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Der literarische Institutionendiskurs seit der Aufklärung
Literatur hat seit der Aufklärung in den öffentlichen Debatten ganz wesentlich zur Erkundung, Kritik und Legitimierung von Institutionen beigetragen. Im Anschluss an die äußerst produktive Forschung zur Gattung des „Institutionenromans“, wie er sich während der klassischen Moderne bei Autoren wie Robert Walser, Franz Kafka und Robert Musil auf paradigmatische Weise herausbildet, soll dieser Sammelband das Verhältnis von Literatur und Institution in einem möglichst weit gesteckten diskurs- und gattungsgeschichtlichen Kontext neu auf den Prüfstand stellen.
Mit Beiträgen von Rüdiger Campe, Benjamin Bühler, Rupert Gaderer, Anja Gerigk, Ulrich Kinzel, Andrea Krauss, Karin Krauthausen, Johannes Lehmann, Clemens Pornschlegel, Patrick Primavesi, Adrian Robanus, Mareike Schildmann, Marcus Twellmann und Martina Wernli.
Ästhetik und Physiologie im 19. Jahrhundert
Author:
Das Buch untersucht die neuen Körperbilder in der Kunst der französischen Moderne aus naturwissenschaftlicher Perspektive. Im 19. Jahrhundert vollzieht sich in der französischen Kunst ein bemerkenswerter Wandel: Das Ideal ästhetischer Lebendigkeit weicht der Manifestation der künstlerischen Mittel, die das Dargestellte seines vitalen Illusionismus berauben und als materiell Gemachtes hervorkehren. Die Repräsentation des Menschen verliert ihre Rolle als dominantes Sujet und wird in ihrer ‚Wahrhaftigkeit‘ hinterfragt. Das Buch beleuchtet diese Entwicklung aus medizingeschichtlicher Sicht. Die Physiologie entwirft ein materialistisches und deterministisches Menschen- und Körperbild, das in Konkurrenz zur anatomischen Lehre tritt und Fragen der Darstellbarkeit, aber auch Willensfreiheit und Handlungsmacht aufwirft. Werkbeispiele aus der Zeit zwischen 1800 und 1900 zeigen auf, wie unterschiedlich die Kunst auf diese Verwerfungen reagierte – und neue Körperbilder entstanden.
Ein Kanon
Der vorliegende Band verfolgt das Ziel, einen Überblick über das deutsche Kino nach 1990 zu geben, und zwar über eine Auseinandersetzung mit einzelnen Filmen, die diese umfassend, das heißt bezüglich ihrer Rezeption, ihrer Kontexte, ihrer Ästhetik, ihrer filmhistorischen Bedeutung etc., in den Blick nimmt. Insgesamt 30 Filme werden in 30 Beiträgen gesichtet.
Body, Word and Free Will in On the Song of Songs by Bernard of Clairvaux
Author:
What is love, what kinds of love are there, how do these relate, and how does the Christian tradition articulate the problem of love in view of the triangulation of self, neighbour and God? In short, what is the relationship between human love (eros) and divine love (agape)? This is the problem of love at the heart of the Chrisitan tradition in which God is love (1 Jn 4.8). A historical overview shows that four models have addressed the problem of love in tradition: univocity, equivocity, analogy and metamorphosis. In the first, eros and agape collapse into one reality. According to the second, eros and agape are mutually exclusive realities. In the third model, eros and agape relate in terms of similarities and only to a limited degree. The model of metamorphosis orients desire towards an integrative and higher transformation of eros and agape. This book develops the model of metamorphosis based on a philosophical reading of "On the Song of Songs" by Bernard of Clairvaux (1090–1153).
Aesthetic and Ethical Transformations
Editor:
This volume explores and expands a Wittgensteinian account of philosophy as an ongoing practice and exercise. It investigates the simultaneously aesthetic and ethical dimension of philosophical exercises, so as to uncover their transformative potential for and within ordinary practice, conceived of as a weave of trained, embodied habits. For this purpose, the volume focuses on three intertwined aspects:
1. It examines the aesthetic form of Wittgenstein’s texts, so as to consider the use of pictures, comparisons, and instructions as exercises to be enacted by readers, and further analyzes the transformative effects – both aesthetic and ethical – that such exercises bring out.
2. It draws a number of connections between Wittgenstein’s philosophical exercises and particular aesthetic practices.
3. It sheds light on continuities and discontinuities between Wittgenstein’s account of philosophy and the ancient conception of philosophy as an exercise and a way of life.
Literatur, Kunst und Wissenschaftsphilosophie
Der Band handelt von Hermann Broch im Kontext der österreichischen Moderne seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Im ersten Teil werden Brochs Beziehungen zu anderen Schriftstellern wie Franz Kafka, Hugo von Hofmannsthal und Karl Kraus herausgestellt sowie zur Malerei und Musik. Hier sind es Arnold Schönberg und Alban Berg, deren neuartiges Kompositionsverfahren der Zwölftontechnik ihn faszinierte. In der Malerei ziehen Anton Faistauer und Georg Merkel seine Aufmerksamkeit auf sich. Dargestellt werden außerdem die Folgen der politischen Polarisierung und des Austrofaschismus für das Roman- und Essaywerk Brochs sowie sein literarischer Beitrag zum österreichischen Widerstand. Der zweite Teil geht dem Einfluss des Logischen Empirismus des Wiener Kreises auf Brochs Denken und literarische Schreibweisen nach. Für den radikalen Aufbruch der Philosophie auch im Zeichen einer umfassenden Ideologiekritik stehen Namen wie Rudolf Carnap, Hans Hahn, Karl Menger und Moritz Schlick. Mehr dem Neukantianismus zuzuordnen ist Hans Vaihinger, dessen ausgefeilte Fiktionstheorie dem Schriftsteller verschiedene Anknüpfungspunkte bot. Zudem werden erste Versuche unternommen, die bedeutende Stellung der Mathematik im Werk Brochs zu untersuchen. Hier ragt vor allem sein Privatstudium der bahnbrechenden mengentheoretischen Topologie Felix Hausdorffs heraus.
Neue Perspektiven
„Heimat" hat Konjunktur - in der populären Kultur ebenso wie in der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung. Lange Zeit galt der Begriff der Heimat lediglich als ideologisches Konzept „völkischen" Denkens. Jedoch lassen gegenwärtige Reflexionen in Literatur und Kultur, etwa im Genre der Dorfgeschichte, vielfältige und ambivalente Standpunkte erkennen. Vor diesem Hintergrund widmet sich der Sammelband einerseits jenen Werken des 19. bis 21. Jahrhunderts, die für die Entwicklung des Heimatdiskurses prägend waren. Andererseits werden bislang weniger intensiv diskutierte Texte (neu) entdeckt und auch Beispiele aus den Bereichen Film und Fernsehen einbezogen. Dabei wird deutlich, dass kulturelle Ausformungen von Heimat zumeist an vorherrschende gesellschaftspolitische Diskurse gekoppelt sind. Anliegen des Bandes ist es, ideologische Zusammenhänge in kritischer Perspektive zu analysieren und den Blick auf neue Konstellationen zu schärfen, in denen Heimat wieder relevant werden kann.
Deutungsmuster vom Altertum bis in die Neuzeit
Naturkatastrophen sind ein spektakuläres Beispiel für die Ambivalenz des Verhältnisses von Natur und Ordnung. Zum einen gilt die Natur als Modell gesellschaftlich-politischer Ordnung, zum anderen als deren Gegenkraft, von der diese ständig bedroht ist. In Katastrophen wie Erdbeben, Sturmfluten oder auch Epidemien wird diese Latenz zu destruktiver Aktualität, deren Übermacht keine Ordnung gewachsen ist. Zugleich wird selbst dieser Zusammenbruch der Ordnung in Ordnungszusammenhänge eingeschrieben. Als göttliches Strafgericht etwa wird die Katastrophe zum Beleg einer der Natur gebietenden Ordnungsmacht, die umso absoluter erscheint, je verwüstender sie sich manifestiert.
Der Band beleuchtet kulturelle Repräsentationen von Naturkatastrophen von der Antike bis in die Neuzeit. Zur Debatte stehen Vorstellungen von göttlicher, natürlicher und politischer Ordnung, die zur Deutung von Katastrophen herangezogen, durch sie bestätigt, in Frage gestellt oder auch unhaltbar werden.
Ultramoderne Sinnkrisen nach und bei Pierre Legendre, Slavoj Žižek und Vladimir Nabokov
Author:
Woran und warum glauben wir? Und wie hängt unser Glaube oder Nichtglaube mit den gesamtgesellschaftlichen Sinnkrisen zusammen, denen wir uns immer wieder ausgesetzt sehen – von der Krise der traditionellen Werte über die Krise des globalen Liberalismus bis zur Krise der Demokratie? Auf Grundlage von anthropologischen, psychoanalytischen und literarischen Konzepten von Pierre Legendre, Slavoj Žižek und Vladimir Nabokov erarbeitet Marina Laurent ein theoretisches Design, anhand dessen diese Krisen begreifbar werden. In Untersuchungen putinistischer Bedrohungen, populistischer Bewegungen, sowie der gesellschaftlichen Implikationen einer datengesteuerten Ökonomie macht sie deutlich: Die Herausforderung, die sich uns heute stellt, besteht nicht darin, mehr Treue und Glauben gegenüber unseren Werten und Idealen zu üben, sondern die uneingestandenen und widersprüchlichen Glaubensinhalte, die diese Ideale gleichzeitig untermauern und unterwandern, ans Licht zu heben und zu hinterfragen.
Contributo alla ricostruzione della geografia mitica di una regione nella memoria culturale greca
Das Buch untersucht die mythischen Traditionen von Troia und der Troas in der Antike, um zu zeigen, wie das kulturelle Gedächtnis der Griechen die Frühgeschichte dieser nord-ägäischen Region rekonstruiert hat. Das kulturelle Gedächtnis der Griechen gliederte die Frühgeschichte der Troas in zwei Bevölkerungsphasen. In den mythischen Traditionen werden die Teukrer als das älteste Volk der Region betrachtet. Die Ankunft der Dardaner aus Samothrake, die sich mit der Gründung von Troia verbindet, stellt die zweite mythische Bevölkerungsphase der Troas dar.