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6. Archäologisch-historisches Forum
Der Band 26 der Reihe MittelalterStudien versammelt die Beiträge einer interdisziplinären Tagung, die die „Gräber im Kirchenraum“ aus historischer, kunsthistorischer und archäologischer Sicht in den Blick genommen hat. Inhaltlich schlagen die Aufsätze einen weiten Bogen und behandeln von den Jenseitsvorstellungen und der memoria im Frühmittelalter über die Motive für die Beisetzung in Königsgrabkirchen auch die monumentalen Grabmonumente des 16. Jahrhunderts und die dahinter stehenden Intentionen. Besondere Aufmerksamkeit erfährt dabei immer wieder die Frage, welchen Personenkreisen überhaupt das Privileg eingeräumt wurde, sich innerhalb des Kirchenraums möglichst nahe bei den Heiligen, ad sanctos, bestatten zu lassen.
Bluthostien zwischen Wunderglaube und Budenzauber
Author: Olaf B. Rader
Bei Hitze, Hagel, Kälte oder Trockenheit, als Mittel zur Brandbekämpfung und Abwendung von Wassergefahren hielt man Hostien für allgegenwärtig und allmächtig. Man konnte sie aber auch zu Liebespulver zerstampfen oder damit verwunschene Jungfrauen erlösen. Dass geweihte Hostien unter der Haut getragen gegen jedwede Verwundung schützten, zeigte ihren Nutzen bei Rittern oder Kriegsknechten. Wildschützen glaubten an sie, denn Hostien im Kolbenschaft erhöhten die Treffsicherheit der Büchse; wenn man nicht den Leib Christi gleich mit in das Blei gab, um Freikugeln daraus zu gießen.
Bekenntnisse - Ikonen - Gesamtkunstwerke
Gibt es einen spezifisch »linken« Kitsch in Abgrenzung zu politisch »rechtem«? Dieser vernachlässigten, für das Verständnis »linken Denkens« seit der Französischen Revolution aber wichtigen Frage gehen die Beiträge dieses Bandes nach. Gezeigt wird, dass »linkes« Denken aus ganz anderen Gründen kitschanfällig ist als sein »rechtes« Pendant, auch wenn die Pathosformeln sich mitunter frappierend ähneln. Denn während rechte Ideologien den Veränderungsdruck der Moderne kompensieren, streben linke eher danach, ihn nach dem Motto »Mehr desselben« zu überbieten. Dieses Phänomen »linker Kitsch« nimmt der Band anhand von sprachlichen, bildlichen und filmischen Beispielen in historischer wie auch theoretischer Perspektive in den Blick, sodass es in seinem konstitutiv transmedialen Charakter zur Geltung kommt.
Theorie und Praxis kultureller Übertragung in der Moderne
Series:  Trajekte
Author: Stefan Willer
Das Erbe ist ein unabdingbares und zugleich unabgegoltenes Problem der Moderne.
Stefan Willer untersucht die Wissensgeschichte moderner Erbekonzepte zwischen Recht, Biologie und Kultur und rekonstruiert einzelne literarhistorische Erbfälle zwischen 1889 und 1949.
Erbe und Moderne - diese Verknüpfung ist so naheliegend wie widersprüchlich. Naheliegend ist sie mit Blick auf die neuere Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, handelt es sich doch beim Erbe um einen Schlüsselbegriff zur Bestimmung von Eigentum, Eigenschaften und Eigenheiten im Spannungsfeld von Recht, Biologie und Politik. Widersprüchlich erscheint die Konjunktion zwischen Erbe und Moderne hingegen angesichts der Tendenzen zur Bewahrung, Stabilisierung und Kontinuitätsstiftung, die immer dort ins Spiel kommen, wo etwas bereits Bestehendes aus der Vergangenheit in die Zukunft transferiert werden soll.
Dekadenz und Tod im Venedig der Moderne
Venedig: Für Dichter, Maler, Musiker ein Seismograph für die Erschütterungen der Moderne um 1900.
Anlass des Bandes ist das Centenarium von Thomas Manns Novelle »Tod in Venedig«, in der Gustav Aschenbach als ein der historischen Wissenschaft verpflichteter Schriftsteller in unsicheres Terrain jenseits rationaler Begrifflichkeit gerät, ins Sehnsuchtsland der Liebe und des Schönen, und schließlich in einen Grenzbereich, in dem alles Gestaltete ins Gestaltlose, Amorphe übergeht, in den Tod. Nicht zufällig ist Venedig dafür topisch, Aschenbach mit seinen ethischen, ästhetischen und epistemologischen Erschütterungen nicht allein. Venedig wurde zum Spiegel der Krisenerfahrungen um 1900. Die Bewegung »auf schwankendem Grund« wird bei Thomas Mann und seinen Zeitgenossen zum Motor der Kreativität.
Figurations of Cosmology in Media and Arts
Astroculture is a testament to the literary imagination and theoretical innovation of the late Sonja A.J. Neef, who devised the term as an expanding horizon of collaborative research into the powerful gravitational force exerted on culture by astronomical phenomena and imagery. It is also the name of a conference on the topic inspired by Neef and held at the Center for Advanced Studies Morphomata at the University of Cologne in November, 2011. Indeed, Astroculture is a perfect instance of a morphome, the overall target of the Cologne College’s ongoing symposia: a persistent trope or topos of cultural fascination and transcription appearing across a gamut of civilizations and historical periods. Commentary in this volume ranges from Claudius Ptolemy’s mapping of the universe and the emergence of a pluralistic cosmology in seventeenth-century Europe to the spread of planetariums, the Whole Earth Catalog, and the contemporary artwork of Ingo Günter. With interventions by David Aubin, Lucía Ayala, Monika Bernold, Dietrich Boschung, Bruce Clarke, Gerd Graßhof, Hans-Christian von Hermann, Martina Leeker, Patricia Pisters, and Henry Sussman.
In der Gestalt von Buchstaben und anderen Schriftzeichen manifestieren sich Denktraditionen und Schreibhorizonte: Indem Buchstaben Zeichen figurieren, machen sie implizit kulturelles Wissen lesbar. Der Unicode-Standard bietet heute die umfassendste Codierung in der Kultur der Menschheit; das Verhältnis von universeller Lesbarkeit und der phänomenalen Gestalt prinzipiell aller Schriftzeichen wird hier neu verhandelt. In Zeiten weltweiter Kommunikationstechnologien stellt sich auf der einen Seite die Frage nach kulturellen und phänomenalen Besonderheiten von „Buchstaben der Welt“ auch in vergleichender Hinsicht daher neu: Wie entstehen die Schriftzeichen, die wir schreiben, das heißt, was sind die technischen, semiotischen, linguistischen oder ästhetischen Bedingungen für ihre Form in verschiedenen Sprachsystemen? Auf der anderen Seite eröffnet sich eine „Welt der Buchstaben“ im Sinne einer Innenwelt, die phänomenologisch-philosophisch analysiert werden kann. – Beiträge, die philosophische Denkräume und die Erscheinungsformen von Kultur als Buchstaben ausloten, bilden einen Schwerpunkt des Bandes. Komparative Betrachtungen zu fernöstlichen Zeichen und Schreibweisen, wie in der japanischen Kalligraphie, erlauben einen erweiterten Blick auf die unterschiedlichen Ausformungen von Zeichen und hiermit verbundene Funktionen. Grundlegende Erörterungen zur Buchstabengestalt runden den Band ab: aus Sicht der Semiologie, der Linguistik und des Schriftgestalters.
Zur Interdependenz von Antike- und Geschlechterkonstruktionen von 1700 bis zur Gegenwart
Welche Rolle spielt Geschlecht bei der Konstruktion der Antike? Umgekehrt: Welche Funktion übernimmt die Referenz auf die Antike bei der Konstruktion von Geschlecht in nachantiken Gesellschaften?
Zwischen ›Geschlecht‹ und ›Antike‹, als diskursive Konstrukte verstanden, zeigen sich wichtige Berührungspunkte. Ihr Gebrauch folgt verwandten Inszenierungsregeln. Sie erfüllen eine ähnliche Funktion für die Selbstverständigungs- und Positionierungsakte von Gesellschaften und Deutungsgemeinschaften. Erstmals wird ihre spannungsreiche Konstellation in den Blick genommen. An Beispielen aus Literatur-, Kunst-, Film- und Wissenschaftsgeschichte untersuchen die Beiträge die Beziehungen von ›Geschlecht‹ und ›Antike‹ vom Ende des 17. Jahrhunderts bis zur Gegenwart mit interdisziplinärem Zugriff.
Kommunismus und Nationalsozialismus im Vergleich
Die totalitäre Praxis ist verbrecherisch. Ist das Verbrechen aber schon in der Theorie angelegt? Und wie hängen Kommunismus und Nationalsozialismus historisch und ideologisch zusammen? Den nationalsozialistischen Verbrechen liegt keine ernst zu nehmende Ideologie zugrunde, die kommunistischen Verbrechen haben nichts mit der marxistischen Theorie zu tun – so lauten zwei gängige Vorurteile. In beiden Fällen entlastet man das Denken von seinen möglichen Folgen: Die Praxis des Bösen steht für sich. Doch ist die Praxis aus sich heraus verstehbar? Verkennt man nicht das totalitäre Potential des Marxismus, wenn man behauptet, er hätte mit dem GULag nichts zu tun? Und unterschätzt man nicht die Systematik der hitlerschen Weltanschauung, wenn man im Judenmord nicht deren logische Konsequenz erkennt? Sich diesen Fragen unvoreingenommen zu stellen, unternimmt der vorliegende Sammelband.
Studien zur Philosophie Oskar Beckers
Der Band enthält neben den wissenschaftlichen Abhandlungen über Oskar Becker im Anhang eine auszugsweise Veröffentlichung von Beckers Bonner Vorlesung von 1956, in der er die »Grundlinien der Anthropologie« in Auseinandersetzung mit Heidegger entwickelt.
Wie in den vorangehenden Studien zur Philosophie Oskar Beckers erweist sich auch in den Beispielen der philosophischen Auseinandersetzung, die in diesem Band vorgelegt werden, dass vom Ansatz und der Weiterführung der transzendentalen Phänomenologie zahlreiche Brückenschläge zu gegenwärtig zunächst disparat scheinenden Versuchen einer systematischen Philosophie möglich sind und auch fruchtbar werden können. Dies zunächst im Sinne einer in der Diskussion zwischen Paul Lorenzen und Oskar Becker nicht grundsätzlich ausgeschlossenen Nähe, dann aber auch im Sinne der kulturalistischen Weiterführung des Erlanger Konstruktivismus.