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Literatur und Repräsentation in der politischen Moderne
Author: Sabine Müller
Die demokratische Stimmabgabe – handelt es sich hierbei um eine irrelevante Metapher? Oder sollte man sie beim Wort nehmen, um nach der Beziehung zwischen der Stimmabgabe in Repräsentativdemokratien und den „stummen Stimmen“ der modernen Literatur zu fragen?
Das Buch antwortet hierauf mit einem transdisziplinär erweiterten, post-poststrukturalistischen Repräsentationskonzept, das Erkenntnisse der Sozial-, Rechts- und Geschichtswissenschaften mit aktuellen Literatur- und Kulturtheorien verbindet. Diese Grundlage eröffnet neue, bei den Umbruchsjahrzehnten um 1800 ansetzende Perspektiven auf die Relation zwischen ästhetischer und politischer Repräsentation (Darstellung/ Stellvertretung) und auf zentrale Etappen in der Geschichte der politischen Ästhetik von Kollektivität. Materialien der Verwaltungs-, Bildungs-, Theater-, Popularkultur- und Literaturgeschichte heranziehend, nimmt die Studie chorisch katechisierende Schulkinder, idiosynkratische Theatergänger und lärmempfindliche Kinobetreiber ebenso in den Blick wie literarische Positionen von Friedrich Schiller bis zu Elias Canetti, Anton Kuh, Felix Salten und Franz Kafka.
Verliebtheit, Liebe und Übertragung bei Gottfried Keller
Die Studie beschäftigt sich erstmals dezidiert mit dem Thema Liebe bei Gottfried Keller und untersucht zu diesem Zweck kontrastierend zwei Novellensammlungen, die zusammen Früh- und Spätwerk des Autors umgreifen („Die Leute von Seldwyla“ und „Das Sinngedicht“). Damit soll nicht nur ein Beitrag zur Kellerforschung geleistet, sondern darüber hinaus auch der Versuch unternommen werden, den theoretischen Rahmen von literaturwissenschaftlichen Liebesstudien mit Hilfe der Psychoanalyse zu erweitern. Mit Freud und Lacan wird deutlich, was für ein großer Sprung es von den Verliebtheitsgeschichten der am Imaginären haftenden Seldwyler zur Liebe als symbolischer Sinnverdichtung ist. Wenn es stimmt, dass Kellers „Sinngedicht“ ein Buch über Übertragung ist, dann kann diese Studie zuletzt auch ein Licht auf die literarische Vorgeschichte der Psychoanalyse werfen, die sich für Liebesgeschichten fortan nicht nur zuständig erklärt, sondern die daraus sogar ihre Behandlungstechnik ableitet.
Author: Michaela Hartl
Das Buch analysiert Robert Walsers Romane „Geschwister Tanner“ (1907), „Der Gehülfe“ (1908) und „Jakob von Gunten“ (1909). Walser überwand traditionelle Romanformen und entwickelte ein zeitgemäßes Erzählen wesentlich im Austausch mit seinen kleinen literarischen Formen. Hierdurch gewannen seine Romane ästhetische Innovationskraft. Walsers Romane befassen sich zudem höchst reflexiv mit Gattungsnormen und reflektieren stets, was in einem Wertungsdenken als anerkannte (‚große‘) Literatur gilt. Der Bildungsroman in der Nachfolge Goethes, der realistische Roman Gottfried Kellers und die klassische Autobiographie sind etablierte literarische Gattungen, mit denen sich Walsers Romane kritisch auseinandersetzen. In einer doppelten Perspektive werden sie daher als ‚große, kleine‘ Romane erfasst.
Literatur, Kunst und Wissenschaftsphilosophie
Das Buch handelt von Hermann Broch im Kontext der österreichischen Moderne seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Dabei werden Brochs Beziehungen zur Literatur, Philosophie, Malerei und Musik herausgestellt. In der Literatur sind es Franz Kafka, Hugo von Hofmannsthal und Karl Kraus, in der Philosophie der Wiener Kreis, bei deren Hauptvertretern er studierte, in der Musik sind es Arnold Schönberg und Alban Berg, die ihn faszinieren, und in der Malerei sind es Anton Faistauer und Georg Merkel, die seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Dabei ist aber in der Literatur und der Malerei auch der europäische Kontext zu erwähnen und da spielen zum einen James Joyce, zum anderen Pablo Picasso Hauptrollen. Sowohl das Romanwerk wie die Essays Brochs stehen im Mittelpunkt des Interesses.
Dieses Buch untersucht erstmals die Frage des Pathos in Sebalds Selbstverständnis und Rezeption.
Es beleuchtet das Verhältnis zwischen Sebalds Stilideal der unpathetischen, leidenschaftslosen Rede und seiner Ethik der Mitleidenschaft, der Em-Pathie als Protest gegen politische A-Pathie. Pathos ist hier kein Verstoß gegen den guten „ethisch-ästhetischen“ Geschmack, sondern eine zentrale Dimension seines elegischen Werks im Zeichen der Shoah. Im Lichte von Aby Warburgs Begriff der Pathosformel, die die Ausdrucksintensität zugleich steigert und zähmt, werden Sebalds vieldiskutierter Gebrauch von dokumentarischem Material und Bildern, aber auch diskretere Motive wie Körpergebärden und die Bezüge zu Film, Theater und Oper als Formen des Pathos neu gelesen.
Zur politischen Idee der Germanistik 1806-1848
Author: Christian Lück
Viele namhafte Intellektuelle, Dichter, Juristen, Historiker, Philologen waren um 1800 von dem Gedanken besessen, dass ein deutscher Nationalstaat nur durch die Überwindung des »fremden« römischen Rechts und Wiederherstellung eines »einheimischen« Rechts erreicht werden könnte.
Noch 1846 hielt das spätere Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung Georg Beseler das Römische Recht für ein »Nationalunglück«. Damit schrieb er einen Gedanken fort, der mit Beginn der »Deutschen Bewegung« im 18. Jahrhundert vorgetragen wurde. Christian Lück untersucht den Diskurs von Justus Möser, der um 1770 Goethe und Herder wichtige Anregungen geliefert hat, über Savignys Historische Rechtsschule, die politische Romantik, Fichte, Kleist, Adam Müller, die Gebrüder Grimm bis zum Germanistentag 1846. Die Studien verstehen sich als Beitrag zur Gründungsgeschichte der Germanistik als historischer Wissenschaft des Deutschen.
Robert Walser, Christian Morgenstern und die mimetische Praxis des Schreibens
Was hat eine so eigentümliche Denkfigur wie die Rekursion mit dem literarischen Schaffen von Robert Walser zu tun? Was zeichnet eine Rekursion aus jenseits einer Struktur, die sich selbst aufruft mit einer Struktur, die sich selbst aufruft mit einer Struktur, die sich selbst aufruft...
Und wie fügt sich diese Form nicht nur in eine eigene Wissensgeschichte ein, sondern auch in das Werk sowohl von Robert Walser wie Christian Morgenstern? Die vielfältigen mimetischen Figuren, die Walsers Werk prägen, werden hier vor dem Hintergrund von Walsers Praxis des Schreibens neu perspektiviert. Anhand der Fallgeschichte der so produktiven wie konflikthaften Zusammenarbeit von Walser und seinem Lektor Christian Morgenstern möchten die hier präsentierten Studien und Materialien einen Beitrag leisten zur Kultur- und Wissensgeschichte von Rekursion, Mimesis und Revision.
In: Rekursion und Revision
In: Rekursion und Revision
In: Die Deutschen und das Recht