Browse results

You are looking at 1 - 10 of 203 items for :

  • Media Studies x
  • Upcoming Publications x
  • Just Published x
Clear All Modify Search
Theorien der Situation und künstlerische Praxis
Series:  dynamis
Situationen sind konstituierende Grundelemente von Geschehnissen und Handlungen im Alltag sowie in den Künsten. Existenz, Sozial- und Weltverhältnisse des Menschen sind nicht nur durch sie geprägt. Vielmehr drücken Situationen diese Verhältnisse zugleich aus, machen sie kenntlich. Dieses implizite erkenntnisgenerierende Potential vermögen die Künste besonders zu nutzen. Mit Rekurs auf interdisziplinäre Theorieansätze wurde dieser Fähigkeit ebenso nachgegangen wie übergeordneten Fragen zu einem situativen, anderen Denken. Es galt dabei auch zu prüfen, was ein theoriegeleiteter Fokus auf Situationen in welcher Disziplin erkenntnisstiftend leisten kann.
Wenn die Apparate aus dem täglichen Umfeld verschwinden, tauchen sie an anderer Stelle wieder auf: als Objekte der Reminiszenz, als Gegenstand der künstlerischen Erforschung und der musealen Inszenierung.
Die neuere Mediengeschichte erscheint als eine Geschichte der Dematerialisierung. Sukzessive Auflösung der verschiedensten Medienapparate im Zuge der Digitalisierung, Ausdünnung der materialen Hardware und Reduktion von Schnittstellen. Wenn aber die Gegenwart der Mediennutzung von einem umfassenden Rück- und Abbau des Apparativen bestimmt wird, so findet dieser Abbau seine Gegenbewegung in einer Konjunktur von Inszenierungen des Apparativen, die ihre Schauplätze abseits des Technikmuseums im Kunstmuseum, im Programmkino und auf der Theaterbühne haben. Vor diesem Hintergrund perspektiviert der Begriff der „Attraktion“ sowohl die Exposition und Mise en scène von Apparaturen als auch eine Zäsur innerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie.
Medien und Techniken früher Luftfahrten
Author: Hannah Zindel
Ballons beleuchtet die Geschichte der Luftfahrt in einem neuen Blickwinkel. Das Buch widmet sich den Medien und Techniken früher Luftfahrten und zeigt auf, dass Ballons zentrale Schauplätze meteorologischer, fotografischer und ingenieurtechnischer Wissensproduktion im 19. Jahrhundert waren. Von den ersten Aufstiegen mit Montgolfièren 1783 bis zu den erfolgreichen Fahrten mit lenkbaren Luftschiffen um 1900 wurde mit Ballons die Atmosphäre erkundet, die Erdoberfläche beobachtet und die Flugtechnik verbessert. Hannah Zindel folgt Ballonfahrten innerhalb und außerhalb wissenschaftlicher Institutionen in Frankreich, England und der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie vertieft die epistemischen Eigenheiten eines nicht zu steuernden Luftfahrzeugs und zeichnet nach, wie sich Ballons von schiffbrüchigen Abenteuervehikeln zu schwebenden Observatorien wandelten.

Fallbeispiele aus Theater, Tanz, Film und Video
Series:  dynamis
Intermediale Dramaturgie, die heute ein medienübergreifendes Feld umfasst, wurde bislang in der Forschung vernachlässigt. Das mag auch daran liegen, dass es durch keine Einzelmedienstudie oder durch nur eine Disziplin erfasst werden könnte, sondern nach einer medienübergreifenden, interdisziplinären Betrachtung verlangt. Diese erfolgt hier in konkreten Fallstudien, die sich auf Theater, Tanz, Film, Fernsehen und Video beziehen, die ihrerseits intermediale Wechselspiele mit Musik, Malerei, dem Comic oder auch mit dem Internet implizieren.
Konzepte – Wirkungen – Kontexte
Echtzeit im Film. Wie lässt sich der Trend zu filmischer Echtzeit analytisch fassen? Wie der Echtzeit-Begriff für eine filmwissenschaftliche Auseinandersetzung heuristisch nutzbar machen?
Der Band widmet sich einem Phänomen, das in der jüngeren Filmgeschichte eine Konjunktur erlebt. Im Kern handelt es sich um eine Konvergenz zweier Zeitebenen, die etwa in der Erzähltheorie als Übereinstimmung zwischen der Zeit der Präsentation des Films auf der Leinwand und der in der Fiktion ablaufenden Zeitdauer gefasst wird. Im vorliegenden Band erfährt der Begriff eine breitere Klassifikation, wird in zentrale Konzepte überführt und hinsichtlich seiner Wirkungspotenziale geprüft sowie historisch, kulturell und gattungstheoretisch kontextualisiert. Bereitgestellt werden soll der Filmwissenschaft dadurch ›Echtzeit‹ als eine fundierte Analysekategorie.
Zu den Filmen der Marguerite Duras
Series:  Film Denken
Author: Edith Futscher
Die Filme Marguerite Duras’ sind eigentümlich verstörend – karg in der Bildsprache, mitunter beharrlich in der Artikulationsweise. Ihre ästhetischen Antworten auf soziale und politische Fragen des 20. Jahrhunderts sind heillos.
“Was restlos übrigbleibt” ist eine umfassende Werkmonografie, die dieser Verzahnung Rechnung trägt. In Kontakt mit Fragmenten von Maurice Blanchot wird in deskriptiven Analysen das dichte Geflecht an Filmen und literarischen Texten vorgestellt. Es wird hinsichtlich der Möglichkeiten diskutiert, mit Stille, Leere, Langsamkeit, mit dem Einsatz von Barrieren, Klüften oder Entfärbung von Dingen zu sprechen, die sich nicht zeigen oder zeigen lassen, die wir dennoch sehen können. Mit weitgehend neutralen Bildern, Bildern, die weder hervorstechen noch zuordenbar sein wollen, gelang es Duras, sowohl Übersehenes in den Blick zu rücken als auch extreme Erfahrung zu thematisieren.
Medien der Ungewissheit
In diesem Buch werden die medialen Konfigurationen »Bild« und »Spiel« über ihren jeweiligen Umgang mit Ungewissheit in Beziehung gesetzt. Diese Arbeit geht davon aus, dass die Auseinandersetzung mit Ungewissheit mehr denn je den geistigen Problemhorizont der Gegenwart bestimmt und auch zukünftig bestimmen wird. Die Rolle der Medien besteht dabei unter anderem darin, die paradoxe Erfahrung, dass alles kontingent ist, außer der Kontingenz selbst, in einen Umgang mit Ungewissheit zu transformieren, in dem letztere zwar nicht getilgt, aber eben »umgänglich« gemacht wird. Hier liegt der Einsatzpunkt des Buches: Formen der Wissensgenerierung, die sich des Spiels bedienen, um mit Kontingenz umzugehen.
Film- und Mediengeschichte im Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit
Nie schien der Zugriff auf Filmgeschichte leichter als heute: Mit wenigen Klicks kann man »Klassiker« anschauen, sie kopieren und teilen – noch dazu digital remastered, »schöner als je zuvor«! In der jüngeren Medienkultur werden ehemals analoge Filme digitalisiert und durchlaufen ständige Transformationen, um in neuen Medienumgebungen sichtbar zu bleiben.
Die Studie widmet sich den grundsätzlichen Fragen, in welcher Form die vermeintlich allgegenwärtig verfügbaren Bewegtbilder aus der Filmgeschichte überhaupt in die Zirkulation der digitalen Kultur gelangen und welche ästhetischen, theoretischen, soziokulturellen wie historiografischen Konsequenzen sich daraus ergeben.


Schriften zur Ästhetik des Kinos
Series:  Film Denken
Author: Etienne Souriau
Editor / Translator: Guido Kirsten
Das filmtheoretische Werk des Philosophen Étienne Souriau (1892–1979) ist schmal, aber bis heute enorm einflussreich. Mit Das filmische Universum liegen erstmals sämtliche seiner Schriften zum Film auf Deutsch vor. Gerahmt werden sie durch ein Vorwort des Herausgebers Guido Kirsten sowie eine Würdigung Souriaus als Filmtheoretiker durch Christian Metz.
Als »filmisches Universum« bezeichnet Souriau die Gesamtheit der vom klassischen Kino gesetzten Handlungswelten, im Unterschied zu den Universen anderer Künste und Medien. Er versteht darunter allgemeine Eigenschaften wie die Positionierung der Zuschauenden und wiederkehrende Strukturmerkmale, die etwa Raum und Zeit, Geografie und Meteorologie betreffen. Das »filmische Universum« bezeichnet auch das Zusammenspiel verschiedener Ebenen, die Souriau mittels eines eigenen Vokabulars analytisch erfasst. Wenige filmspezifische Wortschöpfungen haben eine derartige Karriere gemacht wie seine Begriffe des »Profilmischen« und des »Diegetischen«, aus deren wechselseitiger Konstellierung sich ganze filmphilosophische Entwürfe ableiten lassen. Das Potenzial anderer Begriffe, wie etwa des »Filmophanen«, der das audio-visuell Erscheinende bezeichnet, unabhängig von profilmischen und diegetischen Zuschreibungen, harrt noch der Erschließung. Auch Souriaus komparative Methode und sein Denken in »Existenzweisen« und »Universen« sind für die Theorie und Philosophie des Films weiterhin äußerst produktiv.
Zur Aktualität von Günther Anders und Theodor W. Adorno
Author: Peter Schmitt
In Zeiten von Smartphone und Social Web die Medienkritik von Günther Anders und Theodor W. Adorno zu behandeln, scheint auf den ersten Blick ein antiquiertes Vorhaben zu sein. Dabei wird die Auseinandersetzung mit ihren Gedanken zu Mensch, Gesellschaft und Medien immer wichtiger.
Die Seele des Menschen ist inmitten der totalen Computerisierung vom verzifferten Lärm und von den grellen Bildschirmen umstellt. Das Andere, »Nichtidentische« rückt mit der Digitalisierung von allem und jedem in immer weitere Ferne. Mit der hier vorgenommenen Relektüre lassen sich die kritischen Theorien von Günther Anders und Theodor W. Adorno zuspitzen. In der totalen Überhöhung der ins-trumentellen ratio (Adorno) in Form von obskuren Datenbergen lässt sich ein neuer Höhepunkt der Dialektik der Aufklärung verorten. Der Rückfall der aufgeklärten Gesellschaft in den Mythos ereignet sich ganz konkret in der digitalen Totalität – wir stecken mit Big Data mitten drin.