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Vorlesungsmitschrift Adolf Heimann (1828/1829)
Die Studienausgabe der Mitschrift Adolf Heimanns von Hegels letzter Berliner Ästhetikvorlesung im Winter 1828/29 schließt die exemplarische Dokumentation einzelner Quellen aus den Jahren 1820/21, 1823 und 1826 ab. Zudem ist diese Quelle die einzige erhaltene Nachschrift von 1828/29, die H.G. Hotho für die Edition der Ästhetik genutzt hat. Heimanns Mitschrift der letzten Berliner Ästhetikvorlesung informiert über eine Reihe von Neuerungen. Die wohl wichtigste ist die von Hegel eingangs vorgetragene, an der Enzyklopädie von 1827 orientierte, differenzierte Bestimmung der Bedeutung der Kunst für die moderne Welt. An die Stelle einer inhaltlichen Orientierung durch Kunst setzt Hegel die These ihrer Funktion als Stimulans der kritischen Auseinandersetzung mit der abend- und morgenländischen Kultur. Auf dieser Basis diskutiert er einzelne Kunstwerke, aktuelle Kunstereignisse und Theorien seiner Zeitgenossen.
Existentielle Anerkennung bei Nietzsche
Author: Sarah Bianchi
Anerkennung ist ein schillernder Begriff, der erst seit wenigen Jahrzehnten Aufmerksamkeit findet, aber in Ethik, politischer Philosophie und Kritischer Theorie mit großen Erwartungen verbunden wird. Sein Ursprung in den Intersubjektivitätstheorien Fichtes und Hegels lässt hoffen, dass er von sich aus Impulse für Freiheit und Gerechtigkeit in sich trägt.
Vor diesem Hintergrund ist es eine Entdeckung ersten Ranges, dass ein Denker wie Nietzsche den Begriff der Anerkennung in grundlegender Weise verwendet, ohne den erst Ende des 20. Jahrhunderts mit ihm verknüpften Hoffnungen zu widersprechen.
Nietzsches Verständnis von Anerkennung zeigt sich in seiner Lebensphilosophie. Wie die Individuen konkret »einander nöthig« sind, arbeitet Sarah Bianchi heraus. Qua Anerkennung sind die Individuen vom Selbstverhältnis, über zwischenmenschliche Beziehungen bis hin zum Recht und Staat existentiell verwoben.
Author: Jannis Kozatsas
Die systematische Kritik Hegels am Empirismus zu erschließen bedeutet, den Empirismus als eine ›Musterform‹ einer Reihe von besonderen Positionen einzuordnen und ihn, als eine ›Stellung des Gedankens zur Objektivität‹, als strukturelles Problem und Moment der Philosophie des Absoluten zu bestimmen.
Zum ersten Mal wird der Versuch unternommen, die Hegelsche Kritik am Empirismus aus seinem eigenen Werk zu rekonstruieren. Im Mittelpunkt steht die systematische Auseinandersetzung Hegels mit der neuzeitlichen empiristischen Philosophie in den ersten zwei Kapiteln der Phänomenologie des Geistes, worin die Frage der sinnlichen Erfahrung und ihrer Analyse am intensivsten dargestellt und geprüft wird. Vom systematischen Standpunkt der Schrift her werden die im ganzen Werk Hegels verstreuten kritischen Stellen betrachtet und ausgelegt.
Der Skeptizismus ist der advocatus diaboli der Philosophie. Welche Immunisierungsstrategien fand man gegen ihn?
Zu den spannenden und lehrreichen Facetten des Deutschen Idealismus gehört zweifelsohne die mit der Auseinandersetzung mit Kants kritizistischer Position anhebende Debatte um einen neuen Skeptizismus. Von außerordentlichem Interesse bleibt hierbei der Gehalt der Repliken Reinholds, Fichtes und Hegels auf die Attacken von Gottlob Ernst Schulze. Aus heutiger Perspektive geht es um die philosophische Relevanz und Stringenz der verschiedenen Immunisierungsstrategien gegen den Skeptizismus. Der Band widmet sich den philosophischen Voraussetzungen, systematischen Aspekten und Kontexten der Angriffe Schulzes auf Reinhold, sowie den Auswirkungen dieser zum Teil neu zugespitzten Angriffe bei Fichte, Hegel u.a.
Goethe im Kontext
Author: Hartmut Böhme
Natur ist stets Gestalt und stellt, rhetorisch gesehen, insofern eine figura dar, ohne die sie sich überhaupt nicht bilden und zur Anschauung werden könnte. Dass alles, was wir als Natur ansehen, kontingent ist und ohne die konstruktiven Vermögen des Menschen keinerlei Evidenz gewinnt: das ist für Goethe selbstverständlich.
Goethe vermeidet die falsche Alternative zwischen Naturalismus und Konstruktivismus, die im 20. Jahrhundert das Projekt der Naturästhetik kennzeichnet. Bevor eine auch theoretisch umfassende Naturästhetik vorgelegt wird, schaut Hartmut Böhme auf die Zeit um 1800, die Belle Époque des Naturdenkens. Goethe ist dabei das Paradigma: sein Verhältnis zum Wasser oder zur Erde, zur magischen Bezauberung des Bewusstseins durch Obsessionen und fetischistische Praktiken; die überraschende Entdeckung einer Figuration, die man eher der Romantik zuordnen würde, nämlich des Vampirismus; seine Kritik an der Tele- und Mikroskopie; seine dissidenten Erfahrungen, Praktiken und Konzepte in der Montanwissenschaft und der Anatomie. Die Treue zur Dinglichkeit und Phänomenalität bei Goethe bestimmt seine pagane Naturästhetik und seine wissenschaftlichen Arbeiten. So entdeckt das Auge des Lesers die (wissenschafts-)historischen, thematischen und ästhetischen Innovationen Goethes auf dem Weg zu einer Philosophie und Ästhetik der Natur.
Epochenschnittstellen
Epochenbegriffe halten sich, trotz des stetigen Streits um sie, aus Gewohnheit. Was als Periodisierung der Literaturgeschichte eingeübt ist, wird zum Problem, wenn man es inhaltlich präzise zu bestimmen und trennscharf abzugrenzen versucht. Der Band fragt nach der Schnittstelle zwischen Aufklärung und Romantik, ihrer Abgrenzung und Koordinierbarkeit, aber auch nach der Erkenntnisfunktion dieser Begriffe und nach Alternativen. Es ist etwas anderes, ob man Epochenbegriffe als Ordnungsbegriffe der Literaturgeschichte oder als Deutungsbegriffe einzelner Werke verwendet, ob man mit ihnen das Verbindende von Literatur-, Philosophie-, und Sozialgeschichte oder spezifisch Literarisches herausstellen will, ob man an der Rekonstruktion historischer Diskurse oder an einem allgemein Modellhaften interessiert ist. Damit der Streit um die angemessenere Definition und Verwendung produktiv wird, macht der vorliegende Band diese Verschiedenheit sichtbar.
Hegels These vom Ende der Kunst beinhaltet nicht die Todesanzeige für die Kunst. Im Gegenteil: Es handelt sich für Hegel um den Anfang der Entfaltung freier Kunst in der Moderne. Hegels These vom Ende der Kunst hat zusammen mit dem Topos vom Ende der Geschichte große Entrüstung ausgelöst. In beiden Fällen führte die unzulässige Identifikation vom Ende mit Untergang und Tod zu einem massiven, bis heute wirksamen Missverständnis. Der Mythos von einem Untergang der Kunst in Hegels Ästhetik wird von manchen noch immer und zu Unrecht zu einer Art Grabrede auf die hegelsche Kunstphilosophie stilisiert. Der vorliegende Band versucht, zur Überwindung dieses Vorurteils beizutragen.
Studien zum Verhältnis von Religion und Politik im Vormärz
Als Hegel 1831 stirbt, entwickelt sich in den Kreisen seiner Anhänger eine komplexe Diskussion über das Verhältnis von Religion, Philosophie und Staat. Was zunächst als Debatte um die adäquate Deutung des Hegelschen Denkens beginnt, gestaltet sich im Vorlauf der Revolution von 1848 zu einer der radikalsten und fruchtbarsten Phasen der Geschichte des politischen Denkens. Unter dem Eindruck der repressiven Züge des Preußischen Staates und der zunehmenden Loslösung des Individuums aus sozialen Banden versuchen sich Denker wie Bruno Bauer, Ludwig Feuerbach, Arnold Ruge und Karl Marx nicht bloß an einer Neubestimmung unseres Verständnisses von Freiheit und sozialer Gemeinschaft. Sie demonstrieren durch ihre Schriften die politisch-praktische Bedeutung von Philosophie überhaupt. Dieser Band zeigt, dass die Protagonisten des Linkshegelianismus auf vielfältige Weise immer noch unsere Zeitgenossen sind.
Die Genese des Selbstbewusstseins in Hegels "Phänomenologie des Geistes". Ein Kommentar
Author: Folko Zander
Kein anderes Lehrstück hat die Hegelinterpreten so beschäftigt wie das über Herrschaft und Knechtschaft.
Vielen scheint hier das Kernstück von Hegels Sozialphilosophie vorzuliegen. Diese Buch kommt indes zum Ergebnis, dass in diesen Deutungen Hegels wissenschaftliche Methode zu wenig beachtet wurde. Wird sie ernstgenommen, verdeutlicht sich Hegels eigentliche Beweisabsicht: Wissen lässt sich nicht anders denn als Selbstbestimmung denken.

Author: Chang Oh Cho
Der glänzende Siegeszug der spekulativen Dialektik Hegels kann darüber hinwegtäuschen, dass seine Behandlung der modernen Tragödie auf eine völlig neue und eigenständige Dimension verweist.
Hegel hat seine systematische Philosophie entwickelt, um die durch die klassische Tragödie aufgeworfene Problematik zu überwinden. Jedoch ist seine nachtragische Philosophie nicht in der Lage, die moderne Tragödie zu begreifen. Dies ist nicht darauf zurückzuführen, dass das vernünftige Selbstbewusstsein in einem aporetischen Widerspruch befangen ist, da dieser Widerspruch, der in der klassischen Tragödie ausgedrückt ist, durch Hegels spekulative Dialektik »aufgehoben« wird. Vielmehr liegt der Grund darin, dass das, was durch diese systematisierende Dialektik nicht immanent wird, keine adäquate Form findet.