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Dantes Commedia verdankt ihre anhaltende Faszination einer zeitgenössisch bereits wahrgenommenen, aber in der Forschung bislang kaum gewürdigten Poetik des Ungesagten.
In Auseinandersetzung mit politischen und religiösen Begrenzungen der Rede verleiht Dante den ungesagt bleibenden Dingen mit poetischen Mitteln eine neue Form. Die Leerstelle zieht die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich und fordert zum Kommentar heraus. An ihr entzündet sich eine potentiell gefährliche Lust am Lesen. Dantes Momente des Schweigens begründen die Resonanz seines Werks mit der jeweiligen Gegenwart. Mit dem Ungesagten reklamiert Dante für die profane volkssprachliche Dichtung eine Dimension von Textualität, wie sie sonst nur der Heiligen Schrift zukommt und die Erich Auerbach als Stilart des Alten Testaments bezeichnet hat.
AutorIn: Kevin Kuhn
Romane sind im Schreibakt oftmals schwer überschaubare Gebilde. Ästhetische Romanentwürfe (Skizzen, Diagramme, Schemata etc.) dienen den Entwerfenden als visuelle Hilfsmittel und geschützte Spielräume, um komplexe narrative Gefüge auf einen Blick sichtbar und handhabbar zu machen.
Kevin Kuhn wirft erstmalig ein breites Schlaglicht auf ästhetische Romanentwürfe als entscheidende Gegenstände des Schreibens. Grundlegend fragt die Studie nach ihren Funktionen und wie sie von Seiten einer gegenstandsorientierten Literaturwissenschaft methodisch beschrieben werden können. Hierbei öffnet sich der Blick auf die Materialität, Schriftbildlichkeit und Handhabung dieser Gegenstände und gibt faszinierende Einblicke in Kreativ- und Wissensbildungsprozesse. Anhand von Heinrich Böll und Sylvia Plath wird beleuchtet, wie derartige Entwürfe im Grenzbereich von Bild und Schrift den dynamischen Aufbau einer Romanbühne und das Aufeinanderstoßen der Figuren ermöglichen.
in Die Ästhetik des Romanentwurfs
in Die Ästhetik des Romanentwurfs
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