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2. Auflage
Der Band veranschaulicht in 13 systematisch angelegten Beiträgen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen,wie sehr Robert Walsers Schreiben von vaszillierenden Erscheinungsformen des Ambivalenten geprägt ist. Er bildet ein besonderes Kompendium zu seinem Werk und soll außerdem zu einem differenzierten Verständnis eines kulturwissenschaftlich zentralen Begriffs beitragen.
Schon Walter Benjamin erkannte bei Robert Walser den produktiven Widerspruch von »Geschwätzigkeit« und »Sprachscham« und dass »jeder Satz nur die Aufgabe hat, den vorigen vergessen zu machen«. Im Rückblick erscheint Walsers Werk als literarische Umschreibung des »Endes der Eindeutigkeit« (Zygmunt Bauman) und damit letztlich als eine Positionsbestimmung der Moderne. Im Gegensatz zu dialektischen Denkmustern, die Entscheidung oder Synthese anstreben, entwickelt dieser Schriftsteller beweglich-gleitende Ausdrucksweisen. Seine Figuren, oftmals widerspenstig und unterwürfi g, verkörpern das Vage und Brüchige persönlicher Identität.
Mit einer Neuausgabe des »Figura«-Aufsatzes von Erich Auerbach
Der erste Band der Reihe Medien und Mimesis, hier in zweiter, korrigierter Auflage, entfaltet das Spannungsverhältnis zwischen mimetischer Wirklichkeitsdarstellung und ihrer geschichtsphilosophischen Deutung.
Mit seiner 1938 entwickelten Figuraldeutung stellt Erich Auerbach ein Modell zur Verfügung, das literarische Mimesis als eine „vorausdeutende Gestalt des Zukünftigen“ zu begreifen erlaubt. Dieses Spannungsverhältnis zwischen einer Mimesis des Alltäglichen und ihrer geschichtsphilosophischen Deutung hat Konsequenzen weit über die Literaturgeschichte hinaus. Der Band macht Auerbachs Figura-Aufsatz zum ersten Mal mit der deutschen Übersetzung der zahlreichen fremdsprachigen Belegstellen verfügbar und etabliert ihn als zentralen Text einer Theorie minderer Mimesis.
Exotismus, Rassismus und Sexismus in der Kunst
Verweigerungsstrategien in der Literatur seit 1800.
Author: Leonhard Fuest
Die Poetik des Nicht(s)tuns ist weder eine Ethik noch eine Kritik. Sie traut den vermeintlichen Segnungen der Arbeitsideologien ebenso wenig wie den Lobreden auf Müßiggang und Faulheit. Ihre begründete Indolenz verdankt sich der Semantik radikaler Verweigerungsstrategien, wie sie ein-zig der Literatur vorbehalten sind. Somit konstituiert sich diese Poetik zunächst in Lektüren müßiger, fauler und nichtsnutziger Texte. Was sie, trotz aller Skepsis gegenüber jeder Begriffsarbeit, leistet, ist zweierlei: Zum einen erzählt sie eine Geschichte, die sich von der Romantik mit ihren immer schon ironisch gebrochenen Nobilitie-rungsversuchen des Müßiggangs bis in das ausgehende 20. Jahrhundert mit seinen melancholischen Szenarien des Nichtstuns erstreckt. Und zum anderen wird in systematischer Hinsicht laboriert an Begriffen wie „Müßiggang“, „Faulheit“ und „Nichtstun“. Ein gutes Ende ist freilich nicht zu haben – zuletzt mutieren die Müßiggänger zu Wiedergängern.
Entwürfe für eine Bildwissenschaft. 4. Auflage
Series:  Bild und Text
Author: Hans Belting
Die Erfindung der Bildwissenschaft: Mit seiner Bild-Anthropologie gibt Hans Belting international richtungsweisende Impulse für eine grundlegende Revision von Selbstverständnis und Methoden der Kunstgeschichte.
Mit seinem bekannten Buch Bild und Kult hat Hans Belting vor einiger Zeit die Schwelle zur Bildgeschichte überschritten. In der Bild-Anthropologie verfolgt er diesen Weg konsequent weiter und macht die gesamte Komplexität des Themas »Bild« sichtbar: vom Totenkult des alten Orients bis zur Photographie und zur virtuellen Realität in den heutigen Medien.
Hans Belting hat damit eines der bedeutendsten Werke für die Entwicklung der Bildwissenschaft erarbeitet. Er untersucht darin sowohl die Entfaltung der Mediengesellschaft als auch die anhaltende »Krise der Repräsentation«.

Exemplarische Untersuchungen zur Medienästhetik der Malerei im Anschluss an Positionen von Nicolas Poussin und Cy Twombly
Author: Martina Dobbe