HerausgeberInnen: Susanne Kaul und Tom Kindt
Der Band „Medienästhetik der Komik“ zeigt im interdisziplinären Dialog zwischen Philosophie, Literatur-, Sprach-, Musik- und Medienwissenschaft, spezifische Verfahren medialer Komikerzeugung auf und nimmt dazu u. a. Filme, Videokunst, Musik, Lyrik, Witze, Comics und das Theater in den Blick.
In der Geschichte der Komiktheorie ist die Medienspezifik der Komik bislang noch kaum erforscht worden. Die traditionellen Komiktheorien sind vor allem am Text oder an sozial-psychologischen Implikationen ausgerichtet. Dieser Band widmet sich nun zudem Verfahrensweisen der Komik, die beispielsweise spezifisch visuell oder spezifisch auditiv sind oder einem Widerspruch zwischen Bild und Ton erwachsen.
Medien und Techniken früher Luftfahrten
AutorIn: Hannah Zindel
Ballons beleuchtet die Geschichte der Luftfahrt in einem neuen Blickwinkel. Das Buch widmet sich den Medien und Techniken früher Luftfahrten und zeigt auf, dass Ballons zentrale Schauplätze meteorologischer, fotografischer und ingenieurtechnischer Wissensproduktion im 19. Jahrhundert waren.
Von den ersten Aufstiegen mit Montgolfièren 1783 bis zu den erfolgreichen Fahrten mit lenkbaren Luftschiffen um 1900 wurde mit Ballons die Atmosphäre erkundet, die Erdoberfläche beobachtet und die Flugtechnik verbessert. Hannah Zindel folgt Ballonfahrten innerhalb und außerhalb wissenschaftlicher Institutionen in Frankreich, England und der Schweiz in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie vertieft die epistemischen Eigenheiten eines nicht zu steuernden Luftfahrzeugs und zeichnet nach, wie sich Ballons von schiffbrüchigen Abenteuervehikeln zu schwebenden Observatorien wandelten.
AutorIn: Bernd Hüppauf
Unter dem Einsatz ihres Lebens stellen Fotografen und zunehmend Fotografinnen weiterhin weltweit Bilder von Kriegen her. Digitalisierung und Informationsrevolution verändern deren Bedeutung und Funktion grundlegend. In der dreitausendjährigen Geschichte der Kriegsbilder hat die Fotografie zu einem tiefen Einschnitt geführt. Nach zaghaften Anfängen im 19. Jahrhundert entwickelte sich im Ersten Weltkrieg eine professionelle Fotografie, die mit Problemen der Darstellbarkeit des technologischen Kriegs kämpfte, sowie die Massenfotografie der Amateure. Ein Jahrzehnt später bildete sich im Rahmen des öffentlichen Mediendiskurses der Fotojournalismus, der die Kriegsfotografie im engeren Sinn ausbildete. Seit dem Spanischen Bürgerkrieg kombinierte sie die Absicht der Dokumentation mit einem humanistischen Engagement. Ihre Fotos prägen das Kriegsbild bis in die Gegenwart. Der radikal veränderte Bildermarkt des digitalen Zeitalters führt zum Ende der Kriegsfotografie und zu einem neuen Kriegsbild. In Fotografie im Krieg zieht Bernd Hüppauf die Summe aus über 20 Jahren Auseinandersetzung mit Kriegsfotografie und fügt Gedanken zu ihrer Zukunft an.
HerausgeberInnen: Joseph Vogl, Friedrich Balke, und Bernhard Siegert
Medienhistorische Forschung ist heute ein Kernstück dessen, was die Geisteswissenschaften einmal waren. Längst zeigen auch die geschichts-, literatur- und kunstwissenschaftlichen Disziplinen eine Tendenz, ihre Gegenstände medienhistorisch zu reflektieren, das heißt, ihre medialen Bedingungen und deren historische Dimension mit zu beobachten. Dies setzt ein umfassendes Medienverständnis voraus. Dem Archiv für Mediengeschichte geht es deshalb um die Geschichte des Medialen, wie es sich jeweils in besonderen Gegenständen und Zusammenhängen auskristallisiert und zur Sprache bringt oder zur Sprache gebracht werden kann. Jede Ausgabe hat einen Themenschwerpunkt, wobei mediengeschichtliche Epochen und Spezialthemen abwechseln mit Heften, die methodologischen Fragestellungen gewidmet sind. Einzelfallstudien wird dabei ebenso viel Raum gegeben wie Materialdarstellungen und konzeptionellen Überlegungen.