in Michel Serres
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Reihe: dynamis
HerausgeberIn: Petra Maria Meyer
Die Sprache weiß, wovon sie spricht. Das zeigt sich im Kompositum »eph¯emeros«, von dem das deutsche »ephemer« abgeleitet wurde. Während das Präfix »epi« u.a. die Bedeutungen »darauf, während, bis zu« umfasst, bedeutet »hämera« nicht nur »Tag«, sondern auch »Zeit« und »Leben«.
Das Ephemere spricht existenziell die Daseinsweise des Menschen an. Ephemeroi, Menschen, sind »Eintagswesen«, »eines Schattens Traum«. Ohne das Ephemere als Kennzeichen der Moderne und Postmoderne zu vernachlässigen, unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen mit Medienumbrüchen und Künsten, stehen Fragen nach der Zeitlichkeit als Bedingung der Möglichkeit allen Existierens, aber auch nach den Weisen der Zeitigung von Zeit, die die konkrete Lebenszeit prägen, im Zentrum.
Mit Beiträgen von: Barry Bermange, Gabriele Brandstetter, Danica Darkic, Martina Dobbe, Martin Dornberg, Hinderk M. Emmrich, Daniel Fetzner, Yael Kaduri, Annette Le Fort, Angela Melitopoulos, Petra Maria Meyer, Hannelore Paflik-Huber, Jürgen Partenheimer, Felix Schackert, Claus-Arthur Scheier, Michael Schirner, Georg Christoph Tholen, Hagen Verleger, Michael Wetzel, Martin Zenck.
AutorIn: Benjamin Schmid
Der Autor legt die wachsende Bedeutung der Architektur im politischen Denken des Mittelalters dar. Er demonstriert, wie Architektur zu einer Grundlage politischen Denkens wurde und wie Architektur dieses Denken beeinflusste. Das Buch analysiert die grundlegenden Verbindungen von Politik und Architektur. In zwei Teilen wird die Rolle der Architektur im politischen Denken des Mittelalters anhand zahlreicher Schrift- und Bildquellen untersucht. Im ersten Teil wird der weite Weg der Architektur hin zu ihrer Anerkennung in der mittelalterlichen Wissenschaftssystematik überblickt. Im zweiten Teil werden repräsentative Orte mittelalterlichen Denkens herausgearbeitet. Das Buch demonstriert damit den Bedeutungszuwachs der Architektur innerhalb des mittelalterlichen politischen Denkens, legt die Ursprünge der Verbindung von Politik und Architektur offen und zeichnet die Aufwertung der Architektur zu einem Fundament der Politik nach.
Zur Aktualität von Günther Anders und Theodor W. Adorno
AutorIn: Peter Schmitt
In Zeiten von Smartphone und Social Web die Medienkritik von Günther Anders und Theodor W. Adorno zu behandeln, scheint auf den ersten Blick ein antiquiertes Vorhaben zu sein. Dabei wird die Auseinandersetzung mit ihren Gedanken zu Mensch, Gesellschaft und Medien immer wichtiger.
Die Seele des Menschen ist inmitten der totalen Computerisierung vom verzifferten Lärm und von den grellen Bildschirmen umstellt. Das Andere, »Nichtidentische« rückt mit der Digitalisierung von allem und jedem in immer weitere Ferne. Mit der hier vorgenommenen Relektüre lassen sich die kritischen Theorien von Günther Anders und Theodor W. Adorno zuspitzen. In der totalen Überhöhung der ins-trumentellen ratio (Adorno) in Form von obskuren Datenbergen lässt sich ein neuer Höhepunkt der Dialektik der Aufklärung verorten. Der Rückfall der aufgeklärten Gesellschaft in den Mythos ereignet sich ganz konkret in der digitalen Totalität – wir stecken mit Big Data mitten drin.
Demokrit, die Sokratiker, Platon und Aristoteles
AutorIn: Torsten Hitz
In der Antike wurden Philosophie und Wissenschaft vielfach zergliedert: in göttliche und menschliche Weisheit, in Mathematik und Technik, in Naturphilosophie und Ethik. Stets ging es dabei auch um das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis. Im Buch wird gezeigt, wie die umfassende Weisheit der Vorsokratiker von den Schülern des Sokrates zerteilt wurde, wie Platon die getrennten Disziplinen als Einheit begriff und das Weisheitsideal der Vorsokratiker wiederbelebte, und wie Aristoteles die Verbindung zwischen theoretischen und praktischen Wissenschaften lockerte, ohne sie völlig aufzulösen. Zugleich werden die Denkformen untersucht, die beim Nachdenken über Theorie und Praxis zur Anwendung kamen: die Gegenüberstellung polarer Gegensätze und die Reduktion auf Elemente, die Platonische Klassifikationsmethode und die Aristotelische Proshen-Aussage. Diese Denkformen hängen eng mit den grundsätzlichen Standpunkten und Methoden des jeweiligen Philosophen zusammen. Jede Denkform hat aber auch ihre besonderen Konsequenzen für das Theorie-Praxis-Verständnis. So macht das Buch die Geschichte des philosophischen Verständnisses von Theorie und Praxis von den Vorsokratikern bis zum Ende der klassischen Antike greifbar.
in Politisches Denken und Architektur im Mittelalter
in Politisches Denken und Architektur im Mittelalter
in Politisches Denken und Architektur im Mittelalter