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Taktiles in Kunst und Theorie
Berührung beschreibt ein Verhältnis zur Welt. Sie durchkreuzt die Aufteilung der Sinne ebenso, wie die Trennung von Subjekt und Objekt. Welche Potenziale und Problemstellungen ergeben sich daraus? Wie steht es um Formen der Berührung und Bedingungen des Taktilen in Kunst und Theorie? Kunst betrachten heißt gemeinhin Distanz bewahren: sich dem Sehsinn überlassen, Abstand halten. Das ist nicht nur eine Schulung in Disziplin, die in den bürgerlichen Institutionen der Kunstausstellung eingeübt, sozial kontrolliert und längst auch technisch gesichert wird. Abstand zum Betrachter ist der Ausstellungskunst selbst eingeschrieben. Doch nicht erst seit technische Medien der Berührung und interaktive Ausstellungsformate die Museen erobert haben, stellt sich die Frage nach den Potenzialen des Taktilen in der Kunst.
Mit James Cook und Herman Melville im Pazifik
Das Buch untersucht die Abenteuerlichkeit von Pazifikreisen im 18. und 19. Jahrhundert.
Zwischen Adventure und Resolution Island liegt (auf einer nach James Cooks zweiter Weltumseglung angefertigten Karte) Doubtful Island – und dies kann als Allegorie des vorliegenden Buches dienen: Zur Debatte steht, wie sich, mit den Namen der Schiffe auf dieser Reise, nach denen auch diese Inseln benannt sind, Abenteuer und Rasterung zueinander verhalten. Oder: Unter welchen Umständen können voyages – und zwar Reiseerzählungen mehr als Reisen ‘selbst’ – abenteuerlich sein? Diese Frage wird hier, nach einer ersten allgemeinen Sondierung, anhand von verschiedensten Texten, von Logbüchern bis zu Romanen, beantwortet, die vor, während und nach zwei Reisen hergestellt wurden: im Rahmen von Cooks zweiter Weltumseglung (1772–75) sowie im Gefolge von Herman Melvilles individuell unternommener Pazifiktour (1841–44).
Open Access
Kulturelle Imaginationen von Kindheit
Haben Kinder eine besondere Affinität zum Staunen? Das könnte man meinen, wenn man an die zahlreichen Ratgeber, Kinderbücher und pädagogischen Schriften denkt, die die unverstellte Neugier des Kindes fördern und seinen offenen Blick in die Welt beschreiben wollen, der Prozesse des Lernens und der Wissensaneignung anzustoßen, aber auch konventionelle Wahrnehmungen zu erschüttern vermag. Das ‹staunende Kind› ist jedoch keine anthropologische Konstante, sondern eine Figur, die aus sich überkreuzenden philosophischen, pädagogischen und literarischen Diskursen seit dem 17. Jahrhundert hervorgeht. Dieser interdisziplinäre Band widmet sich der historischen Konstruktion dieser Figur, den Annahmen und Konzepten, die ihr zugrunde liegen, und den kulturellen Wertungen, Machtstrukturen und ökonomischen Implikationen, die sich mit ihr verbinden.
Uses and Abuses of an American Icon
Thoreau in an Age of Crisis reconsiders the relevance of 19th-century-American naturalist, philosopher, and social reformer Henry David Thoreau to our troubled present.
This new anthology collects the work of fourteen leading scholars from various disciplines. They consider Thoreau’s life and work in light of contemporary concerns regarding racism, climate change, environmental policy, and political strife. They review Thoreau’s trajectory as a scientist and literary artist, as well as his evolving attitudes toward Native American cultures. Its essaysists also consider Thoreau’s acoustics, concepts of play, and impact on later writers. Most provocatively, they reveal a vulnerable and empathetic Thoreau, a far cry from the distanced and misanthropic critic often portrayed in popular culture.
Poetik und Episteme des Wahns vor 1800
Der Wahn vor der Zeit des Wahnsinns war Wissensform und Mittel der Selbsterkenntnis, Begründung einer Poetik des Wirklichen und Bedingung von gesellschaftlicher Kommunikation.
Vor 1800, der Zeit vor dem Wahnsinn, ist im Begriff „Wahn“ die Perspektivität der Wahrnehmung, die Aspekthaftigkeit der Wirklichkeit und die Zeitlichkeit der Dinge gefasst. In Verbindung mit dem „Witz“, dem intellektuellen Scharfsinn, wird der Wahn zu einem Instrument des kreativen Imaginierens, der Erkenntnis und Weltdeutung sowie der Selbstreflexion. Sein Medium ist die Sprache, in erster Linie dann auch die verschriftlichte Sprache. So lässt sich eine Wahn-Poetik erkennen, die eng mit Imaginations- und Wirklichkeitskonzepten sowie Wissens- und Gesprächskulturen des Mittelalters und der Frühen Neuzeit verbunden ist.
„Man muss denken, wie die wenigsten und reden wie die meisten.“ Als einer der verständlichsten Denker der Philosophiegeschichte wird Arthur Schopenhauer konsequent diesem Credo gerecht.
Mit seiner pessimistischen, oft misanthropischen Grundeinstellung bietet Schopenhauer dem deutschen Mainstream-Idealismus die Stirn und verfasst – nicht ohne satirisches Talent – Polemiken gegen dessen Hauptvertreter Hegel, Schelling, Fichte und Schleiermacher und setzt dort an, wo Kants Philosophie aufhört. Während es mit anderen Philosophen zeitlebens zum Zerwürfnis kommt, residiert Schopenhauer ohne größere Konflikte mit seinem Pudel „Butz“ in Frankfurt und ist Auslöser des Pudel-Booms der 1850er Jahre.
Anhand von zahlreichen illustrierten Texten werden die Biografie und das Werk Schopenhauers anschaulich dargestellt: sei es nun Schopenhauer als Privatnachdenker, Künstlerphilosoph, Begründer der Willensmetaphysik oder der Mitleidsethik. So bietet der Comic aus der beliebten Reihe Philosophische Einstiege eine verständliche und amüsante Einführung in das Denken eines echten Klassikers der Philosophie.
Studien zur politischen Idee der Germanistik, 1806-1814
Author: Christian Lück
Viele namhafte Intellektuelle, Dichter, Juristen, Historiker, Philologen waren um 1800 von dem Gedanken besessen, dass ein deutscher Nationalstaat nur durch die Überwindung des »fremden« römischen Rechts und Wiederherstellung eines »einheimischen« Rechts erreicht werden könnte.
Noch 1846 hielt das spätere Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung Georg Beseler das Römische Recht für ein »Nationalunglück«. Damit schrieb er einen Gedanken fort, der mit Beginn der »Deutschen Bewegung« im 18. Jahrhundert vorgetragen wurde. Christian Lück untersucht den Diskurs von Justus Möser, der um 1770 Goethe und Herder wichtige Anregungen geliefert hat, über Savignys Historische Rechtsschule, die politische Romantik, Fichte, Kleist, Adam Müller, die Gebrüder Grimm bis zum Germanistentag 1846. Die Studien verstehen sich als Beitrag zur Gründungsgeschichte der Germanistik als historischer Wissenschaft des Deutschen.
Author: Bettine Menke
Der Witz ist ein Rede-Ereignis, wie seine unkalkulierbaren Effekte zeigen. Seine sprachlichen Operationen bringen Einfälle wie Zufälle oder Unfälle hervor.
Um 1800 handelte es sich noch um den Witz, „den der Witzige hat“, seit dem 19. Jahrhundert um den, „den er macht“ (Freud). Gelesen werden Texte von Jean Paul bis Freud (sowie Gracián, Kleist, Sterne, Schlegel, Joyce), dort also, wo es mit der poetologischen und philosophischen Dignität des Witzes weitgehend vorbei ist. Er ist mit Jean Paul eine Kraft, die in ihrer Beschreibung nicht aufgeht. Sie manifestiert sich in sprachlichen Relationen, die bis auf die schriftlichen Marken zurückgehen, die in den Wörtern lauern. Mit Freud kommt er als sozialer Vorgang in den Blick, der Ereignischarakter der witzigen Äußerung als Verwicklung des Anderen ins Geschehen, dessen Medium das Lachen ist.
Erinnerung – Projektion – Subjektivierung
Charlotte Schleiffer widmet sich der von der Forschung bislang weitestgehend unbeachteten Konjunktur literarischer Freundschaft.
Ob bei Marion Poschmann oder Uwe Timm, Elena Ferrante oder Sigrid Nunez, Bodo Kirchhoff oder Nina Bußmann: Im Gegenwartsroman muss das Alter Ego sterben oder verschwinden. Freundschaft und Schreiben als interdependente Praktiken begreifend, untersucht die Arbeit, wie die zurückbleibenden Erzähler die Lektüre der Freundesspuren und das Schreiben des Freundeslebens als Fallgeschichte zwischen Wahrheitssuche und Fiktionalisierung, Selbsthermeneutik und Selbstsorge betreiben. Aus wissenspoetologischer bzw. historischer Perspektive wird zudem die Diskrepanz zwischen den in Philosophie und Belletristik entworfenen Freundschaftsbildern sowie die erstaunliche Stabilität zahlreicher literarischer Erzählmuster und Motive eruiert: Welches ethische und anthropologische Wissen enthält der Freundschaftsroman?
Sinnliche Wahrnehmung in ästhetischen Traumdarstellungen
Volume Editors: Stephanie Catani and Sophia Mehrbrey
Der Band untersucht, wie die sinnliche Dimension des Träumens in Literatur, Film und Kunst dargestellt wird.
Der Traum stellt eine elementare Körpererfahrung dar, bei der alle Sinne des Menschen stimuliert werden. Die ästhetische Darstellung leiblicher Erfahrungen und sensorischer Wahrnehmung bleibt in Untersuchungen zu ästhetischen Traumdarstellungen bislang weitgehend unbeachtet. Der vorliegende Band bietet mit 16 Aufsätzen aus den Literatur-, Medien-, Musik- und Kunstwissenschaften einen transeuropäischen wie auch diachronen Überblick, der sich von Caravaggio über Shakespeare bis zu Baudelaire erstreckt. Auch weniger kanonische Autor:innen und Genres, wie der Horrorfilm, Kinderliteratur oder die Romane von Margaret Atwood werden in Hinblick auf die Darstellung synästhetischer Traumerfahrungen untersucht.