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Bewunderung ‚passiert‘ nicht einfach, sie wird provoziert und instrumentalisiert. Die in diesem Band versammelten Beiträge untersuchen, mittels welcher Verfahren und zu welchen Zwecken Bewunderung in sozialen, medialen und künstlerischen Settings erzeugt und inszeniert wird.
Aus interdisziplinärer Perspektive versammelt dieser Band 13 Beiträge, die die ästhetischen, sozialen und politischen Dimensionen von Bewunderung in einem historischen Rahmen von 1600 bis zur Gegenwart untersuchen. Dabei stehen historische Konzepte des Subjekts ebenso wie unterschiedliche Formen der (Selbst-)Modellierung im Zentrum des Interesses. Frühneuzeitliche ‚Wunderkinder‘, Fanfiction und affektbasierter Autoritarismus im Rechtspopulismus werden hinsichtlich ihres vergemeinschaftenden Potenzials untersucht, Ästhetiken in Film, Literatur und Mode werden mit Blick auf Strategien der Provokation von Bewunderung analysiert und auf Bewunderung abzielende Praktiken der Selbstinszenierung am Beispiel von Autobiografien und Social-Media-Performances betrachtet. Mit Beiträgen von u. a. Adrian Daub, Philipp Ekardt, Michael Gamper, Julia Fawcett, Sighard Neckel und Anita Traninger.
Open Access
Schreibweisen der obscuritas als problematisiertes Weltverhältnis bei Johann Fischart, Johann Georg Hamann, Franz Kafka und Paul Celan
Author: Yvonne Al-Taie
Poetik der Unverständlichkeit liest literarische Schreibweisen der Unverständlichkeit als Ausdruck eines prekär gewordenen Weltverhältnisses.
In vier exemplarischen Lektüren wird die Konstellation zwischen Text- und Weltverstehen bei Autoren aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert ausgelotet, wobei sich für jeden Autor eine sprachliche Grundfigur unverständlichen Schreibens bestimmen lässt: Die ruminatio (Fischart), der Vergleich (Hamann), die Frage (Kafka) und die Ellipse (Celan). Ausgehend von den Schreibweisen und ihren Darstellungslogiken werden die tragenden Themen und Problemhorizonte sowie die poetologischen Reflexionen über Unverständlichkeit im jeweiligen Werk untersucht.
Autor:inneninszenierung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Inszenierungspraktiken strukturieren sämtliche Funktionsstellen von Literatur: Sie prägen Figurationen von Autor:innenschaft ebenso wie Text- und Schreibverfahren – und nicht zuletzt das Geschäft der Interpretation.
Autor:innenbilder und -inszenierungen nehmen Einfluss darauf, wie wir Texte lesen. Diesen ‚Bild-Text-Relationen‘ widmet sich der Sammelband: Er fragt danach, wie die Bilder, die wir von Autor:innen haben und die diese und andere entwerfen, sich zu deren Texten verhalten. Im Fokus stehen Formen und Funktionen intra- und extraliterarischer Inszenierung von Autor:innenschaft sowie Medien und Medialität der Inszenierung. Untersucht werden Historizität, Typologie und Formenrepertoire von Inszenierungspraktiken ebenso wie Dynamiken von Innovation und Nachahmung. In den Blick rücken mediale Formate wie Literatur, Brief, Blog, Poetikvorlesung, Comic und Fotografien vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Zur Poetik des Gefühlswissens zwischen Romantik und Realismus
Die modernen Ordnungen des Wissens von der Liebe entstehen zwischen Romantik und Realismus.
Die Studie geht der Neuordnung des Gefühlswissens auf der Epochenschwelle in einem Querschnitt durch die Literatur um 1830 nach. Anhand von Lektüren der frühen Lyrik Heinrich Heines, der Prosaschriften des Jungen Deutschland und der Dramen Georg Büchners fragt sie nach den ästhetischen Formen, den sozialen Einsätzen und vor allem den wissenshistorischen Anschlüssen, in denen sich die Umgestaltung der Passionen poetisch manifestiert. Damit erweitert sie die Literatur- und die Kulturgeschichte der Liebe um eine wesentliche Station.
Kulturelle Imaginationen von Kindheit
Haben Kinder eine besondere Affinität zum Staunen? Das könnte man meinen, wenn man an die zahlreichen Ratgeber, Kinderbücher und pädagogischen Schriften denkt, die die unverstellte Neugier des Kindes fördern und seinen offenen Blick in die Welt beschreiben wollen, der Prozesse des Lernens und der Wissensaneignung anzustoßen, aber auch konventionelle Wahrnehmungen zu erschüttern vermag. Das ›staunende Kind‹ ist jedoch keine anthropologische Konstante, sondern eine Figur, die aus sich überkreuzenden philosophischen, pädagogischen und literarischen Diskursen seit dem 17. Jahrhundert hervorgeht. Dieser interdisziplinäre Band widmet sich der historischen Konstruktion dieser Figur, den Annahmen und Konzepten, die ihr zugrunde liegen, und den kulturellen Wertungen, Machtstrukturen und ökonomischen Implikationen, die sich mit ihr verbinden.
Das Staunen in der Dichtung der italienischen Renaissance
Author: Andrea Elmer
Die vorliegende Forschung definiert die Literatur der Renaissance neu: Die Bedeutung der aristotelischen Poetik wird zurückgestuft zugunsten innovativer – erstaunlicher – literarischer Ansätze. Das seit langem geltende Paradigma, die italienische Renaissance würde von der klassisch-aristotelischen Literaturtheorie dominiert, wird damit maßgeblich ausdifferenziert. Anhand der Analyse des Staunens – ein Begriff, den Aristoteles und Platon an den Anfang des wissenschaftlichen und metaphysischen Denkens stellten und der sich in der italienischen Renaissance zu einem zentralen Konstitutions- und Alleinstellungsmerkmal der Literatur wandelte – wird gezeigt, dass Momente der Neuheit und der Überraschung, ja der erstaunlichen innovatio auf allen Ebenen, die Literatur der Renaissance entscheidend prägten.
Open Access
Italo Svevos Medien
Wie und warum verleihen Menschen dem Geld Wert? Wie machen sie aus Schrift Sinn? Diese Fragen stehen immer wieder im Zentrum der literarischen Werke des Freizeitromanciers Ettore Schmitz alias Italo Svevo.
Als Manager einer Triestiner Schiffslackfabrik verfasst dieser um 1900 Erzählungen und Romane, deren Protagonisten auf oft dilettantische Weise die beiden Medien gegeneinander ausspielen, mit denen Schmitz selbst sich hervorragend auskennt: Schrift und Geld. Unter dem Pseudonym Italo Svevo sollte er als einer der wichtigsten Vertreter der italienischen Moderne zu spätem Ruhm gelangen. In dieser ersten deutschsprachigen Monographie zu seinen Werken werden diese zu einem Prisma: Mit ihrer Hilfe eröffnet die Studie eine ungewöhnliche Perspektive auf die turbulente wissenschaftliche Landschaft des Fin de siècle, in der wirtschaftswie medientheoretische Probleme über disziplinäre Grenzen hinweg verhandelt werden – und entwickelt einen neuen Blick auf alte mediale Fragen.

Epistemik und Poetik des Aggregats beim späten Goethe
Author: Rabea Kleymann
Das Aggregat eröffnet als Reflexionsfigur neue Deutungsperspektiven auf den Formdiskurs in Johann Wolfgang von Goethes Spätwerk.
Das Buch präsentiert mit dem Aggregat ein nicht-organizistisches Formprinzip, das nicht nur etablierte Interpretationsansätze der Goetheforschung herausfordert. Vielmehr bieten die Lektüren der Spätwerke Zur Naturwissenschaft, besonders zur Morphologie, sowie West-östlicher Divan, Wilhelm Meisters Wanderjahre und Faust. Der Tragödie Zweiter Teil Anlass, neu über Goethes Formenlehre nachzudenken. Ausgehend von einer Krise des Systemdenkens um 1800 werden über die Perspektive des Aggregats Darstellungen von Mannigfaltigkeit, Heterogenität und Inkommensurabilität verhandelt. Sichtbar wird eine die Naturstudien und die Poetik verbindende gemeinsame morphologische Tiefenstruktur, die zu einer anderen Betrachtung von ästhetischen Formen einlädt.
Der Band bietet Einblicke in neueste literaturwissenschaftliche, editorische und biografische Erkenntnisse der Joseph-Roth-Forschung.
Das Spektrum der Beiträge reicht von einer kritischen Auseinandersetzung mit Desideraten in der Editionspraxis über Fragen zur Mobilität und Identität sowie zur europäischen Moderne bis zu biografischen Einsichten. Die Autor:innen beschreiben differenzierte Möglichkeiten der Herangehensweise an unterschiedliche Textsorten und das Leben Joseph Roths im Kontext zeitgenössischer Diskurse über die Großstadt, den Film, das Hotel, den Faschismus, das Judentum und in Bezug auf Erzählformen. Mit Texten von Hans Richard Brittnacher, Armin Eidherr, Iris Hermann, Aneta Jachimowicz, Katarzyna Jaśtal, Maria Kłańska, Bastian Lasse, Heinz Lunzer, Victoria Lunzer-Talos, Rainer-Joachim Siegel.