bündeln können. Das Spektrum der zu analysierenden Medien ist daher bewusst breit gefasst: Es reicht von Film, Fotografie und Fernsehen über Literatur, Musik, Theater und Medienkunst bis zur Internet Art. Studien zu einzelnen Medien, Genres und Künstler:innen sind ebenso willkommen wie kultur- und medienvergleichend angelegte Projekte.
Unter dem Titel eikones hat der Nationale Forschungsschwerpunkt Bildkritik an der Universität Basel eine Buchreihe im Rahmen der bildtheoretischen Forschung gegründet. Darin erscheinen Monographien und Sammelbände, die im Rahmen der Forschungsaktivitäten des NFS Bildkritik entstehen, sowie andere Arbeiten, die sich in diesem Themenspektrum angliedern. Die Buchreihe versteht sich als neue Plattform kritischer Bildforschung unter der Leitfrage nach der gegenwärtigen Macht und Bedeutung der Bilder.

eikones vereinigt mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Basel. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt folgt der Leitfrage, welche Macht und Bedeutung Bilder haben. Durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen (Philosophie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Designforschung, Wissenschaftsgeschichte, Ägyptologie, Informatik etc.) an gemeinsamen Fragestellungen wird in diesem Forschungszentrum das Bild als Symbolsystem erforscht. Der NFS Bildkritik verbindet Grundlagenforschung mit Einzelfallstudien und integriert andere Universitäten, Fachhochschulen und Sammlungen zu einem innovativen, interdisziplinären Forschungszentrum mit internationaler Ausstrahlung.
Eric Voegelin-Studies: Supplements flankiert als wissenschaftliche Buchreihe das 2022 startende Eric-Voegelin-Jahrbuch und bietet ein ideales Forum, spezifische Aspekte der dort erscheinenden Beiträge weiter auszuführen. So entstehen Spielräume für kleinere oder größere Monografien sowie Publikationen mehrerer Autor:innen. Wie das Yearbook sind die Supplements als internationales und interdisziplinäres Projekt konzipiert. Sie sollen den wissenschaftlichen Austausch und die internationale Zusammenarbeit über Voegelins Werk erweitern.
Die Reihe ist abgeschlossen.
Friedrich Kittler ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Denker von internationalem Rang. Seine Arbeiten zur Literatur- und Kulturwissenschaft, zur Technik- und Kriegsgeschichte, Philosophie, Mathematik und Musik und vor allem der von ihm begründeten historischen Medienwissenschaft wurden bis heute in über ein Dutzend Sprachen übersetzt. Während er für die Einen längst zum Kanon der Maîtres-penseurs zählt, bleibt er für Andere ein enfant terrible, dessen provokanter Zugriff auf unser Geistes- und Kulturerbe nach wie vor irritiert. Unbestritten aber ist, dass Kittlers Schreiben und Reden über vier Dekaden die akademische Welt gründlich verändert hat.
Sein reichhaltiger Nachlass, der im Deutschen Literaturarchiv Marbach zusammengeführt und gepflegt wird, bildet die Grundlage für die Herausgabe seiner Werke. Die Medien, in denen und über die er gearbeitet hat, sollen spezifisch zum Tragen kommen. Das Programm seiner Gesammelten Werke lautet: »Gesammelte Schriften, Stimmen, Hard- und Software«. Die bei Wilhelm Fink erscheinenden »Gesammelten Schriften« umfassen alle zu Lebzeiten publizierten Texte und Unveröffentlichtes aus dem Nachlass sowie ausgewählte Vorlesungen und Interviews; unter »Stimmen« sollen auf audiovisuellen Medien Vorlesungen, Seminare und Interviews zugänglich gemacht werden; unter »Hard- und Software« sollen Schaltpläne und Source-Codes dokumentiert, erschlossen und auf einem Server zugänglich gemacht werden.
Die Edition der »Gesammelten Schriften« wird voraussichtlich dreizehn Monografien, dreizehn Aufsatz- und drei Interviewbände enthalten. Der Editionsplan geht auf Absprachen zurück, die Friedrich Kittler noch zu Lebzeiten mit seiner Frau Susanne Holl und seinem Verleger Raimar Zons getroffen hat. Als Gesamtherausgeber konnte Martin Stingelin gewonnen werden, der auch den ersten, jetzt im Frühjahr erscheinenden Band (Der Traum und die Rede) ediert. Im Herbst 2014 erscheint Musik und Mathematik II, »Roma aeterna«, aus dem Nachlass herausgegeben und kommentiert von Gerhard Scharbert.


Monographien:

1. Hebbels Einbildungskraft
2. Der Traum und die Rede
3. Aufschreibesysteme 1800/1900
4. Grammophon Film Typewriter
5. Optische Medien
6. Eine Kulturgeschichte der Kulturwissenschaft
7. Unsterbliche
8. Musik und Mathematik I.1, »Aphrodite«
9. Musik und Mathematik I.2, »Eros«
10. Musik und Mathematik II (Nachlass), »Roma aeterna«
11. Musik und Mathematik III und IV (Nachlass)
12. Philosophien der Literatur
13. Radio

The series „Contemporary Perspectives in European Philosophy“ publishes contributions that critically engage with 20th century European philosophy and open up new perspectives for contemporary thinking. Through the publication of a fresh scholarship on some of its main traditions (phenomenology, existentialism, hermeneutics, (post-)structuralism, critical theory, pragmatism, psychoanalysis, deconstruction), as well as through the exploration of hitherto overlooked objects, it aims at defending philosophy’s inherent pluralism of forms.

Die Reihe „Zeitgenössische Perspektiven europäischer Philosophie“ veröffentlicht Studien, die sich mit der europäischen Philosophie des 20. Jahrhunderts kritisch auseinandersetzen und dem Gegenwartsdenken neue Perspektiven eröffnen. Ob durch neuartige Zugänge zu einigen ihrer Hauptströmungen (Phänomenologie, Existenzialismus, Hermeneutik, (Post-)Strukturalismus, kritische Theorie, Pragmatismus, Psychoanalyse, Dekonstruktion) oder durch die Einbeziehung bislang vernachlässigter Untersuchungsfelder, zielt sie darauf ab, den genuinen Formenpluralismus der Philosophie zu verteidigen.
Schriftenreihe des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt
Die von Iuditha Balint herausgegebene Reihe des Fritz-Hüser-Instituts fokussiert literatur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen im Spannungsfeld von Literatur und Ökonomie: Erforscht werden dabei Darstellungen von ökonomischen Prozessen oder Phänomenen, von Ökonomie als gesellschaftliche Sphäre, von Ökonomien des Stils, der Rhetorik oder der Form; beleuchtet werden aber auch theoretische und methodische Überlegungen zum Zusammenhang von Ökonomie, Literatur und Kultur.
Die Hölderlin-Forschungen versammeln philosophische sowie literatur-, kultur-, musik- und theaterwissenschaftliche Studien zu einem Autor, dessen Werk in viele Bereiche ausgestrahlt und die Künste der Moderne stark geprägt hat. Die interdisziplinäre Reihe, in die auch englischsprachige Publikationen aufgenommen werden, wird herausgegeben von Violetta Waibel (Wien), Jörg Robert (Tübingen), Martin Vöhler (Thessaloniki). Dem Beirat gehören an: Anke Bennholdt-Thomsen (Berlin, Germanistik), Jakob Deibl (Wien, Theologie), Andreas Fahrmeir (Frankfurt a. M., Geschichte), John Hamilton (Cambridge, MA, Komparatistik), Alexander Honold (Basel, Germanistik), Johann Kreuzer (Oldenburg, Philosophie), Gerhard Kurz (Gießen, Germanistik), Anja Lemke (Köln, Germanistik), Patrick Primavesi (Leipzig, Theaterwissenschaft), Luigi Reitani (Udine, Germanistik).
Die von Federico Celestini, Simon Obert, Matteo Nanni und Nikolaus Urbanek herausgegebene Reihe erörtert grundlegende Dimensionen musikalischer Notationen und stellt hierbei die Aspekte der Ikonizität, Materialität, Performativität und Operativität in das Zentrum. Die Überlegungen kreisen um die Formulierung einer Theorie der musikalischen Schrift.