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Religion, Art, and Visual Culture in Plural Configurations
Series:  dynamis
What makes an image offensive? — This question is addressed in this volume. It explores tensions and debates about offensive images and performative practices in various settings in and beyond Europe.
Its basic premise is that a deeper understanding of what is at stake in these tensions and debates calls for a multidisciplinary conversation. The authors focus on images that appear to trigger strongly negative reactions; images that are perceived as insulting or offensive; those subject to taboos and restrictions; or those that are condemned as blasphemous. In light of recurrent acts of violence leveled against images and symbols in the contemporary, globally entangled world, addressing instances of “icono-clash” (Bruno Latour) from a new post-secular, global perspective has become a matter of urgency.
Texte zu Cy Twombly
Author: Thierry Greub
Die Kunst Cy Twomblys gilt noch immer als hermetisch und schwer zugänglich. Greub analysiert Twomblys Bildsprache und lotet die Möglichkeiten ihrer Interpretierbarkeit aus. Grundlage bildet die Vorstellung, dass die Werke des Künstlers zwar nicht ›zähmbar‹ sind, dafür aber sehr wohl beschrieben und gedeutet werden können.
Die Thematisierung von Twomblys technischen ›Grundparametern‹ (Linie bzw. Geste, Chiffren und Einschreibungen) schafft eine Grundlage zum Verständnis seiner Werke. In der Beschreibung der von Twombly empfohlenen Rezeptionsweise seiner Arbeiten oder seiner sich der fernöstlichen Ästhetik angleichenden Malweise im ›Spätwerk‹ werden zudem neue Aspekte zu Cy Twomblys Arbeiten eröffnet. Der Band macht dessen Bildsprache als spezifische, nur seinen Bildern eigene »primordial freshness« verständlich.
Formkombinatorik und die Verzeitlichung des Bildlichen
Series:  Eikones
Author: Cornelia Bohn
Der Band plädiert für eine Resymmetrisierung des Sprachlichen und des Bildlichen für das Verständnis der Gegenwartsgesellschaft. Bildlichkeit wird als eine vom Wahrnehmungsmodus unterschiedene genuin soziale Sinnform aufgefasst.
Wir verlassen uns darauf, dass auch Andere ganz selbstverständlich dargestellte Welt von wahrgenommener Welt unterscheiden. Auf die Darstellungen von Darstellungsformen hat sich moderne Kunst spezialisiert. Am Beispiel der Gegenwartskunst wird die Vermehrung, Kombinatorik und wechselseitige Bezugnahme künstlerischer Formen als Katalysator für innerkünstlerische Transformationen identifizierbar.
Operative Artefakte in Entwurfsprozessen der Architektur und des Ingenieurwesens
Series:  Eikones
Es gibt kein Artefakt ohne Entwurfsvorgang. Wie geht dieser hochkomplexe Vorgang vonstatten? Der Band untersucht an Fallbeispielen die Rolle von Bildern und Modellen im Entwurfsprozess und an der Schwelle zur digitalen Wende.
Diese Wende scheint von einem Paradox geprägt: Der Siegeszug des Modells ist zugleich einer des Bildes, da digitale Modelle meist bildlich erschlossen werden. Bildliche Praktiken scheinen besonders geeignet, Neues zu entwerfen. In der Vorwegnahme des Zukünftigen erweisen sich diese operativen Artefakte in hohem Maße als nützlich: in der Konzeptentwicklung, Formgenese, bei der Variantenplanung und ihren Selektionsprozessen, in der Vermittlung oder der Prozesssteuerung.
Dynamische Konstellationen zwischen den Künsten
Der Band diskutiert den Begriff der generischen Formen, um einem Dilemma der ästhetischen Theoriebildung zu begegnen: Die ästhetische Theorie weiß die Frage nach der Form zumeist nur in der Opposition zur Dynamik zu erläutern.
Diese Gegenüberstellung ist allerdings problematisch, sobald man Phänomene der Übertragung – etwa von Narrativität in der Musik oder musikalischer Wiederholungen im Film – in Betracht zieht. Fälle, in denen Form und Dynamik verschränkt sind, bedürfen eines Begriffs, der diese Opposition überschreitet und auf eine innere Bewegtheit der Form selbst angelegt ist. Der Begriff der generischen Formen, der systematisch auf einer Ebene zwischen dem besonderen Kunstwerk und der Gattung situiert ist, zielt darauf, die Dynamiken zwischen den einzelnen Künsten beschreibbar zu machen.
Der hohe gesellschaftliche Stellenwert von Wissen schien bis vor Kurzem auch in den Künsten die Bedeutung von Arbeit als einem Überrest des Industriezeitalters verdrängt zu haben. Jedoch kehrt die Arbeit, mit der es Kunstschaffende aller Disziplinen heute ganz unmittelbar zu tun haben, in einer neuen, wissensorientierten Form zurück. Der Band untersucht diese neue Konfiguration von Kunst, Wissen und Arbeit. Hierfür stehen die Künste des 20. und 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt, sowie ein Befragen zeitgenössischer Bildender Künstler/innen und Musiker/innen nach ihren eigenen, über ihre Künste hinausgehenden, Arbeitserfahrungen. Dieser unmittelbare Blick auf das Zusammenspiel von Wissen der Künste und Wissen der Arbeit wird im Kontext der bereits vielschichtigen, jedoch bei Weitem nicht ausgehandelten Beziehungen zwischen Kunst und Arbeit im postindustriellen Zeitalter beleuchtet.
Acht Beiträge
Das Eigene der Bilder will gesehen, muss verstanden werden – und in Worte gefasst. Klaus Krüger gelingt dies mit besonderer Konsequenz und Eindringlichkeit.
Die acht hier vorgelegten Beiträge aus den Jahren 1993 bis 2010 behandeln Dispositive der Betrachtung, Ordnungen des Sehens und Schichtungen der Bilder, wobei der Untersuchungszeitraum vom Mittelalter über die frühe Neuzeit bis in die Moderne und Gegenwart reicht. Zudem stellt Klaus Krüger eine Reihe von Begriffen zur Diskussion, die nicht nur im aktuellen Diskurs des Faches Kunstgeschichte, sondern weit darüber hinaus den Blick auf das genuin Visuelle und den darin sich eröffnenden Spannungsraum zwischen Gegenwärtigkeit und Imagination erhellen.
Kunstformen der Theorie
Series:  Merz Akademie
Der Band widmet sich devianten Formen der Wissensproduktion und versammelt Positionen künstlerischer Forschung. Er zielt auf eine Epistemologie der Kunst und fragt nach den ästhetischen Bedingungen des Wissens.
Künstlerische Forschung meint nicht Umsetzung oder Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnis. Es handelt sich um ein eigenständiges, durch ästhetische Strategien und künstlerische Darstellungsformen hervorgebrachtes Wissen, das anders als die Wissenschaften verfährt, sich anders vermittelt, andere Evidenzen produziert. Die Beiträger sondieren Verfahren und Medien künstlerischer Forschung, befragen das Verhältnis von anschaulicher und begrifflicher Erkenntnis und legen Bezüge zum unbewussten Wissen frei. Zudem werden die ästhetischen Voraussetzungen von Theoriebildung reflektiert, mithin die Überschneidungen von Kunst und Philosophie berührt.
Das Helldunkel in Malerei und Film
Zwischen der Malerei der Frührenaissance und dem Film der 1920er bis 1940er Jahre gibt es deutliche Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. In beiden verschiedenen Medien gewinnen jeweils andere Aspekte von Realitätskonzepten an Bedeutung. Es ist in diesem Zusammenhang sinnvoll, von einer Konkretisierung künstlerischer Gestalt aus der Materie auszugehen. Unter dem Begriff der Apparition, d. h. der grundsätzlichen Möglichkeit des Erscheinens und Auftauchens von Körpern im Bild, kann diese in der vorliegenden Arbeit fruchtbar gemacht werden. Welchen Vorteil aber hat die Verwendung des Begriffs der Apparition gegenüber üblicheren Umschreibungen wie der figürlichen oder der körperlichen Darstellung genau? Warum erscheint das Helldunkel für eine Analyse der Apparition besonders geeignet? Welchen Mehrwert bietet dabei der Vergleich von Malerei und Film?
Das Dokument in den Künsten
Welche dokumentarischen Verfahren lassen sich in den Künsten ausmachen? Wie werden Dokumente produziert, arrangiert, montiert und transformiert? Wie erzeugen dokumentarische Praktiken Evidenzeffekte?
Seit einigen Jahren zeichnet sich in den Künsten ein zunehmendes Interesse an dokumentarischen Praktiken ab. Das Dokumentarische bezeichnet die Relationen zwischen Dokumenten, KünstlerInnen und BetrachterInnen, in und durch die künstlerische Bezüge zur Lebenswelt verhandelt werden. Der Begriff der Evidenz ist in diesem Kontext geeignet, Verfahren der Sichtbarmachung und Darstellung sowie Strategien der Beglaubigung, des Beweises zu untersuchen, wie sie für dokumentarische Praktiken kennzeichnend sind. Damit treten jene Ambivalenzen von Augenfälligkeit, Opazität, Wahrscheinlichkeit, Wahrheit, Fakt und Artefakt in den Blick, die eine einfache Referenzlogik von Repräsentation und Repräsentiertem suspendieren.