Denkwege – Eine theologische Philosophie
AutorIn: Markus Mühling
Theologie ist ein Explizieren, Im-plizieren und Kom-plizieren christlichen Wahrwertnehmens im Weg des Evangeliums, das organisch, aber unabschließbar offen erfolgt und jede Systembildung zum Post-Systematischen hin überschreiten muss.

Nach einer phänomenal begründeten, narrativ-ontologischen Neudefinition von Grundbegriffen wie Relation, Weglinie, Ereignis, Zeit, Raum, Zeichen, Metapher, Begriff, Name, Modell, Theorie, Kohärenz, Kausalität, Kontingenz, Subjekt und Wahrheit befasst sich der Hauptteil mit Gottes dreifaltiger Selbstpräsentation im Wahrwertnehmen des Evangeliums. Abschließend werden die Konsequenzen für das Verständnis von Glaube und Religion, Historizität und Heiliger Schrift, den Vernunftbegriff sowie Interdisziplinarität und die Wissenschaftlichkeit der Theologie gezogen.
Oder: Warum 'Gott Vertrag' beim Aufgang der Sonne in Wehmut zurückblickte
AutorIn: Harald Strohm
Die Ähnlichkeit des römischen Mithraskultes mit dem Christentum wurde schon in der Antike erkannt und bot Kirchenvätern Anlass, die Bräuche der Mithrasmysten als unverschämtes Nachäffen zu verurteilen. Jüngere Recherchen belegen aber das Gegenteil: Der Mithraskult ist älter.
Die reiche Bilderwelt des römischen Kults ist Detail für Detail Ausdruck alter Schöpfungsmythen.
Das zeigt, dass der römische Kult zwar astrologisch überformt war, im Kern aber uralte, bis ins 2. Jahrtausend zurückreichende indo-iranische Traditionen fortführte. In ihrem Zentrum steht das symbolische Opfer eines Gottessohnes und seine Wiederauferstehung in die Welt des Vaters.