Browse results

You are looking at 81 - 90 of 37,064 items for

  • Upcoming Publications x
  • Just Published x
  • Search level: All x
Clear All
In: Oblivionism
Der Tod der schönen Antike
1862 erscheint Gustave Flauberts Roman Salammbô. Ort und Handlung sind in ferner Vergangenheit angesiedelt. Karthago ist ein blinder Fleck auf der Landkarte der historischen Überlieferung. Gerade deswegen wählt Flaubert diese Stadt.
Nordafrikanische Landschaften, Stadtansichten der Seerepublik Karthago, pompöser Reichtum und kulturelle Artifizialität in Speisen, Sitten und Kleidung, monumentale Schlachten, grausame Bilder des Krieges und der ausschweifenden Gewalt an Mensch und Tier bilden die Szenen des neuen Romans. »Leute von schlechtem Geschmack« sind nach Flaubert solche, die »verschönern, reinigen und sich illusionieren, die verändern, kratzen und wegnehmen« und gleichwohl meinen, sie seien Klassiker. Die Aufsprengung der normativen Antike-Ansicht bedeutet für Flaubert, Klischees und abgenutzte Phrasen aufzubrechen sowie neue Sprachformen zu erfinden. Er eröffnet damit den Blick auf eine archaische Antike und auf das Phänomen der Gewalt in der Moderne.
Zur Poetik des Gefühlswissens zwischen Romantik und Realismus
Die modernen Ordnungen des Wissens von der Liebe entstehen zwischen Romantik und Realismus.
Die Studie geht der Neuordnung des Gefühlswissens auf der Epochenschwelle in einem Querschnitt durch die Literatur um 1830 nach. Anhand von Lektüren der frühen Lyrik Heinrich Heines, der Prosaschriften des Jungen Deutschland und der Dramen Georg Büchners fragt sie nach den ästhetischen Formen, den sozialen Einsätzen und vor allem den wissenshistorischen Anschlüssen, in denen sich die Umgestaltung der Passionen poetisch manifestiert. Damit erweitert sie die Literatur- und die Kulturgeschichte der Liebe um eine wesentliche Station.
Poetologie(n) des Sterbens von 1968 bis heute
Die gesellschaftlich-politische Debatte um ein angemessenes, vielerorts so bezeichnetes „humanes“ Sterben spiegelt sich auch in literarischen Texten wider.
Die Literatur wird in diesem Zusammenhang zum Seismografen und Aushandlungsraum im Spannungsfeld zwischen individueller Erzählung, ökonomisierter Medizin, politischen Debatten und Fiktion. Die analysierten literarischen Texte loten aus, was es bedeutet, dass der Tod sich unserer Erfahrung entzieht, nehmen gleichwohl die Herausforderung dieser Darstellungsproblematik an und zeigen neue Ästhetiken und Schreibweisen des Sterbens auf.
Eine Archäologie der Gegenwartskunst
Author: Helmut Draxler
In der Moderne muss Kunst ebenso wahr wie gegenwärtig sein. Kein Werk und keine Praxis können sich ernsthaft als Kunst behaupten, ohne solchen Ansprüchen zu genügen. Doch wie konnten Wahrheit und Gegenwärtigkeit zu den entscheidenden, nicht-ästhetischen Kriterien von Kunst werden? Die hier vorgelegte Studie versucht diese Frage zu beantworten, indem sie hinter die dominanten Begründungsmythen von Moderne und Gegenwartskunst im Sinne von heroischen Überwindungsleistungen alles Alten im Namen eines Neuen blickt. Derart wird eine Tradition des Wahrheits- und des Gegenwartsbezugs von Kunst sichtbar, die tief in jener Geschichte verwurzelt ist, als die Malerei begann, um ihren Status als Kunst zu ringen. Die historischen Niederlande stellen zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert den exemplarischen Schauplatz dieses Ringens dar. Durch den Verlust vorgegebener Wahrheiten und Funktionen entwickelte die Malerei im Spannungsfeld zwischen ökonomischen, politischen und religiösen Krisen besondere Strategien der Selbstbehauptung als Kunst. Anhand spekulativer Bildideen – dem Bild als Schwelle, dem antagonistischen, dem analytischen und dem synthetischen Bild – wird die Wirkmächtigkeit dieser Strategien im Sinne eines spezifischen Wahrheitseinsatzes nachvollzogen und so das Nachleben der Niederländischen Malerei als Gegenwartskunst erfasst.
Uses and Abuses of an American Icon
Blick ins Buch
Thoreau in an Age of Crisis reconsiders the relevance of 19th-century American naturalist, philosopher, and social reformer Henry David Thoreau to our troubled present. This new anthology collects the work of fourteen leading scholars from various disciplines. They consider Thoreau’s life and work in light of contemporary concerns regarding racism, climate change, environmental policy, and political strife. They review Thoreau’s trajectory as a scientist and literary artist, as well as his evolving attitudes toward Native American cultures. The essaysists also consider Thoreau’s acoustics, concepts of play, and impact on later writers. Most provocatively, they reveal a vulnerable and empathetic Thoreau, a far cry from the distanced and misanthropic critic often portrayed in popular culture.
In: Oblivionism
In: Das Skizzenbuch "Engelmann"
In: Das Skizzenbuch "Engelmann"
In: Das Skizzenbuch "Engelmann"