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Das Bild vom glaubwürdigen Wissenschaftler – vom Universalgelehrten der Renaissance zu modernen Laborspezialist*innen - ist ein kulturelles Konstrukt, das die Ansprüche seiner Zeit widerspiegelt. Wie es entsteht, wird im Galvanismusdiskurs um 1800 deutlich.
Dieser Band beschäftigt sich mit den Fragen: Wer gilt um 1800 als Naturwissenschaftler? Wie findet man als junger Forscher Aufnahme in die wissenschaftliche Gemeinschaft? Und worin manifestieren sich die wissenschaftskulturellen Unterschiede in Deutschland und Großbritannien zu Beginn des 19. Jahrhunderts? Anhand der frühen Publikationen der jungen aufstrebenden Naturforscher Alexander von Humboldt, Johann Wilhelm Ritter und Christian Heinrich Pfaff sowie ihrer britischen Kollegen untersucht der Autor die Konstruktion vom modernen Naturwissenschaftler durch die wissenschaftliche Gemeinschaft.
Author: Alexander Berg
Was wusste Wittgenstein von Hegels Philosophie und wie verhält sich sein Denken zu demjenigen Hegels? Antwort auf diese Fragen sucht die vorliegende Studie in einer aufmerksamen Rekonstruktion der verschiedenen Bemerkungen Wittgensteins zu Hegel.
In einer späten Bemerkung bringt Wittgenstein das Verhältnis seiner eigenen Philosophie zu derjenigen Hegels auf den Punkt: „Mir scheint, Hegel will immer sagen, daß Dinge, die verschieden aussehen, in Wirklichkeit gleich sind, während es mir um den Nachweis geht, daß Dinge, die gleich aussehen, in Wirklichkeit verschieden sind.“ Um besser verstehen zu können, was er dabei im Sinn hatte, werden die verschiedenen Bemerkungen Wittgensteins zu Hegel in den Kontext der Entwicklung seines philosophischen Denkens gestellt, und es wird – auch ganz in Wittgensteins Sinne – weitergefragt, was dieses Denken mit der philosophischen Tradition verbindet.
Dynamiken zweckrationaler Passion
Author: Eckart Goebel
Welche Funktion hat ein Ehrgeiz, der auch dann nicht erlischt, sobald Selbsterhaltung sichergestellt ist? Lässt sich überhaupt trennscharf zwischen ›gesundem‹ und ›krankhaftem‹ Ehrgeiz unterscheiden? Diese Fragen stellen sich, seit Hesiod zwischen der guten und der bösen Eris differenzierte, und seit Aristoteles –der Lehrer Alexanders des Großen – feststellte, dass die gute Mitte zwischen fehlendem undexzessivem Ehrgeiz ›keinen Namen hat‹. Der über die Selbsterhaltung hinausschießende, ›brennende Ehrgeiz‹ wurde in der Philosophie nur gelegentlich reflektiert, in der Weltliteratur, der Erfolgssoziologie, der Spieltheorie und der Psychoanalyse hingegen eindringlich beschrieben. Er erscheint in evolutionsbiologischer Perspektive sinnlos, latent feindselig bzw. autodestruktiv. Die Alltagssprache registriert den destruktiven Aspekt, wenn sie in einer drastischen Wendung davon spricht, jemand sei ›von Ehrgeiz zerfressen‹ wie von einem Raubtier, einer Säure oder einem unkontrollierbar gewordenen Feuer. Diesem ›brennenden‹, potentiell ›zerfressenden‹ Ehrgeiz, der als das Verlangen nach Unsterblichkeit exklusiv menschlich zu sein scheint, wird seit der Antike mit Ambivalenz und Scheu begegnet. Ihm gilt das primäre Interesse des vorliegenden Buches.
Platons Ideen, Hobbes Leviathan, Kants kategorischer Imperativ… Dies ist nur ein Ausschnitt von Ideen, deren Entwickler sich einen dauerhaften Platz in der Geschichte der Philosophie gesichert haben. Der Philosophiekanon jedoch wäre höchst unvollständig ohne Gottfried Wilhelm Leibniz: Genie der Barockzeit.
Leibniz (1646–1716) entpuppte sich im Laufe seines Lebens als bahnbrechender Mathematiker, der auch sein philosophisches System „more geometrico“, d.h. logisch-axiomatisch aufgebaut hat. Er erfand nicht nur die erste „4-Spezies-Rechenmaschine“ – ein früher Vorläufer des Taschenrechners. Durch Weiterentwicklung des binären Zahlensystems kann man ihn, in Zusammenhang mit der Erfindung des Computers, als frühen Wegbereiter der Digitalisierung ansehen. Nicht zuletzt begründete er parallel zu Newton die Infinitesimalrechnung und auch sein religiöses Weltbild gewann er aus dem Geist der Mathematik: Seine Auffassung der Schöpfung der Welt beruht auf der Annahme, Gott könne durch bloße „Berechnung“ ermitteln, welche der vielen möglichen Welten die beste sei. Leibniz „mathematische Metaphysik“ verstehen – mit „Philosophie für Einsteiger“ kein Problem!
Begegnungen des Politischen zwischen Gilles Deleuze und Jean-Luc Nancy
Author: Ralf Gisinger
Nietzsches Chiffren der Transzendenz
Author: Jutta Georg
Für Nietzsches Philosophie der tragischen Bejahung, die eine der Transformation ist, sind die Relationen zwischen dem Übermenschen und der ewigen Wiederkehr von enormer Bedeutung. Um diese herauszuarbeiten, untersucht die Studie die nietzscheanischen Menschentypen – ausgehend von der These, dass es Nietzsche immer um den schaffenden Menschen geht – vom »Heerdenthier« bis zum Übermenschen, sodass die mit ihnen verbundenen Dispositive (Metaphysik, Religion, Moral, Philosophie und Kunst) in Nietzsches Evaluation transparent werden.

Revision der Leib-Körper-Differenz in Maurice Merleau-Pontys philosophischem Werk
Author: Selin Gerlek
Editor: Thomas Bedorf
Maurice Merleau-Pontys Werk zeichnet sich durch eine vielschichtige Thematisierung des Körpers aus. Vorliegende Studie entfaltet den hierfür zentralen Begriff der Korporalität.
In seinen Schriften richtet Merleau-Ponty seine besondere Aufmerksamkeit auf die leibkörperliche Natur unseres Zur-Welt-Seins. Dieser Fokus auf die leibliche Erfahrung geht allerdings mit einem Problem einher: Leib bleibt Medium unserer Erfahrung und ist daher durch ein notwendiges Entzugsmoment gekennzeichnet. Merleau-Pontys Antwort auf die Beschränkung leibtheoretischer Forschung ist die Öffnung zu einem systematischen Zusammenhang von Korporalität und Praxis. Vor diesem Hintergrund unterzieht die vorliegende Untersuchung die Leib-Körper-Differenz einer Revision und schlägt infolgedessen die „korporale Differenz“ zur Kennzeichnung der Ambiguität in der Erfahrung vor und führt zugleich Merleau-Pontys Philosophie der Korporalität ein, mit welcher insbesondere Kultur- und Sozialwissenschaften wichtige Impulse erhalten dürften.
Analogisches Denken, Kreativität und Leibniz' Idee der Erfindung
Ob Neues erschaffen, erfunden oder entdeckt wird, stellt das Denken immer wieder vor ein Rätsel. Was ist das Neue? Kann es Neues in Kunst und Wissenschaft geben? Und was heißt es überhaupt, von „neu“ und „alt“, von „erfinden“ und „hervorbringen“ zu sprechen?
Analogiebildungen sind nach Douglas Hofstadter und Emmanuel Sanders konstitutiv für die Hervorbringung des Neuen und durchziehen die gesamte Erkenntnis in Alltagserfahrung, Wissenschaft und Kunst. Bei Gottfried Wilhelm Leibniz spielen Analogie und Kombination für die Erfindung neuer „möglicher Welten“ eine ebenso zentrale Rolle wie die Schöpfung der Welt für die Idee des radikal Neuen. Im Sinne seiner Multiperspektivik werden in diesem Buch Kreativität, Erfindungskraft und analogisches Denken interdiziplinär analysiert, um aus verschiedenen Blickwinkeln die Entstehung des Neuen in Wissenschaft und Kunst auszuleuchten.
Zum Projekt einer „erweiterten Vernunft“, das die Phänomeno-logie seit jeher verfolgt, gehört der Versuch, die zahlreichen Verhältnisse zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtba-ren zu klären. Dabei geht es im Rahmen einer Ästhesiologie oder einer Aisthetik nicht nur um eine Untersuchung der Potenziale des Sichtbaren, sondern auch des Unsichtbaren. Diese verweisen entweder auf den Grund der Möglichkeit der weltlichen Sichtbarkeit oder auf eine Grenze im Sinne eines „Ur-originären“, das sich dem Er-scheinen entzieht. Im ersten Fall nähert man sich dem Unsichtba-ren mit einer Kunst des Sehens dessen, was anderen unzugäng-lich bleibt, im zweiten Fall mit einer Kunst des „abweichenden“ oder anderen Sehens. Wir sehen meist nur, was wir bereits verste-hen, und sobald wir (wie in der Kunst) Unverständliches sehen, sehen wir plötzlich ganz anders.