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Die Reihe ist abgeschlossen.
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In: Sprache und Literatur
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Abstract

Die sozialen Medien stellen das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit auf den Kopf. Die Grenze zwischen beiden Sphären war immer schon prekär und ihre Funktion sowie ihre Beschaffenheit Gegenstand vieler interdisziplinärer Debatten. Autor:innen, die ihre literarischen Texte in den sozialen Medien veröffentlichen, finden sich sowohl als private als auch als öffentliche Person dort adressiert, wo eigentlich ihre literarischen Figuren zu verorten sind. Anders gesagt: Die durchlässig werdende Membran zwischen öffentlichem und privatem Raum verändert die Funktion der Autor:innenschaft. Literarische Texte wie die von Sarah Berger verhandeln dieses Phänomen, indem sie die Funktion des Schreibens und der Schrift im Kontext neuer Technologien in den sozialen Medien und jenseits davon diskutieren.

Open Access
In: Sprache und Literatur

Abstract

Die literarische Öffentlichkeit ist in der Digitalisierung einem konfliktreichen Wandel unterworfen. Insbesondere durch den explosionsartigen Ausbau einer publizistischen Infrastruktur in den sozialen Medien, die es nicht professionellen Leser:innen sehr einfach macht, sich an der öffentlichen ästhetischen Kommunikation zu beteiligen, wurde das Wertungsmonopol etablierter Institutionen gebrochen. Das führt zu einer diskursiven Machtverschiebung, die auch die Rolle des Autors verändert hat. Neue Näheverhältnisse zwischen Schriftsteller:innen und Publikum etablieren sich, und damit auch neue Formen der Autorinszenierung. Dabei werden die Verhältnisse in der literarischen Kommunikation durcheinandergebracht. Das Publikum kann intensiv als Komplize oder Feind der Autor:innen in Erscheinung treten. So wird auch die Vermittlungsrolle professioneller Leser:innen infrage gestellt, was zu kulturkritischen Abwehrbewegungen gegen die digitale literarische Öffentlichkeit führen kann.

Open Access
In: Sprache und Literatur
Free access
In: Sprache und Literatur
Author:

Abstract

Der Beitrag beschäftigt sich mit Enis Macis Essay to blend in/into sth (Nachruf), der im Essayband Eiscafé Europa (2018) publiziert wurde. Er konzentriert sich auf vier Momente, die für die medienliterarische Sondierung der Autorin relevant sind: Erstens geht der Beitrag der Frage nach, inwiefern Dispositive rechtsextremer Ideologien entschlüsselt und soziale Medien als ein relevantes Element eines Netzwerks normativer, personaler und technisch-apparativer Elemente beschrieben werden. Er arbeitet zweitens den von Maci gewählten medienarchäologischen Zugang heraus, der sich durch eine historische und materialistische Annäherung an Effekte sozialer Medien auszeichnet. Drittens untersucht der Beitrag Macis Ideologiekritik, die im Kontext von Theorien der ‚Anrufung‘ von Subjekten verortet ist. Und viertens wird Macis Freilegung imaginierter Weiblichkeit rechter Influencerinnen nachgegangen, die in einem Zusammenhang mit der Moderne als ‚facialer Gesellschaft‘ stehen. Unter diesen Prämissen konzentriert sich der Beitrag nicht auf die notorischen rechten Empörungswellen und Shitstorms, sondern beschreibt die Anrufung als eine Dynamik der Kollektivierung. Die anrufende Funktion äußert sich darin, dass im Augenblick der Botschaft keine Verletzung erfolgt, sondern das Kollektiv durch das Angenehme und Wohlige – „ein weiches Warmes“ (Maci (2018)) – konstituiert wird.

Open Access
In: Sprache und Literatur