Browse results

You are looking at 1 - 10 of 3,034 items for

  • Upcoming Publications x
  • Just Published x
  • Status (Books): Published x
Clear All Modify Search
Das Bild vom glaubwürdigen Wissenschaftler – vom Universalgelehrten der Renaissance zu modernen Laborspezialist*innen - ist ein kulturelles Konstrukt, das die Ansprüche seiner Zeit widerspiegelt. Wie es entsteht, wird im Galvanismusdiskurs um 1800 deutlich.
Dieser Band beschäftigt sich mit den Fragen: Wer gilt um 1800 als Naturwissenschaftler? Wie findet man als junger Forscher Aufnahme in die wissenschaftliche Gemeinschaft? Und worin manifestieren sich die wissenschaftskulturellen Unterschiede in Deutschland und Großbritannien zu Beginn des 19. Jahrhunderts? Anhand der frühen Publikationen der jungen aufstrebenden Naturforscher Alexander von Humboldt, Johann Wilhelm Ritter und Christian Heinrich Pfaff sowie ihrer britischen Kollegen untersucht der Autor die Konstruktion vom modernen Naturwissenschaftler durch die wissenschaftliche Gemeinschaft.
Zum Zusammenhang von Hölderlins theoretischen Fragmenten „Das untergehende Vaterland …“ und „Wenn der Dichter einmal des Geistes mächtig ist …“. Mit einem Nachwort versehene überarbeitete Neuauflage der Ausgabe von 1985
Author: Johann Kreuzer
Die Untersuchung bietet einen Kommentar der beiden Texte, in denen Hölderlin sich das Konzept ‚freier Kunstnachahmung‘ erarbeitet hat, auf dem sein Dichtungsverständnis wie sein poetisches Werk ab 1800 beruhen.
Die theoretischen Fragmente „Das untergehende Vaterland …“ und „Wenn der Dichter einmal des Geistes mächtig ist …“ sind für Hölderlins Verständnis poetischer Arbeit entscheidend. In „Das untergehende Vaterland …“ werden der Anspruch wie die Bedeutung der Sprache der Dichtung geschichtsphilosophisch begründet und erläutert. An diese Grundlegung schließt die in „Wenn der Dichter …“ formulierte ‚Verfahrungsweise des poëtischen Geistes‘ an. Was Dichtung begründet und zugleich fordert, erklärt Hölderlin als den Anspruch, ‚eine Erinnerung zu haben‘. Dies wird in der Untersuchung en detail nachvollzogen.
Allegorie, Imitation und Medialität
Das Buch untersucht allegorische Wandbilder des Trecento als Medien öffentlicher Bildpolitik und beleuchtet die künstlerischen Verfahren, über die sie gesellschaftliche Wissensdiskurse mitbestimmen.
Mit Bildprogrammen wie dem Planeten-Lebensalter-Zyklus Guarientos in der Paduaner Eremitanikirche oder der sogenannten Allegorie von scientia und sapientia suchen institutionelle Auftraggeber sich an der Schnittstelle von gelehrter Wissenskultur und verfeinerter Bildkultur zu verorten. Ebenso exponierte wie kontroverse Wissensbestände aus den Bereichen von Philosophie, Theologie und Naturkunde gehen hier mit avancierten künstlerischen Lösungen einher. Anhand der Leitbegriffe Allegorie, Imitation und Medialität zeigt die Studie, inwiefern künstlerische Techniken und Handwerkswissen, Materialitäten und ästhetische Strategien die begrifflichen Gehalte konkretisieren, kontextualisieren oder semantisieren.
Hospitalität im Werk Franz Kafkas
In Niemand zu Gast? Hospitalität im Werk Franz Kafkas wird eine in Kafkas Literatur vorzufindende kommunikationstheoretische Umdeutung der Erkenntnistheorie Immanuel Kants nachgewiesen. Für diese Umdeutung ist wesentlich, dass Kafka die von Kant in seiner Argumentation gegen eine mögliche Gegenwart von Geistern hervorgehobene Unterscheidung zwischen permeablen und undurchdringlichen materiellen Substanzen verwirft. Kafka ist sich mehr als bewusst darüber, dass das von Kant als Krankheit verachtete Geistersehen für das Verfassen eines Briefes sowie für jegliche Kommunikation mit nicht körperlich anwesenden Kommunikationspartnern notwendig ist. Im Gegensatz zu Kant setzt er sich mit der Existenz von Zeichen und Medien in ihrer Wirkung auf den Menschen auseinander. Er inszeniert sie als Besucher, die seine Protagonisten ansprechen, mit ihnen spazieren gehen, auf den Türschwellen ihrer Hauseingänge stehen oder als erwartete, wenn auch gespenstige Gäste in ihre Zimmer eintreten.
Poetik der Unruhe. Pessoa - Pascal - Blanchot
Author: Hanna Sohns
In Fernando Pessoas modernistischem Hauptwerk in Prosa, seinem Buch der Unruhe wird die »Unruhe« zum wichtigsten Zug dieses fragmentarischen Schreibens. Das Unternehmen der Fragmente lässt sich darin zusammenfassen, dass sie die Unruhe als Inbegriff des Literarischen lesbar machen.
Die vorliegende Studie nimmt die Passivität und Unruhe für das Schreiben Pessoas in den Blick, das sich hierin in ein komplexes Verhältnis zur literarischen und philosophischen Tradition (Augustinus, Montaigne und besonders Pascal) setzt und zugleich auf poststrukturalistische Theorien des Schreibens (Barthes, Blanchot) weist. Mit der Befragung einer »Poetik der Unruhe« geht die Studie der Frage nach, inwiefern sich die moderne Literatur als etwas fassen ließe, das gerade auch als Kritik der Philosophie ein Denken vollzieht, das allein an diesem Ort des Schreibens, nämlich nur in seinem poetischen Vollzug der Passivität erfolgen kann: Die Studie behauptet für dieses Schreiben eine hierfür eingebrachte »Pathopoiesis«, eine poetische Hervorbringung also von páthos als Bedingung wie Erfahrung literarischen Schreibens.

Eine Fallgeschichte der deutschen Literatur
Author: Ulrich Breuer
Unversehens stolpern wir und sind ungeschickt. Das kann passieren. Doch wie gehen wir damit um? Davon handelt die Fallgeschichte der deutschen Literatur. In ihrem Zentrum steht die Figur des ungeschickten Deutschen. Sie kombiniert Aufrichtigkeit und Kreativität mit linkischem Verhalten. Das verstieß in der Frühen Neuzeit gegen die Regeln der höfischen Gesellschaft, wurde in der Aufklärung aber zum Zeichen poetischer Kraft und gehört seit der Romantik zum Konstrukt des deutschen Nationalcharakters. Von den Anfängen im 16. Jahrhundert über die Heroisierung des Ungeschicks zum Missgeschick bis zu seinem Verblassen in einer globalisierten Welt erzählt davon erstmals diese alternative Geschichte der deutschen Literatur.

Figurationen des Synergos in der slavischen Moderne
Author: Tatjana Petzer
Synergismus, das Zusammenwirken des Menschen mit Gott und Natur, ist ein wesentlicher Schlüssel zur Anthropotechnik und Transformationsästhetik der Slavia orthodoxa.
Visionen des modernen Synergos verbinden christliche und säkulare Umgestaltungsprojekte, die sich angesichts neuer wissenschaftlich-technischer Möglichkeiten ihren Weg bahnten, und trennen sie zugleich. Der Synergiediskurs geht keineswegs nahtlos in zeitgenössischen Sozialutopien und den Entwürfen des neuen Menschen der sowjetischen Biopolitik auf. Vor dem Hintergrund der epistemischen Umbrüche und Synthesen um 1900, die das Verhältnis von Wissen und Glauben neu justierten, untersucht das Buch synergetische Modellbildungen insbesondere in der russischen Philosophie, Wissenschaft, Literatur und Kunst als ein Fundament der modernen slavischen Wissenskultur.
Author: Alexander Berg
Was wusste Wittgenstein von Hegels Philosophie und wie verhält sich sein Denken zu demjenigen Hegels? Antwort auf diese Fragen sucht die vorliegende Studie in einer aufmerksamen Rekonstruktion der verschiedenen Bemerkungen Wittgensteins zu Hegel.
In einer späten Bemerkung bringt Wittgenstein das Verhältnis seiner eigenen Philosophie zu derjenigen Hegels auf den Punkt:
»Mir scheint, Hegel will immer sagen, daß Dinge, die verschieden aussehen, in Wirklichkeit gleich sind, während es mir um den Nachweis geht, daß Dinge, die gleich aussehen, in Wirklichkeit verschieden sind. «Um besser verstehen zu können, was er dabei im Sinn hatte, werden die verschiedenen Bemerkungen Wittgensteins zu Hegel in den Kontext der Entwicklung seines philosophischen Denkens gestellt, und es wird – auch ganz in Wittgensteins Sinne – weitergefragt, was dieses Denken mit der philosophischen Tradition verbindet.

Theorien der Situation und künstlerische Praxis
Series:  dynamis
Dieses Buch geht der existentiellen und ästhetischen Bedeutung sowie dem erkenntnisgenerierenden Potential von Situationen nach.
Künstler arbeiten medienübergreifend mit Situationen, um Verkanntes oder Unerkanntes erfahrbar zu machen und derart „Wissen“ zu generieren. Sie entwickeln dabei medienspezifische Ästhetik-Konzepte, denen theoriegeleitet nachgegangen werden kann. Mit Rekurs auf interdisziplinäre Theorieansätze widmen sich die Beiträge künstlerischen Beispielen aus den Bereichen Musik, Theater über die bildende Kunst, Photographie, Film und Video bis zu einer veränderten Kommunikationssituation im Internet.