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Verwerfungen der Rezeptionsgeschichte und Chancen einer Relektüre
Editor: Tilman Borsche
Herders charakteristische Leistung liegt in der Entdeckung der Bedeutung von Geschichte, Kultur und Sprache für die Entwicklung der menschlichen Vernunft. Doch gerade diese Entdeckung wurde bald nach Herders Tod zum Fundus einer dogmatischen Gesinnung, die in Deutschland den Interessen einer nationalistischen Reaktion diente. Die bis heute marginale Wahrnehmung Herders sowohl in den Kulturwissenschaften als auch in der Philosophie hat ihre Gründe vor allem in dieser unglücklichen Wende der Rezeptionsgeschichte. (Im Jubiläumsjahr 2003 – Herder starb am 18.12.1803 – gab es eine Reihe von Versuchen, die losen Fäden der Überlieferung erneut aufzugreifen und die Denkanstösse, die Herder der aufgeklärten Welt des späten 18. Jahrhundert eingab, mit den Augen des 21. Jahrhunderts neu zu prüfen. ) Herders Einsicht, dass auch die Grundbegriffe unseres Denkens, ‚Bildwörter’ sind, nötigt dazu, sich auf die sprachlich-historische Horizontgebundenheit unserer Weltorientierung einzulassen. Erst der Verzicht auf unerschütterliche Fundamente unseres Denkens öffnet den Weg zu einer die individuellen und kulturellen Besonderheiten historischer Formationen würdigenden Humanität. Auf diesem Weg liegt das noch weitgehend unerschlossene Potential des herderschen Denkens. Die Beiträge dieses Bandes verstehen sich als Einladung zu einem neuen transdisziplinären Gespräch über die Aktualität einer der verdrängten Vaterfiguren der europäischen Moderne.
Der Begriff des Zwecks in Hegels Wissenschaft der Logik
Author: Tommaso Pierini
Das Buch bietet eine neue Inter-pretation von Hegels Schlüssel-werk, der Wissenschaft der Logik, im Sinne einer Theorie der Frei-heit als Selbstbestimmung. Die Untersuchung gliedert sich in zwei Teile. Im ersten werden He-gels logische Begriffe von Identi-tät und Widerspruch diskutiert. Dabei können unterschiedliche Formen von Identität differenziert und Selbstbestimmung als deren höchste Form herausgestellt werden. Im zweiten Teil liefert der Autor einen ausführlichen Stellen-Kommentar des schwierigen Teleologie-Kapitels, in dem die spezifische Dynamik der Selbst-bestimmung analysiert wird. Da-bei ist zugleich die Einsicht in die Grundstruktur gewonnen, aus der sich das Verhältnis von He-gels Naturphilosophie und Philo-sophie des Geistes zur Logik ver-stehen lässt.
Author: Dietmar Köhler
Köhlers Buch stellt erstmals einen umfassenderen systematischen Vergleich zweier zeitlich wie thematisch eng 'benachbarter' Hauptschriften der Philosophie des Deutschen Idealismus an. In diesem Zusammenhang setzt es sich zudem kritisch mit Martin Heideggers wirkungsmächtigen Hegel- und Schelling-Interpretationen, der beide Ansätze erstmals gegeneinander gestellt und wechselweise als 'Vollendungsgestalten der abendländischen Metaphysik' charakterisiert hat, auseinander, indem sie der je spezifischen Intention beider Ansätze nachgeht und damit zugleich auch deren systematisches Potential für aktuelle Fragestellungen herauszustellen sucht.
Theologie-Darwinismus-Nihilismus
Author: Edith Düsing
Düsings Buch bietet eine Gesamtsicht auf Nietzsches philosophisches Denken. Dieses wird entwicklungsgeschichtlich in den grundlegenden Problemkreisen der Theologie, des Darwinismus und des Nihilismus dargelegt. Zum ersten Mal zeigt Düsing – in intensiver Auseinandersetzung mit der Forschung – an Werk und Nachlaß von Nietzsche die hohe wechselseitige Spiegelung der naturphilosophisch-kosmologischen, der biologistischen, der moral- und der religions-kritischen Argumentationslinien auf. Aufgrund der Erweiterung der darwinistischen Auffassung von der zufälligen Entstehung und Entwicklung der Arten zur Sicht auf den Kosmos als Spiel und Chaos gelangt Nietzsche zu seinem Immoralismus und zur Ablehnung jeglicher Theodizee.
Ein Versuch über die Freundlichkeit
Author: Byung-Chul Han
Hegels Denken zeugt von einem tiefen Bewusstsein der Macht. Schon lange vor Nietzsche hat Hegel sehr eindringlich über Macht nachgedacht. Er ist wohl der erste Theoretiker der Macht. Die Macht bildet die Tiefenschicht des Hegelschen Denkens. So durchströmt sie die Innenräume seines Systems. Hans machttheoretische Erkundung stellt gleichzeitig eine sehr anschauli-che Einführung in Hegels Denken dar, die dessen verborgene Windungen freilegt. Hegel beschreibt Grundfiguren seines Denkens wie Geist, Gott, Gesetz, Begriff, Freiheit, Wahrheit oder Schönheit machttheoretisch. Er legt z. B. eindringlich dar, inwiefern die Religion ein Phänomen der Macht ist. So präsentiert sich seine Religionsphilosophie als eine spannungsreiche Phänomenologie der Macht. In der "Wissenschaft der Logik" entfaltet er eine Logik der Macht, die aktuell genug ist, um unterschiedliche Machtprozesse von heute präzis zu beschreiben. Die vorlegende Studie geht auch kritisch mit Hegel um. Sie macht Phänomene sichtbar, die sich der Machtlogik ganz entziehen. Verwiesen wird auf eine Freundlichkeit, die durch Abwesenheit der Macht glänzt.
Von der Krise der Aufklärung zur Orientierung der Vernunft nach Kant
Author: Bernhard Jensen
Nach Orientierung fragt man erst, wenn man sie verloren hat. Kant hat das Bedürfnis nach Orientierung sowohl in den unscheinbarsten Regungen des Alltags wie in den großen Fragen des Glaubens aufgespürt. Die Idee zu einer Philosophie der Orientierung findet sich bereits in seinen vorkritischen Schriften. Kant hat sie jedoch erst anläßlich des Pantheismusstreits zwischen Mendelssohn und Jacobi expliziert, als seine Vernunftkritik ihren Kredit unter den Zeitgenossen und bei der preußischen Obrigkeit zu verlieren drohte. Insbesondere die These einer Leiblichkeit der Orientierung verbindet Kants Position mit der phänomenologischen Tradition bei Cassirer, Merleau-Ponty und Plessner. Welches Potenzial in Kants Naturgeschichte und Phänomenologie der Orientierung steckt, zeigt die vorliegende Untersuchung, indem sie einen weiten Bogen von der Genealogie des Orientierungsdiskurses im 18. Jahrhundert zur diskursiven Praxis der Vernunft in der Gegenwart spannt.