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Materialität und Konzeptkunst
Gase, Ultraschall und Radiowellen – die Werke des amerikanischen Konzeptkünstlers Robert Barry zeichnen sich durch einen eigenwilligen Materialgebrauch, Unsichtbarkeit und Unbestimmbarkeit aus.
Die monographische Studie zu Robert Barry als einem der zentralen Vertreter der New Yorker Konzeptkunst der 1960er Jahre setzt bei der Materialität dieser Werke an. Entgegen Auffassungen einer entmaterialisierten Konzeptkunst folgt die Untersuchung von einer minimalistisch geprägten Malerei bis hin zu sprachlich formulierten Werken der wechselseitigen Bedingtheit von Material und Konzept. Im Kontext zeitgenössischer Theorien und Kontroversen liest die Autorin diese als kritische Auseinandersetzung mit einem modernistischen Kunstverständnis und als Reflexion von Visualität und Objekthaftigkeit, des Verhältnisses von Sprache, Material und Wahrnehmung und der Erscheinungsformen von Kunst.
Series:  Eikones
Der vorliegende Band perspektiviert erstmals interdisziplinäre Beiträge aus dem Feld der Vormoderne im Hinblick auf die für unterschiedliche Bildphänomene entscheidende Dynamik von Enthüllen/Verbergen und präsentiert so unterschiedliche Zugänge, die das Thema für die Vormoderne als ein zentrales Moment fruchtbar machen: für Bildpraktiken in ihren unmittelbaren sozialen, religiösen und historischen Zusammenhängen ebenso wie für die begriffsgeschichtliche Relevanz von Enthüllen/Verbergen, die letztlich darüber entscheidet, was im jeweiligen, kulturellen Kontext Bild ist. Als Versuch eines vormodernen Panoramas der substantiellen Bewegung von Enthüllen/Verbergen versammelt der Band Beiträge aus den Bereichen der Sinologie, Ägyptologie, der Iranistik, Alt-Philologie, Philosophie und der mittelalterlichen und islamischen Kunstgeschichte.
Historische und zeitgenössische Bildpraxen in globalen Kulturen
Series:  dynamis
In einer von Bildern vermittelten globalen Kultur werden Bilder mit politischen und religiösen Inhalten benutzt, um Handlungen auszulösen. Bilder fungieren als Kulturagenten des Politischen und des Religiösen mit weitreichendem Interaktionsradius.
Bilder steuern zentral die Wahrnehmung von Kulturen. Begreift man Kultur als gesellschaftspraktische Lebensform, dann lassen sich Bildkulturen als Gesamtheit der bildlichen Repräsentationen und Bildpraktiken bestimmen, durch die eine Kultur ihre Wirklichkeit konstruiert und behauptet. Die Frage nach Bildkultur(en) wäre eine Frage nach dem ‘Imagineering’, dem mentalen und physischen Erzeugen von Bildern, nach Bildtechniken und Bildpraktiken, nach anthropologischen und kulturellen Verortungen von Bildern im Spannungsfeld zwischen ,ImaginNation‘ und Migration. Die Beiträge des Bandes eröffnen eine ,Bildpraxeologie‘ des Politischen und erweitern damit den Horizont der Kulturwissenschaften um geopolitische Aspekte der Bildverwendung.
Materialität - Medium - Experiment
Wassily Kandinsky gilt als einer der bedeutendsten Wegbereiter der modernen Kunst. Während sein malerisches Œuvre bereits umfassend rezipiert wurde, ist sein vielfältiges Schaffen als Druckgrafiker weniger bekannt.
Das Buch unternimmt erstmals eine systematische Untersuchung seiner Holzschnitte bis zur Zeit des „Blauen Reiters“ und eröffnet einen neuen Zugang zu Kandinskys Werk: Wurde seine „Erfindung der Abstraktion“ bisher weitgehend im Spannungsfeld philosophischer und theosophischer Kontexte verhandelt, so erfolgt hier ein Perspektivwechsel, indem die Thesen aus dem Material entwickelt werden. In einer Verbindung von produktions-, material- und rezeptionsästhetischen Ansätzen wird untersucht, in welcher Weise Kandinsky in seinen Holzschnitten Darstellungsverfahren erprobt, die Grundfragen der Moderne betreffen. Als theoretische Rahmung zur Erschließung der Werke werden Konzepte wie Spur, Indexikalität und der Figura-Begriff herangezogen.
Bildpraxis der Mikrofotografie von den ersten Versuchen bis ins 20. Jahrhundert
Mikroskopische Vergrößerungen sind instrumentell konstruierte Sichtbarkeiten, die nur im Mikroskop betrachtet werden können und keine Referenz in der für uns sichtbaren Wirklichkeit aufweisen. Sie können daher nicht hinsichtlich ihrer „Richtigkeit“ und „Wahrheit“ überprüft werden.
Wird die Vergrößerung fotografiert, überträgt sich die Unsicherheit über die Richtigkeit des zu Sehenden auf die Aufnahme: Sie zeigt ein instrumentell konstruiertes Bildobjekt von fragwürdiger Existenz. Mikrofotografien evozieren somit die Frage, wie mit diesen Aufnahmen insbesondere in einer Zeit umgegangen wurde, in der dem fotografischen Bild „Wahrhaftigkeit“ und „Objektivität“ zugesprochen wurde. Die Autorin findet hierauf Antworten, indem sie sowohl die theoretischen Debatten über den Einsatz der Fotografie in der Mikroskopie im 19. und frühen 20. Jahrhundert untersucht als auch verschiedene praktische Umgangsformen und Verwendungskontexte von Mikroaufnahmen analysiert.
Bildgenealogien in der Malerei um 1800
Author: Léa Kuhn
Kunstgeschichte wird nicht nur geschrieben, sie wird auch gemalt. Dass auch innerhalb der Malerei vermehrt kunsthistorische Ordnungsmodelle entwickelt werden, sobald sich die Kunstgeschichte als akademische Disziplin zu etablieren beginnt, zeigt diese Studie.
Mit Blick auf die Zeit um 1800 rekonstruiert die Autorin das feine Bezugsgeflecht zwischen entstehendem Kunstgeschichts-diskurs und zeitgenössischer künstlerischer Praxis an so unterschiedlichen Orten wie Zürich, Paris, London und New York. Dabei wird deutlich: Die hier analysierten Werke von Marie-Gabrielle Capet, William Dunlap und Johann Heinrich Wilhelm Tischbein illustrieren nicht bereits vorhandene kunst-historische Narrative, sondern bringen selbst Vorschläge zu ihrer adäquaten Einordnung hervor – und weisen andere zurück. Geschichtsschreibung ist folglich nicht der einzige epistemologische Zugang zu (Kunst-)Geschichte und nicht die einzige Möglichkeit zu deren aktiver Gestaltung: In der Malerei selbst gibt es ein analoges Phänomen, das hier für die Zeit um 1800 erstmals umfassend nachgezeichnet wird.
Bilder europäischer Reisender im Osmanischen Reich um 1700
Die Sicht Reisender aus Nordwesteuropa auf den östlichen Mittelmeerraum war um 1700 durch die Bibel und antike Quellen, die Kreuzzüge und die osmanische Herrschaft geprägt. Wie fanden diese historischen Schichten Eingang in das Bild der Region, das ihre Zeichnungen und illustrierten Berichte hervorbrachten?
Reisende der Neuzeit fertigten Ansichten historischer Orte und Bauwerke im Osmanischen Reich für ein Publikum in Europa an. Diese Bilder wurden bislang meist als Quellen für die archäologische Forschung genutzt oder als Beleg für einen orientalistischen Blick gewertet. Die Studie beleuchtet sie erstmals in ihrem kulturhistorischen Kontext. Sie waren Teil eines breiten Austauschs über die Antike, für den auch der Kontakt mit lokalen Akteuren eine Rolle spielte. In drei Abschnitten zeigt das Buch auf, wie man das Reisen in die Länder der Bibel und der Antike verstand, wie man historisch bedeutende Topographien visualisierte und wie man sich Monumente und Relikte durch Zeichnen wie durch Sammeln aneignete.
Case Studies from Classical Archaeology
Ancient artifacts such as statues, reliefs, and paintings gave tangible form to knowledge and abstract ideas, making them vivid, convincing, and lasting. At the same time, they emphasized, concretized, and combined only certain aspects of the ideas in question, while reducing or omitting others.
The book examines the emergence of artifacts as material manifestations of epistemic elements and the medial conditions of these shaping processes, as well as the effects of the resulting form. It combines case studies from Classical Archaeology with reflections on central aspects of material culture. With this approach, the book offers new perspectives on famous Greek and Roman works of art.
Adolf Hölzel war nicht nur ein Kunstpädagoge von ungeheurer Bedeutung, sondern auch ein Pionier in der theoretischen Bestimmung der ungegenständlichen Kunst: »Absolute Malerei« ist der Begriff, den Adolf Hölzel prägte.
In zahlreichen Aufsätzen und auf 4000 überlieferten Schriftblättern aus dem sogenannten »kunsttheoretischen Nachlass« entwickelt Adolf Hölzel seine Theorie, die allein an den Mitteln orientiert ist, die ein Bild konstituieren – unabhängig davon, ob etwas Gegenständliches dargestellt wird oder nicht. Denn jedes Bild ist, so Adolf Hölzel, allein ein abstraktes Gebilde von Linien, Formen und Farben. Seine kunsttheoretischen Schriften sind nun in chronologischer Reihenfolge zugänglich, inklusive seiner zentralen Aufsätze und Schriften, bisher unpublizierter Manuskripte und ausgewählter Briefe des vielleicht wichtigsten Kunstpädagogen des 20. Jahrhunderts