Browse results

You are looking at 11 - 20 of 3,500 items for

  • Upcoming Publications x
  • Just Published x
  • Search level: Titles x
Clear All
René Fülöp-Miller als Vermittler russischer Kultur im 20. Jahrhundert
Author:
Wer war René Fülöp-Miller? Als schillernder und viel gelesener Journalist, Herausgeber und Autor nahm er während der Zwischenkriegszeit eine überaus prominente Position im deutschsprachigen Raum ein. Seine größten Verkaufserfolge drehten sich stets um die Themenkomplexe Russland und Sowjetunion, darunter das Sachbuch „Geist und Gesicht des Bolschewismus“ (1926), die Rasputin-Biographie „Der heilige Teufel“ (1927) sowie die Herausgabe einer achtbändigen Ausgabe von Dokumenten aus dem Nachlass Dostoevskijs (1925–1931). Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs emigrierte er in die USA, wo er zwar nicht mehr an seine Bucherfolge anknüpfen, jedoch als Dozent russische Geschichte lehren konnte. Das Buch widmet sich am Beispiel von Fülöp-Miller der Frage, mittels welcher Strategien, Dynamiken und Netzwerke die Vermittlung von Themen und Narrativen stattfindet, die zeit- und kontextgebunden einen gesellschaftlichen Diskurs dominieren sowie darin selbst transformiert und wieder verdrängt werden können.
Vol. I–Vol. VI
Author:
Bis zum 31.10.2022 gilt der Subskriptionspreis € 998,00 - später: € 1.298.00
Cy Twombly (1928–2011), one of America’s most important artists, inscribed on his works written notes and fragments of poetry, even whole poems, throughout the whole period of his creative activity. The present Catalogue of Inscriptions for the first time collects in six opulent volumes all 901 of Twombly’s written notations, presenting them in transcription and in the context of their 113 different literary sources, and so traces the artist’s lifelong intellectual engagement with poetry and the forms of the scriptural. More than 90% of the decipherment and more than half of the authors quoted by Twombly are first assignments.
Roland Barthes described Cy Twombly’s oeuvre as a “work of writing”. In fact, Twombly’s use of written texts clearly sets him apart from other second generation representatives of the New York School (Robert Rauschenberg, Jasper Johns). Twombly provided around 40% of his pictorial works from 1953 onwards with textual notations and literary quotations from poets from antiquity to the present day, such as Sappho, Praxilla, Rumi, ʿAbbās ibn al-Aḥnaf, Keats, Rilke, Bachmann, Faiz Ahmed Faiz or Patricia Waters. Yet the level of meaning of the handwritten inscriptions remains an element of his pictorial language whose interpretation is still disputed today, since only 19 poets have been cited to date.
On the basis of the publication, the scriptural becomes clearly recognizable for the first time as an equal element in the structure of Cy Twombly’s work and an essential medium of signification in his pictorial world. The introductory volume, drawing on the results of the work of transcription and ascription, analyzes how Twombly’s inscriptional practice developed and how complex constellations of iconotextual references are created between the scriptural and the graphic in his works. Against the background of the conception of poetics of Charles Olson, Twombly’s teacher at Black Mountain College, it becomes evident that in Twombly the scriptural is the principal bearer of “remanence”, the phenomenon that enables a re-enactment, in each present moment of reception, of what is represented. Cy Twombly described this energy force and emotional intensity as “the phenomenon of finding the memory of something that has vanished and left no trace of itself”.
Eine hermeneutische Studie zur Autofiktion bei Elfriede Jelinek
Author:
Wer verantwortet die Bedeutung eines literarischen Textes? Dieser Frage nimmt sich die Studie nicht nur auf literaturtheoretischer Ebene mit Blick auf die germanistische Autorschaftsdebatte an, sondern legt sie auch einer hermeneutischen Untersuchung des Gesamtwerkes von Elfriede Jelinek zugrunde. Dass gerade die Texte der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin für die Frage relevant sind, zeigt sich nicht nur an den Kontroversen, die sie immer wieder ausgelöst haben, sondern auch an Jelineks markantem Einsatz von Autofiktion. Verstanden als Überbegriff für literarische Verfahren, welche die Grenze zwischen der Literatur und dem Leben von Autor:innen verwischen und damit den Akt der Interpretation verunsichern, wird durch Autofiktion die Frage nach der Verantwortung für Jelineks Werke in diesen selbst thematisch. Bekannte Texte wie „Lust“ oder „Ein Sportstück“ präsentieren sich nicht nur als Produkte der Autorin, sondern auch als entscheidend durch die Akteure der Rezeption geprägt.
Series Editor:
Transdisziplinäre Perspektiven
Die Reihe „Ästhetische Praxis“ widmet sich der Untersuchung von Praxis-Dimensionen der Künste aus transdisziplinärer Perspektive, aber auch der Erforschung alltäglicher ästhetischer Praktiken. Thematisiert werden soll, wie sich Kunstwerke als Manifestationen von Praktiken, etwa von Übungen, Proben, Improvisationen, Schreibprozessen, Akten des Skizzierens oder Entwerfens, verstehen lassen. Diese Praktiken können darüber hinaus in ihrem jeweiligen ästhetischen Eigenwert betrachtet sowie in Kontexten jenseits der Kunstwelt erforscht werden. Weitere Schwerpunkte bilden Arbeiten zu ästhetischen Praktiken im Kontext einer postkolonialen Ästhetik sowie tätigkeitstheoretische Untersuchungen zum Verhältnis von Handeln, Praxis und ästhetischer Praxis, die die aktuelle praxeologische Wende in den Geistes- und Sozialwissenschaften um eine ästhetische Perspektive ergänzen.

The series “Aesthetic Practice” is dedicated to the investigation of practice dimensions of the arts from a transdisciplinary perspective, but also to the exploration of everyday aesthetic practices.It will address how works of art can be understood as manifestations of practices, such as exercises, rehearsals, improvisations, writing processes, acts of sketching or designing. These practices can furthermore be considered in their eespective aesthetic intrinsic value as well as explored in contexts beyond the art world. Other focal points include work on aesthetic practices in the context of a postcolonial aesthetics as well as activity-theoretical investigations of the relationship between action, practice, and aesthetic practice, which complement the current praxeological turn in the humanities and social sciences with an aesthetic perspective.
Die Frage nach sozialer Integration und die Idee Performativer Sozialphilosophie
Um zu vermeiden, soziale Integration nach Maßgabe eurozentrisch-assimilativer Narrative aufzufassen, ist die Konstitution sozialer Ordnung als eine performative Praxis leiblicher Verkörperung zu begreifen. Dann nämlich hat man das Fremde zwischen uns anzuerkennen und zwar als die je individuelle Realität des Leiblichen. Die Anerkennung der fremden und insofern unverfügbaren Realität leiblichen Seins muss einer exklusionskritischen Politik sozialer Integration als ethische Richtschnur dienen. Dementsprechend erweitert die Performative Sozialphilosophie klassische diskurstheoretische Auffassungen des Performativen um eine leib-phänomenologische Dimension. Ferner ergänzt sie die zeitgenössischen post-anthropologischen Konzeptionen des Sozialen um eine anthropologische Kritik. Schließlich gilt es die performative Verkörperung sozialer Ordnung vor dem Hintergrund der spezifischen Natur humaner Leiblichkeit zu verstehen.
Editorial Board / Council Member: and
Architektur umfasst nicht nur die ästhetische und materiell-technische Manifestation gebauter Strukturen, sondern auch deren entwurfliche Entstehung sowie die soziokulturellen Verhandlungen ihrer Genese und Nutzung. Idee, Entwurf, Gestaltung und Gebrauch von Architektur konkretisieren sich in medialen Formen, so wie auch ihre Repräsentation und Aneignung nur medial bedingt betrachtet und verstanden werden kann. Medien und mediale Prozesse bestimmen zudem in immer stärkerem Maße die Existenzweise belebter und unbelebter Natur. In diesem Sinne wird eine auf die Gegenwart ausgerichtete Architekturwissenschaft immer auch medientheoretische Fragen berücksichtigen müssen.

Dies gilt in besonderem Maße für die Betrachtung von Gestaltungsprozessen, haben sich diese doch durch die Digitalisierung fundamental gewandelt. Zwischen Entwurf und Entwurfsmedium besteht dabei ein wechselseitiges Bedingungsverhältnis: Die Methoden und Techniken gestalterischer Arbeit werden zunehmend als aktive Mitspieler, als Agenten verstanden, die den Verlauf und die Ergebnisse entwurflicher Arbeit maßgeblich mitbestimmen.

Entsprechend kommt der Architektur heute soziokulturell und medientheoretisch eine konzeptionelle Schlüsselfunktion zu. Ihre zwischen Entwurf, Baulichkeit und Nutzung zum Einsatz kommenden Medien sind gleichzeitig realphysische und virtuelle Instrumente, die sich zudem immer stärker gegenseitig überlagern und durchdringen – sowohl im Prozess der Architekturproduktion mittels digitaler Werkzeuge als auch in ihrer Nutzung und Aneignung. All das findet kaum mehr statt ohne bildlich-mediale Rückversicherung, ohne die ständige, online geschaltete Multiplikation auf (Kamera-)Monitore. Es entstehen hybride, real-virtuelle Räume, die analoge wie digitale Zustände kennen. Die Erforschung dieses hybriden Raums erschließt für das Nachdenken über Architektur neue, komplexe und herausfordernde Themenfelder.

Es stellt sich die Frage, wie eine Architektur der Medien konzeptionell gefasst und theoretisiert werden kann, welche die virtuelle Räumlichkeit etwa in Computerspielen und medial geprägte Entwurfsprozesse des realphysisch gebauten Raums gleichermaßen adressiert. Denn unter Medien der Architektur sind heutzutage nicht nur digitale Entwurfswerkzeuge zu verstehen, sondern ebenso die wahrnehmungsprägenden digitalen Kommunikationsmedien im Allgemeinen. Deren mediale Logiken verändern die Architekturproduktion zwar weniger direkt als die digitalen Entwurfswerkzeuge. Gleichwohl schreibt sich die Charakteristik dieses universell erweiterten Zugangs zur Umwelt immer deutlicher auch in die Struktur gebauter und virtueller Räume ein.

Die Publikationsreihe Architektur der Medien | Medien der Architektur versteht sich als Plattform kritischer Architekturforschung zur gegenwärtigen Funktion und Bedeutung medialer Prozesse in der entwurflichen Genese, Wahrnehmung und Nutzung urbaner und baulicher Strukturen. Wie verändern sich durch diese Prozesse unsere Begriffe von Raum und Architektur? Wie wirkt ein solchermaßen verändertes Architekturverständnis auf das Entwerfen und Bauen zurück? Wie verhält sich architektonisches Entwerfen zu den Welten von Virtual und Augmented Reality? Und wo tritt die Architektur in einen Diskurs mit anderen Disziplinen wie etwa Medienwissenschaft, Raumtheorie und Anthropologie? Die Publikationsreihe bietet ein Forum für solche Diskurse zum Verhältnis von Architektur und Medien.
Sehen und Wahrnehmen in Optik, Naturforschung und Ästhetik des 17. und 18. Jahrhunderts
Author:
Der Epoche der Aufklärung wird nicht nur eine besondere Vorliebe für den Sehsinn und das Licht nachgesagt, sondern auch ein bestimmtes ‚Wahrnehmungsmodell‘, das von dem Topos des kalten, distanzierten und klassifizierenden Blicks geprägt sei. Ausgehend von einem vereinzelt formulierten Zweifel an dieser Zuordnung sowie neueren Tendenzen in der Aufklärungsforschung geht die vorliegende Arbeit der Frage nach, ob sich ein solches Wahrnehmungsmodell im 17. und 18. Jahrhundert tatsächlich nachweisen lässt. Was wussten und wie dachten Naturforscher, Philosophen oder Optiker über das Auge und die Funktionsweise des menschlichen (und tierischen) Sehens? Es kann gezeigt werden, dass sich im Zeitraum von 1604 bis 1778 ein vielschichtiger Diskurs über Möglichkeiten und Grenzen der sinnlichen Empfindung entwickelt, der lange vor 1750 die physisch-psychische und kulturelle Bedingtheit des Sehens ins Zentrum rückt.
Open Access
Eine Analyse der faschistischen Rhetorik zwischen 1929 und 1936
Der Diktator Benito Mussolini suchte die Zustimmung und den Beifall der Italienerinnen und Italiener. Seine Rhetorik war aber weniger die eines Manipulators als die eines profunden Kenners der Sehnsüchte und Wünsche seiner Zeit.
In der Nachkriegszeit setzte sich das Narrativ durch, dass die italienische Bevölkerung seiner verdeckten Manipulation hilflos erlegen, gleichzeitig aber schon immer gegen den Faschismus und Mussolini gewesen sei. Dass dem nicht so war, Mussolini eine hohe Zustimmung inner- und außerhalb Italiens genoss – auch und gerade weil er in seinen Reden geschickt auf die Meinungen und Wünsche seiner Zeitgenossen einging –, das wird in dieser breit angelegten Propaganda-Analyse detailreich gezeigt. Die Studie geht dezidiert der Frage nach, wie Mussolini Mythen rhetorisch einsetzte, um gesellschaftlichen Konsens zu erlangen und aufrecht zu erhalten.