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Series Editors: Markus Merz and Yvy Heußler
Die Reihe ist abgeschlossen.
Von der Höhlenmalerei bis zur Postmoderne – die Kunsttheorie für Einsteiger hält, was sie ver- spricht: einen kurzgefassten und unterhaltsa- men Überblick über die wichtigsten historischen und aktuellen Kunstdebatten.

Was ist Kunst? Wieso ist sie nicht immer schön? Wie unter scheidet man gute von schlechten Kunstwerken? Wie konnte es eigentlich passieren, dass ein Urinal der Sanitärfirma J. L. Mott Iron Works zu einem berühmten Kunstwerk wurde? Und weshalb konnte im vergangenen Jahr eine Dortmunder Putzfrau im Falle einer Kippenberger-Skulptur Kunst nicht von Dreck unterscheiden?
Wer nicht länger ratlos durch Museen und Galerien stolpern, sondern mitreden will, hat es jetzt ganz leicht: Die Kunsttheorie für Einsteiger führt in geistreichen Cartoons durch die Geschichte der Kunst und ihrer Theorien.
Was bisher kompliziert war, machen Richard Osborne, Dan Sturgis und Natalie Turner zu einem großen Vergnügen. Sie erklären, warum es Kunst ist, wenn Jackson Pollock Leinwände mit Farbe bekleckert oder Joseph Beuys fünf Kilo Butter an die Wand klebt.
Auch was man genau unter Impressionismus, Realismus, Dada oder Kubismus versteht, wird anhand berühmter Kunstwerke erläutert. Ausgestattet mit diesem Hintergrundwissen macht auch der nächste Museumsbesuch garantiert Spaß. Maler, Kunsthistoriker und Philosophen, alle haben ihren Auftritt, um gemeinsam zu zeigen, wie sich die Idee der Kunst in den letzten 5000 Jahren entwickelt hat.

Bilddiskurse im Werk von Gerhard Richter und Sigmar Polke
Author: Julia Gelshorn
Als die Malerei in der Nachkriegszeit in eine Krise gerät, suchen Künstler wie Gerhard Richter und Sigmar Polke ästhetische Radikalität nicht im so genannten »Ausstieg aus dem Bild«, sondern wenden sich einer Bildkritik im Medium der Malerei selbst zu.
Beide Künstler eignen sich malerisch Vorbilder aus der Kunstgeschichte und der Populärkultur an und markieren ihre Werke auf vergleichbare Weise als Wiederholungen von Bildern.
Das Buch analysiert diese Wiederholungen als Bezüge auf Diskurse der Kunstwelt einerseits und auf eine zeitgenössische visuelle Kultur andererseits, deren Kodes sie offen legen.
Das Feld des Sichtbaren
Series:  Eikones
Auf dem Grund stehen wir, er trägt uns. Wenn wir einen Grund angeben sollen, meinen wir eine kausale Bestimmung und sprechen vom Begründen. Aber auch bei Bildern können wir einen Grund benennen.
Die Beschäftigung mit dem Grund war lange Zeit von den einflussreichen Theoremen der Gestaltpsychologie beherrscht. Auch wenn diese Ansätze Entscheidendes zum Verständnis beigetragen haben, so haben sie doch den Grund meist als stabile, zentrierende Kraft gedeutet, ohne seine dynamischen Aspekte angemessen zu berücksichtigen. Bei dem viel diskutierten Figur-Grund-Kontrast sollten wir es nicht bewenden lassen. Denn der Grund ist der Ort eines ikonischen Differenzgeschehens. Eine Fülle von Unterscheidungsoperationen ereignet sich zeitlich im Gesichtsfeld. Der Grund stiftet einen Zusammenhang und ist zugleich Teil dieses Geschehens.
Visueller Transfer, 'Imagescapes' und Intervisualität in globalen Bildkulturen
Im Zuge der Globalisierung geraten Bilder in massenhafter Weise in Bewegung. Sie sind Teil transnationaler Migration, fließen millionenfach durch das Internet und fusionieren zu neuen Bildlandschaften. Mit ihnen formen sich transkulturelle Bildensembles, in denen in vielfältigen ikonischen Begegnungen Referenzen und Bedeutungen neu verhandelt werden. Die Untersuchung von Übertragungen zwischen Bildräumen samt ihrer Interpretanten ermöglicht einen bildwissenschaftlichen Zugriff auf Intervisualität in globalen Bildkulturen. Einsichten in diese Übertragungsprozesse gewährt bereits ein Blick auf ›traditionelle‹ Bildkulturen und tradierte Bildmedien. Auch diese sind, wie sich nun unter dem Eindruck einer globalen Bild-Transfer-Kultur zeigt, oft auch nur durch solche visuellen und bildlichen Übertragungs- und Verhandlungsprozesse zu verstehen. IMAGE MATCH beleuchtet die damit einhergehenden und neu entstehenden hybriden kulturellen Bildpraktiken sowie die historische Entwicklung und den Einfluss von Transferbewegungen auf etablierte Bildlandschaften und die ›Logik der Bilder‹.
Grenzüberschreitungen in Ästhetik, Politik und Ökonomie
Der ursprünglich militärische Begriff der Intervention versammelt vergleichbare und zugleich heterogene Formen künstlerischen Handelns, die sich auf konkrete soziale und politische Situationen beziehen.
Seit den 1990er Jahren zeigt sich in unterschiedlichen ästhetischen und gesellschaftspolitischen Bereichen eine neue Tendenz und transnationale Bewegung, die sich nicht als Phänomen im Sinne einer künstlerischen oder politischen Gruppenbildung beschreiben lässt.
Weit eher scheint sie im Kontext einer globalen Gegenbewegung zum fortschreitenden Neoliberalismus sowie zum etablierten Kunstbetrieb fassbar zu sein. Kunst findet ihren Ort zunehmend im Alltag, in der öffentlichen Sphäre und in medialen Räumen.
Das Thema der Taufe ist ein Leitmotiv im Werk von Jeff Koons. Es eröffnet den Blick auf eine unerwartete, gleichsam sakramental-ästhetische Dimension seines künstlerischen Schaffens.
Jeff Koons kommt dabei selbst die Funktion des Täufers zu, denn er entwirft ein künstlerisches Erlösungsprogramm. Sein Ziel ist es, das erschütterte Verhältnis des Betrachters zu dessen ursprünglicher Auffassung des Schönen wiederherzustellen.
Dieses Konzept der Taufe macht Raphaël Bouvier zur Grundlage seiner Interpretation. Die Taufe als Akt der Reinigung, der Sündenvergebung, der Erneuerung, Wiederherstellung und Inkorporation wird in Koons‘ Werk vielfältig reflektiert. Koons‘ Schaffen gibt sich als ein Initiationsprozess zu erkennen, durch welchen der Betrachter von Schuld und Scham befreit werden soll: Kunst wird selbst zur Taufe.
Installationsästhetik in Film und Kunst
Film und Raum, Bewegtbild und Architektur, Installation und Projektion bilden in den künstlerischen Kon-zepten der Gegenwartskunst ästhetische Amalgamierungen. Dabei sind die Praktiken der Aneignung kinematographischer Verfahren so vielgestaltig wie die Semantiken und Raumkonfigurationen, die sie reflektieren. Bedeutet dies nun, dass sich in der Kunst nur die Rezeptionsbedingungen des Films abbilden? Oder generieren die Verfransungen zwischen den installativen und filmischen Räumen neue Wahrnehmungs-modalitäten im Feld der Kunst? Lässt sich der kulturelle Wirkungshorizont des Films überhaupt als neues Erfahrungsmodell ästhetischer Räume seit der Moderne begreifen? In mehreren Themenfeldern, die globale Perspektivierungen einziehen, widmen sich die Beiträge der Ana-lyse kinematographischer Raumkonfigurationen mit ihren semantischen Bezügen zur Architektur, zur Mise-en-Scène des Präsentationsrahmens sowie zum Illusionsraum im Film und in der inszenierten Fotografie. Im Zentrum stehen die genealogischen Beziehungen der installativen Praxisformen zu filmischen Raumkonzep-ten mit ihren Hybridisierungen in gegenwärtigen (Bild)Raumkonstruktionen.
Ein kulturwissenschaftlicher Grundriss
Wer kennt es nicht? Man steht vor dem übervollen Kleiderschrank und hat trotzdem das Gefühl, nichts anzuziehen zu haben. Laura Bieger, Annika Reich und Susanne Rohr nehmen dieses Problem nicht bloß ernst, sondern zeigen uns seine kulturwissenschaftliche Dringlichkeit. Entgegen ihres schlechten Rufs führt uns die Mode nicht an die Oberfläche unserer Kultur, sondern an ihre Grundfesten: zur gemeinsamen Schmiede unserer Begehren, zur rückhaltlosen Verschränkung von Massenkonsum, Identitäts- und Körperproduktion, zum modernen Diktat des Immerneuen und seinen Herausforderungen an unser Selbsterleben, zur Einverleibung des Politischen in das Ästhetische. Mit Beiträgen von Laura Bieger, Annika Reich, Susanne Rohr, Annette Geiger, Ulrich Lehmann, Kaja Silverman, Barbara Vinken und Hanne Loreck.
Vergangenheit im Bild
Series:  Eikones
Die Vergangenheit ist unwiederholbar, zugleich bleiben aber Bilder und Spuren von ihr zurück.
Neben solchen Formen des Nachlebens können Darstellungen des Vergangenen aber auch nachträgliche Rekonstruktionen sein, Formen der Sichtbarmachung, die selbst nicht alt sind, sondern Vergangenes simulieren oder anschaulich machen. Beide Formen der Vergegenwärtigung - Nachleben und Rekonstruktion - ermöglichen es einer Kultur, sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen.
An konkreten Beispielen aus dem Bereich der historischen Wissenschaften, der bildenden Kunst, des Films, der Fotografie und der Literatur unter- suchen die Beiträge in Nachleben und Rekonstruktion dieses Zusammenwirken von Zeugenschaft und Imagination, Wiederholung und Entzug des Vergangenen.