Browse results

You are looking at 61 - 70 of 352 items for :

  • Literature and Cultural Studies x
  • Cultural History x
Clear All
Für eine andere Kulturgeschichte Westeuropas
Author: Monika Walter
Kann eine innereuropäische Islamgeschichte einfach verschwinden? So haben Historiker, Kulturwissenschaftler und Philologen in Spanien und Frankreich seit den 1990er Jahren zu fragen begonnen.
Viele Spezialstudien sind den Spuren dieser Islamgeschichte als Religion, Zivilisation und muslimischer Lebenswelt gefolgt. Ein Bogen spannt sich seit 711 vom Sarazenen-Einfall bis zur »Rückkehr der Morisken« als Arbeitsmigranten im modernen Spanien. Diese Spuren finden sich in Gestalt von Sklaven, Händlern, Diplomaten im Frankenland bis zu den Maghrebinern im heutigen Frankreich. Doch sie treten auch in einer anderen Lektüre der abendländischen Klassiker zutage, schaut man genauer bei Abaelard, Cervantes, Voltaire bis zu Camus und Goytisolo nach. Die Autorin geht der Frage nach, warum dieses Kulturerbe allmählich aus der nationalen und europäischen Geschichtsschreibung verschwunden ist, bis allein die These von der Unverträglichkeit des Islam mit europäischen Werten übrig geblieben zu sein scheint.
'Unsachgemäßer' Gebrauch als kulturelle Praxis
Mit Artefakten verbinden wir konkrete Funktionen und Bedeutungen. Als Werkzeuge dienen sie unserem täglichen Handeln. Welche Folgen hat es, wenn sie unsachgemäß gebraucht werden? Wie unterscheiden sich sachgemäße und unsachgemäße Verwendungsweisen?
Aus interdisziplinärer Perspektive wird ein weites Spektrum von Praktiken aus verschiedenen Kontexten in den Blick genommen. Gemeinsamer Ausgangspunkt der Untersuchungen ist jenes Spannungsverhältnis, das sich in der Redeweise von der Zweckentfremdung abzeichnet: Einerseits verbinden wir hiermit Regelverletzungen. Andererseits ist es der unsachgemäße Gebrauch, der am Beginn eines explorativen Umgangs mit Artefakten steht und neue Bedeutungen und Lesarten generiert. Ziel ist es, das kreative Potenzial freizulegen, das sich mit einem unsachgemäßen Gebrauch von Dingen verbindet.
Indigenous Pasts and the Roman Present
»The invention of tradition« was introduced as a concept to explain the creation and rise of certain traditions in times of profound cultural change. Taking stock of the concepts of current theoretical understandings and focusing on the Roman world the volume explores invented traditions as a means to understand processes of cultural innovation.
Whereas the concept is highly influential in Roman Studies concerned with the Greek eastern Mediterranean, the western part of the Roman Empire has virtually been ignored. The aim is to critically evaluate the usefulness of »The invention of tradition« for studies particularly regarding the western part of the Roman Empire and in relation to other traditions besides the Greek. Can »The invention of tradition« be seen as a common human characteristic occurring throughout history?
Aspekte eines kulturhistorischen Konzepts
Biography of Objects vereint die Beiträge eines 2014 am Internationalen Kolleg Morphomata in Köln veran-
stalteten Workshops gleichen Titels, der Vertreter aus unterschiedlichen Disziplinen – Ethnologie, Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Germanistik – zur Diskussion zusammenführte.
Zu Wort kommen verschiedene, durchaus konträre Positionen zu dieser Perspektive der ›Objektbiographie‹ auf Materielle Kultur und Objektschicksale. Damit eröffnet der Band auch einen Einblick in die Reflexion und aktuelle Kritik dieses Deutungsansatzes in den verschiedenen Fächern, sowie Versuche, diesen Zugang zu einem möglichen Verständnis des Materiellen für spezifische Fragestellungen fruchtbar zu machen.
In den Herrschaftssystemen der Vormoderne beruhte Macht zu einem erheblichen Teil auf Vorstellungen von einer besonderen Ausstrahlung der Herrschenden.
Der Band untersucht, wie seit der griechisch-römischen Antike Vorstellungen vom Charisma des Herrschers ihren Ausdruck fanden. Es geht um die numinose Aura, mit der die privilegierte Nähe vormoderner Herrscher zu göttlichen Wesen bezeichnet wurde. Diese war Ausdruck außergewöhnlicher Fähigkeiten. Für die Durchsetzung von Machtansprüchen war es entscheidend, dass diese Besonderheit überzeugend vermittelt wurde, die Zustimmung der Beherrschten fand und ihre Bereitschaft weckte, dem Herrscher »entgegen zu arbeiten«. Dabei wird für die Zeit des Hellenismus und der römischen Kaiserzeit ein breites Spektrum aufgezeigt. Einen zweiten Teil nehmen entsprechende Phänomene aus anderen Epochen und Kulturen ein.
Proceedings of the International Heritage Conference 2013 at Tangier, Morocco
Der Band bietet einen vergleichenden Blick auf den Umgang mit dem kulturellenErbe in den muslimischen Anrainerstaaten des Mittelmeeres. Die vertretenen Beiträge wenden sich diesen Ländern zu und nehmen jeweils exemplarisch Bereich ein den Blick, in denen »Heritage« als von lokalen, nationalen und transnationalen Interessen umkämpfte Ressource relevant wird. Fachleute aus den betreffenden Ländern und aus Deutschland befassen sich mit der Beziehung von kulturellem Erbe, Politik und Tourismus und beleuchten dieses Verhältnis vor dem Hintergrund der aktuellen Umbrüche und Wandlungsprozesse der jeweiligen Küstenländer.
Systematische Mittelmeerforschung und disziplinäre Zugänge
Während in anderen Ländern ein systematischer Zugang zum Mittelmeer als Region institutionell und in der Wissenschaftstradition schon lange ausgebildet war, fehlte dies bislang im deutschsprachigen Raum. Das »Handbuch der Mediterranistik« leistet einen Beitrag zur Etablierung des Forschungsgebiets, indem unterschiedliche Disziplinen ihren jeweiligen Zugang zur systematischen Erschließung des Raumes vorstellen.
Der vorliegende Band bespricht mit Fallbeispielen sowohl die politisch bedingten Ausdifferenzierungen als auch die persistenten kulturellen Gemeinsamkeiten des 5. bis 6. Jhs. n. Chr. Die jahrhundertelange politische Einheit des Imperium Romanum hatte ihren Ausdruck in einer großen kulturellen Kohärenz gefunden, führte doch die Ausrichtung auf Rom zu Vereinheitlichungen in vielen Bereichen. Daraus resultierten allgemein gültige Normen, die sich in Gemeinsamkeiten der materiellen Kultur und der Sprache äußerten. Besonders augenfällig war die Homogenität der bildenden Kunst. Mit der Teilung des Imperiums und der Bildung germanischer Reiche auf römischem Boden zerfiel seit den Jahrzehnten um 400 n. Chr. zwar die politische Einheit, die Vorstellung eines einheitlichen Imperiums und einer gemeinsamen Kultur dauerte jedoch an.
Theorie und Praxis im Dialog
Stimmungen des Todes scheinen einer Bestimmung zu widerstreben. Dennoch eignet ihnen eine Bestimmtheit, die über den Tod oft mehr preiszugeben vermag als das diskursive Wissen. Lassen sich Stimmungen des Todes bestimmen? Die Rede über Stimmungen ist meist abstrakt und allgemein, gekennzeichnet von diffuser Metaphorik. Doch sind Stimmungen etwas sehr Präzises. Oft genügt eine unmerkbare Nuance einer Geste, eines Tonfalls, in der Beleuchtung eines Raumes, um eine Stimmung umschlagen zu lassen. So lassen sich praktische Kompetenzen ausbilden, mit Stimmungen umzugehen, sie zu evozieren – auch, wenn es um ein so sensibles und schwer fassbares Phänomen wie den Tod geht. Der Band lässt in Interviews alltägliche Arbeit mit Todesstimmungen auf philosophische Theorie, künstlerischen Umgang auf abstrakte Durchdringung treffen.
Current Approaches to Spaces, Resources, and Connectivities
Der Mittelmeerraum ist Schauplatz unterschiedlicher gesellschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Diskurse und Praktiken, deren jeweilige Beschaffenheit bedingt, wie dieser Raum konzeptualisiert, inkorporiert und auch politisch in Besitz genommen wird. Der Band dokumentiert eine internationale Tagung hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter der archäologischen Wissenschaften, der Anthropologie, Ethnologie und der Geschichtswissenschaften, die sich 2012 am Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum mit der Thematik auseinandergesetzt haben.