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Schriften zu Skulptur und Architektur
Reihe: Bild und Text
Skulptur und Architektur spielen in den jüngeren bildwissenschaftlichen Diskussionen der Kunstgeschichte allenfalls eine untergeordnete Rolle. Zu Unrecht, wie Gundolf Winters Schriften zeigen, in denen er die Frage nach dem Ikonischen in der Auseinandersetzung mit dreidimensionalen Bildern aufgeworfen hat.
Während das Nachdenken über das Bild im Sinne des Flächenbildes eine dichte kunsttheoretische und ästhetische Tradition besitzt, können medien- und bildästhetische Bestimmungen der Skulptur und der Architektur weniger aus der Theorie, als in der anschaulichen Auseinandersetzung mit diesen Bildformen gewonnen werden. Das zentrale Anliegen der hier versammelten Texte Gundolf Winters ist es, den Prozess des Sehens von Skulptur und Architektur als bildstiftenden Akt zu rekonstruieren. Skulptur und Architektur - als dreidimensionale Bilder verstanden - waren für Winter in besonderer Weise geeignet, die eigene Disziplin auf ein bildliches Sehen zu verpflichten.
Selbstporträt im Hexenspiegel
Charles Nègres Selbstportrait im Hexenspiegel ist eine der ungewöhnlichsten frühen Fotografien überhaupt. Die Daguerreotypie zeigt den großen Pionier der französischen Fotografie vervielfacht in einer sogenannten „sorcière“, einem elfteiligen Konvexspiegel. Die einzigartige, bislang unpublizierte Aufnahme, die sich in der Sammlung Herzog befindet, wird hier der Öffentlichkeit vorgestellt. Das vermutlich 1845 oder kurz davor entstandene Werk gehört zu den ganz wenigen von Nègre erhaltenen Daguerreotypien und ist darüber hinaus eine höchst rätselhafte, interpretationsbedürftige Aufnahme. Die Verwendung des Hexenspiegels gibt ihr nicht nur unter den zahlreichen von Nègre geschaffenen Selbstbildnissen eine Sonderstellung, sondern macht sie zu einer der bemerkenswertesten Daguerreotypien und frühen Fotografien überhaupt. Sie ruft – auch dadurch ein vielfaches Spiegelbild – in herausragender Weise eine Fülle der in den ersten Jahrzehnten der Fotografiegeschichte breit diskutierten Themen auf. Die Beiträge dieses Bandes loten das komplexe wie enigmatische Werk aus und verorten es in der Geschichte der Fotografie.
Ein kulturwissenschaftlicher Grundriss
Wer kennt es nicht? Man steht vor dem übervollen Kleiderschrank und hat trotzdem das Gefühl, nichts anzuziehen zu haben. Laura Bieger, Annika Reich und Susanne Rohr nehmen dieses Problem nicht bloß ernst, sondern zeigen uns seine kulturwissenschaftliche Dringlichkeit. Entgegen ihres schlechten Rufs führt uns die Mode nicht an die Oberfläche unserer Kultur, sondern an ihre Grundfesten: zur gemeinsamen Schmiede unserer Begehren, zur rückhaltlosen Verschränkung von Massenkonsum, Identitäts- und Körperproduktion, zum modernen Diktat des Immerneuen und seinen Herausforderungen an unser Selbsterleben, zur Einverleibung des Politischen in das Ästhetische. Mit Beiträgen von Laura Bieger, Annika Reich, Susanne Rohr, Annette Geiger, Ulrich Lehmann, Kaja Silverman, Barbara Vinken und Hanne Loreck.