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Deleuze und Spinoza
Spinozas Philosophie barg zu seiner Zeit erhebliches Konfliktpotential. Dies liegt sicher an den Umständen seiner Zeit, an den politischen und religiösen Restriktionen, wie an den philosophischen Konjunkturen. Doch liegt hier ein Kritikpotential, das uns auch heute noch berührt?
Dieses Potential kann nicht nur einfach erinnert und bewahrt werden, sondern muss in einer produktiven Lektüre neu entdeckt werden. Das erfordert den doppelten Blick, für den Spinoza als klassischer Autor, aber auch als Zeitgenosse sichtbar wird. Für eine solche zeitgenössische Lektüre steht wie kaum ein anderer Gilles Deleuze. Durch seine Arbeiten wird Spinoza als Theoretiker des Körpers und der Macht in seiner Zeit präsentiert, der aber auch heute viele unserer Selbstverständlichkeiten zweifelhaft werden lässt. Deleuze realisiert diese produktive Lesart nicht nur in seinen Arbeiten zu Spinoza, sondern auch in seinen anderen durch und durch spinozistischen Schriften. In diesem Band werden Beiträge versammelt, die die zentralen Theoriestücke der Immanenz, der Intensität, der Differenz, des Denkens und des Körpers sowohl vom Text Spinozas als auch von Deleuzes Arbeiten her diskutieren.
Der Band „Idealismus und Romantik in Jena“ nimmt die Jenaer Blütezeit zwischen 1794 und 1807 in den Blick und interpretiert sie als ein Neben- und Gegeneinander der beiden einflussreichsten Geistesströmungen um 1800.

In Jena entstehen zwischen 1794 und 1807 zwei geistesgeschichtliche Strömungen von Weltgeltung: der Idealismus und die Romantik. Die rasante Entwicklung immer neuer Ideen ist durch eine beträchtliche Anzahl junger, kreativer Geister geprägt, die in fruchtbarem Austausch und gegenseitiger Kritik um ein neues, angemessenes Verständnis der Moderne ringen.
Im Fokus des Bandes stehen Fragen zu einzelnen Autoren genauso wie zum Verhältnis beider Strömungen zueinander.
Übersetzt und mit einem Nachwort von Nils Röller
Translator: Nils Röller
Die Ikonen des Gesetzes fokussieren die Frage, wie absolut Mögliches ausgedrückt werden kann. Dazu werden Parallelen zwischen der bildenden Kunst, der Literatur, der Philosophie und der modernen Mathematik analysiert. Das Buch ist ein Schlüssel zum philosophischen Werk von Cacciari. Es ist lesbar als eine Ästhetik, die Cacciari mit dem Komponisten Luigi Nono erschlossen hat. Ihr gemeinsames Programm zielt auf die Sprengung des Kontinuums von Raum und Zeit, auf die Möglichkeit, die radikale Veränderung denkbar werden lässt. Das Nachwort orientiert über das philosophische Werk Cacciaris und dessen fragmentarische Rezeption in deutschen Übersetzungen.
Politisches Handeln ohne Zukunft
Oft stehen sich der Anspruch Handelnder, ihre Welt zu verändern, und die Tendenz bestehender Ordnungen, im status quo zu verharren, scheinbar unvermittelbar gegen-über. Ein Ansatz zur Überwindung dieser potentiell lähmenden Entgegensetzung, so die hier vertretene These, lässt sich im Begriff der Wiederholung bei Marx, Freud, Nietzsche, und Kierkegaard ausmachen. Alle vier stellen mithilfe der Wiederholung jeweils in verschiedenen Kontexten Überlegungen zu transformativem Handeln an. Zum einen diagnostizieren sie bestehenden Ordnungen Wiederholungsstrukturen, mit deren Hilfe sie sich gegenüber Veränderungsversuchen immunisieren. Um es mit solchen Ordnungen aufnehmen zu können, so die Diagnose weiter, muss auch transformatives Handeln selbst einen Wiederholungscharakter annehmen. Handeln stellt sich dann als ein befreiendes Wiederholen heraus, das die ihm auferlegten Beschränkungen zunächst annimmt, sie damit aber zugleich abzuwenden und umzugestalten vermag.
Judith Butlers Aussagen polarisieren. Bei aktuellen Themen wie Krieg, Islamismus-Debatte(n) oder dem Nahostkonflikt sorgen sie immer wieder für Kontroversen und vor allem für Diskussionen, u.a. mit Gayatri Spivak und Luce Irigaray.
Um zu verstehen, für welche Konzepte und Theorien Judith Butler steht, und um einen Einblick in das Leben einer der wichtigsten und einflussreichsten Gegenwartsphilosophinnen zu gewinnen, ist der Griff zu diesem Comic goldrichtig. Er führt nicht nur detailliert in die Theorien der Philosophin ein, sondern veranschaulicht mithilfe von Zeichnungen das Denken von Judith Butler. Bereichert durch ein Glossar und kürzere Anhangtexte, verschafft er den Leser*innen außerdem einen Einblick zur Geschichte des Feminismus, der Homosexuellenbewegung und der Sexualwissenschaft.
Eine designphilosophische Grundlegung
Author: Florian Arnold
Wir leben im Zeitalter des Entwerfens. Der Umstand, dass gerade Designpraktiken unser heutiges Selbstbild prägen, deutet auf einen fundamentalen Einstellungswandel seit den Anfängen der Moderne.
Seit Kants »kopernikanischer Wende« hat sich auch die philosophische Weltsicht irreversibel gewandelt: Die objektive Erscheinungswelt entpuppt sich als Produkt von gestaltenden Subjekten. Design und Philosophie verbindet so ein Entwurfsgeschehen, das kreative Tätigkeiten und kritische Reflexionen als Momente eines Ganzen ausweist. So ist Design mittlerweile zu einer praktischen Bedingung der Möglichkeit von Praxis überhaupt geworden: Komplementär zur Philosophie stellt Design eine transzendentale Praxis dar, durch die wir zugleich uns selbst umgestalten. Seiner inhärenten Logik folgend ist Entwerfen heute Ausdruck dessen, was im Sinne Heideggers den Selbst- und Weltentwurf des Menschen meint: Design ist Dasein.
Fichtes Theorie des Selbstbewusstseins (1794–1799)
Author: Suzanne Dürr
Im Zentrum des Buchs steht Fichtes Subjektivitätsmodell in den ersten beiden Versionen der Wissenschaftslehre, der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre und der Wissenschaftslehre nova methodo.

Beleuchtet wird die Konzeption von Subjektivität als Prinzip von Fichtes System, als transzendentaler Grund unseres Wirklichkeitsbezugs im Denken und Handeln. Erst über eine Aufklärung der Struktur von Subjektivität kann unser Bezug auf eine objektive Wirklichkeit verständlich gemacht werden. Fichtes Modell wird als produktive Reflexion interpretiert, insofern es eine Begründung von Erfahrung in der Selbstbestimmung des Ichs leisten will. Hierbei wird die Genese des Modells vor dem Hintergrund seiner Systemkonzeption und seiner Auseinandersetzung mit dem Skeptizismus analysiert. Schließlich wird dieses auch in Bezug auf die Modelle Kants und Hegels verortet.
Zur Geschichte des Sehens gehört die der Visualisierung von Unsichtbarem durch technische Hilfsmittel. Dem Unsichtbaren zugewandt sind aber auch Praktiken des Hellsehens und der Geisterseherei. Die Beiträge des Bandes loten darüber hinaus diverse weitere Konzeptualisierungen, Inszenierungen und Thematisierungen des Unsichtbaren aus, insbesondere mit Blick auf die philosophische Tradition sowie im Rekurs auf literarische Texte, auf künstlerische Arbeiten und Installationen. Wie unsichtbar sind Infrastrukturen? – Dichtung, Mythos und Unsichtbares, Tarnkappen, Unsichtbares Handeln – ein unsichtbares Denkmal – Kunst der Verhüllung, verhüllende Kunst.
Annäherungen an Traditionen der deutschen Philosophie
Im Mittelpunkt der Beiträge des Bandes steht der Begriff des »Geistes«, einer der zentralen Begriffe der neuzeitlichen deutschen Philosophie, der auf die philosophischen und kulturellen Entwicklungen in Europa maßgebend gewirkt hat. Im Geist drückt sich die jeweilige aktuelle Welt aus (Zeitgeist, Volksgeist im Sinne Hegels). In diesem Sinne kann der Geist auch als situierter Geist (Derrida) verstanden werden, der die historische, kulturelle und lebensweltliche Mehrdimensionalität von Europa zum Ausdruck bringt. Die Beiträge stellen Europa als Werteordnung und Kulturprojekt vor und sind insofern eine Antwort auf die aktuelle Krise Europas. Unterschiedliche Aspekte dieses höchst spannenden Themenfeldes werden von folgenden Autoren erläutert: Gábor Biczó, Paul Cobben, Volker Gerhardt, Christoph Jamme, Krisztián Kukla, Csaba Olay, Michael Quante, Erzsébet Rózsa, Attila Simon, Tamás Valastyán.
Zum Verhältnis von Bios und Biologie am Beispiel mikroskopischer Bildgebung
Der Anspruch der Biologie, Leben zum Hauptgegenstand zu haben, provoziert Fragen in Anbetracht von Methoden wie der Mikroskopie. Die vorliegende Bild- und Medientheorie der Mikroskopie rekonstruiert und reflektiert biologische Praktiken der Licht- und Elektronenmikroskopie.
Dabei geht sie systematisch von der Auswahl der Objekte über die Präparation und Beobachtung bis hin zur Aufzeichnung des Sichtbargemachten in Form von Zeichnung, Fotografie oder Datenbild unter Einbeziehung von historischem Material vor. Die umfassende Untersuchung des Bildgebungsprozesses, seiner medialen Bedingungen sowie technischen und methodologischen Grundlagen zeigt, dass die mikroskopische Beobachtung kein passiver oder rein rezeptiver Vorgang, sondern von Beginn an in die Darstellung des Beobachteten involviert ist – bis zu einem Grad, in dem sich Beobachtung als schädigender Eingriff erweisen kann. Das Buch wirft somit zugleich epistemologische wie wissenschaftstheoretische Fragen auf.