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Überlegungen zu einer grundsätzlichen Dimension
Auch wenn dies auf den ersten Blick hin paradox erscheint, da ein Gebäude allein deshalb errichtet wird, um dem Menschen zu nützen und er es folglich auch betreten können muss, gibt es erstaunlich viele Aspekte, in denen etwas aufscheint, das man als ein grundsätzliches, hermetisches Geschlossensein beschreiben kann. Dies betrifft nicht nur ausgeführte Bauten, sondern auch theoretische Konzepte und Visionen. Um sich diesem Topos zu nähern, werden nicht nur offensichtlich für das Blockieren, Distanzieren oder Einschließen entworfene Bautypen wie militärische Bauwerke, Gefängnisse oder das allgemeine Prinzip der Wand behandelt. Die Untersuchung widmet sich auch performativen Elementen der Außenwirkung, subtilen räumlichen Ausgliederungen oder Phänomenen wie Spiegelung und Absenz. Der bewusst weit gefasste Betrachtungsrahmen reflektiert dabei mythisch-archaische sowie historische und aktuelle Architekturen, ergänzt durch kulturwissenschaftliche Aspekte des Bauens.
Textgattungen in der Geschichte der Architekturtheorie. Ein Handbuch
In achtzehn Studien beschreiben die VerfasserInnen die Art des Redens sowie die Formen der bildlichen Mitteilungen über die Architektur und analysieren so die kommunikativen Bedingungen der Architekturtheorie. Erstmals werden in einem historischen Überblick von der Renaissance bis zur Gegenwart die verschiedenen Textgattungen wie Traktat, Dialog, Kommentar, Essay, Antikenpublikation, Ausstellungskatalog oder Architekturzeitschrift in ihrer Bedeutung als „Verträge“ zwischen den Autoren und dem Publikum in unterschiedlichen Gesellschaftskontexten systematisch untersucht.
Bei der Wahl einer bestimmten Textgattung handelt es sich nicht nur um eine wesentliche Entwurfsentscheidung von Seiten des Autors. In ihr bilden sich sowohl Traditionsbindungen als auch Innovationsschübe in der Architekturtheorie ab. Damit fungieren Textgattungen in der Architekturtheorie selbst als Agenten der Wissensproduktion, sie zeigen die kontinuierliche Weiterentwicklung und die Anpassung der Theorie an jeweils aktuelle Erfordernisse des Bauens an. Textgattungen befördern die Modernisierung der Architekturtheorie – dieser zentralen These widmet sich das vorliegende Handbuch.
100 Jahre Freistaat. Eine Raumverfälschung
Im Jahr 2018 feiert Bayern das hundertjährige Bestehen seines Freistaats; Zeit, sich an die Münchner Räterepublik und die sozialistischen Ursprünge dieses Landes zu erinnern; Zeit, die konservativen wie auch die emanzipatorischen Momente des Freistaates zu rekapitulieren; Zeit auch, die Raum- und Architekturproduktion Bayerns und seiner Hauptstadt München genauer unter die Lupe zu nehmen. Bayern, München untersucht anlässlich des hundertjährigen Bestehen des Freistaats das Städtische im Ländlichen sowie das Ländliche im Städtischen – und entfaltet ein kulturgeschichtliches Panorama, das die Höhen und Tiefen des 20. und 21. Jahrhunderts, das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm), aus weiß-blauer Perspektive nachvollziehbar macht. Als Grand Tour durch die „Vorstufe zum Paradies“ (Horst Seehofer) aufgebaut, rücken auch vermeintlich abseitige Orte wie Dingolfing, Ingoldstadt, Kaufbeuren-Neugablonz oder Schweinfurt in den Blick, ebenso die „Pyramiden Bayerns“, nämlich die Architekturen des Rhein-Main-Donau-Kanals. Spekulative Projekte, die an der „University of Looking Good“ und bei c/o now entstanden, betreiben „Raumverfälschungen“ (Gustav Landauer) gegen bayerische „Dahoamigkeiten“ – und Künstler und Freistaat-Experten wie Stephan Dillemuth, Thomas Meinecke, Michaela Mélian, Andreas Neumeister, Christopher Roth oder Hito Steyerl gewähren Einblicke in ein Bayern, München, die nicht zuletzt aktuelle Themen wie Rechtspopulismus und Separatismus um prononcierte Diskussionsbeiträge bereichern.
Author: Stephan Trüby
Der Korridor gehört keinesfalls zu den gepriesenen Räumen. Auf Sympathien kann er kaum hoffen. Er scheint dazu verdammt, seine Bahnen durch Elends-Cluster ziehen zu müssen.
»(...) ein widerwärtiger Dunst schlug uns entgegen, als wir oben durch den langen Korridor schritten.« So berichtet beispielsweise Theodor Storms Erzähler in Pole Poppenspäler. Auch Walter Benjamin schildert in seinen Portraits bürgerlicher Interieurs des ausgehenden 19. Jahrhunderts wenig Erhebendes aus »langen Korridoren«: Sie seien »allein der Leiche eine adäquate Behausung«. Korridore gelten üblicherweise als »dunkel«, »finster« und »endlos«. Sind wir in ihnen dem auf der Spur, was man »Un-Architektur« nennen könnte?
Fotografie und Entwerfen
Philipp Reinfeld befasst sich mit den Möglichkeiten architektonischer Raumproduktion auf der Basis von Privatfotos, die in den sozialen Medien heute eine eigene Kommunikationsform herausgebildet haben.
Seitdem Kameratechnik zur zentralen technischen Komponente des Smartphones geworden ist, erhält das fotografische Bild eine erweiterte Bedeutung und Funktionalität. Der fotografische Zugang zur Welt zielt heute weniger auf eine Bezeugung etwas vormals Geschehenem ab, als vielmehr auf eine laufend sich wiederholende Veräußerung eigenen Handelns im „Hier“ und „Jetzt“. In gleicher Weise wie frühere Formen bildlich-perspektivischer Raumrepräsentationen Einfluss hatten auf die Konstitution räumlicher Gestaltgebung, beginnen auch die neuen fotografischen „Bildwelten“, die Architekturproduktion im Sinn eines Übersprungs bildlicher Logik in räumliche Materialisierungen spezifisch zu bestimmen.
Exemplarische Kontroversen über Gestaltung
Author: Melanie Kurz
Die Geschichte des Designs ist gesäumt von Auseinandersetzungen. Debattiert wird unter Berufsgenossen, in Interessensverbänden, zwischen Wettbewerbern und nicht zuletzt an Hochschulen; als Foren dienen zum Beispiel Zeitungen, Konferenzen oder Gerichtssäle. Doch welche Gründe gibt es für Streit über Design? Die Kontroversen beschränken sich keineswegs auf die Ästhetik von Artefakten. Auch haben wir es trotz der Vielfalt an Streitfällen nicht mit einem unüberschaubaren Feld von zusammenhanglosen Einzelereignissen zu tun. Wie das vorliegende Buch anhand historischer Kontroversen zeigt, lassen sich im Bereich der Gestaltung Streitkategorien identifizieren. Die Diskursanalyse verrät, dass sich die Konfliktursachen im Verlauf der Designhistorie kaum verändern. So haben die angeführten Dispute erstaunliche Ähnlichkeit mit aktuellen Debatten im Fach. Sie sind Lehrstücke und können dazu anregen, eine Streitkultur im Design zu etablieren, die sich davon distanziert, den Meinungsgegner in ein politisches Lager zu ›verräumen‹.
Mediale Ästhetiken des Modischen
Konsumfashionista ist eine Gegenposition zum Fashion Victim. Konsumfashionista klagt nicht über verführte Opfer, sondern sucht Strategien der Rückeroberung und spürt aktive Formen von ästhetischen Widerständen auf in Feldern wie Mode, Makerszene, Mayday Ravekultur oder Kunst.
Konsumfashionista verfolgt Ästhetiken des Konsums, verstanden als An-
eignung von Konsumobjekten, als Kampfansage an den Ausschluss eines negativ besetzten Käuflichen. »Fashionista« spielt auch auf den zuweilen totalitären Charakter von Mode an und meint zugleich Wehrhaftigkeit eines mitgestaltenden Konsumenten. Grundlagenforschungen und Grundsatzüberlegungen von Heinz Drügh, Moritz Baßler, Christina von Braun, Thomas Hecken, Birgit Richard u.a. zu Populärkulturen und Alltag, Mode, Design, Kunst beschäftigen sich mit T-Shirts, Primark, Videoformat Vine, Plattencovern, Markenlogos, Haarspülungen sowie Geld und Schmuck.
Innovationen entwickeln, statt Trends zu folgen
Design als Innovationsgenerator: Die nächste industrielle Revolution beginnt ... genau jetzt. Warten Sie nicht länger auf den nächsten heißen Trend, dem Sie folgen können. Entwickeln Sie selbst Innovationen, die diesen Namen verdienen!
Human Centered Design versteht sich als Verbindung aus kreativer Gestaltung, humanwissenschaftlicher Fundierung und experimentellem Arbeiten – und öffnet sich dabei bewusst einem interdisziplinären Blickwinkel. Martin Ludwig Hofmann führt in die Methodik des Human Centered Design ein und erläutert die Haltung, die diesem erweiterten Designverständnis zugrunde liegt. Eine intellektuelle Tour de Force von Apple über Adorno, von Naoto Fukasawa über Michel Foucault, von Paul Virilio bis zum kalifornischen Designbüro IDEO. Was Gestalter tun, ist in einem hohen Maße gesellschaftlich relevant. Es wird Zeit, dass wir uns dessen bewusst werden.
Author: Stephan Trüby
Entgegen den Bekundungen aller Reinheits- und Klarheits-Phantasmen, die das architektonische Denken zyklisch wie Sagrotan-Schwaden durchziehen, ist die Architektur vor allem ein Mischprodukt: ein manchmal bewusster, meist aber unbewusster Projektionsakt von spezifischen Designelementen auf andere spezifische Designelemente.
Dabei entsteht Neuheit, entstehen Projekte und Gebäude, die ihren Hybrid-Charakter kaum verleugnen können und von einer noch zu begründenden Transmissionskunde, einer Wissenschaft der Fusionen und Übernahmen zu analysieren sind. Denn was sollte kulturelle und damit auch architektonische Evolution sein, wenn nicht vor allem ein ewiges Hin und Her meta-ökonomischer Mergers & Acquisitions-Geschäfte? In Absolute Architekturbeginner entfaltet Stephan Trüby ein aus architektonischer Perspektive betrachtetes kulturtheoretisches Panorama, das ein Denken in Kontinuitäten mit einer Aufmerksamkeit für relative Nullpunkte verbindet.

Architektengespräche
Zitieren, Kopieren und Rekonstruieren sind gängige Verfahren im architektonischen Alltag. Anstatt sie zu verbergen, um den Originalitätsanspruch der Moderne zu wahren, werden sie in diesem Buch offengelegt.
Vier Architekten berichten im Gespräch mit den Herausgebern über mimetische Praktiken ihrer Entwurfsarbeit seit den 1990er Jahren. Der bewusst weit gespannte Rahmen umfasst sowohl formal-gestalterische Aspekte als auch prozessuale Formen der architektonischen Mimesis. Neben gängigen Analogiebildungen zum architektonischen Kontext, zu lokalen Bautraditionen oder zur Vorgängerbebauung finden anthropomorphe und biologische Bilder sowie philosophische Diskurse Beachtung. Die Gespräche spiegeln die zentrale Bedeutung mimetischer Praktiken für die neuere Architektur und Architekturtheorie wider und verstehen sich damit auch als Beitrag zur jüngsten Phase der Architekturgeschichte.