Browse results

You are looking at 1 - 10 of 428 items for :

  • Archaeology x
  • Upcoming Publications x
  • Search level: Titles x
Clear All
Formgenealogien in der Gegenwartsarchitektur
Author: Jennifer Bleek
Die Studie verfolgt den Ansatz, das Architekturornament nicht im Rahmen einer Formgeschichte zu behandeln, sondern die Historie in den Werken selbst im Sinne einer anschaulichen Kunstgeschichte zu suchen.
Dabei finden kommunikative Potenziale des Ornaments Beachtung, wie beim Ministère de la Culture in Paris, das zwischen der Materialität des Details und dem vom Jugendstil geprägten Stadtraum vermittelt. Historische Referenzen treten etwa bei Herzog & de Meuron und Hild u K auf und bezeugen das hier zu definierende Geschichtsverständnis der gegenwärtigen Architektur. Fundiert auf Theorien von Fiedler und Wölfflin und bezugnehmend auf die Architekturmoderne wird für eine Begriffserweiterung des kontemporären Ornaments plädiert.
Belegt wird, wie Nietzsche die Literatur beeinflusste und wie seine Themen literarisch umgesetzt wurden.
In Rede stehen dabei Robert Musil, Stefan George, Ludwig Klages, Rainer-Maria Rilke, Heimito von Doderer, Else Lasker-Schüler, Hermann Broch und auch neuere Literaten: Bertolt Brecht, Thomas Bernhard, Heiner Müller, Martin Walser und Durs Grünbein. Abgesehen von den neueren Autoren, die bisher nicht in diesem Zusammenhang thematisiert wurden, eröffnen auch die Beiträge über die ältere Rezeption neue Perspektiven, sodass hier für beide Perioden neue Erkenntnisse bezüglich Nietzsches Einfluss auf sie vorgelegt werden. Zudem treten die beiden Rezeptionsphasen in einen Dialog, der verdeutlicht, welche Veränderungen sich ergeben haben und der damit die Forschung bereichert. Eine Bereicherung, die auch Auswirkungen auf die Germanistik und die philosophische Nietzscheforschung haben wird.
Rezeptionsästhetische Aspekte und New Philology als Metapher der Dokumentation der deutschen dramatischen Gegenwartsliteratur
Author: Agata Mirecka
Das Verhältnis zwischen dem Dramatext und dem Theatertext sowie die Unterschiede zwischen den Bühnen-Varianten eines Dramatextes bilden den Schwerpunkt dieser Publikation. Im theoretischen Kapitel wird den Spuren von der Rezeptionsästhetik bis zur New Philology nachgegangen. Dem schließt sich ein detailliertes Kapitel zu Roland Schimmelpfennig an. Auf der Grundlage der theoretischen Abhandlung werden ausgewählte Texte Schimmelpfennigs im Hinblick auf ihre Bühnen-Transformation analysiert und klassifiziert. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei Schimmelpfennigs Drama „Auf der Greifswalder Strasse“ und dessen Aufführung am Deutschen Theater unter der Regie von Jürgen Gosch (Berlin 2006).
Eine arabische Intellektuellengeschichte, 1968–1994
Author: Yvonne Albers
Anhand der Biografie der Beiruter Zeitschrift Mawaqif (1968–1994) erzählt das Buch die bewegte Geschichte einer arabischen Intellektuellengeneration im späten 20. Jahrhundert. Hauptschauplatz ist die Stadt Beirut, der damalige Hotspot einer transarabischen Intelligenzija und ihrer Zeitschriftenpublizistik. In der postkolonialen arabischen Welt galt die politisch-literarische Zeitschrift, genau wie in Europa, als das Leitmedium des sogenannten Intellektuellen. In der vorgelegten Studie wird erstmals die historische Verflechtung dieser Sozialfigur mit der modernen arabischen Zeitschrift als einer ‚Krisengattung‘ und als konstitutiver Praxis dieses Intellektuellen diskutiert. Vor dem Hintergrund des Sechs-Tage-Kriegs, der palästinensischen Widerstandsbewegung, der iranischen Revolution, des Bürgerkriegs im Libanon und der Exilbewegungen der 1980er Jahre spiegelt Mawaqifs Lebenslauf den einer arabischen kulturellen Linken nach 1967 und das Scheitern ihres einst revolutionären Projekts.
Open Access
Poetik einer transmedialen Form von der Moderne bis in die Gegenwart
Author: Sophie König
Seit der Moderne entdeckt die europäische Literatur das Triptychon als eigenständige literarische Form, deren Poetik das vorliegende Buch erstmals skizziert. Während das dreiteilige Format in der bildenden Kunst bereits im Mittelalter bekannt ist, wird es seit dem 19. Jahrhundert in einer transmedialen Bewegung aus seinem ursprünglich religiösen Kontext gelöst und säkular umgedeutet. In ausführlichen Analysen dramatischer und Prosatexte von Max Frisch, Tankred Dorst, Heiner Müller, W. G. Sebald, Esther Kinsky und Claude Simon werden die dezidiert literarischen Potenziale und Funktionen dieser Form herausgearbeitet. So werden herkömmliche Dramen- und Erzählmuster über die triptychiale Anordnung herausgefordert und neu imaginiert. Ein besonderer Fokus der Studie liegt auf den zahlreichen Bezügen zwischen visueller Kultur und Literatur sowie auf der spezifischen Materialität der Texte, denen sich nicht zuletzt über Bildmaterial, Manuskripte und graphische Vorarbeiten zugewandt wird.
Deutungsmuster vom Altertum bis in die Neuzeit
Naturkatastrophen sind ein spektakuläres Beispiel für die Ambivalenz des Verhältnisses von Natur und Ordnung. Zum einen gilt die Natur als Modell gesellschaftlich-politischer Ordnung, zum anderen als deren Gegenkraft, von der diese ständig bedroht ist. In Katastrophen wie Erdbeben, Sturmfluten oder auch Epidemien wird diese Latenz zu destruktiver Aktualität, deren Übermacht keine Ordnung gewachsen ist. Zugleich wird selbst dieser Zusammenbruch der Ordnung in Ordnungszusammenhänge eingeschrieben. Als göttliches Strafgericht etwa wird die Katastrophe zum Beleg einer der Natur gebietenden Ordnungsmacht, die umso absoluter erscheint, je verwüstender sie sich manifestiert.
Der Band beleuchtet kulturelle Repräsentationen von Naturkatastrophen von der Antike bis in die Neuzeit. Zur Debatte stehen Vorstellungen von göttlicher, natürlicher und politischer Ordnung, die zur Deutung von Katastrophen herangezogen, durch sie bestätigt, in Frage gestellt oder auch unhaltbar werden.
Zu Adornos Theorie der musikalischen Reproduktion
Was zeichnet musikalische Schrift aus? In den Notizen und Entwürfen zu seinem unabgeschlossenen Projekt einer Theorie der musikalischen Reproduktion blickt Theodor W. Adorno hinter das vermeintlich gegenständliche Erscheinungsbild einer Partitur und spannt die musikalische Schrift in ein Netz von Wechselwirkungen ein: zwischen Bild und Zeichen, Mimesis und Naturbeherrschung, Notation und Interpretation.
Darin wird eine Dialektik der musikalischen Schrift greifbar, die wichtige theoretische Einsichten für die Beschäftigung mit musikalischen Schriftphänomenen liefert. Aus unterschiedlichen Perspektiven befragen die Beiträge dieses Bandes Adornos Thesen und Gedankengänge zu musikalischer Schrift und Interpretation auf ihre theoriebildenden Potenziale, die im Lichte aktueller Forschungsdiskurse entfaltet werden.
Open Access
Virtuelle Realitäten entwerfen
Wie verändern Virtual-Reality-Technologien Raumerfahrung und Selbstwahrnehmung, und welche Auswirkungen haben sie auf das Entwerfen in Architektur und Design?
Bis heute gilt die realitätsgetreue Darstellung als Ausweis gelungener Virtual-Reality-Umgebungen. Doch von welchen real-virtuellen Realitäten ist hierbei die Rede, was zeichnet sie aus, und worin unterscheiden sie sich von perspektivischen Bildräumen? Diese Fragen bilden den Ausgangspunkt für neun grundlegende Beiträge, in denen sich Forscher:innen aus verschiedenen Perspektiven mit Phänomenen der virtuellen und erweiterten Realität in Medien, Künsten, Gesellschaft und Politik befassen. Sie zeigen, wie Virtual-Reality-Technologien Raumerfahrung und Selbstwahrnehmung verändern und welche Auswirkungen die einhergehende Grenzaufhebung von Bild und Körper für das Entwerfen in Architektur und Design haben werden.
Eine Anthologie
Neben der gut erforschten Verfremdungsästhetik des russischen Formalismus entwickelt sich in den 1920er Jahren eine bislang wenig rezipierte phänomenologische Formphilosophie. Interdisziplinäre Forschungsgruppen in Moskau und Leningrad arbeiteten an einer synthetischen Kunstwissenschaft.
Die Anthologie präsentiert grundlegende, teilweise auch im Original unpublizierte Texte erstmals in deutscher Übersetzung. Schlüsselkonzepte und -begriffe der sowjetischen phänomenologischen Ästhetik werden ebenso zugänglich wie originelle Ansätze, die für die aktuelle Ästhetik und Kunstwissenschaft von großem Interesse sind. Dies trifft auf exemplarische Studien der empirisch-psychologischen Kunstforschung sowie auf ausgewählte Lemmata aus dem „Wörterbuch der Begriffe der Kunstwissenschaften“ zu, welches erst 2005 auf Russisch erscheinen konnte.
Diderot, Schlegel, Musil und die Theorie des Romans
Author: Maud Meyzaud
Wenn Georg Lukács, Walter Benjamin, Michail Bachtin oder Robert Musil im frühen 20. Jahrhundert in der Jenaer Romantik das Labor einer neuen Art des Schreibens und Denkens über Literatur entdecken, so liegt dies darin begründet, dass der Roman um 1800 zum spekulativen Begriff einer Literatur- und Kulturtheorie geworden ist.
Hinter der vermeintlichen Formlosigkeit des Romans hatten Friedrich Schlegel und Friedrich von Hardenberg das Vermögen der Literatur entdeckt, aus sich selbst ihre Form zu entwickeln und von ihrer Eigengesetzmäßigkeit ausgehend theoriefähig zu werden. Um diesen Vorstoß zu wagen, so argumentiert die Studie, griff die Jenaer Romantik auf das Gespräch zurück: Als Inbegriff der Geselligkeit, als literarischer Präzedenzfall und als epistemologisches Modell wurde es zum Medium der literarischen Reflexion par excellence. Die Voraussetzungen für die Allgegenwart des Gesprächs um 1800 findet die Studie in der dialogischen, aus der Literatur- und Kunstkritik hervorgegangenen Erzählliteratur Denis Diderots angelegt; den Folgen spürt sie nach bis hin zur Konzeption des Gesprächs als Formkonstituens und Figur einer nicht-genealogischen Herleitung von Literatur in Musils Mann ohne Eigenschaften.