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Institutions, Social Import, and Market Forces in the German Literary Field
Aus unterschiedlichen Perspektiven gibt dieser Band Einblicke in den deutschen Literaturbetrieb, dessen Institutionen und Umschlagplätze. Diskutiert werden Themen wie der Effekt der Digitalisierung auf den Buchmarkt, Literatur und Öffentlichkeit, Buchmessen und Bibliotheken, die Rolle von Literaturwissenschaftler_innen im Literaturbetrieb, postmodernes und postmigrantisches Theater, Herausforderungen literarischer Übersetzung, publizistische Literaturkritik und das Verhältnis von Literatur zu anderen Medien wie Film und Fernsehen. Der Begriff Mischkalkulation – ein stehender Begriff im Literaturbetrieb – reflektiert bei der vorliegenden Sammlung von Essays, Interviews, wissenschaftlichen Analysen und Arbeitsproben von Übersetzern auch eine wissenschaftliche Ökonomie, nämlich die Mischung aus präzisen Einzelstudien und übergreifenden Beiträgen unterschiedlichster Art.
Aktuelle Positionen der Vergleichenden Literatur- und Kulturwissenschaft
Der Band geht auf eine Ringvorlesung an der Universität Paderborn im Sommersemester 2017 zurück. Die versammelten Beiträge gegenwärtiger Fachvertreter*innen unternehmen eine aktuelle Standortbestimmung der Komparatistik. Diskutiert werden vor diesem Hintergrund und anhand paradigmatischer Beispiele (1) die Ausweitung der Literaturwissenschaften – zu denen die Komparatistik seit ihrer Gründung und nach wie vor zu zählen ist – zu den Kulturwissenschaften, (2) Möglichkeiten des Fortbestehens und der Neubegründung komparatistischer Traditionen sowie (3) Konzeptionen des Faches, denen ein transkulturelles Verständnis der – insbesondere europäischen – Literatur und Kultur von der Antike bis zur Gegenwart zugrunde liegt.
Hospitalität im Werk Franz Kafkas
In Niemand zu Gast? Hospitalität im Werk Franz Kafkas wird eine in Kafkas Literatur vorzufindende kommunikationstheoretische Umdeutung der Erkenntnistheorie Immanuel Kants nachgewiesen. Für diese Umdeutung ist wesentlich, dass Kafka die von Kant in seiner Argumentation gegen eine mögliche Gegenwart von Geistern hervorgehobene Unterscheidung zwischen permeablen und undurchdringlichen materiellen Substanzen verwirft. Kafka ist sich mehr als bewusst darüber, dass das von Kant als Krankheit verachtete Geistersehen für das Verfassen eines Briefes sowie für jegliche Kommunikation mit nicht körperlich anwesenden Kommunikationspartnern notwendig ist. Im Gegensatz zu Kant setzt er sich mit der Existenz von Zeichen und Medien in ihrer Wirkung auf den Menschen auseinander. Er inszeniert sie als Besucher, die seine Protagonisten ansprechen, mit ihnen spazieren gehen, auf den Türschwellen ihrer Hauseingänge stehen oder als erwartete, wenn auch gespenstige Gäste in ihre Zimmer eintreten.
Poetik der Unruhe. Pessoa - Pascal - Blanchot
Author: Hanna Sohns
In Fernando Pessoas modernistischem Hauptwerk in Prosa, seinem Buch der Unruhe wird die »Unruhe« zum wichtigsten Zug dieses fragmentarischen Schreibens. Das Unternehmen der Fragmente lässt sich darin zusammenfassen, dass sie die Unruhe als Inbegriff des Literarischen lesbar machen.
Die vorliegende Studie nimmt die Passivität und Unruhe für das Schreiben Pessoas in den Blick, das sich hierin in ein komplexes Verhältnis zur literarischen und philosophischen Tradition (Augustinus, Montaigne und besonders Pascal) setzt und zugleich auf poststrukturalistische Theorien des Schreibens (Barthes, Blanchot) weist. Mit der Befragung einer »Poetik der Unruhe« geht die Studie der Frage nach, inwiefern sich die moderne Literatur als etwas fassen ließe, das gerade auch als Kritik der Philosophie ein Denken vollzieht, das allein an diesem Ort des Schreibens, nämlich nur in seinem poetischen Vollzug der Passivität erfolgen kann: Die Studie behauptet für dieses Schreiben eine hierfür eingebrachte »Pathopoiesis«, eine poetische Hervorbringung also von páthos als Bedingung wie Erfahrung literarischen Schreibens.

Eine Fallgeschichte der deutschen Literatur
Author: Ulrich Breuer
Unversehens stolpern wir und sind ungeschickt. Das kann passieren. Doch wie gehen wir damit um? Davon handelt die Fallgeschichte der deutschen Literatur. In ihrem Zentrum steht die Figur des ungeschickten Deutschen. Sie kombiniert Aufrichtigkeit und Kreativität mit linkischem Verhalten. Das verstieß in der Frühen Neuzeit gegen die Regeln der höfischen Gesellschaft, wurde in der Aufklärung aber zum Zeichen poetischer Kraft und gehört seit der Romantik zum Konstrukt des deutschen Nationalcharakters. Von den Anfängen im 16. Jahrhundert über die Heroisierung des Ungeschicks zum Missgeschick bis zu seinem Verblassen in einer globalisierten Welt erzählt davon erstmals diese alternative Geschichte der deutschen Literatur.

Figurationen des Synergos in der slavischen Moderne
Author: Tatjana Petzer
Synergismus, das Zusammenwirken des Menschen mit Gott und Natur, ist ein wesentlicher Schlüssel zur Anthropotechnik und Transformationsästhetik der Slavia orthodoxa.
Visionen des modernen Synergos verbinden christliche und säkulare Umgestaltungsprojekte, die sich angesichts neuer wissenschaftlich-technischer Möglichkeiten ihren Weg bahnten, und trennen sie zugleich. Der Synergiediskurs geht keineswegs nahtlos in zeitgenössischen Sozialutopien und den Entwürfen des neuen Menschen der sowjetischen Biopolitik auf. Vor dem Hintergrund der epistemischen Umbrüche und Synthesen um 1900, die das Verhältnis von Wissen und Glauben neu justierten, untersucht das Buch synergetische Modellbildungen insbesondere in der russischen Philosophie, Wissenschaft, Literatur und Kunst als ein Fundament der modernen slavischen Wissenskultur.
Author: Alexander Berg
Was wusste Wittgenstein von Hegels Philosophie und wie verhält sich sein Denken zu demjenigen Hegels? Antwort auf diese Fragen sucht die vorliegende Studie in einer aufmerksamen Rekonstruktion der verschiedenen Bemerkungen Wittgensteins zu Hegel.
In einer späten Bemerkung bringt Wittgenstein das Verhältnis seiner eigenen Philosophie zu derjenigen Hegels auf den Punkt:
»Mir scheint, Hegel will immer sagen, daß Dinge, die verschieden aussehen, in Wirklichkeit gleich sind, während es mir um den Nachweis geht, daß Dinge, die gleich aussehen, in Wirklichkeit verschieden sind. «Um besser verstehen zu können, was er dabei im Sinn hatte, werden die verschiedenen Bemerkungen Wittgensteins zu Hegel in den Kontext der Entwicklung seines philosophischen Denkens gestellt, und es wird – auch ganz in Wittgensteins Sinne – weitergefragt, was dieses Denken mit der philosophischen Tradition verbindet.

Friedrich Kittler ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Denker von internationalem Rang. Seine Arbeiten zur Literatur- und Kulturwissenschaft, zur Technik- und Kriegsgeschichte, Philosophie, Mathematik und Musik und vor allem der von ihm begründeten historischen Medienwissenschaft wurden bis heute in über ein Dutzend Sprachen übersetzt. Während er für die Einen längst zum Kanon der Maîtres-penseurs zählt, bleibt er für Andere ein enfant terrible, dessen provokanter Zugriff auf unser Geistes- und Kulturerbe nach wie vor irritiert. Unbestritten aber ist, dass Kittlers Schreiben und Reden über vier Dekaden die akademische Welt gründlich verändert hat.
Sein reichhaltiger Nachlass, der im Deutschen Literaturarchiv Marbach zusammengeführt und gepflegt wird, bildet die Grundlage für die Herausgabe seiner Werke. Die Medien, in denen und über die er gearbeitet hat, sollen spezifisch zum Tragen kommen. Das Programm seiner Gesammelten Werke lautet: »Gesammelte Schriften, Stimmen, Hard- und Software«. Die bei Wilhelm Fink erscheinenden »Gesammelten Schriften« umfassen alle zu Lebzeiten publizierten Texte und Unveröffentlichtes aus dem Nachlass sowie ausgewählte Vorlesungen und Interviews; unter »Stimmen« sollen auf audiovisuellen Medien Vorlesungen, Seminare und Interviews zugänglich gemacht werden; unter »Hard- und Software« sollen Schaltpläne und Source-Codes dokumentiert, erschlossen und auf einem Server zugänglich gemacht werden.
Die Edition der »Gesammelten Schriften« wird voraussichtlich dreizehn Monografien, dreizehn Aufsatz- und drei Interviewbände enthalten. Der Editionsplan geht auf Absprachen zurück, die Friedrich Kittler noch zu Lebzeiten mit seiner Frau Susanne Holl und seinem Verleger Raimar Zons getroffen hat. Als Gesamtherausgeber konnte Martin Stingelin gewonnen werden, der auch den ersten, jetzt im Frühjahr erscheinenden Band (Der Traum und die Rede) ediert. Im Herbst 2014 erscheint Musik und Mathematik II, »Roma aeterna«, aus dem Nachlass herausgegeben und kommentiert von Gerhard Scharbert.


Monographien:

1. Hebbels Einbildungskraft
2. Der Traum und die Rede
3. Aufschreibesysteme 1800/1900
4. Grammophon Film Typewriter
5. Optische Medien
6. Eine Kulturgeschichte der Kulturwissenschaft
7. Unsterbliche
8. Musik und Mathematik I.1, »Aphrodite«
9. Musik und Mathematik I.2, »Eros«
10. Musik und Mathematik II (Nachlass), »Roma aeterna«
11. Musik und Mathematik III und IV (Nachlass)
12. Philosophien der Literatur
13. Radio

Theorien der Situation und künstlerische Praxis
Series:  dynamis
Situationen sind konstituierende Grundelemente von Geschehnissen und Handlungen im Alltag sowie in den Künsten. Existenz, Sozial- und Weltverhältnisse des Menschen sind nicht nur durch sie geprägt. Vielmehr drücken Situationen diese Verhältnisse zugleich aus, machen sie kenntlich. Dieses implizite erkenntnisgenerierende Potential vermögen die Künste besonders zu nutzen. Mit Rekurs auf interdisziplinäre Theorieansätze wurde dieser Fähigkeit ebenso nachgegangen wie übergeordneten Fragen zu einem situativen, anderen Denken. Es galt dabei auch zu prüfen, was ein theoriegeleiteter Fokus auf Situationen in welcher Disziplin erkenntnisstiftend leisten kann.
Ways of Thinking – A Theological Philosophy
Author: Markus Mühling
Theology is an explication, im-plication, and com-plication of the Christian perception of truth and value. The occurrence of this perception takes place in following the story of the Gospel, which remains open and organic, unable to be closed. Every formation of a closed system has to be exceeded on the way to a post-systematic theology.
The first part of this work deals with redefining basic concepts from a phenomenological perspective and from within a narrative ontology. Key terms such as relation, way-formational line, event, time, space, sign, metaphor, concept, name, model, theory, coherence, causality, contingence, subject, and truth, are explored and reworked. The main portion of the work delves into the threefold self-presentation of God in the perception of truth and value as displayed in the Gospel. The work concludes by taking up the consequences of the relationship between faith and religion, historicity and Holy Scripture, the concept of rationality, as well as the inter-disciplinary and academic study of theology.