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Neue Praktiken und Diskurse in den Künsten der Gegenwart
Author: Corina Caduff
Neue künstlerische Artikulationen zu Sterben und Tod (2010-2020) tragen wesentlich zur gesellschaftlichen Bearbeitung von entsprechenden Diskursen und Praktiken bei.
Die Thematik „Sterben und Tod“ erlebt seit den 2010er-Jahren in den Künsten einen enormen Aufschwung, der sich beispielsweise im neuen Genre „Autobiografische Sterbeliteratur“ manifestiert. Indem die Künste bestimmte Fragestellungen, Topoi und Phänomene künstlerisch ausgestalten, die ansonsten kaum in vergleichbarer Weise zur Darstellung kommen, formen sie deren gesellschaftliche Diskursivierung mit und fördern dadurch auch die Veränderung von entsprechenden gesellschaftlichen Praktiken. Mehrheitlich basiert die aktuelle künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema auf autobiografischen Darstellungen. Der vorliegende Band versammelt Einzelstudien zu unterschiedlichen Beispielen aus verschiedenen Künsten mit dem zeitlichen Fokus auf das Jahrzehnt 2010-2020.
Open Access
Zum Wandel der Farbwahrnehmung um 1900 in der Literatur, im Kunstdiskurs und in der Konsumkultur
Author: Margrit Vogt
Der Band PROVOKATION FARBE fokussiert sich auf den Wandel der Farbwahrnehmung um 1900 in der Literatur, im Kunstdiskurs und in der Konsumkultur. Innovative Fortschritte im Bereich der chemischen Farbherstellung und deren Verwendung zur Lebensgestaltung, der Erfindung des Farbenlichts und dessen Einführung in Großstädten und insgesamt der nach und nach farbiger werdenden Kunst und Konsumkultur zwischen dem Fin de Siècle bis in die Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges lenken gesteigerte Aufmerksamkeit auf Farbe, die mit der Erforschung von Farbsynästhesien in der Medizin, der philosophischen und literarischen Ergründung der Sprache der Farbe (Benjamin, Wittgenstein sowie Rilke, Hofmannsthal, Dauthendey, George, etc.), der Konzentration auf Farbe in der Architektur und Kunst (Taut, Klee, Kandinsky, etc.), in der Malerei und Mode (Sonja Delaunay), im Tanz (Fouller, etc.) und in Farblichtkino, -theater und -musik (Kandinsky, Schönberg, Skrjabin, Wyschnegradsky) die gesamte Gesellschaft erfasst und wahrnehmungsprägend wirkt.
Die Sphinx und der Geist in der Geschichte
Die Entzifferung der Hieroglyphen gab Hegel wichtige Impulse für sein Ägyptenbild und seine zukunftsweisende Geschichtsphilosophie. Kant, Goethe und Schiller kannten Ägypten nur aus biblischen und antiken Texten, in denen es mit wenig Verständnis oder gar offener Feindschaft behandelt wird. Herder ahnte mit seiner ungewöhnlichen Empathie für andere Kulturen die Bedeutung Altägyptens für die Geschichte. Hegel, der Kenntnis von der Entzifferung der Hieroglyphen im Jahr 1822 nahm, erkannte die Folgen für die Geschichtsforschung und die im Entstehen begriffene Anthropologie und bezog das Alte Ägypten in seine Schriften zu Geschichte, Religion und Ästhetik ein. Damit hat er zahlreiche Schriftsteller, Historiker und Philosophen bis in unsere Tage angeregt.
Medicine and Writing in the Early Eighteenth Century
Author: Allan Ingram
This book explores the impacts, particularly on their writing, of the serious illnesses of Swift and Pope, alongside their respective understandings of health issues and within their period contex. Both Swift and Pope spent most of their lives suffering from serious illness, Ménière’s Disease (Swift) and Pott’s Disease (Pope). This was at a time when medical understanding of these conditions was minimal. This book examines the effects of illness on each writer’s relations with doctors, treatment, and medicine more widely, and how far and in what ways their own experiences affected their writing. The book explains the contemporary medical context and subsequent specialist knowledge of the illnesses, and places each alongside both writers’ attempts to come to terms with their suffering, not least with respect to the different forms and styles of their works. Each writer’s extensive correspondence is drawn on, as well as a range of texts.
Erwerbsarbeitslosigkeit in der Gegenwartsliteratur
Author: Lydia Mühlbach
Lydia Mühlbach untersucht literarische Verhandlungen des Themas Nicht-Arbeit in zeitgenössischen Romanen und diskutiert ihre Befunde in Auseinandersetzung mit sozialtheoretischen Gouvernementalitätskonzepten.
Im gegenwärtigen Diskurs gelten Arbeitslose als in besonderem Maße aktivierungsbedürftig („Fördern und Fordern“). Entsprechende Aktivierungsbemühungen der arbeitsmarktpolitischen Institutionen und ihre psychosozialen Auswirkungen beleuchten die von Mühlbach analysierten Texte von Jakob Hein, Anna Weidenholzer und Robert Naumann. Mit literarischen Mitteln spielen sie Konzepte, Ästhetiken und Werthaltungen zur Nicht-Arbeit durch, bringen Unterschiede zwischen erstem und zweitem Arbeitsmarkt in den Blick, problematisieren Kommunikationsweisen der Arbeitslosenverwaltung, experimentieren mit Formen programmatisch gewählten Nicht(s)tuns und leisten damit einen kritischen Beitrag zur Debatte.
Konzepte des Poly-Werks
Author: Karin Wetzel
Werke, die sowohl einzeln als auch simultan aufgeführt werden können, schaffen Möglichkeiten das „Werk“ neu zu denken.
Denn die monologisch geschlossene Anlage des einzelnen Werks wird durch ein weiteres Werk geöffnet und kontextualisiert. Warum sollten nicht auch musikalische Werke in eine Beziehung treten können, die sie gleichzeitig erklingen lässt? Und wie könnte so eine Beziehung kompositorisch beschaffen sein? In den letzten 70 Jahren haben viele namhafte Komponist:innen wie Darius Milhaud, Chaya Czernowin, Adriana Hölszky, Julio Estrada oder Klaus Huber das Konzept der Vergleichzeitigung umgesetzt. Anhand vieler verschiedener Beispiele und künstlerischer Reflexionen wird mit diesem Buch das Poly-Werk erstmals eingehend und detailliert dargestellt.
Open Access
Open Access
Forgetting and Forgetfulness in Modern Science
Author: Oliver Dimbath
The book offers a fundamental view on the problem of forgetting in sociology in general and within sociology of knowledge. Furthermore it focuses – as a case study – on the field of modern science. With recourse to the term ‚oblivionism‘, originally introduced with ironic-critical intent by the german romance scholar Harald Weinrich, it analyzes the fundamental and multifaceted problem of the loss of knowledge in the field of science.
A declarative-reflective, an incorporated-practical and an objectified-technical memory motif is at the centre. These form the basis for the development of the three forms of forgetting that are also central to modern science: forgetfulness, wanting to forget and, ultimately, making one forget.
Open Access
Christoph Schlingensief und die Tradition
Das enfant terrible und die Tradition? Ein Sammelband widmet sich Christoph Schlingensiefs Umgang mit medialen, ästhetischen und genrehistorischen Traditionslinien.
Die ‚Arbeit am Bild‘ erklärte Christoph Schlingensief retrospektiv zu seinem zentralen ästhetischen Prinzip. Und tatsächlich präsentieren sich seine Projekte gleichermaßen als Bildproduktions- wie Bildzerstörungsmaschinerien. Der vorliegende Sammelband unternimmt eine interdisziplinäre Kontextualisierung des Œuvres und befragt Schlingensiefs Werk konsequent auf seine medien-, kultur- und genrehistorischen Bezüge. In den Fokus rückt damit erstmals in einem umfassenden Sinne Schlingensiefs produktives Verhältnis zur Tradition.
Das US-amerikanische Fotobuch im Diskurs des 20. Jahrhunderts bei Susan Sontag und Henri Cartier-Bresson
Das Buch widmet sich der unauflösbaren, mythischen Verknüpfung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Fotografie, die ihr medienspezifisches Musterbeispiel im »Fotobuch« gefunden hat. Als Ausgangspunkt dient der 1991 erschienene Bildband L’Amérique furtivement des französischen Fotografen Henri Cartier-Bresson. Anhand dessen Publikations- und Ausstellungsgeschichte wird nachgezeichnet, wie Cartier-Bressons Amerika-Bilder Ende des 20. Jahrhunderts zwar eine Revitalisierung erfahren, eine breitere Rezeption jedoch ausbleibt. Die marginalisierte Auseinandersetzung mit Cartier-Bressons Amerika-Bild ist ein Spiegel des ambivalenten Verhältnisses zwischen dem französischen Fotografen und den Vereinigten Staaten: zwar wird er hier früh in Ausstellungen präsentiert, seine Fotografien von Amerika werden jedoch nie Teil des Kanons einer »amerikanischen Fotografie«.
Vor diesem Hintergrund zeichnet der Autor die Rahmenbedingungen dieser »Verkennung« nach, die sich zum einen im Mythos des »decisive moments« verorten lässt, der als fotografisches Konzept Cartier-Bressons Œuvre überstrahlt. Zum anderen wird der insbesondere US-amerikanische Diskurs der »American Photography« sichtbargemacht, dessen Inanspruchnahme der Fotografie als ein nationales, amerikanisches Medium »Regeln« und Narrative entwirft, in die sich Cartier-Bressons Reportage-Fotografie nicht einpassen lässt.
Die Arbeit mündet in einer Auseinandersetzung mit Susan Sontags Essay-Sammlung On Photography (1977), deren Texte als paradigmatische Stimme dieses Diskurses den Mythos einer amerikanischen Fotografie einerseits aufgreifen und bestätigen, sowie andererseits eine intellektuelle Rede zur Schau stellen, deren populär gewordene Lesart »gegen« Fotografie eine exklusive Kritik am Fotobuch/Bildband ist, die in diesem Buch erstmals herausgearbeitet wird.
Schreibweisen der obscuritas als problematisiertes Weltverhältnis bei Johann Fischart, Johann Georg Hamann, Franz Kafka und Paul Celan
Author: Yvonne Al-Taie
Poetik der Unverständlichkeit liest literarische Schreibweisen der Unverständlichkeit als Ausdruck eines prekär gewordenen Weltverhältnisses.
In vier exemplarischen Lektüren wird die Konstellation zwischen Text- und Weltverstehen bei Autoren aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert ausgelotet, wobei sich für jeden Autor eine sprachliche Grundfigur unverständlichen Schreibens bestimmen lässt: Die ruminatio (Fischart), der Vergleich (Hamann), die Frage (Kafka) und die Ellipse (Celan). Ausgehend von den Schreibweisen und ihren Darstellungslogiken werden die tragenden Themen und Problemhorizonte sowie die poetologischen Reflexionen über Unverständlichkeit im jeweiligen Werk untersucht.