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Symbols of Order in Eric Voegelin’s Order and History, Vol. I
Since the publication of the German edition of Israel and Revelation a noteworthy turnaround in the method of conducting research on this book has taken place.
The innovation consisted of bringing its interdisciplinary nature into greater relief, an aim which is further pursued by the essays collected in the present volume. Its four thematic sections focus respectively on civilization forms, on the order of human history, on specific aspects of Old Testament exegesis, and finally on the meaning of the term “revelation” in the context of the biblical events narrated.
Die Bedeutung von materiellen Artefakten, die in ihrer Form unverändert bleiben, kann sich durch räumliche Bezüge und durch den Wechsel des Kontexts verändern. In diesem Band werden räumliche, historische, topographische und diskursive Kontextwechsel in Fallbeispielen analysiert und deren Bedeutungen und Überschneidungen kritisch reflektiert. So zeigen Artefakte der Antike, wie Bildwerke gezielt aus ihren ursprünglichen Aufstellungskontexten herausgelöst und neu integriert worden sind, wobei dies entsprechend oder entgegen der älteren Verwendung geschehen konnte. Für die Neuzeit lässt sich zeigen, dass sich durch die Sammlung und die Anordnung von Artefakten Wissenssysteme etablieren und stabilisieren lassen.
Forensik des Vergessens in Literatur, Comic, Theater und Film
Der mythologische Fluss Lethe dient als Leitmotiv für das Aufspüren diverser medialer Strategien zum Vergessen in Lyrik, Prosa, Comic, Theater und Film. In Anlehnung an forensische Verfahren zeichnet sich eine kritische Auseinandersetzung mit etablierten Erinnerungsdiskursen zum vergangenen Jahrhundert ab.
Ermittelt werden poetisch profilierte Widersprüche, prosaische Ausdrucksformen von Demenz, mittels topografischer Projektionen sowie als Umwertung eines gemeinhin belastenden Vergessens. In Comics (ver)bergen gerade die grafischen Flächen ein raffiniertes Wechselspiel von Ein- und Ausblendungen, das mit verbalen Hinweisen kollaboriert. Auf und abseits der Theaterbühne wird nach Augenzeugen und Dokumenten gefahndet, während sich im Film gesellschafts- wie medienhistorisch bedingte Steuerungen ausmachen lassen, die von einem komplexen Wertewandel des Gedenkens zeugen. Über die literarisch erarbeitete Geschichtsvergessenheit in ihrer ukrainischen Heimat berichtet abschließend die Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk.
Dantes Commedia verdankt ihre anhaltende Faszination einer zeitgenössisch bereits wahrgenommenen, aber in der Forschung bislang kaum gewürdigten Poetik des Ungesagten.
In Auseinandersetzung mit politischen und religiösen Begrenzungen der Rede verleiht Dante den ungesagt bleibenden Dingen mit poetischen Mitteln eine neue Form. Die Leerstelle zieht die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich und fordert zum Kommentar heraus. An ihr entzündet sich eine potentiell gefährliche Lust am Lesen. Dantes Momente des Schweigens begründen die Resonanz seines Werks mit der jeweiligen Gegenwart. Mit dem Ungesagten reklamiert Dante für die profane volkssprachliche Dichtung eine Dimension von Textualität, wie sie sonst nur der Heiligen Schrift zukommt und die Erich Auerbach als Stilart des Alten Testaments bezeichnet hat.
Weiße Identitäten in der zeitgenössischen künstlerischen Fotografie
Author: Leena Crasemann
In kolonialen Projekten produzierten jahrzehntelang europäische Länder ungezählte fotografische Aufnahmen von Menschen anderer Kulturen. Wie befasst sich eine jüngere fotografische Praxis mit dem kolonialen Bildererbe und den visuellen Einschreibungen topischer, auch kunsthistorischer Motive in diesem weit verzweigten und in diversen Archiven und Sammlungen lagernden Bildkorpus? Im Zuge des postcolonial turn sind künstlerische Fotoarbeiten entstanden, die sich mit den diversen Implikationen weißer Darstellungsmacht befassen. Die fotogeschichtlichen Bedingungen sind der Bezugsrahmen dieser Aufnahmen. Wenn eine Bildkritik dadurch charakterisiert ist, dass sie visuelle Konventionen hinterfragt, Normen destabilisiert, Darstellungsmuster durchbricht, dann steht zu fragen, inwiefern die Positionen der Gegenwart eine Blickumkehr vornehmen, um weiße Identitäten mittels Fotografie kritisch zu perspektivieren: Wie wird Weißsein im fotografischen Bild dargestellt und wie funktioniert dessen machtvolle Aufladung, auch jenseits des fotografischen Rahmens? Welche Rolle kommt dem bildgebenden Verfahren der Fotografie zu, um das Unmarkierte sichtbar zu machen?
„Weltliteratur in der longue durée“ ist eine Zusammenschau weltliterarischer Fallstudien aus den letzten zehn Jahren.
Einerseits greifen sie bestehende Diskussionen auf, andererseits denken sie darüber nach, wie Theorien zur Weltliteratur in Zeiten von Migration und Globalisierung aussehen könnten. Welche Rolle spielen Mobilität, Übersetzungen und die doppelte Zugehörigkeit von Texten zu einer lokalen wie auch weltliterarischen Tradition? Wie lässt sich Weltliteratur außerhalb des Kanons denken? Ausgehend von diesen Fragen rücken Aspekte wie Mündlichkeit, Eurozentrismus, Institutionalisierung, Kanon und Wertung in den Blick. Dabei liegt die Besonderheit des Bandes nicht nur in der zeitlichen Verlängerung eines Konzepts von Weltliteratur, der „longue durée“, sondern auch in dem interdisziplinären Zugang aus Perspektive der Literatur- und Medienwissenschaften, der Ethnologie und der Folkloristik.
Schriftenreihe des Franz Rosenzweig Minerva-Forschungszentrums für deutsch-jüdische Literatur und Kulturgeschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem
Makom, die Schriftenreihe des Franz Rosenzweig-Forschungszentrums für deutsch-jüdische Literatur und Kulturgeschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, wird herausgegeben von Yfaat Weiss. In der jüdischen Überlieferung ist der Begriff Makom ("Ort") einer der Namen Gottes, bezeichnet aber zugleich den Raum der schriftlichen und mündlichen Tradition. Die Veröffentlichungen der Reihe sollen zum fortdauernden Kommentar dieser Tradition beitragen. Aufgenommen werden zum einen Bände, die zentrale Erfahrungen des deutschen Judentums dokumentieren oder sie im Rahmen der neueren deutschen Kulturgeschichte analysieren. Da die Werke deutscher Juden stets auch ein Spiegel für übergreifende Phänomene der europäischen Moderne waren, werden zum anderen Texte in der Reihe veröffentlicht, die sich mit Themen wie kulturelle Erinnerung, Assimilation oder Säkularisation beschäftigen.