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Völker, Reiche und Namen stehen als Marksteine des Übergangs von der Spätantike zum frühen Mittelalter im Zentrum dieses Bandes.
Dabei werden Fragen bezüglich der Bedingungen von Staatlichkeit und der Identität der Völker sowie verschiedene Faktoren, die auf die Reichsbildungen einwirkten, wie z.B. Eliten, Legitimationsstiftung, Akkulturation, Christianisierung, untersucht und diskutiert.
Eine andere Kulturgeschichte des Fliegens
Eine ›andere‹ Kulturgeschichte des Fliegens, wie sie im vorliegenden Buch rekonstruiert wird, offenbart, dass sich der scheinbar antiquierte Terminus des Wunders bis in die Fundamente der modernen Wissenskultur zieht. In der einschlägigen Historiographie wird die Geschichte des Fliegens als eine lineare Erzählung dargestellt – von den Wachsflügeln des Ikarus bis zum Atlantikflug. Doch die historischen Spuren des Flugdiskurses zeugen von einer anderen Erzählung. In der ’Kunst des Fliegens’ hat sich – ganz entgegen den rationalistischen Zuschreibungen der Technikgeschichte – ein tiefsitzender Wunderglaube erhalten.
Die Erfahrung des Orpheus nimmt dieser Band in einer doppelten Perspektive in den Blick: als Grenzerfahrung zwischen Tod, Liebe und Kunst sowie als Entgrenzung im Feld der Künste und zwischen Kunst und Leben.
Die Beiträge diskutieren den -ersten Sänger- dabei nicht nur in historischer Hinsicht, sondern fragen insbesondere auch nach der Valenz dieser zentralen Figur noch für die gegenwärtige Kunstproduktion und Theoriebildung.

Mit Beiträgen von: Armen Avanessian, Karl Heinz Bohrer, Gabriele Brandstetter, Franck Hofmann, Bernhard Huss, Claudio Magris, Gert Mattenklott, Tom McCarthy, Renate Schlesier, Gregor Stemmrich, Jan Völker, Birgit Wiens, Friederike Wißmann, Slavoj Zizek.
Ein Portrait
Author: Kurt Meyer
Als europäischer Historiker des 19. Jahrhunderts übt der Basler Jacob Burckhardt bis heute eine ungebrochene Faszination aus. Burckhardt war mehr als ein politischer Historiker, er war Kulturhistoriker und Pionier der Kunstgeschichte – aus einer riesigen Photosammlung hat er ein erstes musée imaginaire geschaffen. Das vorliegende Portrait zeigt das vielschichtige Werk in seinen Spannungen und Polaritäten: Kritisch wendet sich Burckhardt gegen die Aufbruchstimmung seiner Zeit, gegen Fortschrittsoptimismus und Demokratisierung, gegen Massenkultur und Nationalismus. Bei ihm, dem konservativen Denker, gingen auch Antimodernismus und Antisemitismus Hand in Hand. Diese erste, an ein großes Publikum adressierte Biografie und komplette Werkschau mit zum Teil nie gesehenen Bildern offenbart: Burckhardt ist alles andere als ein grauer Fachgelehrter gewesen.
Der Verfasser Konrad von Mure (1210–1281), Kanoniker und Lehrer am Züricher Großmünster, gehört zu jenen wichtigen, jedoch unverdienterweise lange Zeit wenig untersuchten lateinischen Schriftstellern am Übergang zum Spätmittelalter, deren wissenschaftliches Œuvre erst in den letzten Dezennien wieder Aufmerksamkeit und zunehmende Anerkennung gefunden hat. Sein umfangreiches Lehrgedicht Novus Grecismus besteht aus einem ersten größeren Haupteil grammatischlexikographischen Charakters, in dem Formenlehre, lateinischer und im beträchtlichen Ausmaß auch griechischer Wortschatz, dann Prosodie, Figuren- und Tropenlehre nacheinander ausgeführt werden. Der zweite, kleinere Hauptteil vermittelt Realienkunde natur- und humanwissenschaftlicher Art vieler Gebiete. Dieses sehr reiche Wissensgut kompilierte Konrad hauptsächlich aus antiken Autoren und aus den Standardwerken des Früh- und Hochmittelalters, die er auf eine vielfach innovative Art zu kombinieren vermochte.
Text, Übersetzung, Kommentar
Die in drei Handschriften überlieferte Vita Meinwerci ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. In diesem Werk werden die Grenzen des mittelalterlichen Vitengenres weit überschritten. Der Text erweist sich als eine geschickte Zusammensetzung aus verschiedenen Elementen: Er vereint Biographisches und Historiographisches, zeigt Charakterzüge eines Erbauungsbuches, dient zudem in gewisser Weise auch als ein Güterverzeichnis der Paderborner Kirche sowie als Gründungsbericht des Benediktinerklosters St. Peter und Paul, genannt Abdinghof. Über ihre unbestrittene Bedeutung für die Stadtgeschichte Paderborns hinaus lassen sich aus der in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts geschriebenen Vita Meinwerci auch Kenntnisse für die Geschichte des mittelalterlichen Reiches gewinnen. Der Band stellt die erste zweisprachige Ausgabe dieses Textes zur Verfügung.
Zur Sprachlichkeit des Menschen
'Der Mensch ist nur Mensch durch Sprache' – Ausgehend von diesem Satz Wilhelm von Humboldts wird noch einmal die Frage nach der sprachlichen Verfasstheit des Menschen aufgeworfen. Für Wilhelm von Humboldt war die Sprachlichkeit des Menschen die zentrale anthropologische Konstante: Der Mensch produziert sein Denken in der Dimension des Anderen mittels der Sprache, die Vielfalt der menschlichen Denkmöglichkeiten zeigt sich in der Vielfalt der Sprachen, und dies konstituiert den Menschen als Menschen. Ist diese Annahme noch aktuell? Oder muss sie vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen unserer Kultur, die die Relevanz des Sprachlichen infrage stellen, revidiert werden? In Humboldts Satz steckt heute ein erhebliches Diskussionspotential. Die Beiträge diskutieren die Sprachlichkeit des Menschen aus unterschiedlichen philosophischen, kulturtheoretischen und sprachwissenschaftlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie es sich mit Humboldts sprachzentriertem Menschenbild in unserer Kultur verhält.
Eine Mentalitätsgeschichte in Bildern
Author: Jörn Glasenapp
Nicht um Bilder, sondern um den Gebrauch von Bildern geht es Jörn Glasenapp in seinem reich illustrierten Buch. Mit ihm legt er die erste Gesamtdarstellung der deutschen Fotografie nach 1945 vor, welche Kontinuitäten und Brüche sowie zentrale Pradigmen und Tendenzen der fotografischen Praxis ausweist. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs, das heißt, den Aufnahmen aus den befreiten Konzentrationslagern sowie den zerstörten deutschen Städten, bis zur Gegenwart, den Neorealismen der Becher-Schule und der Modefotografie eines Juergen Teller, spannt sich der zeitliche Horizont des Buches, das sich auch als eine in Bildern gefasste Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland versteht.
Ein Ritt durch die Geschichte Europas von Dante bis Napoleon
Author: Volker Hunecke
Reiterdenkmäler als Ausdruck herrscherlicher Pracht und herrscherlichen Willens durchziehen die europäische Geschichte. Mit dem Römischen Reich ging das Reitermonument in seiner vornehmsten Gestalt, dem überlebensgroßen ehernen Abbild, für lange Jahrhunderte unter. Im Italien der Renaissance wurde es wiedergeboren, die eisernen Herrscher bestiegen wieder ihre ehernen Rosse, zur Mehrung ihres Ruhmes. Reitermonumente breiteten sich von nun an als Symbole und wesentliche Bestandteile der Inszenierung von Fürstenmacht über ganz Europa aus. Volker Huneckes legt einen eindrucksvollen, reich bebilderten Überblick über alle künstlerisch, historisch, politisch und symbolgeschichtlich bemerkenswerten Reitermonumente vor, die in dem halben Jahrtausend zwischen Dante und Napoleon entstanden. Die glänzend geschriebene Darstellung ist gleichsam ein Ritt durch die europäische Geschichte, der sich von der Blüte der italienischen Stadtrepubliken bis zu den Massakern der Französischen Revolution an den ehernen Reitern der Monarchie erstreckt und der den Leser von Sizilien bis nach Skandinavien, von Lissabon bis nach Petersburg führt. Die eingehenden Analysen der verschiedenen Monumente lassen Hauptstationen der europäischen Geschichte im Spiegel der Kunst lebendig werden: das Freiheitsstreben der italienischen Kommunen, die Entstehung von Signorie und modernem Fürstenstaat; das Ringen um Hegemonie und Gleichgewicht unter den großen Mächten; Erstarken und Ausbreitung des Absolutismus; die Souveränitätsansprüche der großen Reichsstände; die Entfaltung des modernen Russland, bis sich im 18. Jahrhundert bereits der Aufstieg des Bürgertums ankündigt, in Form einer beginnenden „Verbürgerlichung“ des fürstlichen Denkmals, die auf das 19. und 20. Jahrhundert mit seinen vielen, aber weit weniger bemerkenswerten Reiterstatuen vorausweist.
Eine Einführung
Hildegard Viereggs Buch stellt die europäische Museumsgeschichte, beginnend bei den Schatzhäusern der griechischen Antike, über die Kunst- und Wunderkammern der Spätrenaissance bis hin zur Differenzierung in unterschiedliche Museumstypen vor und reicht bis in unsere Gegenwart. Ein jeweils kurzer Überblick zeigt auch Entwicklungen auf anderen Kontinenten auf.