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Im Begriff „Monstrum“ verschmelzen historisch gesehen die Vorstellung von etwas Wunderbarem (Fabelhaftem, Übernatürlichem) und etwas „Schrecklichem“ (einem bösen Omen, einem Unheilverheißenden, Schreckerregenden). Monstren lösen daher sowohl Erstaunen und Faszination aus als auch Angst und Entsetzen. Komplementär dazu verhält sich eine Lust am Monströsen und am Spiel mit Monstervorstellungen. Die Beiträge des vorliegenden Bandes widmen sich zum einen historisch und kulturell differenten Monsterkonzepten; darunter sind Fabelwesen, aber auch moralische Monster, sichtbare und unsichtbare Monstrositäten. Zum anderen gehen sie aus verschiedenen Perspektiven – vor allem anhand literarischer Texte – der Frage nach, ob es eine Grenzlinie zwischen dem Monströsen und dem Humanen gibt – und welche Konsequenzen gegebenenfalls das Fehlen einer solchen Grenze für das Selbstverständnis des Menschen hat.
Zum Projekt einer „erweiterten Vernunft“, das die Phänomeno-logie seit jeher verfolgt, gehört der Versuch, die zahlreichen Verhältnisse zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtba-ren zu klären. Dabei geht es im Rahmen einer Ästhesiologie oder einer Aisthetik nicht nur um eine Untersuchung der Potenziale des Sichtbaren, sondern auch des Unsichtbaren. Diese verweisen entweder auf den Grund der Möglichkeit der weltlichen Sichtbarkeit oder auf eine Grenze im Sinne eines „Ur-originären“, das sich dem Er-scheinen entzieht. Im ersten Fall nähert man sich dem Unsichtba-ren mit einer Kunst des Sehens dessen, was anderen unzugäng-lich bleibt, im zweiten Fall mit einer Kunst des „abweichenden“ oder anderen Sehens. Wir sehen meist nur, was wir bereits verste-hen, und sobald wir (wie in der Kunst) Unverständliches sehen, sehen wir plötzlich ganz anders.
Trauermusik durch die Jahrhunderte
Editor:
Dieser Tagungsband bringt das brisante und oft verdrängte Thema des Todes speziell im Zusammenhang mit Musik zur Sprache. Aus unterschiedlichsten Blickwinkeln und Verständnissen heraus vermitteln die einzelnen Beiträge Ansichten und Perspektiven zur Trauermusik. Diese Initiative will nicht nur Darstellung bleiben, sondern Anstoß zu weiteren Reflexionen zu diesem so ‚lebensnahen’ Thema liefern.
Das Andere der Philosophie
Zum Philosophiebegriff von Gilles Deleuze
Author:
Erstmalig im deutschen Sprachraum untersucht der Autor das Gesamtwerk des französischen Philosophen Gilles Deleuze hinsichtlich seines Begriffs von Philosophie. Ebenso wie Deleuze ‚seine‘ Philosophen (Spinoza, Nietzsche und Bergson) ‚immanent‘, aus ihren jeweiligen Problemstellungen heraus, denken wollte, so werden hier Deleuzes Schriften auf sein philosophisches Anliegen hin untersucht. Es zeigt sich, daß ‚Immanenz‘ für Deleuze nicht nur eine Methode zur Lektüre philosophischer Texte, sondern gleichsam der Inbegriff von Philosophie überhaupt ist. Das Buch bietet über die Einführung in das Denken von Deleuze hinaus eine Situierung Deleuzes in den Kontext der gegenwärtigen Philosophie sowie der philosophischen Tradition überhaupt und zeigt Anschlußstellen für das Weierdenken ‚nach Deleuze‘ auf. Es wird durch umfangreiche Literatur- und Lesehinweise ergänzt.
Rekonstruktion der Freundschaft
Eine Herausforderung philosophischer Reflexion
Studien zum Sprach- und Übersetzungsdenken Walter Benjamins und Jacques Derridas
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